Das schreckhafte Pferd

11.03.2015

Wenn das Pferd plötzlich schreckhaft wird!

Das schreckhafte PferdSchreckhafte Pferde sind nicht nur anstrengend, der Umgang mit solchen Pferden kann unter Umständen auch gefährlich werden. Plötzliches Scheuen, Wegspringen oder kopfloses Davonrennen im Gelände sind Situationen, die sich niemand wünscht. In seltenen Fällen ist diese Schreckhaftigkeit wirklich eine angeborene oder durch Erkrankung ausgelöste Eigenschaft beim Pferd. Ein hektischer oder grober Umgang, aber auch ein dem Ausbildungsstand nicht angepasstes Training können das Pferd in Stresssituationen versetzen, welche zu ungewollten Verhaltensveränderungen führen. Neben diesen äußeren Faktoren sollte im Zusammenhang mit schreckhaften oder ängstlichen Pferden aber auch die Fütterung sowie ein etwaiger Nährstoffmangel besonders unter die Lupe genommen werden.

B-Vitamine sind essenziell für die Konzentrationsfähigkeit

Einige Pferde arbeiten zu Beginn einer Trainingseinheit willig und konzentriert mit und werden dann nach und nach unaufmerksamer und missmutiger. Sie versuchen sich zu widersetzen und reagieren gereizt auf die Hilfen des Reiters. Ursache hierfür kann ein Nachlassen der Konzentrationsfähigkeit sein. B-Vitamine sind besonders wichtig für den Energiestoffwechsel der Nerven- und Gehirnzellen. Durch gezieltes Zufüttern von B-Vitaminen kann die Aktivität dieser Zellen erhöht und so die Konzentrations- und Leistungsfähigkeit des Pferdes verbessert werden.

Expertentipp: Besonders bei ängstlichen und unkonzentrierten Pferden empfehlen wir MASTERHORSE B-KOMPLEX. Die hochdosierten B-Vitamine verbessern die Aufmerksamkeit Ihres Pferdes und sorgen so für ein konzentriertes Mitarbeiten.

Ein Mangel an Magnesium macht Pferde plötzlich schreckhaft

Manchmal reicht aber auch ein durch starkes Schwitzen des Pferdes bedingter Verlust an Mineralstoffen (insbesondere Magnesium) aus, damit es zu einer mangelbedingten Schreckhaftigkeit kommt. Magnesium erfüllt wichtige Funktionen bei der Erregungsweiterleitung in den Nervenzellen und der Impulsübertragung auf die Muskulatur. Ist Magnesium im Mangel, kann es in diesem Bereich zu Störungen kommen. Pferde, die einen Mangel an Magnesium haben, sind häufig ängstlich, nervös und verspannt. Eine erhöhte Magnesiumzufuhr über das Futter wirkt sich in diesem Fall positiv auf die Übertragung der Nervenreize aus. Bei ängstlichen Pferden kann Magnesium also einen beruhigenden Effekt haben, ohne sich negativ auf Aufmerksamkeit oder Leistungsbereitschaft auszuwirken.

Expertentipp: Füttern Sie Ihrem ängstlichen oder schreckhaften Pferd MASTERHORSE MAG-B12. So wird ein bestehender Magnesiummangel beseitigt bzw. einem möglichen Mangel vorgebeugt. In Kombination mit Vitamin B12 werden die Nerven bei Ihrem Pferd nachhaltig gestärkt.

Tryptophan - Schreckhaftes Pferd

 

Tryptophan die „Wunderwaffe“ für schreckhafte Pferde?

Neben Magnesium spielt die Aminosäure Tryptophan eine tragende Rolle bei der Fütterung nervöser Pferde. Tryptophan ist eine Vorstufe des Hormons Serotonin. Dieser Neurotransmitter ist unter anderem für die Stimmungslage des Pferdes von großer Bedeutung. Ein Mangel an Tryptophan und somit ein niedriger Serotoninspiegel im Körper können verantwortlich sein für Schreckhaftigkeit, Unkonzentriertheit und Anspannung. Besonders im Winterhalbjahr, wenn die Tage kürzer sind, hat der Körper einen erhöhten Bedarf an Tryptophan. Dies erklärt möglicherweise, warum viele Pferde im Winter viel schreckhafter und angespannter sind als im Sommer. Durch eine erhöhte Tryptophangabe kann der Serotoninspiegel im Gehirn angehoben werden, was sich positiv auf die Leistungsbereitschaft und das Nervenkostüm des Pferdes auswirkt.

Expertentipp: Bei sehr nervösen oder angespannten Pferden hat sich MASTERHORSE MAG-PRO bestens bewährt. Es versorgt das Pferd mit wichtigen Nährstoffen, die für eine bessere nervliche Belastbarkeit sorgen.

Kräuter für mein schreckhaftes Pferd?

Die nativen Wirkstoffe in einigen Kräutern haben beruhigende Eigenschaften auf das Gemüt des Pferdes. Stehen zum Beispiel ein Stallwechsel oder ein Ereignis bevor, das zu einer Überreaktion bzw. Überreizbarkeit beim Pferd führen könnte, kann man bereits ein bis zwei Wochen vorher mit der Fütterung sogenannter „Nervenkräuter“ beginnen. Auch bei länger anhaltenden und für das Pferd unangenehmen Umständen (Boxenruhe, Krankheit, Schmerzen), die Unwohlsein oder Unruhe beim Pferd hervorrufen könnten, sind Kräuter neben Magnesium und Tryptophan eine gute Alternative. Bewährt haben sich hier u.a. Baldrian, Hopfen oder Melisse. Sie können sanft auf das Nervenkostüm des Pferdes einwirken und so helfen, die Stresssituation besser zu meistern.

Expertentipp: Die im MASTERHORSE SILENCE enthaltenen Kräuter haben sich hier sehr bewährt. Seit Jahren werden sie mit großem Erfolg bei nervösen Pferden zur Beruhigung eingesetzt.

Nicht nur beim Mensch hängen Verdauung und Gemütslage eng zusammen. Auch bei Pferden kann sich Stress buchstäblich auf den Verdauungstrakt niederschlagen. Neben Kotwasser oder Durchfall sind häufig auch Magengeschwüre oder leichte Koliken ein Anzeichen für ein durch Stress ausgelöstes Problem. Dies wiederum kann zu Vitamin B-Mangel oder einem Mangel an Mengen- und Spurenelementen führen und den Immunstoffwechsel und das Nervenkostüm des Pferdes beeinträchtigen.

Fütterungstipps