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    <updated>2026-08-24T01:24:17+02:00</updated>
    
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            <title type="text">Headshaking beim Pferd</title>
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                                            Der Begriff Headshaking bezeichnet keine Krankheit, sondern ein Symptom das durch verschiedene Ursachen ausgelöst werden kann.
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                  Headshaking beim Pferd – was kann man tun?   
 Das unkontrollierte „ Kopfschütteln “, auch  Headshaking  genannt, wurde schon vor über 200 Jahren in der Literatur mit unbekannter Ursache erwähnt. Damals empfahl man, den Kopf mit einer harten Reiterhand, Ausbindern oder einem Martingal ruhig zu halten. Von diesen Zwangsmaßnahmen wird heutzutage abgeraten. Zum einen bringen sie keinen Erfolg, zum anderen erhöhen sie lediglich Leid und Stress für das Pferd. Headshaking kommt plötzlich und stellt Besitzer, Tierärzte und auch Heilpraktiker oft vor ein Rätsel. 
 In unserem Expertentipp lesen Sie, was genau  Headshaking beim Pferd  ist, welche Therapien es gibt und wie man das Pferd seitens der Fütterung unterstützen kann. 
  Was ist Headshaking beim Pferd?  
 Der Begriff  Headshaking  bezeichnet keine Krankheit, sondern ein Symptom das durch verschiedene Ursachen ausgelöst werden kann. Kopfschütteln ist eigentlich eine normale Verhaltensform der Pferde. Sitzt eine Fliege auf der Nase, so wird der Kopf geschüttelt. Aber auch bei Dominanzspielen unter Pferden wird der Kopf oft imposant hin- und hergeworfen. Beim krankhaften Headshaking schlägt das Pferd ohne ersichtlichen Grund plötzlich und oft auch sehr heftig mit dem Kopf. Der Schädel wird horizontal, vertikal aber auch rotierend bewegt. 
 Beim Headshaking unterscheidet man drei verschiedene Formen: 
 
  Stereotypes Headshaking   Hierbei handelt es sich um eine eher seltene Verhaltensstörung, die durch schlechte Haltung oder auch Stress ausgelöst wird. 
  Symptomatisches Headshaking   Bei dieser Form liegt eine definierbare Erkrankung des Pferdes vor. So können zum Beispiel Schmerzen im Halsbereich (Muskulatur, Halswirbelsäure), Zahnprobleme oder auch Infekte oder Parasiten in den Ohren zum Kopfschlagen führen. 
  Idiopathisches Headshaking   Das ist die mit Abstand am häufigsten auftretende Form des zwanghaften Kopfschüttelns. Idiopathisch kommt aus dem Griechischen und bedeutet „ohne erkennbare Ursache“. Es kann also kein spezifischer Auslöser für das Headshaking gefunden werden. Inzwischen zählt man auch die „Trigeminusneuralgie“ zu dieser Verlaufsform, einer Entzündung des fünften Hirnnervs. 
 
 Das Headshaking beim Pferd kommt von einem Tag auf den anderen und tritt quer durch alle Rassen auf. Wissenschaftliche Studien haben ergeben, dass mehr Wallache und Hengste als Stuten betroffen sind. Die Symptome zeigen sich überwiegend im Frühjahr und Sommer. 
  Die typischen Symptome von Headshaking und Abgrenzung zu verhaltensbedingten Kopfschütteln  
 Das Leit-Symptom des Headshakings beim Pferd ist das plötzliche und immer wiederkehrende Auf- und-Abschlagen oder auch Schütteln des Kopfes. Als weitere Begleiterscheinungen können folgende Symptome auftreten: 
 
 Reiben der Nüstern an den Vorderbeinen oder auch Hochziehen des Vorderbeins zur Nase. 
 Vermehrtes Schnauben oder Niesen. 
 Reiben der Nase am Boden oder an der Wand. 
 Verstärkter, klarer oder weißlicher Nasenausfluss. 
 Schlabbern mit der Oberlippe. 
 Zucken der Gesichtsmuskeln. 
 Aktives Meiden von Helligkeit, Sonne, Wärme und Wind, Tiere verstecken sich im Schatten oder einer dunklen Ecke der Box. 
 
 Die Symptome verschlimmern sich in stressigen Situationen. Sie treten meist an der Longe oder unter dem Sattel auf, selten beim Frei Laufen oder auf der Koppel. Die Intensität des Headshakings hängt auch von den Witterungsbedingungen ab. Ist es sonnig, hell und warm, machen sich die Symptome verstärkt bemerkbar. 
 Beim Headshaking wird die Symptomatik in fünf verschiedene Schweregrade eingeteilt (nach Newton, Knottenbelt et al., 2000). 
   
 Beim stereotypen Headshaking handelt es sich um eine Verhaltensstörung. Sie wird vor allem durch Stress oder schlechte Haltung hervorgerufen. So kann zum Beispiel ein überfordertes Jungpferd beim Anreiten mit Headshaking reagieren. Aber auch ein grober Reiter und eine nicht passende Ausrüstung führen zu dieser Verhaltensänderung. 
 Des Weiteren hat man das Kopfschütteln auch bei Pferden in Isolation, sei es durch Krankheit oder schlechte Haltung bedingt, beobachtet. In der Regel machen die Pferde mit der stereotypen Form nur die typischen Kopfbewegungen. Das Reiben der Nase am Boden oder an den Beinen und andere Symptome wie sie beim idiopathischen Headshaking auftreten, werden nicht gezeigt. 
 Das verhaltensbedingte Headshaking ist in den meisten Fällen heilbar. Eine artgerechte Haltung mit viel Auslauf und Pferdekontakt, eine rücksichtsvolle Reitweise sowie passendes Equipment sind in diesem Fall die „Heilmittel“. 
  Die vielfältigen Ursachen von Headshaking   
 Wissenschaftler haben inzwischen etwa 60 mögliche Ursachen für das Headshaking bei Pferden gefunden. Sie betreffen folgende Organe bzw. Körperteile: 
 
  Haut : Hier sind es meistens Parasiten, die das Schlagen mit dem Kopf auslösen. 
  Ohr : Oft führen Milben oder Entzündungen (z.B. Aural Plaques) zu der unerwünschten Reaktion. 
  Auge : In diesem Fall steht die Lichtempfindlichkeit im Vordergrund. Auch wird eine Reizung des Trigeminusnervs mit dem Auge in Verbindung gebracht. 
  Atemwege : Eine allergische Rhinitis oder eine Erkrankungen der oberen Atemwege können Headshaking beim Pferd verursachen. 
  Verdauungsapparat : Hier sind es meistens die Zähne, die Probleme verursachen. 
  Nervensystem : Die Hauptrolle spielt der Trigeminusnerv, durch eine Nervenschädigung werden teils starke Schmerzen ausgelöst. 
 
 &amp;nbsp; 
 Eine genaue Auflistung der gesamten Symptome finden Sie im PDF-Dokument &quot; Differentialdiagnosen des Headshakings nach Cook (1980) &quot; 
 Die Fälle von Headshaking haben in den letzten 20 bis 30 Jahren immer mehr zugenommen. Wie es dazu kommt, ist den Wissenschaftlern noch nicht ersichtlich. Es wird u.a. eine zu enge Kopf-Hals-Haltung („Roll-Kur“) als mögliche Ursache diskutiert. Weitere wissenschaftliche Untersuchungen sind dringend notwendig. 
  Idiopathisches Headshaking und die Trigeminusneuralgie  Die Suche nach der Ursache des Headshakings ist sehr langwierig und häufig unbefriedigend. Wird keine genau definierte Ursache gefunden, so spricht man vom idiopathischen Typ. Zu dieser Form des Headshakings werden die Trigeminusneuralgie (Entzündung des Trigeminusnervs), das photosensitive Headshaking und auch die vasomotorische Rhinitis gezählt. In den meisten Fällen ist der fünfte Gehirnnerv (Nervus trigeminus) äußerst empfindlich, aber auch der Sehnerv (Nervus opticus) oder Hörnerv (Nervus opticus) können betroffen sein. 
 Der Trigeminusnerv teilt sich im gesamten Gesichtsfeld des Pferdes in mehrere Äste und versorgt dort diverse Muskeln. Im Humanbereich zählt die Trigeminusneuralgie zu den sehr schwer therapierbaren Erkrankungen, die mit großen Schmerzen verbunden ist. Man bezeichnet diesen Schmerz als „neuropathischen Schmerz“. Patienten berichten von plötzlich auftretendem Kribbeln, stechenden und sehr schmerzhaften Schmerzen, die zu unwillkürlichen Zuckungen der Gesichtsmuskeln führen. 
 Diese Schmerzen treten bis zu 100 mal pro Tag auf. Pferde und Menschen mit einer Trigeminusneuralgie reagieren in vielen Fällen sehr empfindlich auf Berührungen, Stress und kalten Wind/Luft, aber auch Kauen kann den stromstoßartigen Schmerz auslösen. 
 Der Schmerz bei einer Trigeminusneuralgie wird durch eine Nervenschädigung ausgelöst, die verschiedene Ursachen haben kann. Inzwischen geht man davon aus, dass sich viele betroffene Tiere mit Herpes- und/oder Bornaviren und/oder Borrelien infiziert haben. In den meisten Fällen kam es allerdings nicht zu einem Ausbruch der Krankheit. 
 Folgende weiteren Faktoren werden auch mit einer Nervenschädigung in Verbindung gebracht: 
 
 Elektrosmog durch Hochspannungsleitungen, Mobilfunkmasten o.ä. 
 Mykotoxine im Getreide, Heu oder Silage. 
 Schwermetalle z.B. im Wasser. 
 Umweltgifte z.B. aus Abgasen oder Holzschutzmitteln. 
 
 Sie lösen in der Regel nicht die Krankheit aus, verstärken aber die Symptome. 
 
 INFO TO GO - Headshaking beim Pferd 
 Headshaking kann verschiedene Ursachen haben. In einigen Fällen ist es verhaltensbedingt oder wird durch eine Gesundheitsstörung ausgelöst. Die meisten Headshaker zählt man allerdings zu der idiopathischen Verlaufsform; d.h. es ist kein offensichtlicher Auslöser erkennbar. 
 Die Heilungschancen sind unterschiedlich. In vielen Fällen kann man durch eine medizinische Behandlung, Medikamentengabe, Gesichtsmasken oder auch Nasennetze eine deutliche Linderung der Symptome erreichen. 
 Seitens der Fütterung unterstützt ein hochwertiges Mineralfutter die Regenerationsprozesse in den Nervenzellen. Magnesium und Tryptophan senken die Reizempfindlichkeit der Nerven und erhöhen den Spiegel des Wohlfühlhormons Tryptophan. 
 
  Diagnose von Headshaking  
 Ein Pferd solange zu untersuchen, bis das Headshaking ausgeschlossen oder diagnostiziert ist, kann eine langwierige und auch kostspielige Angelegenheit werden. Um die Ursachenfindung für Pferdebesitzer und Tierarzt zu vereinfachen und zu strukturieren, haben Wissenschaftler einen Leitfaden einwickelt. Unter Zuhilfenahme von eben diesem können mögliche Ursachen auf einem sinnvollen Weg – im Bestfall – nacheinander ausgeschlossen werden. Tierärzte untersuchen zunächst mit einfachen und nicht ganz so riskanten Diagnosemöglichkeiten andere, wahrscheinliche Ursachen. Die ersten Schritte sind stets identisch. Dann geht der behandelnde Tierarzt danach, welche Krankheit wahrscheinlich ist. Eine Untersuchung beginnt also zunächst wie bei vielen anderen Krankheiten mit einer Allgemeinuntersuchung und einer zu testenden Blutprobe. Wichtig für die Pferdebesitzer: Je besser genauer sie Angaben über die Symptome des Headshakings machen können und darüber, wann diese sehr ausgeprägt auftreten und wann nicht, desto schneller kommt der Veterinär mit seiner Untersuchung voran. 
 Im nächsten Schritt wägt der Tierarzt anhand der bisherigen Ergebnisse ab, welche Untersuchung zum Ziel führen könnte und welches Risiko diese mit sich bringt. Untersuchungsschritte, bei denen das Pferd in Vollnarkose gelegt werden muss, kommen erst am Ender der Untersuchungskette an die Reihe, wenn die Pferde bis dahin nichts Auffälliges zeigten. Aus diesem Grund stehen spezielle Diagnoseverfahren wie die Betäubung oder Reizmessung des Nervs am Ende der Diagnoseschritte. 
 In speziellen Fällen kann es dann sogar zu einer Betäubung des Gesichtsnervs kommen, um zu sehen, ob das Headshaking aufhört. Die Methode ist allerdings nicht zu 100 Prozent zuverlässig. Meist empfiehlt der Tierarzt im Vorfeld eine Endoskopie oder ein umfassendes Röntgen. Die beiden Verfahren liefern sehr genaue Bilder des Gewebes, müssen aber in einer Klinik stattfinden. 
  Die Behandlung von Headshaking beim Pferd – Ist Headshaking heilbar?  
 Die Heilungschancen beim verhaltensbedingten bzw. stereotypen Headshaking sind gut. Oft kann durch eine Haltungsumstellung eine schnelle Verbesserung oder gar Heilung erzielt werden. Beim symptomatischen Headshaking hängen die Heilungschancen von der Ursache ab bzw. davon, wie schnell diese gefunden wird. Handelt es sich zum Beispiel „nur“ um einen vereiterten Zahn, so kann der Auslöser schnell beseitigt werden. Diese beiden Formen machen allerdings nur etwa 20 % der Headshaking-Fälle aus. Die anderen Fälle werden dem idiopathischen Headshaking zugeordnet. Oft wird gar keine Ursache gefunden bzw. man geht von einer schwer therapierbaren Störung des Trigeminusnervs aus. Hier hilft nur eine symptomatische Behandlung des Pferdes. 
  Wetterfühligkeit bei Headshakern  
 Das Wetter spielt eine große Rolle dabei, wie stark das Headshaken bei den betroffenen Pferden zu Tage tritt. Die Symptome treten nämlich oft nur zu bestimmten Jahreszeiten oder bei bestimmtem Wetterverhältnissen vermehrt auf und sind somit nicht immer zu sehen. Eine Studie an der tierärztlichen Hochschule Hannover hat dazu folgende Ergebnisse veröffentlich: 
 -&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp; Vor allem im Frühjahr und Sommer: Bei 59 bis 73 Prozent aller untersuchten Pferde. 
 -&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp; Helle, sonnige Tage: Bei 52 bis 64 Prozent aller untersuchten Pferde. 
 -&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp; Pferde meiden Licht: Bei 35 Prozent aller untersuchten Pferde. 
 -&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp; Nachts weniger: Bei 52 bis 74 Prozent aller untersuchten Pferde. 
 -&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp; Im Stall besser: Bei 77 Prozent aller untersuchten Pferde. 
 -&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp; An Regentagen besser: Bei 58 Prozent aller untersuchten Pferde. 
 -&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp; An windigen Tagen besser: Bei 22 Prozent aller untersuchten Pferde. 
 -&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp; An windigen Tagen schlechter: Bei 22 Prozent aller untersuchten Pferde. 
  Gesichtsmasken, Nasennetze und andere Ausrüstungsgegenstände   Beim lichtinduzierten Headshaking wird der Trigeminusnerv oder Sehnerv durch die Sonneneinstrahlung gereizt und führt zu den typischen unwillkürlichen Zuckungen der Gesichtsmuskulatur. Die Symptome treten vor allem im Sommer bzw. bei intensivem Sonnenschein auf. Als symptomatische Behandlung hilft hier das Reiten in der Dämmerung oder in einer eher dunklen Reithalle. Des Weiteren sind abdunkelnde Gesichtsmasken mit einem guten UV-Schutz hilfreich. 
 Nasennetze sind immer wieder im Gespräch. Der Effekt ist wissenschaftlich nicht erwiesen. Dennoch haben viele Besitzer eines Pferdes mit Headshaking gute Erfolge damit erzielt. Die Wirkung beruht wohl darauf, dass eine dauerhafte Stimulation der Oberlippe stattfindet sowie Wind und Pollen gefiltert werden. Einen ähnlich stimulierenden Effekt haben Fliegenfransenbänder, die statt als Stirnbänder als Nasenbänder verwendet werden. 
 Viele betroffene Pferde reagieren empfindlich auf das Gebiss bzw. das Kauen auf dem Gebiss. Wie oben schon erwähnt, können auch Kaubewegungen den Schmerz triggern. Bei solchen Pferden hat sich eine gebisslose Zäumung bewährt. 
 Inzwischen gibt es auch spezielle Trensen, die möglichst wenig Druck auf Nerven im Genick- und Gesichtsbereich ausüben. 
  Medikamente   In Humanmedizin werden bei einer Trigeminusneuralgie gute Erfolge mit den Medikamenten Cyproheptadin und Carbamazepin erzielt. Diese Mittel finden inzwischen auch im Pferdebereich Einsatz. Eine saisonale Dauergabe ist notwendig. Aufgrund des hohen Preises von Cyproheptadin entstehen sehr hohe Kosten. Ein weiterer negativer Punkt sind die Nebenwirkungen: Die Pferde wirken bei Dauergabe matt sowie apathisch und das Kolikrisiko steigt. Eine Heilung ist durch die Medikamentengabe nicht möglich, aber es kann zu einer deutlichen Steigerung der Lebensqualität des Pferdes kommen. 
  Nervenschnitt   Die Neurektomie (Nervenschnitt) wird auch von einigen Tierärzten praktiziert. Zuvor werden verschiedene Gesichtsnerven betäubt. So kann man herausfinden, welcher Nerv das Kopfschütteln auslöst und ihn durchtrennen. Die Neurektomie ist sehr risikoreich und führt nicht immer zum Erfolg. 
  Weitere Therapiemöglichkeiten   Ein niedriger Melatoninspiegel steht ebenfalls in Verbindung zum Headshaking beim Pferd. Mit einem Melatoninersatz wurde bei einigen Pferden eine deutliche Verbesserung der Symptome erreicht. Bei Melatonin handelt es sich um ein Metabolit des Tryptophanstoffwechsels. Deswegen ist es empfehlenswert, bei Pferden mit Headshaking die Aminosäure Tryptophan in einer erhöhten Dosis zu verabreichen. 
 Ebenso führt die Gabe von Magnesium bei vielen Headshakern zu einer Verbesserung der Symptomatik. Magnesium stabilisiert die Zellmembran der Nervenzellen, so dass der Trigeminusnerv nicht so leicht erregt werden kann. 
 Auch die Akupunktur kann bei einigen betroffenen Pferden eine deutliche Linderung der Symptome bringen. Manuelle Therapien wie Chiropraktik oder auch Physiotherapie können eine Wohltat für schmerzgeplagte Pferde sein. 
  Fütterung eines Pferdes mit Headshaking - MASTERHORSE Expertentipp  
 Die Therapie eines Pferdes mit Headshaking kann man besonders gut über die Fütterung unterstützen. Wie auch bei gesunden Pferden muss vor allem die Basis stimmen. Seitens der Grundfütterung sollte auf sehr gutes und möglichst staubarmes sowie schimmelfreies Heu und Kraftfutter geachtet werden. So lassen sich Reizungen der Schleimhäute oder allergische Reaktionen optimal vermeiden. 
 Des Weiteren ist ein hochwertiges Mineralfutter wichtig. Es versorgt den Körper mit allen wichtigen Mineralstoffen, Spurenelementen und Vitaminen; diese werden u.a. für die täglichen Regenerationsprozesse der gereizten Strukturen beim Headshaker benötigt. Besonders empfehlenswert ist das   MASTERHORSE BASIS-METABOL  ; es ist mit seinem hohen Anteil an organisch gebundenen Spurenelementen, Aminosäuren und probiotischer Lebendhefe nicht nur eine gesunde Basisversorgung, sondern reduziert mit seinen entgiftenden Leber- und Nierenkräutern auch die Entzündungsbereitschaft im Kopfbereich. 
 Eine wertvolle Ergänzung der Futterration ist Leinöl. Es ist reich an ungesättigten Omega-3-Fettsäuren, die eine entzündungshemmende Wirkung haben. Das hat einen sehr positiven Einfluss auf die chronische Reizung der betroffenen Nerven und Schleimhäute. 
   MASTERHORSE MAG-PRO   enthält einen hohen Anteil an Magnesium sowie der Aminosäure Tryptophan. Durch eine erhöhte Magnesiumzufuhr nimmt die Reizempfindlichkeit des Trigeminus-Nervs ab. Tryptophangaben regen die Bildung der Hormone Serotonin („Wohlfühlhormon“) und Melatonin an; dies beeinflusst sowohl das Wohlbefinden als auch die Schmerzempfindlichkeit des Gehirns positiv. Headshaking wird häufig auch in Verbindung mit Allergenen gebracht, welche über die Atemwege aufgenommen werden. Deswegen ist es empfehlenswert, die Nasenschleimhaut zu stärken, denn hier kommt der Körper sehr intensiv mit den Allergenen in Kontakt. 
 Als Ergänzungsfuttermittel eignet sich besonders das   MASTERHORSE REPAR H  . Die einzigartige Kombination aus stabilisierenden Kräutern und regenerativen Vitalstoffen wirkt nicht nur auf der Haut, sondern reduziert auch die Allergiebereitschaft der Nasenschleimhaut und unterstützt die Regenerationsleistung der Schleimhäute der oberen und unteren Atemwege nachhaltig. 
    
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                            <updated>2021-08-20T00:00:00+02:00</updated>
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            <title type="text">Hopfen in der Pferdefütterung</title>
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                                            Nervöse, unruhige oder ängstliche Pferde profitieren daher von der Fütterung der ausdauernden Kletterpflanze.
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                   Mit Hopfen behalten die Pferde die Nerven   
  Humulus lupulus  lautet der nette lateinische Name für den  Hopfen . Vor allem in Deutschland wird dieser zunächst einmal mit dem Bierbrauen in Verbindung gebracht – doch nicht in Form von Bier, sondern als reines Kraut wirkt sich der Hopfen beruhigend auf unsere Nerven und die unserer Pferde aus. Nervöse, unruhige oder ängstliche Pferde profitieren daher von der Fütterung der ausdauernden Kletterpflanze. 
  Steckbrief Hopfen:  
 
 Botanische Zuordnung: Rosenartige (Rosales) 
 Vorkommen: auf der Nordhalbkugel, an stickstoffreichen Standorten mit hoher Bodenfeuchte 
 Größe: zwei bis sechs Meter (in Wildform) bzw. vier bis acht Meter (Zuchtsorten) 
 Erkennungsmerkmale: 
 
 Schlingpflanze 
 helle, gelbliche Blüten 
 
 Inhaltsstoffe: Hopfenbitterstoffe (Humulon, Lupulon), ätherische Öle, Flavonoide, Proanthocyanidine, Gerbstoffe. 
 
  Wer kennt sie nicht, die Momente, in welchen wir Reiter nicht damit rechnen, dass etwas für unsere Pferde „Gruseliges“ in irgendeinem Winkel lauert – die Momente, die aus unerklärlichen Gründen aber doch furchteinflößend wirken müssen und unsere Pferde erschrecken lassen. 
 Viele Vierbeiner gehen damit ja recht cool um, zucken kurz zusammen und laufen, kaum entdeckt, dass nichts Schlimmes passiert, einfach weiter. Doch manche Pferde werden nach solch einer Situation extrem spannig oder steigern sich so in den Schreckmoment hinein, dass sie ab sofort vor allem, was sich bewegt, zusammenzucken oder gar davonrennen. Hier kann der Hopfen helfen. 
   Hopfen sorgt für die nötige Ruhe   
 Der Studienkreis Entwicklungsgeschichte der Arzneipflanzenkunde an der Universität Würzburg wählt den  Hopfen  zur  Arzneipflanze des Jahres 2007 , denn er hat sich in der heutigen Zeit einen großen Namen in modernen Phytopharmaka gemacht: Extrakte aus Hopfenzapfen, kombiniert mit Auszügen der Baldrianwurzel, sind in den meisten pflanzlichen Schlaf- und Beruhigungsmitteln als Wirkstoff enthalten. 
 Der  Hopfen  gilt als eine der  jüngeren Heilpflanzen  – sowohl in der Human- als auch in der Veterinärmedizin. Wo über viele Heilkräuter Überlieferungen vor Christi Geburt vorliegen, begann die aufgeschrieben Geschichte des Hopfens erst im 12. Jahrhundert. Passend zu der Tatsache, dass die Erfinder des gehopften Bieres Mönche waren, stammen auch die ersten Erwähnungen aus Klöstern. 
 Die  Hopfenzapfen  sind bekannt für ihren hohen Anteil an  ätherischem Öle ,  Flavonoiden  und  Gerbstoffen . Die größte Bedeutung, vor allem in der  Pferdefütterung , kommt allerdings den  Hopfenbittersäuren Humulon und Lupulon  zu. Diese beiden Pflanzenstoffe bewirken eine gewisse „Coolness“ bei unseren Vierbeinern, wenn es um stressige Situationen geht wie 
 
 Hängerfahrten 
 ein Stallwechsel 
 ein neuer Herdenverband 
 (zu) viele Trainingseinheiten 
 eine aufregende Silvesternacht 
 
  Mit Hilfe der natürlichen Wirkstoffe aus dem Hopfen können die Pferde – bereits ein paar Tage vorher gefüttert – bestens vorbereitet und die Nervosität reduziert werden. 
 Auch bei Pferden mit 
 
 fortwährende Unruhe, 
 Konzentrationsschwäche, 
 Spannungszuständen oder 
 Magen-Darm-Beschwerden, 
 
  welche allesamt keine Seltenheit bei nervösen Pferden darstellen, kann der Hopfen einiges bewirken. Denn an ein entspanntes Reiten ist unter diesen Umständen wirklich nicht zu denken. 
   Hopfen – ein natürlicher Helfer bei leichten Koliken   
 Der Hopfen ist nicht nur bekannt für seine beruhigende und entspannende Wirkung sondern auch für seine verdauungsanregende Eigenschaft. Mit letzterer hilft er  Hopfen  auch  Pferden , die unter immer wiederkehrenden,  leichten Koliken leiden . Vor allem bei  Krampfkoliken  hat sich der  Hopfen  schon oft als  hilfreich erwiesen . 
   Hopfen gegen zu viel „Manneskraft“   
 Für Hengste und hengstige Wallache kann der Hopfen ebenfalls das Mittel der Wahl darstellen. Die bereits erwähnten, vom Hopfen sehr überzeugten Mönche schätzten diesen angeblich nicht nur wegen des Bierbrauens, sondern auch aufgrund seiner dämpfenden Wirkung auf den Geschlechtstrieb. Durch diese Wirkung kann Hopfen auch den Umgang mit starken Hengsten oder Wallachen erleichtern. 
   Hopfen in Kombination mit anderen Heilkräutern   
 Optimal entfaltet der  Hopfen  seine Wirkung im  Zusammenspiel  mit  Baldrian  und  Melisse , wenn es darum geht, die nervliche Belastbarkeit der Pferde bestmöglich zu unterstützen. Diese drei  Heilkräuter  ergänzen sich perfekt und sorgen so für mehr Nervenstärke und Gelassenheit bei  nervösen ,  ängstlichen  und  unruhigen Pferden . 
   Wieviel Hopfen braucht ein Pferd?   
 Achtung: Hopfen hat eine sehr intensive Wirkung, weshalb für ein Großpferd eine Dosis von etwa 10 g am Tag völlig ausreicht. Ponys und Kleinpferden genügen 5 g. Steht ein Turnierstart auf dem Programm, sollte der Hopfen, ebenso wie alle anderen Heilkräuter, zwei Tage vor dem Start abgesetzt werden – denn Heilpflanzen sind nicht ADMR-konform. 
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                            <updated>2019-09-09T00:00:00+02:00</updated>
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            <title type="text">Das schreckhafte Pferd</title>
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                                            Angst, Nervosität und Aggression beim Pferd. Mögliche Auslöser sind Fehler im Haltungs- und Futtermanagement ...
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                   Wenn das Pferd plötzlich schreckhaft wird!   
 Schreckhafte Pferde sind nicht nur anstrengend, der Umgang mit solchen Pferden kann unter Umständen auch gefährlich werden. Plötzliches Scheuen, Wegspringen oder kopfloses Davonrennen im Gelände sind Situationen, die sich niemand wünscht. In seltenen Fällen ist diese Schreckhaftigkeit wirklich eine angeborene oder durch Erkrankung ausgelöste Eigenschaft beim Pferd. Ein hektischer oder grober Umgang, aber auch ein dem Ausbildungsstand nicht angepasstes Training können das Pferd in Stresssituationen versetzen, welche zu ungewollten Verhaltensveränderungen führen. Neben diesen äußeren Faktoren sollte im Zusammenhang mit schreckhaften oder ängstlichen Pferden aber auch die Fütterung sowie ein etwaiger Nährstoffmangel besonders unter die Lupe genommen werden. 
   B-Vitamine sind essenziell für die Konzentrationsfähigkeit   
 Einige Pferde arbeiten zu Beginn einer Trainingseinheit willig und konzentriert mit und werden dann nach und nach unaufmerksamer und missmutiger. Sie versuchen sich zu widersetzen und reagieren gereizt auf die Hilfen des Reiters. Ursache hierfür kann ein Nachlassen der Konzentrationsfähigkeit sein. B-Vitamine sind besonders wichtig für den Energiestoffwechsel der Nerven- und Gehirnzellen. Durch gezieltes Zufüttern von B-Vitaminen kann die Aktivität dieser Zellen erhöht und so die Konzentrations- und Leistungsfähigkeit des Pferdes verbessert werden. 
  Expertentipp:  Besonders bei ängstlichen und unkonzentrierten Pferden empfehlen wir&amp;nbsp;  MASTERHORSE B-KOMPLEX  . Die hochdosierten B-Vitamine verbessern die Aufmerksamkeit Ihres Pferdes und sorgen so für ein konzentriertes Mitarbeiten. 
   Ein Mangel an Magnesium macht Pferde plötzlich schreckhaft   
 Manchmal reicht aber auch ein durch starkes Schwitzen des Pferdes bedingter Verlust an Mineralstoffen (insbesondere Magnesium) aus, damit es zu einer mangelbedingten Schreckhaftigkeit kommt. Magnesium erfüllt wichtige Funktionen bei der Erregungsweiterleitung in den Nervenzellen und der Impulsübertragung auf die Muskulatur. Ist Magnesium im Mangel, kann es in diesem Bereich zu Störungen kommen. Pferde, die einen Mangel an Magnesium haben, sind häufig ängstlich, nervös und verspannt. Eine erhöhte Magnesiumzufuhr über das Futter wirkt sich in diesem Fall positiv auf die Übertragung der Nervenreize aus. Bei ängstlichen Pferden kann Magnesium also einen beruhigenden Effekt haben, ohne sich negativ auf Aufmerksamkeit oder Leistungsbereitschaft auszuwirken. 
  Expertentipp : Füttern Sie Ihrem ängstlichen oder schreckhaften Pferd    MASTERHORSE MAG-B12  .  So wird ein bestehender Magnesiummangel beseitigt bzw. einem möglichen Mangel vorgebeugt. In Kombination mit Vitamin B12 werden die Nerven bei Ihrem Pferd nachhaltig gestärkt. 
   Tryptophan die „Wunderwaffe“ für schreckhafte Pferde?   
 Neben Magnesium spielt die Aminosäure Tryptophan eine tragende Rolle bei der Fütterung nervöser Pferde. Tryptophan ist eine Vorstufe des Hormons Serotonin. Dieser Neurotransmitter ist unter anderem für die Stimmungslage des Pferdes von großer Bedeutung. Ein Mangel an Tryptophan und somit ein niedriger Serotoninspiegel im Körper können verantwortlich sein für Schreckhaftigkeit, Unkonzentriertheit und Anspannung. Besonders im Winterhalbjahr, wenn die Tage kürzer sind, hat der Körper einen erhöhten Bedarf an Tryptophan. Dies erklärt möglicherweise, warum viele Pferde im Winter viel schreckhafter und angespannter sind als im Sommer. Durch eine erhöhte Tryptophangabe kann der Serotoninspiegel im Gehirn angehoben werden, was sich positiv auf die Leistungsbereitschaft und das Nervenkostüm des Pferdes auswirkt. 
  Expertentipp : Bei sehr nervösen oder angespannten Pferden hat sich     MASTERHORSE MAG-P RO   &amp;nbsp;bestens bewährt. Es versorgt das Pferd mit wichtigen Nährstoffen, die für eine bessere nervliche Belastbarkeit sorgen. 
   Kräuter für mein schreckhaftes Pferd?   
 Die nativen Wirkstoffe in einigen Kräutern haben beruhigende Eigenschaften auf das Gemüt des Pferdes. Stehen zum Beispiel ein Stallwechsel oder ein Ereignis bevor, das zu einer Überreaktion bzw. Überreizbarkeit beim Pferd führen könnte, kann man bereits ein bis zwei Wochen vorher mit der Fütterung sogenannter „Nervenkräuter“ beginnen. Auch bei länger anhaltenden und für das Pferd unangenehmen Umständen (Boxenruhe, Krankheit, Schmerzen), die Unwohlsein oder Unruhe beim Pferd hervorrufen könnten, sind Kräuter neben Magnesium und Tryptophan eine gute Alternative. Bewährt haben sich hier u.a. Baldrian, Hopfen oder Melisse. Sie können sanft auf das Nervenkostüm des Pferdes einwirken und so helfen, die Stresssituation besser zu meistern. 
  Expertentipp : Die im    MASTERHORSE SILENCE   &amp;nbsp;enthaltenen Kräuter haben sich hier sehr bewährt. Seit Jahren werden sie mit großem Erfolg bei nervösen Pferden zur Beruhigung eingesetzt. 
 Nicht nur beim Mensch hängen Verdauung und Gemütslage eng zusammen. Auch bei Pferden kann sich Stress buchstäblich auf den Verdauungstrakt niederschlagen. Neben Kotwasser oder Durchfall sind häufig auch Magengeschwüre oder leichte Koliken ein Anzeichen für ein durch Stress ausgelöstes Problem. Dies wiederum kann zu Vitamin B-Mangel oder einem Mangel an Mengen- und Spurenelementen führen und den Immunstoffwechsel und das Nervenkostüm des Pferdes beeinträchtigen. 
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