Wann sollten wir Pferde eindecken?

Die Thermoregulation des Pferdes – wann sollten wir Pferde eindecken?

Jeder von uns Pferdebesitzern kennt die doch sehr unterschiedlich diskutierte Notwendigkeit des Eindeckens der Pferde im Winter. Mit den Minusgraden stellt sich oft die Frage, wann Pferde zum Schutz vor Kälte im Winter eingedeckt werden sollten. Heute gibt es Abschwitzdecken, Übergangsdecken, Weidedecken, Regen- oder Winddecken, die alle den Pferden Schutz vor Witterungseinflüssen jeder Art gewährleisten. Nur sollten wir wissen, dass Pferde nicht grundsätzlich frieren, nur weil wir Pferdehalter die Temperaturen im Winter als unangenehm empfinden.

Die Toleranz der Pferde gegenüber Kälte ist weitaus größer als gegenüber Hitze

In der Natur gehen die Säugetiere unterschiedlich mit der Kälte im Winter um. Viele Arten befinden sich in einem Winterschlaf. In dieser Zeit werden der Stoffwechsel und die Körpertemperatur auf Sparflamme heruntergefahren um Energie zu sparen. Pferde hingegen müssen die Kerntemperatur ihres Körpers auch im Winter konstant halten um überleben zu können. Nur bis zu 35 % der in der Muskulatur des Pferdes verbrauchten Energie wird in Bewegung umgesetzt. Der Rest der Energie geht in Wärme über.
 
Die Atmung, die Haut und das Fell des Pferdes regulieren durch unterschiedliche Mechanismen den Wärmehaushalt des Pferdes. Dieses natürliche Thermoregulationsvermögen stellt sicher, dass unabhängig von der Belastung oder den Außentemperaturen die Körperinnentemperatur nicht gefährlich ansteigt oder abfällt. Selbst bei trockenen Außentemperaturen von Minusgraden bis zu 15 ° C sind Pferde in der Lage, ohne einen höheren Bedarf an Futter, den eigenen Wärmehaushalt sicherzustellen.
 
Erst wenn die Kälte unter minus 15 ° C sinkt, geht man laut Fachliteratur von einer erhöhten notwendigen Energiezufuhr aus (+2,5 % je weiterem Grad). Für Weidepferde oder Offenstallpferde, die an kühlen Tagen dem Wind oder der Nässe ausgesetzt sind, sollte aber bereits früher schon mit einem Mehrbedarf an Futter gerechnet werden. Hier eignet sich in erster Linie gutes Pferdeheu, welches mit einem energiereichen Müsli und ggf. etwas Leinöl bedarfsgerecht ergänzt werden kann.

Pferde in guten Haltungsbedingungen leben gesünder ohne Pferdedecke

Bei ausreichendem Winterfell und gutem Ernährungszustand frieren die Pferde eher selten. Das wärmende Sonnenlicht im Winter, die eigene Regulation des Wärmehaushalts, Bewegung und frische Luft stärken die eigene Abwehrfunktion des Pferdes. Somit wird deutlich, dass nicht grundsätzlich die Pferde im Winter gegen Kälte mit isolierenden Pferdedecken geschützt werden müssen. Sind die Pferde bereits im schlechten Futterzustand oder krank bzw. hatten durch falsches Haltungsmanagement (zu frühes Eindecken, zu wenig Weidegang, Mineralstoffmangel, zu wenig Tageslicht) keine Gelegenheit, ausreichendes Deckhaar und Unterwolle zu bilden, wird man nicht umhin kommen, Maßnahmen zum Schutz gegen Kälte zu treffen.
In diesem Fall sollte die Decke nicht zu locker am Pferd sitzen und regelmäßig die Verschnallung kontrolliert werden. Untersuchen Sie das Fell des Pferdes regelmäßig auf Scheuerstellen, und verwenden Sie nur trockene und innen saubere Decken, die auch von der Dicke des Innenfutters her der Außen- bzw. Innentemperatur des Stalls angepasst sind. 
Nur wenige Pferde werden eine Decke zum Schutz gegen Kälte brauchen
Pferde mit hoher Trainingsintensität schwitzen stark, daher beginnt man bereits sehr früh durch das Eindecken selbst in der Box, die Entstehung des Winterfells zu unterdrücken. Solche Pferde werden dann auch im Winter nicht mehr ohne Decke sein können. Wer dies vermeiden möchte, sollte im Winter die Trainingsintensität senken bzw. kürzere Trainingseinheiten mit längeren Pausen einbauen. Gerade im Winter sollte ausreichend Zeit eingeplant werden, da das sogenannte „Trockenreiten“ schon mal 15 bis 30 Minuten in Anspruch nehmen kann.
 
Gesunde Pferdehaltung setzt voraus, dass die Fütterung, das Training und die Haltung möglichst den natürlichen Bedürfnissen des Pferdes angepasst werden. Nicht immer wird es ohne Decke gehen – aber in vielen Fällen meinen wir es aus Sorge um unser Pferd viel zu gut - auch hier wäre weniger manchmal einfach mehr.

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