Hopfen in der Pferdefütterung

Mit Hopfen behalten die Pferde die Nerven

Humulus lupulus lautet der nette lateinische Name für den Hopfen. Vor allem in Deutschland wird dieser zunächst einmal mit dem Bierbrauen in Verbindung gebracht – doch nicht in Form von Bier, sondern als reines Kraut wirkt sich der Hopfen beruhigend auf unsere Nerven und die unserer Pferde aus. Nervöse, unruhige oder ängstliche Pferde profitieren daher von der Fütterung der ausdauernden Kletterpflanze.

Steckbrief Hopfen:

  • Botanische Zuordnung: Rosenartige (Rosales)
  • Vorkommen: auf der Nordhalbkugel, an stickstoffreichen Standorten mit hoher Bodenfeuchte
  • Größe: zwei bis sechs Meter (in Wildform) bzw. vier bis acht Meter (Zuchtsorten)
  • Erkennungsmerkmale:
    • Schlingpflanze
    • helle, gelbliche Blüten
  • Inhaltsstoffe: Hopfenbitterstoffe (Humulon, Lupulon), ätherische Öle, Flavonoide, Proanthocyanidine, Gerbstoffe.


Wer kennt sie nicht, die Momente, in welchen wir Reiter nicht damit rechnen, dass etwas für unsere Pferde „Gruseliges“ in irgendeinem Winkel lauert – die Momente, die aus unerklärlichen Gründen aber doch furchteinflößend wirken müssen und unsere Pferde erschrecken lassen.

Viele Vierbeiner gehen damit ja recht cool um, zucken kurz zusammen und laufen, kaum entdeckt, dass nichts Schlimmes passiert, einfach weiter. Doch manche Pferde werden nach solch einer Situation extrem spannig oder steigern sich so in den Schreckmoment hinein, dass sie ab sofort vor allem, was sich bewegt, zusammenzucken oder gar davonrennen. Hier kann der Hopfen helfen.

Hopfen sorgt für die nötige Ruhe

Der Studienkreis Entwicklungsgeschichte der Arzneipflanzenkunde an der Universität Würzburg wählt den Hopfen zur Arzneipflanze des Jahres 2007, denn er hat sich in der heutigen Zeit einen großen Namen in modernen Phytopharmaka gemacht: Extrakte aus Hopfenzapfen, kombiniert mit Auszügen der Baldrianwurzel, sind in den meisten pflanzlichen Schlaf- und Beruhigungsmitteln als Wirkstoff enthalten.

Der Hopfen gilt als eine der jüngeren Heilpflanzen – sowohl in der Human- als auch in der Veterinärmedizin. Wo über viele Heilkräuter Überlieferungen vor Christi Geburt vorliegen, begann die aufgeschrieben Geschichte des Hopfens erst im 12. Jahrhundert. Passend zu der Tatsache, dass die Erfinder des gehopften Bieres Mönche waren, stammen auch die ersten Erwähnungen aus Klöstern.

Die Hopfenzapfen sind bekannt für ihren hohen Anteil an ätherischem Öle, Flavonoiden und Gerbstoffen. Die größte Bedeutung, vor allem in der Pferdefütterung, kommt allerdings den Hopfenbittersäuren Humulon und Lupulon zu. Diese beiden Pflanzenstoffe bewirken eine gewisse „Coolness“ bei unseren Vierbeinern, wenn es um stressige Situationen geht wie

  • Hängerfahrten
  • ein Stallwechsel
  • ein neuer Herdenverband
  • (zu) viele Trainingseinheiten
  • eine aufregende Silvesternacht


Mit Hilfe der natürlichen Wirkstoffe aus dem Hopfen können die Pferde – bereits ein paar Tage vorher gefüttert – bestens vorbereitet und die Nervosität reduziert werden.

Auch bei Pferden mit

  • fortwährende Unruhe,
  • Konzentrationsschwäche,
  • Spannungszuständen oder
  • Magen-Darm-Beschwerden,


welche allesamt keine Seltenheit bei nervösen Pferden darstellen, kann der Hopfen einiges bewirken. Denn an ein entspanntes Reiten ist unter diesen Umständen wirklich nicht zu denken.

Hopfen – ein natürlicher Helfer bei leichten Koliken

Der Hopfen ist nicht nur bekannt für seine beruhigende und entspannende Wirkung sondern auch für seine verdauungsanregende Eigenschaft. Mit letzterer hilft er Hopfen auch Pferden, die unter immer wiederkehrenden, leichten Koliken leiden. Vor allem bei Krampfkoliken hat sich der Hopfen schon oft als hilfreich erwiesen.

Hopfen gegen zu viel „Manneskraft“

Für Hengste und hengstige Wallache kann der Hopfen ebenfalls das Mittel der Wahl darstellen. Die bereits erwähnten, vom Hopfen sehr überzeugten Mönche schätzten diesen angeblich nicht nur wegen des Bierbrauens, sondern auch aufgrund seiner dämpfenden Wirkung auf den Geschlechtstrieb. Durch diese Wirkung kann Hopfen auch den Umgang mit starken Hengsten oder Wallachen erleichtern.

Hopfen in Kombination mit anderen Heilkräutern

Optimal entfaltet der Hopfen seine Wirkung im Zusammenspiel mit Baldrian und Melisse, wenn es darum geht, die nervliche Belastbarkeit der Pferde bestmöglich zu unterstützen. Diese drei Heilkräuter ergänzen sich perfekt und sorgen so für mehr Nervenstärke und Gelassenheit bei nervösen, ängstlichen und unruhigen Pferden.

Wieviel Hopfen braucht ein Pferd?

Achtung: Hopfen hat eine sehr intensive Wirkung, weshalb für ein Großpferd eine Dosis von etwa 10 g am Tag völlig ausreicht. Ponys und Kleinpferden genügen 5 g. Steht ein Turnierstart auf dem Programm, sollte der Hopfen, ebenso wie alle anderen Heilkräuter, zwei Tage vor dem Start abgesetzt werden – denn Heilpflanzen sind nicht ADMR-konform.


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