Hufrehe beim Pferd

Hufrehe beim Pferd – Wie füttere ich ein Hufrehepferd richtig?

Kein Gras! Wenig Kohlehydrate! Das sind die gängigen Empfehlungen für Hufrehepatienten. Was darf ein Rehepferd denn überhaupt fressen? Die Fütterung bei Hufrehe ist ganz schön schwierig für den Pferdebesitzer.

Welche Nährstoffe für Hufrehepatienten wichtig sind und wie Sie eine erneute Rehe vermeiden, verrät dieser Masterhorse Expertentipp.

Die Kunst der Fütterung eines Rehepferdes liegt darin, das Pferd mit Nähr- und Vitalstoffen zu versorgen, ohne den Organismus weiter zu belasten. Das gilt für Pferde in einer akuten Rehe und ebenso für Pferde, die eine Rehe überstanden haben. Sie sind weiterhin gefährdet, erneut an Hufrehe zu erkranken. Man spricht dann von einem weiteren Reheschub.

Rehepferde füttern

Wichtig bei der Fütterung von Hufrehepferden ist: Achten Sie darauf, Ihr Pferd gut zu mineralisieren. Es braucht weiterhin seine notwendigen Vitalstoffe. Besonders wichtig ist die Versorgung mit Antioxidanzien wie Vitamin C und E, Selen sowie Omega-3-Fettsäuren. Diese haben eine schützende Wirkung auf die Gefäße und leisten damit einen wichtigen Beitrag zur Reheprophylaxe.

Übergewicht vermeiden bei Rehepferden

Bei Hufrehe gilt: Zu hohes Gewicht vermeiden! Als Energielieferant sollte in erster Linie gutes Heu dienen. Wenn Ihr rehegefährdetes Pferd noch mehr Energie braucht, können Sie ein ausgesuchtes Kraftfutter geben. In der Praxis haben sich dafür zum Beispiel unmelassierte Rübenschnitzel bewährt. Idealerweise verteilen Sie das Futter auf möglichst viele kleine Portionen. So wird vermieden, dass die enthaltene Stärke unverdaut den Dickdarm erreicht und hier bakteriell fermentiert wird.

MASTERHORSE RE-AKTIV kann die Versorgung mit den Vitalstoffen übernehmen. Sie können es sogar während eines Reheschubes geben. Verdauungsfördernde Komponenten sowie Pro- und Prebiotika unterstützen die Regeneration der Darmflora. Die Entgiftung bei Hufrehe ist ein ganz wichtiges Element, damit das Pferd wieder gesund wird. Dafür ist die Leber zuständig.

Sie wird durch ausgesuchte Kräuter in diesem Futtermittel gestärkt. Masterhorse Re-Aktiv enthält zudem Antioxidanzien. Diese Antioxidanzien sollte ein Futtermittel für Rehepferde unbedingt enthalten, denn sie schützen die empfindlichen Blutgefäße. Hufnährstoffe unterstützen das Nachwachsen des geschädigten Hufhorns.

Übrigens ist das Masterhorse Re-Aktiv auch zur Unterstützung in kritischen Zeiten wie der Anweideperiode oder bei Futterumstellungen geeignet.

Leberentgiftung bei Rehe

Da die Leber im akuten Rehefall besonders viel leisten muss, um die Giftstoffe aus dem Körper zu schaffen, benötigt dieses wichtige Organ von Zeit zu Zeit besondere Unterstützung. Eine kurweise Fütterung von leberstärkenden Zusätzen ist sinnvoll. Solch eine Kräutermischung ist zum Beispiel das MASTERHORSE HEPADURE.

Die darin enthaltenen Mariendistelsamen zeichnen sich durch einen hohen Gehalt an Silymarin aus. Dieser Wirkstoff ist leberzellschützend. Mariendistelsamen werden daher sehr gerne zur Unterstützung der Lebertätigkeit eingesetzt. Sie helfen bei der Leberregeneration und somit der Entgiftung bei Hufrehe. Das ist besonders wichtig für ein Hufrehe-Pferd.

Den Darm regenerieren

Wer ein Hufrehe gefährdetes Pferd hat, sollte die Darmflora besonders im Auge behalten. Lebendhefekulturen können dabei helfen, die geschädigte Darmflora wieder ins Gleichgewicht zu bringen. Sie sind in der Lage, unerwünschte Darmkeime zu verdrängen. So schaffen sie ideale Bedingungen für eine gesunde Besiedelung des Darms. Der Stallmeister LeibWächter versorgt das Pferd mit diesen wertvollen Hefekulturen. Dieses Futtermittel ist somit eine hervorragende Unterstützung für eine gesunde Darmflora.

  • INFO TO GO - Hufrehe beim Pferd
  • Größere Mengen an nicht dünndarmverdaulichen Kohlenhydraten (Fruktan) können eine fütterungsbedingte Hufrehe auslösen. Dies gilt auch für sehr große Mengen an leichtverdaulichen Kohlenhydraten (Zucker, Stärke).
  • Auf die Temperaturen beim Weidegang achten, denn dadurch variiert der Fruktangehalt! Ist es kalt und sonnig, steigt der Fruktangehalt im Gras. Faustregel: Ab Mittag fällt der Fruktangehalt.
  • Die Basis der Fütterung bildet gutes, spät geschnittenes Heu. Decken Sie den hohen Bedarf an wertvollen Vitaminen, Mineralstoffen und weiteren Vitalstoffen durch ein hochwertiges Zusatzfutter.

 

Hufrehe Fütterung

Wer ein betroffenes Pferd hat, der möchte vor allem einen erneuten Reheschub vermeiden. Es gilt leider der Spruch „Einmal Hufrehe, immer Hufrehe“. Jedes Pferd, das einmal diese Erkrankung hatte, gilt lebenslang als gefährdet. Die Schrauben, an denen der Besitzer drehen kann, sind:

  • Nährstoff- und Vitalstoffversorgung optimieren
  • für gute körperliche Fitness sorgen
  • wenn Kohlenhydrate zugefüttert werden müssen, dann auf dünndarm-verdauliche Kohlenhydrate achten
  • Futterportionen rationiert und klein halten, lieber häufiger füttern!
  • Ein gutes Weidemanagement herstellen


Wer diese Punkte im Griff hat, kann das Risiko einer erneuten Erkrankung bei seinem Hufrehe-Pferd deutlich minimieren!

Was ist Hufrehe überhaupt?

Hufrehe ist enorm schmerzhaft. Ein akut betroffenes Pferd steht und versucht die Vorderbeine zu entlasten. In einer akuten Rehe verlagert das kranke Pferd sein Gewicht so weit wie möglich auf die Hinterhand. Dabei stellt es die Vorderbeine weit nach vorne.

Übrigens ist Hufrehe eine der ältesten uns bekannten Pferdekrankheiten. Schon Aristoteles berichtete von einer schmerzhaften Erkrankung der Gliedmaßen, die durch die Fütterung ausgelöst wurde.

Warum Hufrehe Schmerzen verursacht

Grund für Schmerzen und Lahmheit der Hufrehe bei Pferden ist die Zerstörung der Huflederhaut. Die Huflederhaut verbindet das Hufbein wie ein Klettverschluss mit der Hornkapsel. Bei gesunden Pferden ist diese Verbindung sehr stabil und hält extremen Belastungen stand.

Das muss so sein, denn in diesem Bereich wirken auch beim gesunden Pferd große Kräfte: Das Körpergewicht des Pferdes drückt nach unten und die tiefe Beugesehne zieht nach hinten-oben. Wenn die Verbindungsschicht geschädigt wird, kann sie diesen Kräften nicht mehr standhalten.

Röntgen der Hufbeinabsenkung

Als Folge der Hufrehe kann es zur Hufbeinabsenkung kommen. Auch eine Drehung des Hufbeins (Hufbeinrotation) ist möglich. Der behandelnde Tierarzt röntgt das Hufbein, um festzustellen, wie weit dieser Prozess fortgeschritten ist. Im schlimmsten Falle wird die Verbindung zwischen Hufbein und Hornkapsel vollständig zerstört.

Dies führt zum Durchbruch des Hufbeins (Hufbeindurchbruch) durch die Hufsohle. Oder sogar zum Verlust der Hornkapsel – dem sogenannten Ausschuhen.

Anfangsstadium der Hufrehe

Ein Warnsignal vor einer Rehe sind warme Hufe. Man kontrolliert diese, indem man die Handinnenfläche auf Kronrand und Hufaußenwand legt. Zudem ist die erhöhte Pulsation der Beine ein wichtiges Kriterium. Liegen diese Anzeichen von Hufrehe vor, ist eine beginnende Hufrehe zu befürchten. Der Tierarzt sollte hinzugezogen werden.

Ursachen der Hufrehe bei Pferden

Hufrehe kann ganz verschiedene Ursachen haben. Grob einteilen kann man diese in folgende Bereiche:

  1. Vergiftungsrehen, wozu auch die fütterungsbedingte Hufrehe zählt
  2. Hufrehe als Folge von Stoffwechselstörungen wie das Equine Cushing Syndrom (ECS) oder das Equines Metabolisches Syndrom (EMS)
  3. Belastungsrehe durch eine mechanische Überbelastung

Ursachen der Hufrehe durch Fütterung

Die fütterungsbedingte Hufrehe kann zwei Ursachen haben: Sie kann nach Aufnahme großer Mengen an dünndarmverdaulichen Kohlenhydraten wie zum Beispiel Stärke entstehen. Stärke ist ein Kohlenhydrat, das je nach Struktur und Zubereitung im Dünndarm enzymatisch aufgespalten wird. Die Kapazität des Dünndarms hierfür ist begrenzt.

Dünndarmverdauliche Stärke und Hufrehe

Nimmt das Pferd mehr dünndarmverdauliche Stärke auf, als verarbeitet werden kann, wird sie unverdaut in den Dickdarm weitertransportiert. Die Stärke wird dort bakteriell fermentiert. Dies passiert, wenn das Pferd unkontrolliert viel Kraftfutter frisst. Zum Beispiel, weil es sich selbst Zugang zum Futtervorrat verschafft hat und in kurzer Zeit eine große Menge an stärkereichem Kraftfutter frisst.

Fruktan als Auslöser für die Rehe

Die zweite mögliche Ursache der fütterungsbedingten Hufrehe ist die Aufnahme größerer Mengen an Kohlenhydraten, die aufgrund ihrer Struktur im Dünndarm nicht enzymatisch aufgespalten werden können. Das trifft zum Beispiel auf Fruktan zu. Fruktan ist von Natur aus in Gras enthalten. Diese nicht aufzuspaltenden Kohlenhydrate landen ebenfalls unverdaut im Dickdarm. Sie werden hier bakteriell fermentiert.

Hufrehegefahr auf der Weide durch kalte Temperaturen

Fruktan dient vielen Pflanzen als Energiespeicher. Allerdings variiert die Menge je nach Grassorte, nach Wetter und Grasverbiss. Besonders hoch sind die Fruktangehalte, wenn bei den Pflanzen Energiegewinnung und Energieverbrauch nicht im richtigen Verhältnis stehen. Das kann witterungsbedingt passieren.

Wenn die Pflanze zum Beispiel Energie durch Photosynthese gewonnen hat, diese jedoch nicht direkt ins Wachstum stecken kann, speichert sie die Energie in Form von Fruktan ein. Das geschieht zum Beispiel im Frühjahr und im Herbst, wenn tagsüber die Sonne scheint, die Temperaturen nachts aber stark absinken.

Was gute Darmbakterien zerstört

In Maßen ist die bakterielle Fermentation für den Dickdarm und den Stoffwechsel kein Problem. Gelangen aber große Mengen an Stärke oder Fruktan auf einmal in den Dickdarm, kommt es durch die Fermentation und die dabei entstehenden Spaltprodukte zu Veränderungen des Darmmilieus.

Der pH-Wert sinkt stark ab, der Darminhalt wird sauer. Unter diesen veränderten Bedingungen stirbt eine Vielzahl der Darmbakterien ab.

Durchblutungsstörungen in der Huflederhaut

Die dabei gebildeten Toxine gelangen durch die Darmwand in den Blutkreislauf und somit auch in die feinen Blutgefäße der Huflederhaut. Als Folge kommt es zu Entzündungen und Durchblutungsstörungen im Bereich der Huflederhaut und somit zur Schädigung dieses sensiblen Gebildes. Warum gerade in diesem Bereich die Folgen so gravierend sind, ist bis heute nicht endgültig geklärt.

Hufrehe Behandlung

Um die Heilungschancen bei Hufrehe zu erhöhen, ist eine enge Zusammenarbeit von Tierarzt, Besitzer und Stallmanagement notwendig. Homöopathie kann eine zusätzliche Unterstützung sein. Die wichtigsten Maßnahmen, damit das Pferd gesund wird, sind:

  1. Linderung der Entzündung
    Durch die Entzündung entsteht eine Schwellung in der Huflederhaut. Dadurch werden Hornkapsel und die knöchernen Strukturen auseinanderdrückt. Um die Schäden möglichst gering zu halten ist es wichtig, die Entzündung möglichst schnell und effektiv zu bekämpfen.
  2. Durchblutungsförderung
    Eine gute Durchblutung ist wichtig, um die Zellen der Huflederhaut zu versorgen. Blutverdünnende und durchblutungsfördernde Medikamente oder auch Kräuter sorgen dafür, dass auch die kleinsten Blutgefäße – die Kapillaren – ausreichend durchblutet werden.
  3. Reduzierung des Zuges der tiefen Beugesehne auf das Hufbein
    Das Pferd erhält einen Hufrehebeschlag. Der Schmied wird in Absprache mit dem Tierarzt die Trachten im hinteren Bereich des Hufs höher stellen. Das entlastet die Sehne und reduziert den Zug auf das Hufbein.
  4. Unterstützung der Leber
    Die Leber des Pferdes muss bei einer Hufrehe durch die hohe Konzentration an Giftstoffen im Blut besonders viel leisten. Deshalb ist es wichtig, dieses Organ zu unterstützen und zu stärken.
  5. Förderung einer gesunden Darmflora
    Die Darmflora wird unterstützt, um möglichst schnell wieder gut zu arbeiten. So kann sie alle Futterbestandteile bestmöglich verdauen.

Hufrehe beim Pferd - Kann mein Pferd trotzdem auf die Weide?

Insbesondere bei Pferden, die bereits einen Reheschub hatten, muss man beim Weidegang extrem vorsichtig sein. Gerade im Frühjahr und im Herbst, wenn die Fruktangehalte im Gras hoch sind, sollte der Weidegang ausfallen oder nur sehr dosiert erfolgen. Ein chronisches Hufrehepferd zu managen ist machbar.

Jede weitere Rehe muss vermieden werden, damit es nicht zum Einschläfern des Pferdes kommen muss. Genau das ist beim Weidegang abzuwägen – gehen Sie kein Risiko ein!

Wann ist viel Fruktan im Gras?

Studien haben gezeigt, dass der Fruktangehalt an kühlen, sonnigen Vormittagen besonders hoch ist. Er nimmt erst ab der Mittagszeit ab. Daher ist der Weidegang in den frühen Morgenstunden zumindest im Frühjahr und im Herbst für Rehepferde tabu. Während der wärmeren Monate können viele rehegefährdete Pferde in Maßen Weidegang bekommen.

Es ist ratsam, dies mit dem behandelnden Tierarzt zu besprechen. Schränken sie die Weidezeit ein und sorgen sie dafür, dass das Pferd nicht auf kurzem, gestresstem Gras steht. Dieses hat nämlich die höchsten Fruktanwerte. Um die Graszufuhr zu beschränken, können Fressbremsen gute Dienste leisten. Die Pferde können sich damit an der frischen Luft bewegen, ohne allzu große Mengen an Gras aufzunehmen.

Hufrehe – Erste Hilfe

Bei einem Reheschub erleidet das Pferd enorme Schmerzen. Rufen Sie auf jeden Fall schnellstmöglich den Tierarzt. Als Soforthilfe ist eine Kühlung der Hufe wichtig, um die Entzündung zu lindern.

Dies kann entweder durch kaltes Wasser oder aber mit Hilfe einer Kühlkompresse erfolgen. Legen Sie die Kompresse vorn am Huf an – die Huflederhaut verläuft parallel zur Hufwand. Fixieren Sie wenn nötig die Kompresse mit einer Bandage.

Hufe kühlen bei akuter Hufrehe

Achten Sie darauf, dass es nicht zu Erfrierungen im Bereich des Kronsaums kommt. Wickeln Sie besonders kalte Kompressen oder auch Kühlakkus aus dem Gefrierschrank in ein Geschirrtuch oder ein ähnliches Tuch.

Hufrehe beim Pony

Die Krankheit kommt statistisch gesehen bei Ponys häufiger vor als bei Großpferden. Dabei sind diese Tiere prinzipiell nicht anfälliger für Hufrehe als Großpferde. Typisch Pony ist jedoch, dass einerseits der Appetit hoch ist, andererseits der Körper genügsam ist und mit kargem Futterangebot gut auskommt.

Auch dadurch ist die Gefahr einer Futterrehe höher ist als bei Großpferden. Achten Sie besonders bei Ponys im Frühjahr darauf, dass sie nicht zu viel junges, fruktanreiches Gras fressen.


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