Herpes beim Pferd!

Herpesinfektion bei Pferden

Mit Herpes ist nicht zu spaßen: Bricht das Virus aus, ist es hoch ansteckend, führt zu Fehlgeburten, Husten, Nervenschäden und nicht selten zum Tod. Was man dagegen tun kann? Impfen und das Immunsystem stärken!

Herpesviren sind gefährlich und hoch ansteckend. Und sie sind so gut wie unzerstörbar. Bislang gibt es weder Medikamente noch Impfstoffe, die das Auftreten einer Herpesinfektion zuverlässig verhindern. Das körpereigene Immunsystem hat zwar großen Einfluss auf den Verlauf der Krankheit, kann aber nichts gegen die Existenz der Viren an sich ausrichten. Denn die Eindringlinge schlummern bis zu einem Ausbruch der Krankheit in den Nervenzellen des Pferdes, wo sie für die Immunabwehr unerreichbar sind.

Einmal infizierte Pferde bleiben also ihr Leben lang Virenträger. Es gibt Schätzungen, dass 90 Prozent der Pferde Träger des Herpesvirus sind, also einmal in ihrem Leben Kontakt mit dem Virus hatten.

Herpes Pferd

Die meisten Pferde infizieren sich schon im ersten Lebensjahr mit dem Herpesvirus. So lange sich die Viren in einer Art Schlafzustand befinden, treten aber keine klinischen Symptome auf. In der Fachsprache wird dieser Zustand Viruslatenz genannt.

Bei einem geschwächten Immunsystem und unter Stress kann es zu einer Reaktivierung der Viren kommen. Sie vermehren sich. Dann erkrankt das betroffene Pferd manchmal selbst. In jedem Fall aber scheidet es Herpesviren über den Nasenschleim aus und wird so zur Ansteckungsquelle für andere Pferde.

  • INFO TO GO – Herpesinfektion Pferd
  • Sehr viele Pferde sind Virusträger. Die Krankheit bricht jedoch relativ selten aus.
  • Es gibt keine Therapie gegen Herpesviren. Die wichtigsten Bekämpfungsmaßnahmen sind die Impfung des gesamten Bestandes, die Vermeidung von Stress und die Stärkung des Immunsystems.
  • Bei erkrankten Pferden kann man nur die Symptome behandeln und das Immunsystem unterstützen, zum Beispiel über hoch konzentrierte Vitaminpräparate.
  • Wegen der hohen Ansteckungsgefahr müssen erkrankte Pferde von gesunden Tieren isoliert werden.


Verschiedene Herpestypen beim Pferd

Man unterscheidet verschiedene Herpesviren. Relevant sind fünf Typen des Equinen Herpes-Virus (EHV).

EHV 1 und EHV 4 Infektionen
Besonders häufig und besonders schwerwiegende Probleme machen EHV 1 und EHV 4. Junge Pferde reagieren auf eine Infektion mit den Herpesviren des Typen 4 oft mit Atemwegsinfektionen. Sie leiden dann unter Husten, Fieber, Nasenausfluss und entzündeten Kopflymphknoten.

Vor allem EHV 1, aber auch EHV 4 kann zu dem bei Züchtern gefürchteten Virusabort führen. Obwohl die Stute keine klinischen Symptome zeigt, verliert sie ihr Fohlen dann im achten bis elften Trächtigkeitsmonat. Manche Fohlen kommen auch infiziert zur Welt und sterben dann in der Regel kurz nach der Geburt.

Für die lebensbedrohliche Spinale Ataxie, von Tierärzten auch Equine Herpes Myelitis (EHM) genannt, sind EHV 1 und 4 häufig gemeinsam verantwortlich. Die Krankheit verläuft unterschiedlich schwer, mit sensorischen und motorischen Ausfällen. Am Anfang sieht alles nach einem ganz normalen Infekt aus. Die Temperatur ist leicht erhöht, das Pferd hat Nasenausfluss und hustet.

Später kommt ein schwankender Gang dazu. Im schlimmsten Fall greift das Virus die Nerven an. Es kommt es zu schweren Koordinationsproblemen, sowie Lähmungserscheinungen an der Hinterhand, auch die Harnblase und der Enddarm können davon betroffen sein. Das Pferd liegt fest und kann von seinen Leiden meist nur noch erlöst werden.

EHV 2 und EHV 5 Infektionen
Die Herpesviren der Typen 2 und 5 sind an der Entstehung von Augenentzündungen beteiligt. Zudem können sie virale und bakterielle Infektionen der Atemwege begünstigen.

EHV 3
Der EHV3 wird meistens beim Deckakt von einem infizierten Hengst auf die Stute übertragen. Etwa ein bis zehn Tage später treten am Scheidenvorhof, an den benachbarten Hautstellen und am Euter kreisrunde Bläschen und Pusteln auf. Bei erkrankten Hengsten sind Penis und Vorhaut betroffen. Neben den Bläschen können Schwellungen auftreten.

Ein bis drei Wochen nach dem Ausbruch der Krankheit heilt sie in den meisten Fällen von alleine und ohne Komplikationen wieder ab. Häufig bleiben kreisrunde, pigmentlose Flecken zurück. Landläufig wird die Krankheit bildhaft als „Mosaikausschlag“ bezeichnet. Der Fachbegriff ist „Equines Koitalexanthem“.

Wie kann man Herpeserkrankungen beim Pferd verhindern?

Eine spezifische antivirale Therapie, mit der man das Herpesvirus bekämpfen könnte, gibt es nicht. Wenn die Herpeserkrankung ausbricht, können Tierärzte und Pferdebesitzer also nur noch das Immunsystem unterstützen. So werden die Viren in Schach gehalten. Vorbeugung ist daher so wichtig. Dabei helfen entsprechende Impfstoffe und andere Maßnahmen, die das Immunsystem stärken.

Impfung gegen Herpes Pferd

Bislang existieren nur Impfstoffe gegen die Herpesviren von Typ 1 und Typ 4. Auch diese können keinen hundertprozentigen Schutz vor der Infektion bieten. Impfen lassen sollte man sein Pferd trotzdem. Denn falls die Erkrankung doch ausbricht, verläuft sie bei geimpften Pferden meist weniger schwer. Zudem scheiden sie weniger Viren aus, stecken also andere Pferde nicht so leicht an.

Sind alle Pferde eines Bestandes geimpft, können sich die Viren nicht vermehren. Dann steigen die Chancen, Herpesviruserkrankungen ganz zu verhindern. Gegen Herpes impft man Pferde zunächst zweimal im Abstand von vier bis sechs Wochen. Die Impfung muss alle sechs Monate aufgefrischt werden. Wichtig: Notimpfungen in Beständen, in denen die Krankheit schon ausgebrochen ist, sind wirkungslos.

Herpesinfektionen vorbeugen

Die Herpesviren werden in Phasen aktiv, in denen das Pferd unter Stress leidet. Zudem, wenn das Immunsystem geschwächt ist. Sorgen Sie also dafür, dass Ihr Pferd ein möglichst stressfreies, artgerechtes Leben hat!

Stress, und damit die Gefahr der Ansteckung mindert:

  • möglichst wenige Stall- und Besitzerwechsel
  • ein gutes Herdenmanagement
  • viel freier Auslauf an der frischen Luft
  • Erkrankungen zeitnah behandeln lassen
  • ordentliche Pflege und Hygiene
  • ein Trainingsprogramm, dass das Pferd weder körperlich noch psychisch
  • überfordert hochwertiges, hygienisch einwandfreies Futter
  • die richtige Fütterungstechnik: keine langen Futterpausen, viel gutes Heu, wenig Kraftfutter, Getreide auf mehrere kleine Portionen am Tag verteilen

Zusatzfutter zur Stärkung des Immunsystems

Damit das Immunsystem seinen Job machen kann, braucht es unter anderem ausreichend Zellschutzvitamine wie Vitamin E, C, Beta-Carotin und Selen. Wichtig sind auch Omega-3-Fettsäuren und Zink. Achtung: Nicht nur ein Mangel, auch ein massiver Überschuss kann bei einigen Vitaminen und Mineralstoffen zu gesundheitlichen Problemen führen.

Unsere Fütterungsexperten von MASTERHORSE können bei der Zusammenstellung eines ausgewogenen, auf das individuelle Pferd abgestimmten Futterplans helfen. So wird der Gesundheit der Pferde geholfen.

Ausbruch von Pferdeherpes – was tun?

Ausbreitung verhindern

Die Ansteckungsgefahr ist bei Herpes extrem groß. Die Krankheit wird oft durch die Tröpfcheninfektion von einem Pferd zum anderen übertragen. Aber auch die indirekte Ansteckung, zum Beispiel über das Putzzeug, ein Halfter, den Futtereimer, die Schubkarre, gemeinsam genutzte Wasserstellen oder Menschen, ist möglich.

An Herpes erkrankte Pferde sollten sofort von den gesunden Tieren des Stalles räumlich getrennt werden. Auch über Futterwagen, Putzzeug und andere Gegenstände dürfen sie keinen Kontakt haben. Die Krankenstation sollte für Besucher gesperrt werden. Während der Betreuung der Herpespatienten Schutzkleidung tragen! Anschließend umziehen, Hände und Schuhe desinfizieren.

Tierärzte empfehlen, den gesamten Stall mindestens drei Wochen lang unter Quarantäne zu stellen. Kein Pferd darf die Anlage verlassen, kein neues Pferd wird aufgenommen.

Erkrankte Pferde behandeln

Die Herpesviren selbst kann man nicht mit Medikamenten bekämpfen. Abhängig vom Einzelfall können aber Medikamente gegen Symptome wie Entzündungen und Kreislaufprobleme helfen. Zusätzlich sollte das Immunsystem unterstützt werden.

Lysin bremst Herpesviren

Die Aminosäure Lysin hilft sowohl vorbeugend, als auch in akuten Fällen. Der Baustein Lysin ist der Gegenspieler von Arginin. Arginin ist wichtig für die Vermehrung des Virus im Körper. Liegt viel Lysin im Körper vor, so baut das Virus dieses fälschlicherweise ein und die Vermehrung wird erschwert.

Im akuten Fall kann man das lysinreiche EQUIPUR-amino und das vitamin- und zinkreiche Zusatzfutter EQUIPUR-vitafit kombiniert verabreichen. Zusätzlich empfehlen wir B-Vitamine in hohen Konzentrationen, zum Beispiel aus MASTERHORSE B-KOMPLEX, besonders bei Symptomen wie Koordinationsstörungen (Ataxien) und in den ersten Tagen der Virusinfektion.

Das Herpes-Virus verursacht eine Zerstörung und Blockierung der Nervenzellen. B-Vitamine in hohen Konzentrationen fördern den Energiestoffwechsel in der Nervenzelle und unterstützen so die Regeneration der Zelle.

Großputz als Nachsorge

Ist der Herpesausbruch vorbei, ist eine Grunddesinfektion des Stalles Pflicht. Denn das Herpesvirus kann in den betroffenen Ställen noch etliche Wochen überleben. Vergessen Sie bei der Reinigungsaktion nicht Sattelzeug, Decken, Putzzeug und Gerätschaften wie Mistgabeln.


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