Herbstgrasmilben beim Pferd

23.09.2017

Herbstgrasmilben - Plagegeister im Herbst

Herbstgrasmilben beim PferdSinken die Temperaturen unter ca. 16 Grad, schlüpfen die Larven der Herbstgrasmilben und können zur Plage für die Pferde werden. Die zu den Spinnentieren zählenden Insekten sind vor allem im Spätsommer und jetzt im Herbst aktiv. Auf Wiesen, in Waldrandnähe und neben Gewässern fühlen sie sich besonders wohl.

Die Larven der Herbstgrasmilben (Neotrombicula autumnalis) „lauern“ im Gras regelrecht auf ihren Wirt. Dazu zählen nicht nur Pferde, Hunde, Katzen und Nagetiere - auch der Mensch bleibt nicht verschont. Ein Befall mit diesen Parasiten kann zur so genannten „Erntekrätze“ führen.

Wie äußert sich ein Befall mit Herbstgrasmilben beim Pferd?

Mit ihren Mundwerkzeugen bohren sich die Larven der Herbstgrasmilbe einen Zugang in die obersten Schichten der Pferdehaut. Dort ernähren sie sich von Zellsäften und Lymphe. Haben die Larven ausreichend gefressen, so fallen sie meist nach einigen Stunden vom Pferd ab. Auf dem Boden entwickeln sie sich über verschiedene Stadien zu ausgewachsenen Herbstgrasmilben, die wiederum neue Eier legen.

Den Pferdebesitzern fallen meistens zuerst kleine, offene und juckende Wunden im Bereich der Fesselbeuge oder des Kronsaums auf. Häufig nässen und bluten diese Stellen auch, so dass sie oft mit Mauke verwechselt werden. Die Hautreizungen können auch den Bereich der Nüstern betreffen. Diese wunden Stellen treten erst mehrere Stunden nach dem Befall mit den Larven der Herbstgrasmilben auf. Also dann, wenn die Plagegeister oft schon gar nicht mehr am Pferd nachweisbar sind.

Die richtige Behandlung bei Herbstgrasmilben

Wirksam gegen Milben ist Waschen mit Kernseife, Apfelessig, Salzwasser oder mit Pyrethrumextrakt (z.B. in Dr. Schaette Milbizid). In hartnäckigen Fällen muss zu einem Insektizid auf chemischer Basis gegriffen werden. Sind alle Milben eliminiert, so gilt es anschließend die betroffenen Hautstellen zu pflegen. Sinnvoll sind Salben, die sowohl juckreizlindernd als auch entzündungshemmend wirken. Bewährt haben sich Produkte, die auch bei Mauke oder Sommerekzem eingesetzt werden, wie zum Beispiel eine Lebertran-Zink-Salbe. Bis alle Wunden abgeheilt sind, sollte das Pferd möglichst trocken stehen. In der Regel klingen die Beschwerden innerhalb von 10 bis 14 Tagen ab.

 INFO TO GO - Herbstgrasmilben
 
  • Herbstgrasmilben sind im Spätsommer und Herbst aktiv und führen zu Mauke-ähnlichen Wunden.
  • Hilfreich sind Waschungen mit Kernseife oder milden Insektiziden.
  • Seitens der Fütterung kann man die Wundheilung mit Zink oder B-Vitaminen unterstützen.
 
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Zink und B-Vitamine unterstützen bei einem akuten Befall mit Herbstgrasmilben den Heilungsprozess der Haut. Zink wird sowohl für das Immunsystem als auch für die Regenerationsprozesse der Haut benötigt. Bewährt hat sich die Zufütterung von MASTERHORSE ZINK-PRO.

B-Vitamine, z. B. aus MASTERHORSE BIERHEFE-PUR fördern den Hautstoffwechsel.

Auch Kräutermischungen wie MASTERHORSE RESISTANT mit Echinacea zur Stärkung des Immunsystems können sinnvoll sein. Die gute Nachricht zum Schluss: Mit dem ersten Bodenfrost sind auch die Herbstgrasmilben verschwunden.

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