Strahlfäule beim Pferd

Strahlfäule beim Pferd – Wenn‘s mal wieder strenger riecht

Strahlfäule ist eine häufig auftretende Veränderung an den weichen Hornteilen des Hufes. Meist geht sie von der mittleren Strahlfurche aus und kann sich – wenn die Strahlfäule nicht behandelt wird – auf den gesamten Strahl und sogar das Ballenhorn ausbreiten. Um Folgeerkrankungen zu vermeiden, sollte man Strahlfäule beim Pferd frühzeitig behandeln.

Was genau passiert bei Strahlfäule beim Pferd?

Bei Strahlfäule zerstören anaerobe Bakterien (das sind Bakterien, die in einer sauerstofffreien Umgebung leben) das Hufhorn. Solche Bakterien sind Teil der normalen Darmflora und finden sich beinahe überall dort, wo Tiere leben. Faktoren, die für die Entstehung von Strahlfäule eine Rolle spielen, sind neben ungenügenden hygienischen Bedingungen oder vernachlässigter Hufpflege eine unsachgemäße Bearbeitung der Hufe sowie eine unphysiologische Hufform.

Bei Stellungsfehlern wie zum Beispiel einem Zwanghuf verengen sich die seitlichen Strahlfurchen stark. Das macht es fast unmöglich, diese sauber und trocken zu halten.

Symptome einer Strahlfäule

Die Strahlfäule beim Pferd zeigt sich mit typischen Symptomen: In den Strahlfurchen findet sich bräunlich, schwarzes, übelriechendes Sekret. Wenn man die Hufe reinigt, fällt auf, dass die Furchen tiefer und das Horn weicher als üblich sind. In den meisten Fällen sind die Hinterbeine häufiger von Strahlfäule betroffen als die Vorderbeine. Die Fäulnisbakterien weichen den Strahl weitestgehend auf, häufig sind große Anteile des Horns lose und müssen entfernt werden. Nicht selten liegt bei der Strahlfäule bereits die Huflederhaut frei, die sehr empfindlich ist. Das Pferd zeigt dann oftmals deutlich, dass es Schmerzen hat, in dem es stark lahmt. Manchmal zeichnen sich an der Hornwand auch Ringe ab – diese bilden sich als Reaktion des Hufs auf die Entzündung durch die Strahlfäule. Es ist in solchen Fällen immer empfehlenswert, einen Tierarzt zu Rate zu ziehen, damit dieser die Krankheit diagnostizieren, andere mögliche Erkrankungen ausschließen und die Strahlfäule angemessen behandeln kann. Eine frühzeitige Diagnose und konsequente Behandlung der Strahlfäule verbessert die Prognose für das Pferd deutlich.

Nicht nur schlecht versorgte Pferde leiden unter Strahlfäule

Die weit verbreitete Meinung, dass Strahlfäule grundsätzlich das Ergebnis von schlechten Haltungsbedingungen ist, stimmt so nicht ganz. Da ein Pferd mit jedem Kotabsatz auch Darmbakterien (sogenannte Fusobakterien) ausscheidet, befinden sich diese in mehr oder weniger großer Anzahl überall dort, wo Pferde leben. Zwar kann man die Masse durch eine gründliche Boxen- und Weidehygiene reduzieren, eine gewisse Anzahl solcher Bakterien bleibt aber immer zurück. Besonders groß ist die Bakteriendichte in Offenställen mit befestigten, nicht eingestreuten Laufflächen. Daher ist es wichtig, dass diese Flächen regelmäßig abgeschoben werden und die Pferde nicht permanent im Mist stehen müssen. Im gesunden und ordentlich bearbeiteten Zustand bietet der Pferdehuf wenig bis gar keinen Lebensraum für diese Erreger.

Schließen sich die Strahlfurchen aber durch zu lange Pausen zwischen den Schmied-Terminen oder durch Fehlstellungen, bilden sich sogenannte Taschen. Das Horn wächst von der Seite über die Strahlfurchen und verschließt diese. Die entstandenen Hohlräume bieten für Fäulnisbakterien ideale Bedingungen. Die feuchte und sauerstoffarme Umgebung sorgt für eine rasche Vermehrung und dadurch eine schnelle Verbreitung der Strahlfäule-Erreger.

Bei Strahlfäule handelt es sich um ein heilbares Krankheitsbild. Dennoch ist das Handling der Symptome ausschlaggebend für den Therapieerfolg. Denn als entscheidend gilt dabei, ob es zu einer Folgeerscheinung wie Saumlederentzündung oder einem Trachtenzwanghuf kommt, denn gerade enge Hufe mit einem verkümmerten Strahl oder einer stark gewölbten Sohle können bei der Therapie Schwierigkeiten bereiten.

  • INFO TO GO – Strahlfäule bei Pferden
  • Desinfizierende Wirkung, die das Bakterienwachstum hemmt.
  • Schleppersubstanzen, die für ein tiefes Eindringen des Wirkstoffes sorgen.
  • Pflegende Komponenten, die das Horngewebe weich und elastisch halten.

Strahlfäule – Die richtige Hufbearbeitung

Um zu vermeiden, dass um den Strahl herum Hohlräume entstehen, sollte ein Hufschmied / ein Hufpfleger diesen regelmäßig bearbeiten. Die Überstände, die sich nach links und rechts in Richtung der Sohle bilden, sollten er mit einem Hufmesser vorsichtig entfernen. Um eine Verletzung des Hufes zu vermeiden, sollte man sich diese Handgriffe vom Hufschmied zeigen lassen. Wichtig für ein sauberes Arbeiten ist ein hochwertiges, gut geschliffenes Hufmesser (VORSICHT VERLETZUNGSGEFAHR!).

Die Schnittführung erfolgt grundsätzlich immer vom eigenen Körper weg und vom Ballen in Richtung Zehe. Damit nicht aus Versehen zu tief geschnitten wird, sollte man das Messer flach ansetzen und vorsichtig dünne Streifen abtragen. Ein gut verarbeitetes und scharfes Hufmesser gleitet schon bei wenig Druck in das Horn hinein. Einmal zu tief geschnitten kann man schlimme Verletzungen verursachen.

Pflege bei Strahlfäule bei Pferden – Welche Mittel zur Vorbeugung und Behandlung gibt es?

Immer wieder stellt sich bei Strahlfäule-Patienten die Frage: Was hilft?

Um ein weiteres Ausbreiten der Erreger zu verhindern, muss man die betroffene Stelle gründlich reinigen und trocken legen. Für die Reinigung empfehlen sich Mull-Binden oder Kompressen. Diese drückt man mit Hilfe eines Hufkratzers oder eines abgerundeten Holzspatels vorsichtig in die Strahlfurchen und reibt diese damit aus. Wichtig ist, dass die Reinigung trocken erfolgt, da Feuchtigkeit wiederum das Wachstum der Bakterien begünstigt. Diesen Vorgang sollte man so oft wiederholen, bis am Stoff keine Rückstände mehr hängen bleiben. Anschließend muss die gereinigte Stelle mit desinfizierenden und austrocknenden Mitteln behandelt werden. Da die Fäulnisherde meist relativ tief liegen, eignen sich hier besonders flüssige Substanzen.

Viele Jahre wurden Jodoformether, Kupfervitriol oder ethanolische Jodlösungen verwendet. Diese Mittel haben eine sehr gute desinfizierende Wirkung. Allerdings haben sie den Nachteil, dass sie eine starke Fettlösekraft besitzen und so dem Huf die Feuchtigkeit entziehen. Die Folge ist hartes und brüchiges Strahlhorn. Das beeinträchtigt zum einen die Hufmechanik massiv. Zum anderen macht es das Horn spröde und rissig. In die neu entstandenen Risse wandern wiederum Bakterien ein und die Strahlfäule kann sich weiter ausbreiten.

Mittel gegen Strahlfäule – auf die Schleppensubstanzen kommt es an

Ein wirksames und ungefährliches Mittel gegen Strahlfäule ist EQUIPUR-chevaloxin. Es enthält einerseits desinfizierende und pflegende Komponenten. Dazu gehören beispielsweise Kupfersulfat oder Dexapanthenol.

Kupfersulfat unterstützt bei einer Strahlfäule durch seine fungiziden und bakteriziden Eigenschaften, Dexpanthenol mit seinem entzündungshemmenden Effekt. Andererseits beinhaltet EQUIPUR-chevaloxin auch sogenannte Schleppersubstanzen. Diese sorgen dafür, dass die Wirkstoffe tief in das Horngewebe eindringen und so auch tief sitzende Bakterienherde bekämpfen.

Die Pflege des Horngewebes ist ein wichtiger Bestandteil der Behandlung von Strahlfäule bei Pferden. Denn nur ein weicher und elastischer Strahl kann sich regenerieren und seine Aufgabe in der Hufmechanik erfüllen. Die Flüssigkeit träufelt man in die betroffenen Stellen hinein bis diese komplett gefüllt sind. Um ein Herauslaufen zu verhindern, sollte man den Huf noch einige Augenblicke hochhalten. Bei größeren Hohlräumen macht es Sinn, sie mit einer Tamponade zu versehen. Hierfür dienen ebenfalls Mullbinden oder Kompressen, die in die Öffnungen hineingedrückt und anschließend ebenfalls mit dem Mittel getränkt werden.

Diese Tamponade verbleibt bis zur nächsten Behandlung im Huf und wird dann vorsichtig entfernt und durch eine neue ersetzt. In der Regel sollte man Strahlfäule einmal täglich behandeln und zwar so lange, bis die betroffenen Stellen komplett abgetrocknet sind und sich neues, gesundes Horn gebildet hat.

Bei leichter Strahlfäule kann auch Blauspray das Mittel der Wahl sein.Die desinfizierende Wirkung hemmt das Bakterienwachstum und verhindert ein Ausbreiten der Strahlfäule. Wichtig ist auch hier, dass das Pferd möglichst trocken steht.

Ein bekanntes Hausmittel bei Strahlfäule beim Pferd ist der Essig: Im Anfangsstadium einer Strahlfäule kann auch das Aufsprühen von Essig auf die betroffenen Hornstellen helfen. Er neutralisiert die Ammoniakrückstände im Bereich der Sohle und wirkt so der Ausweitung einer Strahlfäule entgegen. Darüber hinaus festigt der Essig die Plättchenstruktur am Huf, so dass er somit ebenfalls zur Hufgesundheit beitragen kann.

Strahlfäule – Vorsorge ist besser als Nachsorge!

Um einer Strahlfäule beim Pferd vorzubeugen, sind hygienische Haltungsbedingungen wichtig. Einmal täglich gründlich Ausmisten, Ausläufe regelmäßig absammeln und die Hufe vor und nach dem Bewegen sorgfältig säubern sollten selbstverständlich sein. Zudem ist es wichtig, dass man beim Einfetten der Hufe faulige Stellen ausspart! Der Fettfilm schließt Feuchtigkeit ein und begünstigt so die Ausbreitung der Strahlfäule. Das gleiche gilt für Hufteer. Dieser bildet ebenfalls eine wasserundurchlässige Schicht, die die Bakterien im Horngewebe einschließt. Diese können sich so rasch vermehren. Ebenso wichtig ist der regelmäßige Besuch von Hufschmied oder Hufpfleger um eine Taschenbildung am Strahl zu vermeiden.

Auch über die Fütterung kann man die Hufe bereits prophylaktisch unterstützen. Wer bemerkt, dass sich die Hornstruktur des Pferdes zum Negativen verändert, kann beispielsweise das MASTERHORSE BIOTIN-PRO füttern. Die perfekt aufeinander abgestimmte Kombination verschiedener Nährstoffe, basierend auf wissenschaftlichen Erkenntnissen, sorgt für ein optimales Horn- und Fellwachstum des Pferdes. Es enthält folgende, für den Huf essentielle Nährstoffe:

-        Biotin zur Unterstützung der Hornqualität.

-        Vitamin B6 um das Zellwachstum im Huf anzuregen.

-        Kupfer zur Bildung von Kollagen, einem wichtigen Eiweiß für Knochen, Haut und Bindegewebe des Pferdes.

-        Schwefel zur Bildung von Keratin, einem wichtigen Bestandteil des Hufhorns.

Eine Alternative ist das MASTERHORSE HUF-PERFEKT; es ist bekannt für seinen dreifachen Wirkkomplex:  Es liefert dem Pferd eine Komplettversorgung mit allen für das Hufwachstum notwendigen Vitaminen, Mineralstoffen und anderen Vitalstoffen. Dazu enthält es verdauungsfördernde Wirkstoffe wie Bierhefe und Leinsamen. Diese ermöglichen dem Pferd eine optimale Aufnahme der enthaltenen Nährstoffe. Darüber hinaus ist es reich an ausgewählten Kräutern wie zum Beispiel Brennnessel und Walnussblätter. Diese regen den Stoffwechsel des Pferdes gezielt an und fördern so ein schnelleres Nachwachsen des Hufhorns. Zusätzlich schützen Vitamin E und Selen die Hornzellen vor Schädigungen durch aggressive Sauerstoffverbindungen.


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