Grass Sickness

Grass Sickness: Die sogenannte Graskrankheit bei Pferden

Die Equine Grass Sickness ist eine gefürchtete Krankheit. Sie kann zum Tod eines Pferdes führen, jedoch kommt sie in Deutschland zum Glück selten vor. Wie der Name schon andeutet, betrifft sie nur Pferde, die Weidegang haben. Letztlich ist Grass Sickness eine Nervenkrankheit, bei der die Verdauungsorgane als Erstes versagen. Bei dieser Krankheit werden Nervenzellen angegriffen, es kommt dadurch zu Ausfällen. Zuerst werden Magen und Darm träge und inaktiv, es kann auch der Schlund betroffen sein. Für ein Pferd ist es hochgefährlich, wenn sein Verdauungssystem so zum Erliegen kommt! Wichtig ist daher schnelles Handeln bei dem Verdacht auf Grass Sickness.

In England kommt die Krankheit häufiger vor. Daher wurden vor allem dort der Verlauf und die Ursachen erforscht. Die Experten haben inzwischen wertvolles Wissen auch für Pferde hierzulande gesammelt. Wer als Pferdebesitzer über den Verlauf von Grass Sickness Bescheid weiß, kann sein Pferd im Idealfall vor dem Einschläfern aufgrund dieser häufig tödlichen Krankheit bewahren.

Symptome von Equine Grass Sickness

Es gibt unterschiedliche Krankheitsverläufe bei Grass Sickness. Die Krankheit ist nicht ansteckend, sie entspricht einer Vergiftung. Beim akuten Verlauf können Pferde innerhalb von ein bis zwei Tagen sterben. Ein weiterer Verlauf ist langsamer, er zieht sich bis zu einer Woche hin und wird daher als subakut bezeichnet.

Die chronische Graskrankheit

Bei einem chronischen Verlauf sind die Koliksymptome milder. Die Pferde nehmen stark ab. Häufig wird auch von einem chronischen Verlauf gesprochen, wenn Pferde die Krankheit überstanden haben, aber weiterhin mit den Symptomen zu kämpfen haben.

Typisch ist auch ein hochgezogener Bauch, Muskelzittern und Schwitzen. Pferde, die den chronischen Verlauf der Krankheit erleben, haben eine 45-50 % Überlebenschance. Beim akuten und subakuten Verlauf verläuft die Krankheit meist tödlich.

Grass-Sickness erkennen

Die Grass-Sickness-Krankheit ist leider relativ schwer erkennbar. Sie beginnt mit Koliken, bei denen die Mobilität von Magen und Darm gestört sind. Es folgt der Ausfall von weiteren Organen und Körperfunktionen. Die Graskrankheit zerstört Teile des zentralen Nervensystems. Angegriffen und zerstört werden auch Nervenzellen des vegetativen Nervensystems in den Verdauungsorganen, die autonomen Nervenknoten und die Nervenzellen des Rückenmarks und Stammhirns.

Dadurch können die nicht mehr funktionierenden Nerven ihren Job nicht mehr ausüben – sie leiten keine Impulse mehr an andere Organe des Körpers weiter. So stellen dann nacheinander zum Beispiel Darm, Magen, Speiseröhre und Schlund ihre Tätigkeit ein.

Symptome der Graskrankheit des Pferdes

Dies hat zur Folge, dass beim erkrankten Pferd ein abgestandener Futterbrei im Magen verbleibt, der nicht weiter verarbeitet wird. Der Magen füllt sich an und droht letztlich zu platzen. Pferde können sich bekanntlich nicht erbrechen und können sich auf diesem Weg keine Erleichterung verschaffen. Der schon im Darm befindliche Futterbrei wird auch nicht weitertransportiert, wenn die Darmtätigkeit angegriffen ist. Die Krankheit wurde früher auch als Equines Dysautonomiesyndrom beschrieben.

Inzwischen gilt dies als veraltet, da die Forschung davon ausgeht, dass das autonome Nervensystem nicht mehr alleinig beteiligt ist. Man geht heute davon aus, dass es sich bei Grass Sickness um eine Polyneuropathie handelt. Das bedeutet stark vereinfacht, dass mehrere Bereiche des Nervensystems betroffen sind und nicht nur der Verdauungstrakt.

Erfahrungen bezüglich der Graskrankheit bei Pferden

Die Krankheit kommt vor allem in England vor, aber auch in anderen Teilen Europas. Frühjahr und Herbst sind typische Jahreszeiten für Grass Sickness. Besonders viele Fälle gibt es stets im Mai. Die Länge der Weidezeit spielte bei den erforschten Fällen dieser Krankheit keine Rolle. Pferde ohne Zugang zu frischem Gras waren jedoch bisher nicht betroffen. Die erkrankten Pferde waren vom Gewicht her normal oder adipös, also übergewichtig. Von der Altersstruktur her trifft es eher junge Tiere: Die erfassten Fälle zeigen, dass stets Pferde im Alter von zwei bis sieben Jahren erkrankten.

Behandlung und Heilbarkeit von Grass Sickness

Der Tierarzt muss den Magen des betroffenen Pferdes zunächst entleeren, wenn dieser nicht mehr arbeitet. Das geschieht über eine Nasen-Schlund-Sonde. Danach gibt er Medikamente, die den Magen-Darm-Bereich anregen sollen. Die Magen-Darmtätigkeit muss wieder aktiviert werden.

Meist werden Infusionen gegen ein Austrocknen des Körpers gegeben. Zudem verabreicht der Tierarzt Medikamente wie z.B. Cisaprid, welche die Magen- und Darmtätigkeit anregen. Die Heilungschancen stehen nur gut, wenn die Magen-Darmtätigkeit wieder dauerhaft anläuft.

Diagnose der Grass Sickness

Die Diagnose ist durch Obduktion am toten Pferd diagnostizierbar. Die Krankheit wird von Tierärzten auf den britischen Inseln durch einen Augentropfen-Test am lebenden Pferd getestet: Ein Pferd, bei dem Gras Sickness vermutet wird, bekommt verdünnte Phenylephrin-Augentropfen. Ist das Pferd an Grass Sickness erkrankt, heben sich die Wimpern des Oberlids innerhalb einer halben Stunde.

  • Info to go – Grass Sickness bei Pferden
  • Bei Grass Sickness werden Nervenzellen angegriffen.
  • Darm, Schlund und Magen werden träge, was sehr gefährlich ist!
  • Symptome reichen von Koliken bis zum Zittern und Bauch hochziehen
  • Die Ursache ist nicht komplett erforscht. Die Krankheit ist nicht ansteckend und kommt plötzlich bei Pferden vor, die Weidegang haben.
  • Behandlung: Akutbehandlung durch den Tierarzt. Danach proteinreiche Fütterung.

Heilungschancen der Graskrankheit beim Pferd

Für die Heilung ist essentiell, dass erkrankte Pferde nicht abmagern. Nur Heu reicht bei der Fütterung eines an Grass Sickness erkrankten Pferdes nicht aus. Ganz wichtig ist eine proteinreiche Fütterung. Das gilt auch für Pferdetypen, die in gesundem Zustand ohne Getreide ernährt werden.

Bei Grass Sickness wird eine kalorienreiche, proteinreiche Fütterung empfohlen, die der kranke Patient zudem gut schlucken kann. Masterhorse Mash ist zum Beispiel ideal, da die breiige Konsistenz auch für ein Pferd mit Schluckbeschwerden geeignet ist.

Fütterung bei Grass Sickness

Das Masterhorse Naturkorn Senior Futter ist gut für erkrankte Pferde geeignet, da seine Getreidebestandteile besonders gut aufgeschlossen sind und so leichter verdaut werden können. Das Futter hat eine hohe Qualität und kann aufgeweicht als Mash gefüttert werden. Mash sollte generell mit Öl ergänzt werden. Leinöl ist in der Pferdefütterung ideal, da Omega-3-Fettsäuren äußerst gesund für den Organismus sind. Im akuten Krankheitsfall macht eine Ölfütterung bei der Grass Sickness Sinn, da so leichtverdauliche Energie dem Pferd zur Verfügung gestellt wird.

Ein Tipp: Zugesetzte Flohsamenschalen erleichtern das Äppeln. Kandidaten, die eine Nervenkrankheit wie die Grass Sickness erlebten, profitieren von Futtermitteln, die Vitamin B zugesetzt haben. Masterhorse B-Komplex versorgt das Pferd zum Beispiel effektiv mit B-Vitaminen.

Ursachen der Graskrankheit bei Pferden

Die Forschung tappt noch im Dunkeln, was es genau mit der Grass Sickness auf sich hat. Sicher ist: Die Krankheit ist nicht ansteckend und entspricht einer Vergiftung. Es wird vermutet, dass Weiden mit Gift von Bakterien belastet sind, wenn Grass Sickness auftritt. Giftstoffe des Clostridium botulinum Typ C werden als Auslöser vermutet, das erklären aktuelle wissenschaftliche Studien zum Thema. Diese wurden häufiger im Magen-Darm-Trakt von erkrankten Pferden gefunden, als bei gesunden Pferden.

Der Giftstoff C1 des Bakteriums Clostridium botulinum ist ein Botulismus-Erreger. Zudem hatten die erkrankten Pferde weniger Antikörper gegen dieses Toxin im Körper als gesunde Pferde. Es wird jedoch vermutet, dass es einen weiteren Auslöser neben des Botulismus-Erregers gibt, da es bisher nicht gelungen ist, die Krankheit im Versuch durch das Botulismus-Toxin auszulösen. Die Witterungsverhältnisse scheinen eine Rolle zu spielen. Was viele Fälle von Grass Sickness verbindet, sind niedrige Temperaturen von weniger als elf Grad vor Ausbruch der Krankheit. Es wird vermutet, dass Weidenutzung im Wechsel mit Wiederkäuern das Krankheitsrisiko senkt.


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