Zecken beim Pferd

15.06.2015

Zeckenbefall beim Pferd

Die in Deutschland am häufigsten vorkommende Schildzecke lebt vorzugsweise an Waldrändern, an Lichtungen oder Ufern von Bächen. Sie bewegt sich im hohen Gras, im Unterholz, im Gebüsch und am Boden. Hier wird die Zecke dann von ihren bevorzugten Wirtstieren Maus, Igel, Vogel und Reh „aufgesammelt“. Aufgrund ihres Lebensraumes findet man Zecken vor allem bei Weidepferden oder Pferden, die viel im Gelände geritten werden. Da Zecken Feuchtigkeit und Wärme mögen, sind sie vor allem nach Regentagen im Sommer sehr aktiv. Kälte bevorzugen Zecken weniger, können aber auch im Winter unter Laub und Schneedecken überleben. Die weit verbreitete Meinung, dass diese Spinnentiere im Winter in der Natur absterben ist daher nicht richtig. Ganz im Gegenteil: Eine Schneedecke bietet den Zecken sogar Schutz vor dem Erfrieren. Für ihren Entwicklungszyklus benötigen sie eine Außentemperatur von etwa 7°C.

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Krankheitsüberträger Zecke

Vor allem in warmen Gegenden kann der Zeckenbiss für Pferde gefährlich werden. Der Klimawandel führt aber dazu, dass es vermehrt auch in unseren Breitengraden zur  Infektion der roten Blutkörperchen mit kleinen Erregern (Equine Piroplasmose) kommt. Hier werden die Piroplasmen (Babesia u. Theileria) durch Zecken auf Pferde übertragen. Sie befallen und zerstören die roten Blutkörperchen.
Bei uns spielen Borreliose und Anaplasmose eine bedeutendere Rolle: Beide Krankheiten können durch den „Gemeinen Holzbock“ (Art der Schildzecke) übertragen werden.

Krankheitsbilder

  • Borreliose (Lyme disease): Das Krankheitsbild geht mit Fieber, Mattigkeit und Appetitlosigkeit einher. Im späteren Stadium der Erkrankung kommt es zu Gelenkentzündungen und Organschäden.
  • Anaplasmose: Typische Symptome dieser Erkrankung sind Fieber, Durchfall, Teilnahmslosigkeit und Lahmheit als Folge von Gelenkentzündungen.

Die Erkrankungen lassen sich zunächst nur durch Verdacht aufgrund ihrer Symptome erkennen. Erst durch den Nachweis bestimmter Antikörper im Blutserum kann durch den Tierarzt eine sichere Diagnose der Krankheit beim Pferd gestellt werden.

 

 INFO TO GO  
  • Zäunen Sie Sommerkoppeln, wenn möglich etwas entfernt von Waldrändern, Büschen, Sträuchern und Gehölzen ein.
  • Verwenden Sie am besten vor jedem Weidegang und Ausritt geeignete Insektensprays.
  • Suchen Sie Ihr Pferd nach jedem Ausritt und Koppelgang nach Zecken ab.
 

Wie haftet sich die Zecke am Pferd an?

Zecken fallen nicht von Bäumen! Sie warten vielmehr im Gras, bis sie vom Wirt abgestreift werden. Das Pferd sammelt die Plagegeister dann beim Grasen oder beim Ausritt ein. Sie suchen sich meist unweit von der Stelle, an der sie abgestreift wurden, einen Bereich, an der die Haut relativ weich ist. Dort stechen sie ein, um Blut zu saugen. Am Häufigsten findet man Zecken beim Pferd im Kopf-, Hals- und Brustbereich, Ellenbogen, Knie und Innenschenkel. Erst wenn die Zecke ihre Aufgabe - das Saugen vom Blut des Pferdes - beendet hat, verlässt sie ihren Wirt wieder.

Zecken entfernen, aber wie?

Je schneller die Zecken gefunden und entfernt werden, desto geringer ist die Wahrscheinlichkeit, dass Krankheitserreger ins Blut des Pferdes gelangen. Haben die Zecken bereits zugestochen und sich in der Haut verankert, ist die schonendste Methode zur Entfernung eine gute Zeckenpinzette. Auf keinen Fall sollte Klebstoff oder Öl verwendet werden, in der Hoffnung, die Zecken werden dadurch eliminiert. Da Zecken wenig atmen würde es viel zu lange dauern bis sie ersticken. Zudem kann eine Zecke sehr lange ohne Atem auskommen und somit ihre Erreger trotzdem in den Blutkreislauf des Pferdes übertragen. Deshalb ist es ratsam, das Ungeziefer möglichst schnell mechanisch zu entfernen. Dafür eignen sich spezielle Pinzetten wie die MASTERHORSE Zeckenpinzette. Mit einer leichten Drehbewegung beim Ziehen können die Zecken am einfachsten herausgehebelt werden.

Expertentipp:

  • Suchen Sie ihr Pferd nach jedem Koppelgang oder Ausritt ab.
  • Entfernen Sie eine bereits festsitzende Zecke mit einer geeigneten Zeckenpinzette. Verwenden Sie nicht Ihre Finger, damit Sie sie möglichst vollständig heraus bekommen.
  • Ist die Einstichstelle bereits entzündet, helfen geeignete Salben, wie die MASTERHORSE LEBERTRAN-ZINK-SALBE oder ein Desinfektionsmittel (Blauspray, Alkohol oder Jod).

Wirksamer Schutz vor Zecken beim Pferd

Da es für Pferde keine geeigneten Impfstoffe gibt, ist der sicherste Schutz, das Pferd nach jedem Ausritt und Weidegang nach Zecken abzusuchen. Bestimmte Insekten-Abwehrsprays, wie z. B. das MASTERHORSE-MFS N◦ 2 oder ein Insektenschutz-Halsband verteilen einen für die Zecken unangenehmen Geruch auf dem Pferdefell.
Wenn möglich, zäunen Sie die Koppeln mit etwas Abstand von Waldrändern und Büschen ein. Mähen Sie hohe Sträucher und Gräser regelmäßig ab.

 

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