Lahmheit beim Pferd

Wenn das Pferd plötzlich lahmt, ist die Unsicherheit beim Besitzer meist groß und die Ursachenforschung beginnt. Ist der Tierarzt nötig oder reichen ein paar Tage Pause? Wie kann man die Genesung unterstützen? Was ist überhaupt der Grund der Lahmheit? War es das jetzt mit dem Reiten? Viele Fragen gehen dem Pferdebesitzer nun durch den Kopf. Sind keine Verletzungen zu erkennen, ist es oft nicht eindeutig, auf welchem Bein das Pferd lahmt und was der Grund sein könnte.

Lahmheiten bei Pferden können sehr viele verschiedene Ursachen haben und die Prognose ist abhängig von der Erkrankung, die dahinter steckt. Oft sind ältere Pferde betroffen, aber auch Jungpferde können lahmen. Leider sind Pferdebeine prädestiniert für Erkrankungen oder Verletzungen. Die Knochen, Sehnen und Gelenke am unteren Bereich der Beine liegen nur unter einer dünnen Hautschicht. Die Beine eines Reitpferdes müssen einiges an Belastung aushalten.

Ob die Lahmheit beim Pferd aus der Schulter, dem Knie, dem Sprunggelenk oder dem Huf kommt, es sind degenerative Prozesse, Traumata oder Überbelastungen, die als Ursache in Frage kommen. Um die Lahmheit beim Pferd richtig zu diagnostizieren und zu behandeln, ist der Tierarzt der richtige Ansprechpartner.

Was ist eine Lahmheit bei Pferden?

Woran kann man eine Lahmheit bei Pferden erkennen? Ein lahmes Pferd läuft nicht taktklar, es „humpelt“ oder „tickt“. Das Pferd belastet das schmerzende Bein möglichst kurz, so kommt es zu Abweichungen im Takt. Leichte Lahmheiten sind im Schritt nicht erkennbar, die Lahmheit beim Pferd ist dann nur im Trab feststellbar. Bei größeren Problemen sieht man die Lahmheit sogar im Schritt deutlich. Hat das Pferd sehr starke Schmerzen, dann belastet es das Bein gar nicht. Ein Pferd, welches fühlig läuft, fußt sehr vorsichtig auf. Die Ursache ist dann meist im Huf zu finden. Ein Hufgeschwür, Hufrehe oder eine Reizung der Hufsohle kann beispielsweise zur Fühligkeit führen.

Eine Lahmheit beim Pferd hat entweder schmerzhafte, mechanische oder neurologische Ursachen. Es kann sich dabei um eine Stützbein-, eine Hangbeinlahmheit oder eine gemischte Lahmheit handeln, welche an der Vorhand, Hinterhand oder an mehreren Gliedmaßen zu finden sein kann. Auf der Vorhand befindet sich die Ursache zu ca. 90% unterhalb des Vorderfußwurzelgelenks.

Die Lahmheit beim Pferd vorne kann beispielsweise Hufrolle, Arthrose, einen Fesselträgerschäden oder eine Rehe zur Ursache haben. Befindet sich die Lahmheit beim Pferd hinten, so handelt es sich häufig um Spat, eine Fesselträgerzerrung, Kniegelenksprobleme oder die Lahmheit des Pferdes rührt vom Iliosakralgelenk, kurz ISG, her.

Lahmheiten bei Pferden erkennen

Doch für das ungeübte Auge ist es gar nicht so einfach zu erkennen, welches Bein Probleme macht, wenn keine Verletzung zu sehen ist. Hier hilft der Trick, auf das Kopfnicken des Pferdes zu achten. Hat ein Vorderbein ein Problem, senkt das Pferd den Kopf, wenn es das gesunde Bein belastet. Es hebt den Kopf, sobald die Belastung auf dem schmerzenden Bein liegt. Ist die Hinterhand betroffen, ist es umgekehrt.

Auf ebenem Boden im Trab lassen sich Lahmheiten am ehesten erkennen. Endloses Vortraben um herauszufinden, welches Bein schmerzt, sollte man jedoch unterlassen und die Diagnose dem Tierarzt überlassen. Lahmt das Pferd nur in engen Wendungen, nennt man dies Wendeschmerz. Hufgeschwüre können sich so äußern. Manche Pferde zeigen die Lahmheit nur auf weichem oder nur auf hartem Boden. Auch ist eine Lahmheit beim Pferd ohne Schwellung oder andere sichtbare Veränderungen möglich.

Der Grad der Lahmheit sagt nicht unbedingt etwas darüber aus, wie schwerwiegend die Ursache ist. Ein Huftritt auf Muskelgewebe kann sehr schmerzhaft sein, heilt aber gut ab. Es gibt Kandidaten unter den Pferden, die sehr empfindlich auf Schmerzreize reagieren, dreibeinig von der Weide kommen, aber nur einen relativ harmlosen Tritt abbekommen haben. Eine Lahmheit beim Pferd kann akut oder chronisch sein. Auch kann eine immer wiederkehrende Lahmheit beim Pferd auftreten.

Was tun bei Lahmheit des Pferdes?

Es ist zu unterscheiden, ob das Pferd plötzlich lahm geht oder ob es ein schleichender Prozess ist, zu dessen Beginn man als Reiter nur das Gefühl hat, das Pferd läuft nicht rund. Wenn das Pferd unter dem Sattel plötzlich lahmt oder lahm von der Wiese kommt, sollte man natürlich sofort nachschauen, ob sich Verletzungen erkennen lassen. Neben der Lahmheit ist meist noch eine Schwellung oder Verdickung sehen. Kühlen mit Wasser ist bei Schwellungen als Erste-Hilfe-Maßnahme sinnvoll.

Ist das Pferd deutlich lahm oder ist eine klaffende Wunde erkennbar, sollte natürlich der Tierarzt gerufen werden. Sollte das Pferd wiederholt nicht ganz taktklar laufen oder sich eine ungewöhnliche Lahmheit nur im Schritt zeigt, sollte man ebenfalls den Tierarzt zu Rate ziehen. Leichte Lahmheiten werden sonst unter Umständen schlimmer, weil etwas Ernstes dahinter steckt. Viele Lahmheiten heilen jedoch nach etwas Ruhe und gegebenenfalls einem Entzündungshemmer vom Tierarzt problemlos selber ab.

Falsche oder ungleichmäßig Hufbearbeitung oder der Beschlag können ebenfalls zu Lahmheit beim Pferd führen. Diese Art von Lahmheit ist meist schmerzfrei, das Pferd ist in seinem Bewegungsablauf gestört. Ist der Beschlag die Ursache, sollte dieser natürlich korrigiert werden.

Tritt die Lahmheit beim Pferd nach dem Beschlag auf, sollte man den Hufschmied kontaktieren. Lahmheiten nach dem Hufschmied-Termin beim Pferd sind nicht normal, der Schmied sollte das Pferd nochmal anschauen. Vielleicht drückt ein Nagel und muss neu gesetzt werden. Hat der Schmied das Pferd vernagelt, merkt man das unmittelbar an der Reaktion des Pferdes.

Diagnose bei Lahmheiten des Pferdes

Was tun, wenn beim Pferd eine Lahmheit zu erkennen ist? Man sollte im Zweifel den Tierarzt rufen. Der Tierarzt schaut sich das Pferd an, tastet die Beine ab und beurteilt das Gangbild im Schritt und gegebenenfalls auch im Trab. Er kann eine sogenannte Beugeprobe machen. Hierzu winkelt er das Bein stark an und lässt das Pferd dann direkt antraben. Unklare Lahmheiten werden so sichtbar und erleichtern eine Diagnose.

Ein Röntgenbild lässt den Zustand der Knochen und Gelenke erkennen. Es ist ratsam, beide Beine röntgen zu lassen, auch wenn klar ist, dass nur ein Bein betroffen ist. Der kausale Zusammenhang zwischen Befund und Lahmheit lässt sich so erhärten, denn ein Befund kann auch immer ein Nebenbefund sein. Eine Ultraschalluntersuchung gibt Aufschluss über die Sehnen und Bänder. Gegebenenfalls sind weitere bildgebende Verfahren, wie Szintigraphie oder MRT, nötig.

Behandlung von Lahmheiten beim Pferd

Der Tierarzt verabreicht, je nach Diagnose, Medikamente. Entzündungshemmer oder Schmerzstiller können erforderlich sein. Er kann auch einen Trainings- oder Bewegungsplan erstellen, sofern keine Boxenruhe notwendig ist. Bei Lahmheiten vom Pferd aufgrund von Sehnenschäden ist zum Beispiel kontrollierte Bewegung im Schritt auf hartem Boden ratsam. Pferde mit Hufrehe hingegen benötigen explizit sehr weichen Boden und wenig Bewegung.

Bei akuten Prellungen oder einer gereizten Sehne ist Kühlen mit kaltem Wasser oder einem Kühlgel eine bewährte Methode, um die Heilung zu unterstützen. Meist ist eine Portion Geduld erforderlich, bis das Pferd wieder belastbar ist. Gerade Sehnenschäden benötigen sehr lange um zu heilen, diese Zeit sollte man seinem Pferd unbedingt geben, um Folgeschäden zu vermeiden. Es gibt zudem einige Möglichkeiten das Pferd in der Regenerationsphase durch Fütterung zu unterstützen. Ergänzungsfuttermittel mit speziellen Nährstoffen können die Heilung fördern.

  • INFO TO GO - Lahmheit bei Pferden
  • Pferde, die lahmen, haben Schmerzen in einem Bein und laufen daher nicht taktklar oder entlasten ein Bein deutlich.
  • Lahmheiten sollten vom Tierarzt abgeklärt werden. Nur mit einer richtigen Diagnostik lässt sich gezielt behandeln.
  • Sehnen- und Gelenkprobleme sind eine häufige Ursache und die Regenration lässt sich mit gezielter Nährstoffversorgung unterstützen, auch vorbeugend eingesetzt sind spezielle Nährstoffe sinnvoll.

Lahmheiten vorbeugen

Der Lahmheit bei Pferden kann man in gewissem Maße vorbeugen. Die häufigsten Gründe für Lahmheiten sind Abnutzungserscheinungen aufgrund von Alter oder übermäßiger Belastung sowie Verletzungen durch Unfälle oder Stürze. Einige Tipps kann man daher beachten, um Lahmheiten zu vermeiden.

Zunächst sollte man auf eine korrekte und regelmäßige Hufbearbeitung achten. Ein guter Beschlag unterstützt das Pferd in seinen Bewegungen. Barhufpferden, die fühlig laufen, können passende Hufschuhe helfen. Den Gelenken tut das Warmreiten gut, so hat die Gelenkschmiere die nötige Zeit sich zu verteilen und die Gelenkknorpel werden geschützt. 10 Minuten im Schritt sollten es schon sein. Die empfindlichen Pferdebeine kann man mit Gamaschen schützen, wenn es zum Beispiel bei Transport, Springreiten oder anspruchsvollem Gelände erforderlich ist. Harmonische Gruppenzusammenstellungen auf der Weide verhindern Prügeleien. Eine pferdegerechte Haltung ist der Gesundheit des Pferdes zuträglich, viel Bewegung gehört auf jeden Fall dazu.

Kaltstarts, wie sie beim „Laufenlassen“ in der Halle gerne gemacht werden, sind jedoch zu vermeiden. Ergänzungsfutter mit Nährstoffen für Sehnen und Gelenke helfen bei hohen Belastungen das Gewebe gesund zu halten. Die Versorgung mit Spurenelementen sollte gesichert sein. Die Regenerationsfähigkeit nach Belastungen wird durch eine ausgewogene Fütterung erhöht und Erkrankungen vorgebeugt.

Fütterung bei Erkrankungen der Bänder, Sehnen und Gelenke

Über die Fütterung lässt sich einiges bewirken, um die Gelenke und Sehnen belastbar zu halten. Eine bedarfsgerechte Versorgung mit allen nötigen Nährstoffen beugt Mangelerscheinungen vor. Ein ausgewogenes Calcium-Phosphor-Verhältnis verhindert Demineralisierungen.

Spurenelemente sind nötig, um die Regeneration von Gelenken zu ermöglichen. Vitamine wirken als Antioxidantien und dienen dem Zellschutz. Omega-3-Fettsäuren aus Leinsamen oder Kräuter wie die Teufelskralle bewirken eine geringere Anfälligkeit für Entzündungen im Gewebe, außerdem eine Erhöhung der Geschmeidigkeit und Widerstandskraft der Gelenke, Bänder, Sehnen und Muskeln. Wirkstoffe wie Glykosaminoglykane sind wichtige Nährstoffe für die Gelenke, mit denen sich degenerative Gelenkerkrankungen, wie Arthrose, aufhalten und vorbeugen lassen.

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