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    <updated>2026-08-31T09:56:21+02:00</updated>
    
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            <title type="text">Kolik beim Pferd</title>
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                                            Wie erkennen Sie als Pferdebesitzer eine Kolik und was ist zu tun? Ursachen, Anzeichen, vorbeugen und behandeln.
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                 Kolik beim Pferd – Ursachen, Anzeichen, Vorbeugen und Behandeln 
 Fällt der Begriff „Kolik“, schrillen bei jedem Pferdebesitzer sofort die Alarmglocken, denn Kolik gilt bekanntlich als ein alter und ernstzunehmender „Feind“ des Pferdes und damit als die häufigste Todesursache bei Pferden. Was genau sich hinter dem Begriff der Pferdekolik verbirgt, ist schnell gesagt: 
 Es handelt sich nicht – wie oft angenommen – um eine Krankheit, sondern schlichtweg um einen Sammelbegriff für Bauchschmerzen jeglicher Art. Was die Ursachen und die Anzeichen für eine Kolik sind, bzw. wie man eine Pferdekolik vermeiden und behandeln kann ist in diesem Beitrag dargestellt. 
  Kolik beim Pferd: Schwachstelle Verdauungstrakt  
 Der Hauptgrund für die hohe Anfälligkeit: ihr langer und damit sehr empfindlicher Verdauungstrakt. Das ehemalige Steppentier Pferd beschäftigte sich unter permanenter, langsamer Bewegung einzig mit der Nahrungssuche und -aufnahme. Diesen Lebensbedingungen hat sich der Magen-Darm-Trakt im Laufe der Evolution angepasst und dahin entwickelt, wie er auch heute noch existiert. Kurz gesagt: kleiner Magen, sehr langer Dünndarm, große Gärkammer Blinddarm und sehr voluminöser Dickdarm. Genauer betrachtet bedeutet das eine Kette an möglichen Gefahrenstellen. Der Pferdemagen fasst nur etwa zehn Liter und ein Pferd kann bekanntlich nicht erbrechen. Kommt es in diesem Abschnitt schon zu einer Störung, besteht die Gefahr der Magenüberladung und im schlimmsten Fall auch die der Magenzerreißung. Mit 19 bis 30 Metern ist der Dünndarm sehr lang und dazu sehr beweglich, so dass er sich zum Beispiel ohne weiteres in bestehende Organ- und Gewebslücken einklemmen kann. 
 Auch der Dickdarm des Pferdes gilt als sehr anfällig: Der größte Abschnitt des Dickdarms ist der Blinddarm, bei Pferden auch großes Kolon genannt; dieser kann bei einer Länge von drei bis vier Metern bereits bis zu 100 l fassen. Dieser Teil des Darms ist sogar nur an einer einzigen Stelle fixiert, ansonsten „schwebt“ er frei beweglich in der Bauchhöhle, so dass er sich theoretisch in alle Richtungen drehen kann. Es besteht eine Vielzahl von ungesunden Verlagerungsmöglichkeiten. Diverse Übergänge zwischen weiten und engen Abschnitten sowie enge Wendungen verringern die Stabilität noch zusätzlich. 
 Zusammengefasst bedeutet das: Bereits aus anatomischer Sicht ist der lange Verdauungstrakt sehr anfällig. Mit jeder zusätzlichen Störung steigt die Gefahr einer Kolik drastisch. Für den Pferdebesitzer muss daher in Fleisch und Blut übergehen, wie er eine Kolik erkennt und was er in diesem Fall tun muss. 
  Symptome von Koliken  
 Der Ausgang einer Kolik hängt immer davon ab, wieviel Zeit zwischen den ersten Symptomen und den ersten Hilfsmaßnahmen vergeht. Jede unnötige Verzögerung mindert die Chancen auf einen erfolgreichen Ausgang der Behandlung. Deshalb muss der Pferdebesitzer sämtliche Symptome kennen und erkennen können, wann tierärztliche Hilfe notwendig ist. Eine Vielzahl an Pferden wird schon mit minimaler Hilfe wieder gesund, trotzdem gilt tierärztliche Hilfe zum richtigen Moment oft als das Zünglein an der Waage zwischen Leben und Tod. 
 Leichte Kolik beim Pferd 
 Generell unterscheiden Tierärzte zwischen leichten und schweren Koliken. Die Anzeichen einer leichten Kolik sind: 
 -&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp; Das Pferd erscheint unruhig, flehmt, scharrt mit den Hufen und sieht sich oft zu seinem Bauch um. 
 -&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp; Das Pferd streckt sich, als ob es Urin lassen müsste. 
 -&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp; Ständiges Urinieren oder nicht Urinieren; kein Absetzen von Kot. 
 -&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp; Ein zusätzlicher Verdacht liegt vor, wenn sich das Pferd immer wieder hinlegt und kurze Zeit später wieder aufsteht. 
 Alle diese Anzeichen werden sich verschlimmern, je weiter die Kolik fortschreitet. 
 &amp;nbsp; 
 Schwere Kolik beim Pferd 
 Um eine schwere Kolik handelt es sich zweifellos, wenn: 
 -&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp; Das Pferd zu schwitzen beginnt, schwer und schnell atmet und der Puls sich auf 60 bis 100 Schläge oder mehr erhöht. 
 -&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp; Ein geblähter Bauch zu sehen ist. 
 -&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp; Aus dem Wälzen am Boden sich oft ein rücksichtsloses Hinwerfen, zum Teil auch Toben, entwickelt. 
 -&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp; Das Pferd sich auf den Rücken legt, in der Hundestellung sitzt oder kein Wille gegeben ist, überhaupt wieder aufzustehen. 
  Erste Maßnahmen bei einer Kolik  
 Besteht der Verdacht einer Kolik, sollte der Ersthelfer sofort Futter und Stroh entfernen und Puls, Atmung sowie die Temperatur überprüfen. Das sind wichtige Informationen, die ein Tierarzt bereits am Telefon wissen sollte. Ebenfalls ist es für ihn wichtig zu erfahren, welche Symptome das Pferd zeigt beziehungsweise wie viel Zeit zwischen den ersten Anzeichen und dem Anruf liegt. Bis der Tierarzt am Hof ankommt, sollte das Pferd nicht in der Box bleiben. Moderate Bewegung im Schritt fördert die Darmmotorik und hilft dem Pferd, sich zu entspannen. 
 Befindet es sich schon in einem solch schmerzhaften Stadium, dass es sich immer wieder plötzlich hinwirft, empfiehlt es sich, es an einer langen Longe über weichen Boden zu führen. Verweigert das Pferd die Bewegung oder selbst das Aufstehen bereits komplett, sollte es ohne den Tierarzt nicht dazu gezwungen werden. Achtung: Kurze Beruhigungsphasen zwischendrin bedeuten in vielen Fällen keine Besserung. Das Pferd schwebt oft weiterhin in Lebensgefahr. 
  Wichtig zu wissen :  Kurze Beruhigungsphasen während der Kolikschübe sind normal, bedeuten aber nicht unbedingt, dass eine Besserung eingetreten ist. Das Pferd schwebt oft weiterhin in Lebensgefahr. 
  Kolikarten beim Pferd  
 Ursprünglich stammt das Wort vom lateinischen „colica“ und bezieht sich auf sämtliche Verdauungsorgane und auf den gesamten Bauch- und Beckenraum sowie auf Schmerzen an anderen Organen wie Niere, Blase oder Gebärmutter. Am häufigsten leiden Pferde aber an Darmkoliken. Diese lassen sich in folgende Kategorien einordnen: 
 - Gaskoliken Diese können entstehen, wenn Pferde vermehrt Futter aufnehmen, das zur Gärung neigt (z.B. Klee, in der Sonne gelagertes Grünfutter oder Mais) oder mit Pilzen und Bakterien verkeimte Futtermittel. Sie verlaufen je nach Ursache mittelschnell bis akut. Betroffene Pferde neigen verstärkt zu Blähungen, auffallend ist auch der sichtbar größere Bauchumfang. Es kann zu einer Behinderung der Atmung und der Blutzirkulation kommen. 
 - Verstopfungskoliken Sehr vielen Verstopfungskoliken liegt eine verminderte Wasseraufnahme der Pferde zugrunde. Der Darminhalt ist so nicht mehr flüssig genug, um problemlos durch den Verdauungstrakt transportiert zu werden. Des Weiteren können beispielsweise eine zu üppige Aufnahme an Raufutter aber auch eine zu schnelle Nahrungsaufnahme, Parasitenbefall oder Bewegungsmangel die Ursachen sein. Verstopfungskoliken verlaufen in der Regel eher langsamer, die Symptome erscheinen zu Beginn oft nur schwach. 
 - Sandkoliken Sandkoliken sind auf eine falsche Haltungs- und Fütterungstechnik zurückzuführen. Sie entstehen, wenn die Pferde zu lange auf stark abgefressenen Weiden oder auch Sandausläufen ohne Gelegenheit zur Stroh- oder Heuaufnahme gehalten werden. Auch bei der Fütterung von Raufutter vom Boden auf sandigen Ausläufen ist das Risiko der Sandaufnahme relativ hoch. Der Dreck sammelt sich und klumpt in den Wölbungen des Dickdarms zusammen. Der Darm wird träge und ein Darmverschluss ist oft die Folge. 
 - Krampfkolik Bei Krampfkoliken, auch spastische Koliken genannt, ist die Darmtätigkeit schubweise stark erhöht, das Pferd leidet – wie der Name schon sagt – immer wieder unter starken Krämpfen. Eine Krampfkolik wird meist durch Stress, Wetterumschwung, Fütterungsfehler, schlecht gekautes Futter (Zahnschäden) oder starken Wurmbefall ausgelöst.&amp;nbsp; 
 - Darmverdrehung / -verschluss Der – wie bereits erwähnt – nur an wenigen Stellen in der Bauchhöhle fixierte Darmtrakt des Pferdes kann sich sehr schnell in sich selbst verdrehen oder sich in Schlaufen zwischen den einzelnen Ankerpunkten verschlingen. Dadurch besteht die Gefahr eines &amp;nbsp;kompletten Darmverschlusses. Auch die oben genannten Verstopfungs-, Gas-&amp;nbsp; und Sandkoliken können zu einem Totalverschluss führen. In manchen Fällen genügen schon zu wenig gekaute, große Futterstücke wie zum Beispiel komplett geschluckte kleine Äpfel oder Rübenstücke. Auch sie können den Darm stark verengen oder ganz verschließen. In allen Fällen kommt es zu plötzlich auftretenden, andauernden Kolikschüben mit meist fehlendem Kotabsatz. Diese Art der Kolik gilt als besonders gefährlich und oft rettet nur eine Operation das Leben des Pferdes. 
 
 INFO TO GO - Kolik bei Pferden 
 Kolikschmerzen können nicht nur Verdauungsorgane, sondern den gesamten Bauch- und Beckenraum sowie Niere, Blase Gebärmutter oder andere Organe betreffen. 
 Zu den Symptomen zählen Unruhe, Flehmen, Scharren, wiederholtes Hinlegen und Aufstehen, Blick zum Bauch, Schwitzen, schwere Atmung, erhöhter Puls, unkontrolliertes Hinwerfen, Sitzen in der Hundestellung sowie Ablegen und nicht mehr aufstehen. 
 Im Falle einer Kolik sollten Pferde auf keinen Fall Nahrung zu sich nehmen können. Als vorbeugende Maßnahme bei empfindlichen Pferden oder in stressreichen Situationen kann die Fütterung mit Mash sinnvoll sein. 
 
 Vorbeugen einer Kolik beim Pferd 
 Prädisponierende Faktoren, sprich Ursachen, die die Entstehung einer Kolik begünstigen, gibt es viele. Das mag einerseits vielleicht erschreckend klingen. Andererseits handelt es sich oft um Faktoren, die, wenn man sich ihnen bewusst ist, im Pferdealltag leicht vermieden werden können. 
 Fütterungsfehler In den häufigsten Fällen handelt es sich bei den Auslösern von Koliken um Fütterungsfehler. Dazu zählen beispielsweise eine plötzliche Futterumstellung, ein Übermaß an Stroh bei zu wenig Bewegung, zu wenig Raufutter oder zu viel Kraftfutter in der Ration, zu große Futterrationen werden in kurzer Zeit aufgenommen, zu lange Fresspausen, das Pferd trinkt zu wenig. Eine besondere Gefahr stellen auch leicht vergärbare Kohlenhydrate dar, zum Beispiel aus einer plötzlichen und zu großen Menge an frischem Gras, wie es beim Anweiden im Frühjahr oft der Fall ist. Verdorbene Futtermittel lösen ebenfalls nicht selten Koliken aus. 
 Folgende Fragen zur Fütterung sollten bei Pferden mit erhöhter Kolik-Neigung abgeklärt werden: 
  1.&amp;nbsp;Wann wird das Pferd gefüttert? 2.&amp;nbsp;Was wird gefüttert? 3.&amp;nbsp;Welche Menge wird gefüttert? 4.&amp;nbsp;Welche Qualität haben die Futtermittel? 5. Hat das Pferd zu jeder Zeit ausreichend Wasser? 
 Grundsätzlich sollte das Pferd mit kleinen Futtermengen mindestens 3mal über den gesamten Tag hinweg versorgt werden. Die Futterration muss ausreichend rohfaserhaltiges Futter wie Heu und Stroh enthalten, bei Kraftfutter (Getreide und Müsli) ist auf die angemessene Menge (1 kg pro Rationsgabe) zu achten; dabei ist Heu vor dem Kraftfutter zu füttern. Fresspausen von mehr als vier Stunden sollte vermieden werden. Um die Fresszeiten zu verlängern ist es sinnvoll, engmaschige Heunetze zu verwenden. Eine einwandfreie Futterqualität (staub-, schimmel- und fäulnisfrei) ist selbstverständlich. Auf jeden Fall muss stets ausreichend Wasser gereicht werden. &amp;nbsp; 
 Haltung des Pferdes 
 Neben der Fütterung spielt auch die Pferdehaltung eine wichtige Rolle. Zu wenig Auslauf oder körperliche Arbeit lassen den gesamten Darm gefährlich träge werden. Das komplette Gegenteil davon begünstigt allerdings das Auftreten von sogenannten Stresskoliken: Zu viel Arbeit, viele schnell aufeinander folgende Turniere, häufiger Transport und immer wieder neue Umgebungen verursachen Stress, der sich negativ auf die Verdauung niederschlagen kann. Daneben ist auf eine einwandfreie Einstreu zu achten. Um eine hohe Sand- und Erdaufnahme und damit Sandkoliken zu vermeiden sollte das Pferd nicht auf abgefressenen Weiden gehalten werden.&amp;nbsp; 
 Entwurmung 
 Unregelmäßige oder fehlende Entwurmung begünstigt das Ansiedeln von Parasiten. Je nach Befallsdichte und -ort im Verdauungstrakt können diese die Darmschleimhaut schwer beschädigen und deren Durchblutung massiv stören.&amp;nbsp; 
 Zahnprobleme 
 Häufig verhindern auch Zahnprobleme eine ordnungsgemäße Verdauung: Zu wenig gekautes Futter kann zu gehörigen Störungen im Magen-Darm-Trakt führen. Zahnkontrollen in regelmäßigen Abständen sind durchzuführen. 
 Viele Koliken könn(t)en demnach vermieden werden, wenn Pferdebesitzer regelmäßig die Haltungsbedingungen ihrer Pferde überprüfen und dazu auf eine allgemeine Gesundheitsvorsorge achten. 
  MASTERHORSE-Expertentipp Kolik beim Pferd  
 Um  Koliken und Verstopfung vorzubeugen , eignet sich  Leinsamen  sehr gut. Ebenso wie Kleie ist es sehr bekömmlich. Beide haben eine leicht abführende Wirkung, weil sie die Verdauung anregen. Bei empfindlichen Pferden oder in kritischen Situationen wie Wetterwechsel und Stress ist  Mash  mit Kleie und  Leinsamen  eine wertvolle Ergänzung zum Futter. Es kann eine  Verstopfung des Dickdarms beim Pferd vorbeugen . 
 Dazu eignet sich das   MASTERHORSE MASH   mit Weizenkleie, Leinsamen und Apfeltrester sehr gut. Es kommt ohne Hafer und Melasse aus und wird heiß aufgegossen. Dadurch entfalten sich die wertvollen Schleimstoffe und unterstützen die Bildung einer schützenden Schleimschicht auf der Magen- und Darmschleimhaut. Besonders bei Gaskoliken ist es sinnvoll, eine entblähende und entkrampfende Kräutermischung zuzufüttern. 
 Ein geeignetes  Mittel  ist   MASTERHORSE DARMBALANCE  . Es enthält eine solche Kräutermischung in Kombination mit präbiotischem Topinambur, gerbstoff- und tanninreichem Johannisbrot, pektinreichen Karotten sowie schleimstoffhaltigem Leinsamen. Diese Mischung eignet sich besonders gut zur Vorbeugung bei kolikanfälligen Pferden und kann problemlos dauerhaft gegeben werden. 
   MASTERHORSE DARM-PERFEKT   enthält einen speziellen Nährstoff-Komplex, der eine regulierende Wirkung hat und die  Verdauung des Pferdes fördert . Die Kombination aus speziellen Wiesenkräuter-Fasern und wertvollen Schleim- und Ballaststoffen, harmonisierenden Kräutern sowie aktiven Lebendhefekulturen sorgt für eine stabile Darmflora und eine verminderte Stressanfälligkeit des Pferdes. 
    
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                            <updated>2022-08-09T00:00:00+02:00</updated>
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            <title type="text">Magenschleimhaut-Entzündung Pferd</title>
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                                            Wie kommt es zur Gastritis beim Pferd und was sind die Symptome? 
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                   Eine falsche Fütterung als Ursache von Magenproblemen   
 Wer selbst einmal eine  Magenschleimhautentzündung  (Gastritis) hatte, der weiß, wie schmerzhaft und unangenehm sich das anfühlt und wie lange man unter Umständen damit zu kämpfen hat. Dass auch  Pferde  von einer Entzündung der  Magenschleimhaut  betroffen sein können, hat sich unter Pferdehaltern schon seit langem herumgesprochen. Was zunächst als typisches Leiden von Rennpferden galt, ist heutzutage allerdings auch bei ca. 50% aller Turnier- und Freizeitpferden ein verbreitetes Phänomen, das wir in diesem Expertentipp einmal genauer unter die Lupe nehmen. 
 Die Gastritis ist nur eine Form von  Magenproblemen beim Pferd . Unbehandelt kann sie sich recht schnell zu   Magengeschwüren   entwickeln. Den sprichwörtlichen Pferdemagen, der im Volksmund als recht robust gilt, gibt es nämlich nicht: Tatsächlich sind Pferde für ihren sensiblen Magen und leider auch für ihren anfälligen Verdauungstrakt im Ganzen bekannt. Daher reagieren Pferde auf Stress, falsche Fütterung, Medikamentengabe oder suboptimale Haltungsbedingungen mit einer schmerzhaften  Entzündung der Magenschleimhaut . 
 Wie man sieht, gestalten sich die Ursachen einer Gastritis vielfältig. In den meisten Fällen gelten jedoch eine nicht artgerechte Fütterung und alle Arten von Stress für die Entstehung von Magenproblemen beim Pferd als verantwortlich. Dazu können auch Medikamente eine  Magenschleimhautentzündung  verursachen. 
   Eine falsche Fütterung als Ursache von Magenproblemen   
 Betrachten wir zunächst den Faktor Fütterung. Pferde und ihr Verdauungstrakt sind als sogenannte Dauerfresser darauf ausgelegt, viele Stunden des Tages mit Fressen von rohfaserhaltigem Futter zu verbringen. Der im Vergleich zum Körper recht kleine Magen passt zu diesem Verhalten perfekt. Er benötigt viele kleine Futterportionen, die das Pferd gründlich kaut und einspeichelt. 
 Nicht zu vernachlässigen ist dabei die Tatsache, dass der Magen ständig Säure produziert, unabhängig davon, ob das Pferd etwas frisst oder nicht. Das stellt im Normalfall eigentlich kein Problem dar, da die im Speichel enthaltenen Bicarbonate die Magenschleimhaut dahingehend schützen, indem sie die Magensäure neutralisieren. 
 Das Pferd produziert jedoch nur Speichel, wenn es gründlich kaut. Lange Futterpausen sind daher ein Problem. Diese sollten vier bis sechs Stunden nach Möglichkeit nicht überschreiten. 
   Sind lange Fresspausen oder eine zu geringe Menge an Heu schädlich?   
 Bekommen die Pferde zu wenig Heu oder dauern die Fresspausen zu lange, kann die Magensäure den Magen angreifen. Denn ohne puffernden Futterbrei ist die empfindliche  Magenschleimhaut  der aggressiven Magensäure ausgesetzt und wird gereizt. Auch eine Kraftfutter-Mahlzeit „zwischendurch“ begrenzt den Schaden nur wenig. Denn Pferde kauen Kraftfutter im Gegensatz zu Heu weniger intensiv. Sie bilden dabei also weniger Speichel und puffern somit weniger Magensäure ab. 
 Gerade große Kraftfuttergaben sind problematisch und sollten vermieden werden. Der Tipp für die Reiter: Bewegt sich das Pferd auf leeren Magen, schwappt die Magensäure an den empfindlichen oberen Bereich des Magens. Beim Springen oder im Galopp ist dies besonders der Fall. Daher sollten Pferde vor dem Reiten eine Portion Heu fressen können. 
   Luzerne und Heulage – was ist zu beachten?   
 Studien zufolge können auch größere Mengen  Luzernehäcksel  problematisch sein. Sie führen aufgrund ihrer Struktur zu mechanischen Reizungen der Magenwand. Feiner vermahlene Luzerne, zum Beispiel als  Luzernecobs , scheint dieses Problem nicht zu verursachen.   Heulage   ist wegen ihres Säuregehalts bei magenempfindlichen Pferden ebenfalls nicht ratsam. 
   Stress als weitere Ursache für Magenprobleme bei Pferden   
 Die Frage, ob die Fütterung die Ursache für die Magenprobleme ist, lässt sich meist einfacher beantworten als die, ob das Pferd Stress empfindet. Futterrationen sind meist messbar, Stressfaktoren sind es nicht. Durch z.B. ungünstige Herdenzusammenstellung im Offenstall, häufige Turniere, zu anspruchsvolles Training oder nicht artgerechte Haltung können  Magenprobleme  entstehen. 
 Gerade neue oder ungewohnte Situationen wie ein Stallwechsel, mehr Turnierbesuche als bisher gewohnt sowie zu viel Hektik im Stall können für Pferde beunruhigend erscheinen. Problematisch ist vor allem  Stress , welcher dauerhaft anhält oder wenn mehrere Faktoren zusammenkommen. Es ist hilfreich, sein Pferd gut zu kennen und es zu beobachten, um die Lage einschätzen zu können. Kann das Pferd in Ruhe fressen? Legt es sich zum Schlafen hin? Benimmt es sich vielleicht anders als gewohnt? Ist dies nicht der Fall, sollte der Pferdebesitzer nach Möglichkeit schnell handeln. 
 Denn die aus Stress resultierende verminderte  Durchblutung des Magens  reduziert die Magenschleimproduktion sowie die Regeneration der Schleimhaut. Der Körper schüttet das Stresshormon Cortisol aus, welches die Produktion von Magensäure zusätzlich anregt. 
 Wenn jetzt noch die Fütterung nicht optimal ist, bekommt das Pferd mit Sicherheit  Magenprobleme . 
 Übrigens: Auch starke, chronische Schmerzen, wie sie beispielsweise bei  Hufrehe  auftreten, können Stress auslösen. Medikamente haben ebenfalls Auswirkungen auf den Magen und können, müssen diese über längeren Zeitraum verabreicht werden, eine  Magenschleimhautentzündung  hervorrufen. Oral verabreichte Antibiotika oder auch Schmerzmittel können die empfindliche Schleimhaut reizen. 
 
 INFO TO GO – Magenschleimhautentzündung 
 Magenschleimhautentzündungen sind häufig und haben Stress durch Haltung oder Training, falsche Fütterung oder Medikamentengabe als Ursache. 
 Werden Symptome beobachtet, sollte man durch den Tierarzt ggf. mittels einer Gastroskopie (Magenspiegelung) eine Diagnose stellen lassen und eine Behandlung beginnen. 
 Die Ursache des Problems gilt es zu finden und zu beseitigen, sonst kehren die Magenprobleme wieder. 
 
   Symptome einer Entzündung der Magenschleimhaut beim Pferd   
 Die  Symptome einer Magenschleimhautentzündung  sind recht vielfältig und unspezifisch. Daher tappen viele Pferdehalter zunächst im Dunklen, wenn sie Probleme bei ihrem Pferd feststellen. Als erstes fällt oft die veränderte Futteraufnahme auf. Betroffene Pferde fressen mäkelig, Kraftfutter wird nicht oder nicht vollständig gefressen. Weitere  Symptome  sind  Leerkauen ,  Gähnen  und  Flehmen . Aus dem Maul ist manchmal ein unangenehmer Geruch wahrnehmbar. 
 Einige Pferde rülpsen oder reagieren beim Gurten abwehrend. Wiederkehrende   Koliken   sind ein weiteres Symptom. Leiden die Pferde schon länger unter Magenproblemen, bauen sie oft ab. Sie verlieren Muskelmasse, werden lethargisch, das Fell wird stumpf und der Blick trüb. Da die Pferde Schmerzen haben, ist ihnen dies auch anzusehen. Das typische Schmerzgesicht mit angespannten Nüstern und Falten über den Augen sollte jedem Besitzer auffallen. 
   Behandlung und Vorbeugung einer Magenschleimhautentzündung des Pferdes   
  Die Diagnose Magenschleimhautentzündung  
 Besteht der Verdacht, das Pferd könnte von Magenproblemen betroffen sein, sollte schnell gehandelt werden.  Magengeschwüre  können innerhalb sehr kurzer Zeit entstehen und sind sehr schmerzhaft. Der Tierarzt untersucht das Pferd per Gastroskopie (Magenspiegelung) und kann so zweifelsfrei feststellen, ob es sich um eine Magenschleimhautentzündung handelt. Ist es unter Umständen schon eine fortgeschrittene Schädigung, also ein  Magengeschwür ? 
 Einige Tierärzte können vor Ort eine Gastroskopie durchführen, andernfalls muss dies in einer Pferdeklinik gemacht werden. Vor der Untersuchung darf das Pferd 12-24 Stunden nichts fressen. Empfiehlt der Tierarzt eine  medikamentöse Therapie , ist  Omeprazol  das Mittel der Wahl. Es ist als Paste und neuerdings auch als Granulat über den Tierarzt erhältlich. Man gibt es meist für zwei bis vier Wochen und schleicht es anschließend aus. 
   Was ist bei der Haltung und Fütterung des Pferdes zu beachten?   
 In jedem Fall sollte man als Besitzer die Ursachen abstellen, um eine dauerhafte Heilung sicherzustellen und dem Pferd erneute Schmerzen durch einen Rückfall zu ersparen. Zur Stressreduzierung kann es zum Beispiel hilfreich sein, das Offenstallpferd über Nacht in eine Box zu stellen. Es kann dort in Ruhe fressen und schlafen, sofern das von der Herde trennen keinen weiteren Stress bereitet. 
 Langfristig sollte das Ziel natürlich sein, dass das Pferd unter möglichst optimalen Bedingungen gehalten wird. In vielen Offenställen stehen zu viele Pferde auf zu engem Raum, wodurch Unruhe entsteht. Bei Boxenpferden kann zu wenig Bewegung oder ein aggressiver Boxennachbar das Pferd stressen. Manchmal hilft in solchen Fällen nur ein Stallwechsel. 
 Grundsätzlich gilt, je artgerechter man ein Pferd hält, desto gesünder ist es. Auch das Training bzw. die Ausbildung sollte der Reiter nicht zu anspruchsvoll und mit der nötigen Zeit gestalten. Gerade bei Jungpferden gilt es Überforderung zu vermeiden und die Lektionen dem Ausbildungsstand anzupassen. 
   Fütterung bei einer Magenschleimhautentzündung - MASTERHORSE Expertentipp   
 Parallel zur Behandlung und Stressreduzierung sollte man die Fütterung anpassen. Schonkost ist hier das Stichwort. Reichlich Heu, mindestens jedoch 1,5 kg je 100 kg Körpergewicht, sollte das Pferd fressen können. Lange Futterpausen gilt es zu vermeiden, Heunetze können hilfreich sein. Silage sollten Magenpatienten nicht fressen. Weidegras bereitet dem Magen in der Regel keine Probleme und wird gut vertragen. Auch in Bezug auf die Stressreduzierung ist Weidegang ratsam. 
 Kraftfutter sollte auf das Nötigste reduziert und in mehreren kleinen Portionen verabreicht werden.   Hafer   ist das  verträglichste Getreide für Pferde . Er enthält schleimbildendes Beta Glucan, welches eine positive Wirkung auf die  Magenschleimhaut  hat. Hafer ist daher anderem Getreide oder Müsli vorzuziehen, falls das Pferd  Kraftfutter  benötigt. 
 Eine optimale Unterstützung bei Magenproblemen bietet das   MASTERHORSE MAGEN-PERFEKT   durch seinen 3-fach Nährstoff-Komplex. Schleimstoffe aus Leinsamen und Flohsamenschalen helfen dabei, die Magenschleimhaut vor der Säurewirkung zu schützen. Die enthaltenen Pektine können außerdem einen Teil der Magensäure binden und so ebenfalls zum Schutz der angegriffenen Schleimhaut beitragen. Magnesiumoxid und Natriumbikarbonat dienen als Säurepuffer und neutralisieren überschüssige Magensäure. 
   MASTERHORSE MAGEN-PERFEKT   enthält außerdem Magnesium und die Aminosäure Tryptophan. Beide Wirkstoffe haben einen beruhigenden Effekt und wappnen das Pferd so auch für stressige Situationen wie Transport, Stallwechsel oder Turnierprüfung. Es kann im akuten Fall sowie prophylaktisch gegeben werden, um in stressigen Situationen den Magen zu schützen. 
 Wie bereits erwähnt, sollten Luzernehäcksel bei  Pferden mit empfindlichem Magen  durch  Luzerne-Cobs  ersetzt werden. Auch hierfür haben wir die passende Alternative: Unsere   MASTERHORSE LUZERNE-COBS   bestehen zu 100 % aus warmluftgetrockneter und gepresster Luzerne. Durch die schonende Bearbeitung der gesamten Futterpflanze bleiben alle Nährstoffe weitestgehend erhalten und können damit sowohl als Ergänzung des Grundfutters als auch als Kraftfutter- bzw. Getreideersatz eingesetzt werden. 
   Magenprobleme mit Kräutern in den Griff bekommen   
 Bei magenempfindlichen Pferden kann auch der berühmte Griff in die Kräuterkiste Abhilfe schaffen: deshalb haben wir die   MASTERHORSE MAGEN-KRÄUTERN   im Sortiment. Dabei handelt es sich um eine Mischung sorgsam ausgewählter Kräuter, die sich besonders wohltuend auf den Pferdemagen auswirken. 
 Die Mischung aus  Schafgarbe ,  Süßholzwurzel ,  Apfeltrester ,  Flohsamenschalen  und  Pfefferminzkraut  eignet sich daher hervorragend für Pferde, die zu  Magenproblemen  neigen. Besonders hervorzuheben ist dabei der hohe Gehalt an Pektinen (aus Apfeltrester) und Schleimstoffen (aus Flohsamen), der die Mischung auszeichnet. Pfefferminze und Süßholz bestechen seit jeher durch ihre harmonisierende Wirkung auf den Magen und die Magenschleimhaut. 
 Zusammen unterstützen die  Magenkräuter  auch den  Verdauungsapparat  im Ganzen:   Pfefferminze   beispielsweise unterstützt die Pferde sowohl bei  Blähungen  als auch bei  krampfartigen Verdauungsstörungen,  Süßholz   dann, wenn der Magen-Darm-Trakt gereizt ist.“ 
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            <title type="text">Grass Sickness</title>
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                                            Die Equine Grass Sickness ist eine gefürchtete Krankheit. Sie kann zum Tod eines Pferdes führen.
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                  Equine Grass Sickness: Die sogenannte Graskrankheit bei Pferden  
 Eine nicht ganz so häufig auftretende, aber in den allermeisten Fällen leider tödlich endende Pferdekrankheit ist die sogenannte  Equine Grass Sickness . Dabei handelt es sich um eine Erkrankung, die das zentrale Nervensystem angreift. Ihr Ursprung liegt Berichten zufolge in Schottland. In Großbritannien kommt die auch Graskrankheit genannte Problematik weitaus häufiger vor als bei uns. Aber nicht nur in Deutschland, auch in Belgien, Frankreich, Ungarn, Schweden, den Niederlanden und in der Schweiz werden immer wieder Fälle gemeldet. Ein Grund, die Equine Grass Sickness gründlich unter die Lupe zu nehmen. 
 Die Ätiologie der Equinen Graskrankheit ist auch nach jahrzehntelanger Forschung nicht geklärt. Ein Ausbruch dieser Erkrankung lässt sich an keinen spezifischen Faktoren festmachen – das bedeutet, eine  Prophylaxe  ist nahezu unmöglich. Unabhängig von Jahreszeit, Rasse, Alter oder Geschlecht kann die Erkrankung jedes Pferd ereilen. Zwar gibt es Untersuchungen, die einen Trend zu Pferden im Alter von zwei bis sieben Jahren und einen Erkrankungsschwerpunkt im Frühjahr vermuten lassen. Pferde mit Weidegang erkranken auch häufiger als andere – daher auch der Name der Krankheit. Aber das alles sind eher unspezifische Untersuchungsergebnisse. Wissenschaftliche Untersuchungen lassen allerdings vermuten, dass der Erreger der Krankheit ein sogenanntes Exotoxin des Clostridium Botulinum (dem Bakterium, das auch den Botulismus beim Pferd auslöst) sein kann. Dies würde bedeuten, dass die Pferde das Clostridium-Bakterium aufnehmen und dieses wiederum Giftstoffe ausscheidet, welche das Nervensystem angreifen. Bewiesen ist bis dato aber nichts. 
  Symptome der Equine Grass Sickness  
 Im Falle eines akuten Verlaufs erkranken die Pferde plötzlich und sehr stark. Sie zeigen beispielsweise milde bis starke Koliken, Schluckbeschwerden oder starkes Speicheln. Durch das angegriffene Nervensystem leiden die Pferde unter einer Lähmung von Schlund und Schlundkopf. In Folge dessen kann es auch zu einer kompletten Darmlähmung, starkem Zittern an Schultern und Flanken, einem  Anstieg der Körpertemperatur  oder flächenhaftem Schwitzen kommen. Der Puls steigt stark an und die Pferde können Gefahr laufen zu dehydrieren. Der behandelnde Tierarzt führt aufgrund der Symptome häufig die Behandlung mittels einer Magen-Schlundsonde durch. Hierbei dürfte er im Falle der Graskrankheit feststellen, dass sich die Sonde sehr leicht und ohne Widerstand einführen lässt. Dazu fließen bei der Erkrankung an der Graskrankheit große Mengen an flüssigem, faulig riechendem Mageninhalt ab. In den meisten Fällen sterben die Pferde in den ersten zwei bis drei Tagen oder müssen eingeschläfert werden. 
 Bei einem subakuten bzw. chronischem Verlauf zeigen sich die Anzeichen in der Regel schwächer, so dass die Pferde länger überleben. Der Verlauf kann sich über eine bis drei Wochen nach Auftreten der ersten Anzeichen hinziehen und danach auch in einen chronischen Verlauf übergehen. Damit können die Pferde dann theoretisch Wochen oder gar Monate überleben. In dieser Zeit werden sie aber stark abmagern, zittern am ganzen Körper, es kommt immer wieder zu Koliken, die Darmtätigkeit kommt peu a`peu weiter zum Erliegen, der Kot wird wenn dann nur noch in kleinen Mengen und in fest geformten, eingetrockneten Äpfeln ausgeschieden. 
 Alle relevanten Krankheitsanzeichen in Anhängigkeit des Krankheitsverlaufs auf einen Blick: 
 Akute EGS 
  -&amp;nbsp; &amp;nbsp; &amp;nbsp; &amp;nbsp;&amp;nbsp;Koliksymptome mittleren Schweregrads (selten&amp;nbsp;hochgradig)   -&amp;nbsp; &amp;nbsp; &amp;nbsp; &amp;nbsp;&amp;nbsp;fehlende Peristaltik (Darmtätigkeit)   -&amp;nbsp; &amp;nbsp; &amp;nbsp; &amp;nbsp;&amp;nbsp;Reflux, manchmal spontan   -&amp;nbsp; &amp;nbsp; &amp;nbsp; &amp;nbsp;&amp;nbsp;fehlender Kotabsatz oder Veränderungen der Kotbeschaffenheit&amp;nbsp;(trockener, harter Kot mit schwarzem Überzug und Pseudomembranen)   -&amp;nbsp; &amp;nbsp; &amp;nbsp; &amp;nbsp;&amp;nbsp;Dysphagie (Probleme beim Schluckvorgang, die&amp;nbsp;dazu führen, dass Nahrung oder Flüssigkeit nicht mehr richtig zum Magen&amp;nbsp;transportiert werden kann)   -&amp;nbsp; &amp;nbsp; &amp;nbsp; &amp;nbsp;&amp;nbsp;Anorexie (starker Gewichtsverlust in Folge von&amp;nbsp;Fressunlust)   -&amp;nbsp; &amp;nbsp; &amp;nbsp; &amp;nbsp;&amp;nbsp;bilaterale Ptosis (eines oder beide&amp;nbsp;Augen-Oberlider hängen herunter)   -&amp;nbsp; &amp;nbsp; &amp;nbsp; &amp;nbsp;&amp;nbsp;Hypersalivation (übermäßiger Speichelfluss, kann&amp;nbsp;auch ausbleiben)   -&amp;nbsp; &amp;nbsp; &amp;nbsp; &amp;nbsp;&amp;nbsp;Tachykardie (schneller anhaltender Herzrhythmus,&amp;nbsp;60–120 Schläge/min)   -&amp;nbsp; &amp;nbsp; &amp;nbsp; &amp;nbsp;&amp;nbsp;generalisierter oder lokalisierter&amp;nbsp;Schweißausbruch   -&amp;nbsp; &amp;nbsp; &amp;nbsp; &amp;nbsp;&amp;nbsp;Muskelzittern und Muskelfaszikulationen (v. a.&amp;nbsp;Trizeps- und Quadrizepsmuskulatur, an den Flanken)   -&amp;nbsp; &amp;nbsp; &amp;nbsp; &amp;nbsp;&amp;nbsp;Verhaltensänderungen (zum Beipsiel mit&amp;nbsp;Trinkwasser spielen)   -&amp;nbsp; &amp;nbsp; &amp;nbsp; &amp;nbsp;&amp;nbsp;Piloerektion (Aufstellen der Wollhaare,&amp;nbsp;„Gänsehaut“)   
 Chronische EGS 
  -&amp;nbsp; &amp;nbsp; &amp;nbsp; &amp;nbsp;&amp;nbsp;milde, intermittierende Koliksymptome, häufig&amp;nbsp;nach Futteraufnahme   -&amp;nbsp; &amp;nbsp; &amp;nbsp; &amp;nbsp;&amp;nbsp;rapider Gewichtsverlust   -&amp;nbsp; &amp;nbsp; &amp;nbsp; &amp;nbsp;&amp;nbsp;veränderte Abdomensilhouette mit typischer&amp;nbsp;„Wespentaille“   -&amp;nbsp; &amp;nbsp; &amp;nbsp; &amp;nbsp;&amp;nbsp;fehlender Kotabsatz und Veränderungen der&amp;nbsp;Kotbeschaffenheit (trockener, harter Kot mit schwarzem Überzug und Pseudomembranen)   -&amp;nbsp; &amp;nbsp; &amp;nbsp; &amp;nbsp;&amp;nbsp;Dysphagie (siehe oben)   -&amp;nbsp; &amp;nbsp; &amp;nbsp; &amp;nbsp;&amp;nbsp;Anorexie (siehe oben)   -&amp;nbsp; &amp;nbsp; &amp;nbsp; &amp;nbsp;&amp;nbsp;bilaterale Ptosis (siehe oben)   -&amp;nbsp; &amp;nbsp; &amp;nbsp; &amp;nbsp;&amp;nbsp;Tachykardie (50–60 Schläge/min)   -&amp;nbsp; &amp;nbsp; &amp;nbsp; &amp;nbsp;&amp;nbsp;lokales Schwitzen (Ohrbasis, seitlich am Hals&amp;nbsp;und an der Flanke, unter dem Schweif)   -&amp;nbsp; &amp;nbsp; &amp;nbsp; &amp;nbsp;&amp;nbsp;Rhinitis sicca (nahezu pathognomonisch)   -&amp;nbsp; &amp;nbsp; &amp;nbsp; &amp;nbsp;&amp;nbsp;Muskelzittern und Muskelfaszikulationen (v. a.&amp;nbsp;Trizeps- und Quadrizepsmuskulatur, an den Flanken)   -&amp;nbsp; &amp;nbsp; &amp;nbsp; &amp;nbsp;&amp;nbsp;Piloerektion (siehe oben)   -&amp;nbsp; &amp;nbsp; &amp;nbsp; &amp;nbsp;&amp;nbsp;Penisprolaps (häufiger Hengste als Wallache)   -&amp;nbsp; &amp;nbsp; &amp;nbsp; &amp;nbsp;&amp;nbsp;Verhaltensänderungen (siehe oben)   
  Die Graskrankheit erkennen  
 Um die Graskrankheit am lebenden Pferd zu diagnostizieren, kann der Tierarzt auf vier Untersuchungsmöglichkeiten zurückgreifen: 
 
 eine Biopsie (Gewebeprobe) aus dem Ileum, dem auch Krummdarm genannten, unteren Teil des Dünndarms 
 der Phenylephrin-Test: Hierbei tropft der Tierarzt dem Pferd Phenylephrin in die Augen der Pferde. Dies bewirkt bei betroffenen Pferden ein deutliches Anheben des Oberlides innerhalb von 30 Minuten. 
 eine Biopsie aus dem Rectum (Mastdarm), einem der letzten beiden Abschnitte des Dickdarms 
 eine Blutuntersuchung 
 
  Behandlung der Equine Grass Sickness  
 Die Therapie für ein an der Graskrankheit leidendes Pferd gestaltet sich, wie eingangs bereits erwähnt, als schwierig und gelingt nur in seltenen Fällen. Infusionen, eine Magenentleerung und auch die Gabe von Spasmolytika (krampflösender Mittel) sind mögliche Schritte, die der Tierarzt einleiten kann. Schlagen diese Maßnahmen nicht an, muss er das Pferd einschläfern. Handelt es sich um einen akuten Verlauf, ist eine Therapie nicht erfolgversprechend. 
 Bei Patienten mit milden Symptomen eines chronischen Verlaufs spricht man nach aktuellen Erkenntnissen von einer Überlebenschance von ca. fünf Prozent. Die Voraussetzung dafür ist, dass sie auf eine adäquate Nährstoffversorgung, die Infusionstherapie sowie die Maßnahmen, um den Kot wieder weicher und die Verdauung in Schwung zu bekommen, ansprechen. Etwa acht Wochen nach Behandlungsbeginn sollten sich die Symptome kontinuierlich verbessern. 
 ECS - Das sagt die Wissenschaft 
 Aktuell gibt es nur wenige wissenschaftliche Arbeiten zur Equinen Graskrankheit. Im April 2021 entstand allerdings eine Veröffentlichung, die sich mit vier Pferden (im Alter zwischen zwei und sieben Jahren) beschäftigt, die in Dänemark an der ECS nahezu gleichzeitig erkrankt sind. Sie alle lebten im selben Stall. Drei davon (sie alle standen auf derselben Weide) litten unter einem akuten Verlauf, beim vierten Kandidaten wurde ein subakuter, sprich chronischer, Verlauf erkannt. Der Zeitraum zwischen den dem Beginn der klinischen Symptome des ersten und des letzten Falls betrug 15 Tage. Zunächst wurden die Wetterverhältnisse in den Vorwochen des ersten Ausbruchs überprüft. 14 Tage lang war das Wetter im Vorfeld trocken, kalt aber sonnig gewesen. Eine Wurmkur wurde ihnen zwei Tage vor dem Ausbruch der ersten Symptome verabreicht. Die drei Kandidaten, die unter der akuten ECS litten, zeigten starke Koliksymptome wie einem stark erhöhten Herzrhythmus, eine reduzierte Darmtätigkeit sowie einem starken Rückfluss von Magensäure in die Speiseröhre. Sie wurden alle drei operiert, wobei die Tierärzte eine mittelgradige Ausdehnung des Dünndarms sowie entzündliche Veränderungen eben dort feststellen konnten. Trotz Gabe von Entzündungshemmern und unterstützenden Magenentleerungen konnte bei einem Pferd in den sechs Tagen nach der Operation keine Besserung der Symptome festgestellt werden. Es wurde eingschläfert. Die beiden anderen akuten Fälle ereilte drei beziehungsweise vier Tage später dasselbe Schicksal. Alle drei wurden obduziert. Dabei stellte sich eine starke Schädigung des Dünndarms sowie ein Absterben der Nervenzellen an eben diesem Organ heraus, woraufhin die Diagnose der Equinen Graskrankheit gestellt wurde. Das vierte, subakut erkrankte Pferd stand, im Gegensatz zu den anderen dreien, nicht auf der Weide, sondern auf einem an der Wiese angrenzenden Paddock, wo es Zugang zum am Rand wachsenden Gras hatte. Es kam ebenfalls in die Pferdeklinik, allerdings mit einer Verstopfung. Es zeigte Symptome wie starkes Muskelzittern, und ein getrübtes Allgemeinbefinden sowie eben die Verstopfung. Da sich diese auf eine Medikamentengabe hin nicht besserte, wurde auch dieses Pferd operiert. Dabei wurde der Dickdarm entleert. Doch dies und die nachfolgende Medikation brachten keine Besserung des Zustandes, weshalb auch dieses Pferd eingeschläfert wurde. In der Zusammenfassung der Arbeit steht geschrieben, dass der Hauptzweck dieser Fallserie der war, wieder auf diese Krankheit hinzuweisen, da die Erkrankung häufiger auftreten kann, als angenommen. Als essentiell haben die Wissenschaftler herausgearbeitet, dass denn ein Verdacht auf die Equine Grass Sickness vorliegt, wenn ein Pferd (besonders in den Frühjahrsmonaten) mit klinischen Anzeichen wie akuter Kolik, Magenreflux, einer eingeschränkten Beweglichkeit des Darmtraktes oder verringertem Kotabsatz zu kämpfen hat. Kommen in den folgenden Tagen Anzeichen wie Muskelzittern, eine starke Ausbildung von Schweißflecken oder das Absinken der Organe im Körper dazu, liegt eine Diagnose auf eine ECS nahe. 
  Fütterung bei Grass Sickness  
 Da bei der Graskrankheit der Verdauungstrakt nur sehr mühevoll arbeitet, sollte man die Futterration unbedingt mit dem behandelnden Tierarzt absprechen, um das Pferd nicht darüber hinaus noch mit falschem Futter zu belasten. 
 Kandidaten, die eine Nervenkrankheit wie die Grass Sickness überleben, profitieren von Futtermitteln, die Vitamin B enthalten wie der   MASTERHORSE B-KOMPLEX  . 
 Geht es an das Anfüttern, empfehlen wir das   MASTERHORSE MASH  , gegebenenfalls angereichert mit einer Öl-Komponente wie dem   LEINÖL  , um das Ganze besser durch den Darm „rutschen“ zu lassen. Zudem erhält das Pferd über das Öl hochwertige Omega-3-Fettsäuren und leichtverdauliche Energie. 
 EGS – Prophylaktische Maßnahmen 
 Ist auf einem Betrieb ein an der Equinen Graskrankheit erkrankter Patient bekannt, sollten weitere Fälle möglichst verhindert werden. Einige der bekannten Risikofaktoren bezüglich des Betriebs und des Managements können beeinflusst werden, z. B. das betroffene Weideland nicht mehr für Pferde nutzen oder zusätzlich Wiederkäuer auf den Weiden grasen lassen (epidemiologische Studien besagen, dass Rinder als „negativer Risikofaktor“ fungieren und das EGS-Risiko vermindern). Aufgrund noch fehlender wissenschaftlicher Erkenntnisse ist die Vorbeugung gegen einen Krankheitsausbruch das wichtigste Ziel. In diesem Bereich könnte in den nächsten Jahren der Durchbruch kommen. Derzeit wird in Großbritannien eine großangelegte Impfstudie durchgeführt. 
    
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                            <updated>2022-01-06T00:00:00+01:00</updated>
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            <title type="text">Blähbauch beim Pferd</title>
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                                            Bei Blähungen beim Pferd handelt es sich um eine übermäßige Gasansammlung im Verdauungstrakt. 
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                   Blähungen beim Pferd - wenn die Verdauung gestört ist   
 Das Pferd hat einen sehr langen und sensiblen Verdauungstrakt. Zwei anatomische Besonderheiten machen ihn relativ anfällig für Gasansammlungen bzw. Blähungen. Ganz vorne im Verdauungstrakt ist es der schräge Mageneingang mit seinem kräftigen Schließmuskel. Gase oder gar schlecht gewordenes Futter können den Magen so gut wie gar nicht über die Speiseröhre verlassen. Daher kommt auch das Sprichwort für etwas Unwahrscheinliches „Ich hab schon Pferde kotzen sehen“. 
 Pflanzenfresser benötigen eine „Gärkammer“, in welcher sie das faserreiche Futter mikrobiell verwerten. Bei Wiederkäuern wie Kühen und Schafen ist diese Gärkammer der Pansen. Er nimmt die Stelle des Magens ein und liegt somit weit vorne im Verdauungstrakt. Fehlgärungen können in der Regel einfach „aufgestoßen“ werden. Beim Pferd hingegen ist die Gärkammer der Blinddarm, welcher relativ weit hinten im gesamten Verdauungstrakt liegt. 
 Entstandenes Gas muss erst einen langen Weg nach draußen finden. Dabei kann es zu großem Unwohlsein oder gar zu einer Gaskolik beim Pferd führen. In diesem Expertentipp gehen wir darauf ein, was alles Auslöser für Blähungen beim Pferd und Gasansammlungen sein können, wie man diese durch ein richtiges Fütterungsmanagement verhindern kann und was zu tun ist, wenn das Pferd einen Blähbauch hat. 
   Was versteht man unter einer Blähung beim Pferd und wie unterscheidet sich diese von einer Gaskolik?   
 Bei jedem normalen Verdauungsprozess entstehen Gase. Physiologische Mengen werden über die Darmschleimhaut resorbiert, mit dem Kot ausgeschieden oder einfach „ausgepupst“. Unter Blähungen versteht man eine übermäßige Gasproduktion von zum Beispiel Methan, Kohlendioxid, Schwefelwasserstoff und anderen Faulgasen. Es kommt zu vermehrten „Darmwinden“. Die Ursachen dafür sind sehr unterschiedlich. So können schimmeliges Stroh oder Heu sowie ein häufiger Wechsel zwischen erstem Schnitt (faserreich, proteinarm) und zweiten Schnitt (faserarm, proteinreich) zu einem Blähbauch beim Pferd führen. 
 Viele Pferde leiden zu Beginn der Weidesaison auf Grund des jungen Grases an einem Blähbauch. Die Tiere haben nicht nur einen Heu- bzw. Grasbauch, sie sind auch im Bereich des Blinddarms aufgebläht. Die so genannte Hungergrube ist durch das Gas ausgefüllt. Es gibt noch viele weitere Auslöser für diese Form einer gestörten Verdauung. Im Verlauf des Textes gehen wir detaillierter darauf ein. Der Übergang zwischen leichten Blähungen und einer Gaskolik sind fließend. Deswegen darf ein Blähbauch beim Pferd nicht auf die leichte Schulter genommen werden. Wie bereits oben erwähnt, handelt es sich bei Blähungen um eine übermäßige Gasansammlung im Verdauungstrakt, die zu einem Ausdehnen des Darms führt. Dabei werden Rezeptoren aktiviert, die einen kolikartigen Schmerz auslösen. 
 Meist ist der Dickdarm betroffen, aber auch im Dünndarm kommt es zur Gasbildung. Diese kann der Tierarzt allerdings schwer ertasten. Man geht davon aus, dass viele Krampfkoliken auf Gase im Dünndarm zurückzuführen sind. Leichte Blähungen lassen sich mit Bewegung und auch der Gabe von Kräutern lösen. Zeigt das Pferd deutliche Schmerz- und Kolikanzeichen, so muss umgehend ein Tierarzt gerufen werden. 
   Symptome von leichten und schweren Blähungen beim Pferd   
 Eine gestörte Verdauung beim Pferd äußert sich häufig durch einen Blähbauch. Bei leichten Blähungen ist das Tier insgesamt munter, es äpfelt normal, lässt allerdings viel Gas ab und hat starke Darmgeräusche. In schweren Fällen sind die Symptome viel deutlicher. Anfangs hört man laute Darmgeräusche, anschließend lassen sie nach. Der Darm gast soweit auf, dass er sich nicht mehr bewegen kann und zur Ruhe kommt. Er drückt dann u.a. auf das Zwerchfell und somit auch auf das Herz und die Lunge. Die wirkt sich negativ auf den Kreislauf und die Atmung des Tieres aus. Zudem können aufgegaste Darmschlingen im Bauchraum nach oben wandern und sich dabei einklemmen oder verdrehen. Weitere Symptome für Blähungen beim Pferd sind: 
 
 druck-/schmerzempfindlicher Bauch 
 Bewegungsunlust 
 Empfindlichkeit beim Satteln 
 
 &amp;nbsp; 
 
 INFO TO GO - Blähungen beim Pferd 
 Zuviel Gas im Bauch: Blähungen entstehen bei einer übermäßigen Gasproduktion im Verdauungstrakt. 
 Falsches Futter: Verdorbenes, leicht gärendes oder auch schwer verdauliches Futter kann Blähungen auslösen, ebenso wie ein schlechtes Fütterungsmanagement. 
 Was hilft? Leichte Bewegung an der Longe, Verdauungskräuter und bei Bedarf   ColoSan   ® . Lassen die Blähungen und Schmerzen nicht nach, so muss der Tierarzt gerufen werden! 
 
   Die Ursachen von Blähungen – primärer und sekundärer Meteorismus   
 Der Fachbegriff für Blähungen ist „ Meteorismus “. Er steht für eine übermäßige Gasansammlung im Darm des Pferdes. Man unterteilt ihn in einen primären und sekundären Meteorismus: 
 
 Primärer Meteorismus beim Pferd: Es kommt zu einer erhöhten Bildung von Gasen, die durch Fehlgärungen im Darm hervorgerufen werden. 
 Sekundärer Meteorismus beim Pferd: Diese Form geht mit einem kompletten oder teilweisen Darmverschluss einher. Zum einen können physiologisch entstanden Gase nicht entweichen, zum anderen kommt es vor dem Verschluss zu Gärungsprozessen. 
 
 Die Ursachen für einen  primären Meteorismus  liegen in der Fütterung bzw. im Fütterungsmanagement des Pferdes. Schlechte Futtermittel oder unverdaute Nahrungsbestandteile führen zu Fehlgärungen, die wiederum die Darmflora negativ beeinflussen. Der primäre Meteorismus lässt sich unterteilen in: 
  1. Primäre Fehlgärung   Sie wird durch verdorbenes oder mikrobiell belastetes Futter (Bakterien, Pilze, Hefen) ausgelöst: 
 
 zu lange geöffnete Silageballen mit rasanter Vermehrung der Hefen 
 verschimmeltes Heu oder Stroh 
 junges, nicht abgelagertes Heu 
 gemähtes, sich erwärmendes Gras 
 welkes Gras 
 mit Bakterien, Hefen oder Pilzen belastetes Mischfutter 
 
  2. Sekundäre Fehlgärung   In diesem Fall führen zu große oder nicht adäquat aufbereitete Futtermittel zu Schwierigkeiten. Meistens liegt das Problem darin, dass sie unverdaut aus dem Dünndarm in den Dickdarm gelangen. Dort werden sie mikrobiell fermentiert, es kommt zu einer vermehrten Bildung von laktatbildenden Bakterien, einer Verschiebung des pH-Wertes und der gesamten Darmflora. Hier ein paar Auslöser für diese Form einer gestörten Verdauung: 
 
 zu viel Stärke durch hohe Kraftfuttermengen 
 schwer verdauliche Stärke durch nicht aufgeschlossenes Getreide (Gerste, Mais) 
 zu viel oder schwer verdauliches Eiweiß 
 plötzliche Futterumstellung z.B. zu Beginn der Weidesaison 
 zu große Fruktanmengen Futtermittel mit einem hohen Anteil an Klebereiweiß (Roggen, Weizen) 
 zu große Mengen an gärenden Futtermitteln wie Klee, Obst oder auch Brot 
 zu intensive Belastung kurz vor oder nach dem Fressen 
 hastiges Fressen 
 Stress, Angst 
 Leberprobleme 
 Magengeschwüre 
 
 Der  sekundäre Meteorismus  ist die Folge eines Darmverschlusses. Folgende Ursachen kommen unter anderem in Frage: 
 
 Darmverlagerung 
 Darmverdrehung 
 Verstopfung 
 Tumore 
 Wurmbefall 
 Bewegungsmangel 
 
   Behandlung von Blähungen beim Pferd   
 Leichte Bewegung hilft Pferden mit Blähungen. Am besten an der Longe; der festgezurrte Sattelgurt und das Reitergewicht könnten das Pferd zusätzlich belasten. Besonders effektiv ist ein ruhiger Trab. Die rhythmische Bewegung transportiert die Gase regelrecht aus dem Darm. Bei futterbedingten Blähungen hat sich das traditionelle Arzneimittel   ColoSan   ®  bewährt. Hierbei handelt es sich um eine Kombination aus Anis-, Fenchel-, Kümmel- und Chinesischem Zimtöl sowie Schwefel. Die Öle haben eine beruhigende und entkrampfende Wirkung. Auch Mischungen mit Verdauungskräutern sind ein sinnvoller Bestandteil in der Futterration von Pferden mit Neigung zu Blähungen. Besonders gerne werden Anis, Fenchel, Kümmel, Kamille und Pfefferminze auf Grund ihrer entspannenden und blähungstreibenden Eigenschaften eingesetzt. 
 Bewährt hat sich folgende Kräutermischung: 
 Löwenzahnkraut 15 g Kamillenblüten 10 g  Pfefferminzkraut 10 g  Salbeiblätter 10 g  Anisfrüchte 5 g 
 Diese entspricht einer Tagesdosis (50 g) für ein Großpferd (600 kg LG). Diese Kombination enthält einen hohen Anteil an entblähenden Kräutern und eignet sich sehr gut bei Futterumstellungen. 
 Führt die leichte Bewegung nicht zum gewünschten Erfolg, so muss man den Tierarzt rufen. Zuerst verschafft er sich einen Überblick über den Allgemeinzustand und überprüft die PAT-Werte (Puls, Atmung, Temperatur) sowie den Kreislauf des Pferdes. Anschließend findet eine rektale Untersuchung statt. In welchen Bereich ist das Pferd aufgegast? Liegt sogar schon ein Darmverschluss vor? Die Behandlung hat das Ziel, das übermäßige Gas aus dem Darm des Pferdes zu bekommen. 
 Je nach Diagnose hat der Tierarzt verschiedene Möglichkeiten hierfür. Befindet sich die Gasansammlung im Magen- oder Dünndarmbereich, so kann diese mittels einer Nasen-Schlund-Sonde aus dem Körper geleitet werden. Schwieriger wird es bei Gasen im Dickdarm. In der Regel verabreicht der Tierarzt in solchen Fällen Schmerzmittel, krampflösende Medikamente und gibt Infusionen, um den Kreislauf stabil zu halten. Bei einer schweren Gaskolik wird der Blinddarm punktiert oder man kommt um eine Operation nicht herum. 
   MASTERHORSE-Expertentipp - die optimale Fütterung und Haltung zur Vermeidung von Blähungen beim Pferd   
 Ein Großteil der Blähungen beim Pferd kann durch ein richtiges Fütterungsmanagement und hochwertige Futtermittel verhindert werden. Im Rahmen der Rationsgestaltung gilt es die Futtermittel so auszuwählen, dass die Komponenten leicht verdaulich sind und dem Pferd keine Probleme während der Verdauung bereiten.  Folgendes ist dabei zu beachten: 
 
 nur hygienisch einwandfreie Futtermittel geben 
 Futterumstellungen langsam vornehmen, v.a. von faserreicher auf faserarme Fütterung (Heu, Gras) 
 Heu vor Kraftfutter geben 
 Gerste und Mais nur hydrothermisch aufgeschlossen verfüttern, z.B.   MASTERHORSE MAISFLOCKEN   oder   MASTERHORSE GERSTENFLOCKEN    
 keine große Anstrengung direkt vor oder nach der Fütterung 
 leicht gärende Futtermittel meiden (z.B. Klee) 
 Stress vermeiden 
 bei hastigen Fressern die Kraftfutteraufnahme mit Häckseln bremsen, die Heuaufnahme mit einem Heunetz verlangsamen und auf der Wiese bei Bedarf einen Weidemaulkorb verwenden. 
 
 Eine ausgewogene Basis-Fütterung kann bei Pferden, die zu Blähungen neigen, mit speziellen Ergänzungsfuttermitteln wie dem   MASTERHORSE DARMBALANCE   ergänzt werden. Dabei handelt es sich um eine ausgewogene Kombination aus Leinsamen, Johannisbrot, Topinambur und Verdauungskräutern. Des Weiteren hat sich eine verdauungsfördernde Kräutermischung aus Löwenzahn, Kamille, Pfefferminze, Salbei, Anis und Fenchel bei Pferden mit einem Blähbauch bewährt. 
 Um die Dickdarmflora stabil zu halten bzw. nach einer Dysbalance wieder aufzubauen, sind probiotische Lebendhefen sinnvoll. In unserem Sortiment finden Sie Probiotika unter anderem in den Futtermitteln   MASTERHORSE DARM-PERFEKT   und   Der Stallmeister LeibWächter  . Normalerweise reicht eine kurweise Gabe über etwa einen Monat aus, um das mikrobielle Gleichgewicht im Darm und eine gesunde Verdauung wieder herzustellen. 
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                            <updated>2018-07-15T00:00:00+02:00</updated>
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            <title type="text">Darmsanierung beim Pferd</title>
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                                            Leidet das Pferd unter Verdauungsproblemen oder liegen Fütterungsfehler vor, so sollte eine Darmsanierung durchgeführt werden. 
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                   Die richtige Darmsanierung beim Pferd    
 Viele Pferdebesitzer möchten den Darm ihres Pferdes unterstützen, um Verdauungsproblemen wie Kotwasser oder Koliken vorzubeugen und ihrem Freizeitpartner etwas Gutes zu tun. Lesen Sie in diesem  MASTERHORSE -Expertentipp alles zum Thema Darmgesundheit und der richtigen Darmsanierung beim Pferd. 
   Der Aufbau des Darms beim Pferd und seine Funktion    
 Der Pferdedarm besteht aus verschiedenen Abschnitten. Grob unterscheidet man den Dünndarm und den Dickdarm. Im Dünndarm helfen Enzyme dabei, Nährstoffe aufzuspalten und über die Darmwand passierbar zu machen. Im Dickdarm übernehmen dann Bakterien und andere Mikroorganismen die Verdauungsfunktion, indem sie Nährstoffe zu Fettsäuren umwandeln, die dem Pferd als Energiequelle zur Verfügung stehen. 
 Als Pflanzenfresser ist das Pferd ein sogenannter Dickdarmverdauer: Anders als beim Menschen findet ein Großteil des Verdauungsvorgangs nicht im Dünndarm, sondern im Dickdarm statt, weshalb dieser ein sehr viel größeres Volumen fassen kann. Ob der Dickdarm seine wichtigen Funktionen für die Pferdegesundheit optimal erfüllen kann, hängt vor allem davon ab, ob er über eine ausgewogene Darmflora verfügt. 
 Die Darmflora des Pferdes besteht aus Abermillionen von Mikroorganismen. Der Darm bietet vielen verschiedenen Arten von Mikroorganismen einen Lebensraum und ist gleichzeitig auf seine Bewohner angewiesen. Die richtige Zahl der Organismen einzelner Arten und die Gesamtmenge der Darmsymbionten spielen bei der Darmgesundheit eine entscheidende Rolle. 
   Die Darmflora des Pferdes im Ungleichgewicht - was sind die Folgen?   
 Lebensgrundlage für die meisten der im Darm lebenden Bakterien ist die Rohfaser aus dem Raufutter des Pferdes. Die Mikroorganismen wandeln Kohlenhydrate wie Zellulose oder Fruktan, die das Pferd selber nicht verdauen kann, in Fettsäuren um. Schwankende Heuqualitäten, zu wenig Heu, Futterumstellungen oder die Gabe großer Kraftfuttermengen können die Darmflora aus dem Gleichgewicht bringen. 
 Gelangen zum Beispiel große Mengen unverdauter Stärke in den Dickdarm des Pferdes, kann sich das Darmmilieu im Dickdarm verändern. Das ist unter anderem dann der Fall, wenn das Pferd zu große Mengen Kraftfutter erhält oder man auf Getreidesorten wie Gerste ausweicht, deren Stärke im Dünndarm wenig verdaulich ist. Bakterien, die den natürlichen pH-Wert im Darm unterstützen, sterben ab. Gleichzeitig vermehren sich durch das reiche Angebot an Stärke Milchsäurebildner. Man spricht von einer Dysbiose. Der Inhalt des Dickdarms säuert sich an. Das schädigt die Darmwand, führt zu Verdauungsbeschwerden und kann sogar das Immunsystem des Pferdes negativ beeinflussen. 
   Wann ist eine Darmsanierung beim Pferd erforderlich?   
 Eine Darmsanierung ist immer dann sinnvoll, wenn die Fütterung des Pferdes durch unglückliche Umstände nicht optimal ist oder das Pferd unter Verdauungsproblemen leidet. Hierzu gehören zum Beispiel Blähungen, Kotwasser, Durchfall und Koliken. Auch wenn die Äppel des Pferdes unangenehm oder säuerlich riechen, ist eine Darmsanierung sinnvoll. 
 Hygienisch nicht einwandfreies Heu, aber auch der abrupte Wechsel zwischen verschiedenen Heusorten belasten die Darmflora. Gleichermaßen stellen Futterumstellungen und das Anweiden im Frühjahr sowie die Umstellung auf die Winterfütterung im Herbst eine Herausforderung für den Pferdedarm und seine Bewohner dar. Natürlich sollten Pferdebesitzer immer versuchen, Umstellungen vorsichtig vorzunehmen und eine gute Futterqualität sicherstellen. Denn: Vorbeugung ist die beste Medizin. Manchmal lassen sich Fütterungsfehler aber auch bei aller Gewissenhaftigkeit nicht vollständig vermeiden. Immer dann ist es sinnvoll, die Fütterung nicht nur so weit es geht zu optimieren, sondern auch den Darm zusätzlich zu unterstützen. 
 
 INFO TO GO - Darmsanierung beim Pferd 
 Der Pflanzenfresser Pferd ist ein sogenannter Dickdarmverdauer. Doch nur, wenn der Dickdarm optimal funktioniert – was bedeutet, dass sich seine Darmflora im Gleichgewicht befindet – kann er seine wichtigen Funktionen erfüllen und das Pferd bleibt gesund. 
 Kommt es zu Futterumstellungen oder steht über einen gewissen Zeitraum nur qualitativ minderwertiges Futter zur Verfügung, ist eine Darmsanierung ebenso sinnvoll wie zu Zeiten von Verdauungsproblemen. 
 Produkte, die die lebenswichtigen Mikroorganismen enthalten, unterstützen das Gleichgewicht der Darmflora und helfen dem Pferd, sich schnell wieder wohl zu fühlen. Bei gesunden Pferden tragen sie bereits prophylaktisch dazu bei, die natürliche Darmflora zu stabilisieren. 
 
   Was ist bei einer Darmsanierung zu tun?   
 Während einer Darmsanierung gibt man Futterzusätze, die eine positive Wirkung auf die Darmschleimhaut und die Darmflora haben. Sie können dabei helfen, das empfindliche Gleichgewicht im Pferdedarm wieder herzustellen. 
 Um der Dysbiose im Darm entgegen zu wirken, kommen vor allem Pro- und Präbiotika zum Einsatz. Bei den Probiotika handelt es sich um lebende Mikroorganismen, die über das Futter in den Darm gelangen und sich dort ansiedeln sollen. Beim Pferd hat sich hier der Einsatz spezieller Hefen bewährt. Präbiotika hingegen sind Nährstoffe, die Nahrungsgrundlage der erwünschten Mikroorganismen darstellen. Dazu gehören unter anderem bestimmte Hefezellwandextrakte und auch Inulin, das in Topinambur enthalten ist, oder Pektin aus Karotte und Apfel. 
 Die Darmschleimhaut profitiert von Schleim- und Quellstoffen, die in Leinsamen oder Flohsamenschalen enthalten sind. Aber auch Kräuter wie Kamille, Fenchel, Löwenzahn oder Bockshornklee haben einen positiven Einfluss auf den Darm, indem sie beruhigend wirken und die Verdauung regulieren. 
 Sinnvoll ist auch die zusätzliche Gabe von B-Vitaminen. Ein Pferd mit einer gesunden Darmflora kann seinen Bedarf an B-Vitaminen über die Mikroorganismen im Dickdarm decken, die diese essenziellen Nährstoffe herstellen. Ist der Darm aber aus dem Gleichgewicht geraten, ist es sinnvoll gezielt Vitamine aus dem B-Komplex zuzufüttern.   
   Die richtigen Haltungsbedingungen und die korrekte Fütterung bei einer Darmsanierung des Pferdes - MASTERHORSE Expertentipp.   
 So wichtig eine Darmsanierung bei Problemen sein kann, sollte man dennoch eines nie vergessen: Zu aller erst sollte man die Fütterung seines Pferdes immer auf mögliche Mängel überprüfen, wenn es zu Verdauungsproblemen kommt. Auch die beste Darmsanierung kann nur dann helfen, wenn das Pferd eine auf den Dickdarmverdauer abgestimmte Ration zu fressen bekommt. 
 Steht dem Pferd ausreichend Heu in guter Qualität zur Verfügung? Sind die Fresspausen nicht zu lang? Bekommt es ein auf den Bedarf abgestimmtes, geeignetes Kraftfutter? Hafer ist hier das Mittel der Wahl: Anders als bei Mais oder Gerste liegt die Stärke hier in einer Form vor, die das Pferd gut bereits im Dünndarm verdauen kann (bis zu 95 Prozent). Möchte man dennoch lieber auf Gerste oder Mais zurückgreifen, sollten unbedingt aufgeschlossene Produkte verfüttert werden. Das entlastet den Dickdarm. Hier haben sich zum Beispiel   MASTERHORSE NATUR-GERSTENFLOCKEN   bewährt, deren Stärke dem Pferd in aufgeschlossener Form als Energiequelle zur Verfügung steht. 
 Zur gezielten Darmsanierung haben wir speziell auf Verdauungsprobleme abgestimmte Produkte entwickelt, die dem Pferd und seinen Darmbewohnern helfen, wieder ins Gleichgewicht zu kommen. 
   MASTERHORSE DARMBALANCE   enthält neben präbiotisch wirkenden Topinambur und Karotte auch verdauungsberuhigende Kräuter sowie schleimstoffhaltige Leinsamen. Außerdem ist ihm Johannisbrot zugesetzt, das reich an Ballaststoffen ist. Diese Inhaltsstoffe unterstützen den Darm, indem sie überschüssiges Wasser und Giftstoffe binden. 
   MASTERHORSE DARMPERFEKT   enthält außerdem probiotische Lebendhefen und Bierhefe sowie Vitamine aus dem B-Komplex. Auch das enthaltene Magnesium und Tryptophan können den gereizten Darm beruhigen, indem sie auf das Nervensystem des Pferdedarms Einfluss nehmen. Diese Produktformeln helfen dem Pferd, sich schnell wieder wohl zu fühlen und bieten den für das Pferd lebenswichtigen Mikroorganismen eine gute Nahrungsgrundlage. 
 Auch bei gesunden Pferden trägt eine kurweise Gabe dazu bei, die natürliche Darmflora zu stabilisieren. Das beugt Problemen effektiv vor und kann dem Pferd so dabei helfen, Fütterungsumstellungen besser zu verkraften. Auch die Leistungsfähigkeit ist bei Pferden mit einem gesunden Darm besser, da Verdauungsprobleme unangenehm oder sogar schmerzhaft sein können und die Lebensqualität des Pferdes einschränken. 
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            <title type="text">Sandkolik bei Pferden</title>
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                                            Sandkolik - eine Art von Verdauungsstörung beim Pferd. 
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                 Pferdehaltung wird immer tiergerechter. Viel frische Luft und ausgedehnte Flächen, auf denen sich unsere Vierbeiner frei bewegen können, bieten für die Pferdegesundheit viele Vorteile und sind sehr zu befürworten. Doch wie immer im Leben hat auch diese Entwicklung in der Pferdewelt eine Kehrseite der Medaille, die Pferdehalter kennen sollten. Sandkoliken stellen in manchen Regionen ein zunehmendes Problem für Pferde dar. Lesen Sie in diesem MASTERHORSE-Expertentipp, wie es zu der Verdauungsstörung kommt und wie man ihr effektiv vorbeugt. 
 Eine Sandkolik entsteht, wie ihr Name schon sagt, durch Sand- oder Erdablagerungen im Darm. Größere Mengen Sand können sich im Blinddarm oder Grimmdarm des Pferdes anreichern und so die Verdauungstätigkeit behindern. Durch das Gewicht des Sandes werden die Bewegungen des Darms eingeschränkt oder kommen sogar vollständig zum Erliegen. Dadurch kann der Darm seiner Aufgabe, den Futterbrei weiter zu transportieren, nicht mehr nachkommen. Es kommt zu einer Eindickung und Verhärtung des Darminhalts, der so zu einem mechanischen Hindernis wird. 
 Die Verstopfung verursacht schmerzhafte Verkrampfungen der Darmmuskulatur. Außerdem können die scharfkantigen Sandkörner und der feste Darminhalt die empfindliche Darmschleimhaut zusätzlich reizen. Das verstärkt die Schmerzen des Pferdes. Deshalb zeigen Pferde mit großen Sandablagerungen im Darm häufig wiederkehrende Koliken. Risikofaktoren in der Haltung können Hinweise auf den möglichen Übeltäter geben. Um die Diagnose zu sichern, kann der Tierarzt den Kot betroffener Pferde zum Beispiel in einem Handschuh aufschwemmen. Vorhandener Sand setzt sich dabei in den Fingerausstülpungen ab. 
   Wie kommt es zu einer Sandkolik beim Pferd?   
 Nicht jedes Pferd, das viel Zeit auf sandigen Untergründen verbringt, hat Probleme mit Sandablagerungen im Darm. Die Haltung und vor allem die Fütterung auf sandigem Boden stellen aber Risikofaktoren und damit die Ursachen für die Entstehung von Sandkoliken dar. So treten die Verdauungsstörungen in Regionen mit sandigen Böden häufiger auf. Besonders in Mecklenburg-Vorpommern, Schleswig-Holstein und Brandenburg stellen Tierärzte die Diagnose „Sandkolik“ verhältnismäßig oft. 
 Auf abgefressenen Weiden besteht die Gefahr, dass Pferde aus Hunger oder Langeweile an sehr kurzen Grasbüscheln knabbern und dabei große Mengen Sand oder Erdreich aufnehmen. Das gleiche gilt unabhängig von der Region für die Heufütterung in aufgesandeten Paddocks. Manche Pferde können auch größere Mengen Sand mit dem Futter aufnehmen und diesen problemlos ausscheiden. Bei anderen Pferden lagert sich jedoch der Sand im Verdauungskanal ab und schränkt die Darmtätigkeit ein. Neben den Risikofaktoren in der Haltung spielt also auch die individuelle Empfindlichkeit des Pferdes eine Rolle bei der Entstehung von Sandkoliken. 
   Anzeichen einer Sandkolik beim Pferd   
 Die Symptome einer Sandkolik gleichen den Anzeichen anderer Kolikformen. Betroffene Pferde leiden unter Schmerzen und sind deshalb unruhig. Häufig kann man einen angespannten Bauch mit aufgezogenem Rücken erkennen. Kolikende Pferde zeigen manchmal außerdem einen nach hinten „horchenden“ Blick oder drehen den Kopf immer wieder zur schmerzenden Bauchseite. Sie können auch mit den Beinen gegen den Bauch schlagen oder werfen sich bei stärkeren Schmerzen immer wieder hin, um sich zu wälzen. 
 Der Appetit ist ihnen meistens gänzlich vergangen, manche Pferde versuchen jedoch trotz der Schmerzen etwas zu fressen. Bei Koliken durch Sandablagerungen zeigen sich in der Regel wiederkehrende, eher leichte Koliksymptome mit schmerzfreien Phasen. Die Darmmotorik ist durch den Sand zwar immer wieder gestört, kommt aber nicht gänzlich zum Erliegen. 
 Erst wenn sich große Mengen Sand oder Erde im Dickdarm ansammeln, entwickeln sich auch schwere Koliken, deren Behandlung einen Klinikaufenthalt mit Kolikoperation erfordern kann. Damit es nicht so weit kommt, sollte jeder Pferdebesitzer die Risikofaktoren für Sandkoliken sowie ihre Symptome kennen und der Erkrankung sinnvoll vorbeugen. 
   Behandlung einer Sandkolik beim Pferd - was tun?    
 Wie bei allen Koliken sollte ein Pferd mit Sandkolik mit schmerzstillenden Medikamenten behandelt werden. Das schafft dem schmerzgeplagten Pferd nicht nur Erleichterung, sondern hilft auch die Bauchkrämpfe zu lindern und trägt dazu bei, dass sich die Darmtätigkeit des Pferdes wieder normalisiert. Da Sand und Futterbrei im Dickdarm ein Hindernis darstellen, gilt es außerdem den Darminhalt aufzulockern. Hierfür geben viele Tierärzte Paraffinöl und/oder Glaubersalz (Natriumsulfat) über eine Nasenschlundsonde in den Magen des Pferdes ein. Beide fungieren als Abführmittel und machen den Darminhalt weicher und gleitfähiger. 
 Besonders gut bewährt haben sich bei Sandkoliken außerdem Flohsamenschalen. Sie sind sehr quellfähig, binden viel Wasser und wirken ebenfalls abführend. Sie bieten den Vorteil, dass sie den Sand im Futter binden und so die Ausscheidung erleichtern können. 
 Finnische Tierärzte haben 2016 nachgewiesen, dass Flohsamenschalen bei Sandkoliken dann am wirksamsten sind, wenn man sie betroffenen Pferden stationär in der Klinik über drei bis sieben Tage mithilfe einer Nasenschlundsonde in Kombination mit Bittersalz (Magnesiumsulfat) eingibt. Mehr als die Hälfte der Pferde in der Studie konnten durch diese Behandlung einen Großteil des Sandes innerhalb von acht Tagen über den Kot ausscheiden. In sehr weit fortgeschrittenen Fällen mit großen Mengen Sand im Dickdarm kann manchmal jedoch nur noch eine rettende Operation mit Entfernung des Sandes Abhilfe verschaffen. 
 
 INFO TO GO - Sandkolik beim Pferd 
 Sandkoliken treten vor allem in Gebieten mit sandigen Böden auf. Aber auch die Fütterung in aufgesandeten Paddocks stellt einen Risikofaktor dar. 
 Aufgenommener Sand reizt die empfindliche Darmschleimhaut. Lagert er sich im Dickdarm ab, behindert er die Darmtätigkeit und es kann zu Koliken kommen. 
 Flohsamenschalen haben ein hohes Quellvermögen und wirken leicht abführend. Sie haben sich bei der Behandlung von Sandkoliken bewährt und können die Fütterung zur Vorbeugung kurweise sinnvoll ergänzen. 
 
   Wie beugt man einer Sandkolik bei Pferden vor?    
 Die sicherste Art einer Sandkolik vorzubeugen ist Pferde nicht auf sandigen Flächen zu halten und vor allem nicht auf Sandboden zu füttern. In manchen Regionen ist das mit einer pferdegerechten Haltung jedoch kaum zu vereinbaren. Pferde aufgrund einer möglichen Kolikgefahr ausschließlich im Stall zu belassen, ist weder tiergerecht noch zielführend, da auch die reine Stallhaltung das Auftreten von Verdauungsstörungen durch Bewegungsmangel begünstigen kann. 
 Ist der Sandboden allgegenwärtig, sollte man einige Dinge beachten, um zu verhindern, dass das Pferd größere Mengen Erdboden aufnimmt. Das Wechseln abgegraster Weiden sollte immer rechtzeitig erfolgen, damit die Pferde beim Knabbern an kurzen Grasbüscheln kein mit Erdreich verschmutztes Wurzelmaterial aufnehmen. Heu sollte in Raufen ohne sandigen Boden oder in befestigten Unterständen zur Verfügung stehen. 
 Lange Fresspausen gilt es zu vermeiden, da hungrige Pferde häufig an Zäunen entlang bereits sehr kurz gefressenes Gras weiter abzupfen und so Erde und Sand aufnehmen. Flohsamenschalen eignen sich nicht nur zur Therapie von Sandkoliken sondern haben sich auch bei ihrer Vorbeugung bewährt. Die Zugabe zum Futter erfolgt hier kurweise für ungefähr 30 Tage. 
   Die richtige Fütterung bei Sandkolik - MASTERHORSE-Expertentipp    
 Leidet Ihr Pferd unter den Symptomen wiederkehrender Sandkoliken, sollten Sie als Pferdebesitzer das weitere Vorgehen immer zuerst mit einem Tierarzt besprechen und sich an seinen Therapieplan halten. Damit sich das Pferd nach einer überstandenen Sandkolik vollständig regenerieren kann und um Magen-Darm-Störungen effektiv vorzubeugen, empfiehlt es sich, die Fütterung des betroffenen Pferdes zu optimieren. 
 Wie bereits erwähnt, sollte die Fütterung nicht auf sandigen Untergründen erfolgen. Gepflasterte Futterplätze und befestigte Raufen können dabei helfen, die Sandaufnahme während des Fressens zu minimieren. 
 Um eine reibungslose Darmmotorik zu unterstützen, ist es außerdem unerlässlich, dass dem Pferd ausreichend Heu zur Verfügung steht. Mindestens 1,5 kg Heu pro 100 kg Körpergewicht sind ein guter Richtwert, wenn über die Weide nicht mehr viel Gras aufgenommen werden kann. 
   MASTERHORSE FLOHSAMEN   besteht zu 100% aus indischen Flohsamenschalen, die sich zur Vorbeugung von Sandkoliken in der Fütterung bewährt haben. Gegenüber ganzen Flohsamen bieten sie den Vorteil, dass sie quellfähiger sind und so den Sand besser binden. Die enthaltenen Schleimstoffe schützen die Darmschleimhaut außerdem vor mechanischen Reizen und machen den Darminhalt gleitfähig. 
 Eine kurweise Fütterung von   MASTERHORSE FLOHSAMEN   über 30 Tage verhindert so, dass sich größere Mengen Sand im Darm des Pferdes ablagern und trägt damit auch zur Darmgesundheit bei. Die Fütterung der reinen Flohsamenschalen sollte immer in eingeweichter Form erfolgen. In der Fütterung eigentlich selbstverständlich, aber nach der Gabe von Flohsamenschalen besonders wichtig: Das Pferd muss ausreichend Wasser zur freien Verfügung haben, da die Schalen große Mengen Flüssigkeit binden können. 
 Um bei empfindlichen Pferden die Darmtätigkeit zu unterstützen, ist die dauerhafte Fütterung von   MASTERHORSE DARMBALANCE   sinnvoll. Es enthält eine wertvolle Mischung aus Kräutern und darmaktiven Substanzen, die die Verdauungstätigkeit regulieren und eine gesunde Darmflora unterstützen. 
    
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                            <updated>2017-09-23T00:00:00+02:00</updated>
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            <title type="text">Kotwasser beim Pferd</title>
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                                            Kotwasser - mal tröpfelt es nur, mal spritzt ein ganzer Schwall raus. Wie kann man helfen? 
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                   Kotwasser beim Pferd – harmlos oder eine schwerwiegende Krankheit?   
 Wenn`s mal läuft, dann läuft`s – „dem  Kotwasser  den Hahn zuzudrehen“, beschreibt einen Wunsch, den viele Pferdebesitzer haben. Ein Wunsch, der sich nicht immer und wenn, dann meist erst nach langer Zeit, erfüllt. Eine überraschend hohe Zahl an Pferden ist mittlerweile betroffen und leider hat noch niemand das Allheilmittel dagegen gefunden. Der Grund dafür: Es gibt schlichtweg zu viele mögliche Ursachen für die vor sich hin sickernde, braune Brühe. Und Besitzer von betroffenen Pferden haben die leidige Aufgabe, diese in oft mühevoller Beobachtungsarbeit herauszufinden – am besten möglichst schnell. 
 Doch zunächst erscheint das Problem in vielen Fällen gar nicht so schlimm, denn die Pferdeäpfel haben die gewünschte Konsistenz, von Durchfall keine Spur. Nur vor und nach dem Kotabsetzen scheidet das Pferd ein paar Tröpfchen unangenehm riechende, bräunliche Flüssigkeit aus. Im Laufe der Zeit werden aus dem kleinen Rinnsal aber kleine Bäche, die an der Innenseite der Hinterbeine entlanglaufen und das Fell unansehnlich verkleben. Und im schlimmsten Fall wird aus dem Bach ein richtiger Schwall. Das ist zum einen natürlich ein ästhetischer, sehr ärgerlicher Faktor für den Besitzer, der sein Pferd nahezu täglich waschen darf – zumal das Kotwasser die Haut unangenehm reizen und auch zu offenen Stellen führen kann. Zum anderen stellt sich natürlich die Frage, was sich denn genau hinter dem Ausscheiden des Kotwassers verbirgt: etwas Harmloses oder gar eine schwerwiegende Erkrankung? 
  Ursachen für Kotwasser beim Pferd  
 Noch sind die Abläufe im Darm von Kotwasserpferden nicht komplett geklärt. Irgendetwas scheint auf jeden Fall die Darmflora zu stören, denn normalerweise wird dem Nahrungsbrei im Dickdarm die Flüssigkeit weitestgehend entzogen. Bereits geringste Störungen in diesem Ablauf können die Konsistenz des Pferdekots drastisch verändern. 
  Aber was sind die Ursachen für Kotwasser beim Pferd?  
 Störfaktoren oder Ursachen gibt es einige: 
 
 
 Habe ich die für mein Pferd optimale Haltungsform ausgewählt? 
 
 
 Welche Qualität hat das Futter? 
 
 
 Wie und wie häufig wird mein Pferd gefüttert? 
 
 
 Psychische Belastung / sozialer Stress 
 
 
 Verschiebung der Darmflora 
 
 
 Fütterung von Heulage / Heu aus dem zweiten Schnitt 
 
 
 Alleine die Antworten auf diese Fragen können viel verraten. Kommt man als Pferdebesitzer damit allerdings nicht zum gewünschten Ergebnis, sollte der Tierarzt mit einbezogen werden. 
 Eine Studie hat ergeben … 
 Die „Feldstudie zu Risikofaktoren für den Absatz von freiem Kotwasser beim Freizeitpferd“, eingereicht von Carolin Zehndner (2009), gibt ein bisschen mehr Einblick in die Ursachen von Kotwasser. Ein standardisierter Fragebogen mit Fragen zu den äußeren Merkmalen der Pferde, zur Haltung, zur Arbeit, zur Fütterung, zum allgemeinen Gesundheitsstatus sowie zum Absatz von freiem Kotwasser wurde von 42 Pferdebesitzern, deren Tiere unter Kotwasser litten, ausgefüllt. Diese führten zu den folgenden Ergebnissen: 
 Es war schnell auffällig, dass ein Großteil der betroffenen Pferde einen niedrigen Rang innerhalb der sozialen Hierarchie aufwies. Die Beobachtung ergab darüber hinaus, dass die Pferde durchschnittlich bereits seit 57 Monaten an dieser Problematik litten. Genauer gesagt gab es Kandidaten, die dieses Symptom erst seit zwei Wochen zeigte, andere aber dafür bereits zehn Jahre. Bei der Hälfte der beobachteten Tiere ließ die Problematik zu keinem Zeitpunkt nach, ein Drittel zeigte das Symptom ausschließlich im Winter, bei 10% nur dann, wenn sie im Frühjahr auf die Weide kamen. In vielen Fällen ( 69 % ) wurden zahlreiche Therapieversuche, wie z.B. Veränderung der Fütterung oder Anwendung von Futterzusatzstoffen, unternommen, was mäßigen bis gar keinen Erfolg hatte. 
 Um noch tiefer in die Ursachenforschung einzusteigen, wurde dann auch das Futter unter die Lupe genommen. Sämtliche Tiere hatten über das ganze Jahr über Zugang zu Raufutter und bekamen bis zu 4 kg Kraftfutter am Tag. Die meisten KWP-Pferde kamen zumindest während der Sommermonate auf die Weide. Nur 7,3 % bekamen Silage oder Heulage. Zwei Drittel der Kotwasser-Pferde wurden mit Stroh eingestreut. Dazu wurden Faktoren wie Über- oder Untergewicht, die Zahngesundheit, der Entwurmungsstatus, die Kolikanfälligkeit sowie die Farbe und die Rasse der Pferde untersucht. In Hinblick auf eben diese waren die Pferde aber gut versorgt und unauffällig. 
   Haltungsbedingungen des Pferdes prüfen   
 Ist das Pferd – abgesehen vom Kotwasser – gesund, sollte sich der Pferdebesitzer die Zeit nehmen, sein Tier über einen längeren Zeitraum zu verschiedenen Tageszeiten in unterschiedlichen Lebenssituationen zu beobachten. Sehr häufig liegt die Ursache in der für das betroffene Pferd problematischen oder falschen Haltung, was dieses in derartigen Stress versetzt, der das Entstehen von Kotwasser bewirkt. Denn Stress jeder Art verringert die Durchblutung der Darmschleimhaut und verlangsamt die Darmtätigkeit. 
 Eine Studie an der tierärztlichen Hochschule München hat ergeben, dass vor allem Pferde in Herdenhaltung häufig an Kotwasser leiden. Hierbei wird wahrscheinlich jeder sofort an die rangniederen Tiere denken, die von den anderen gepiesackt werden, seltener an die Futterstelle oder an die Tränke dürfen. Erst beim zweiten Nachdenken erscheint es logisch, dass auch die Ranghöheren im Stress sein könnten, denn sie haben jeden Tag aufs Neue den Drang, ihre Position in der Herde zu verteidigen – auch das bringt Stress und somit eventuell Kotwasser mit sich. 
   Unzureichende Pferdefutterqualität   
 Die falsche Fütterung kann ein möglicher Grund für Kotwasser sein. Auch übermäßig verschmutztes Futter wie Rüben direkt vom Acker können sich negativ auf die Darmflora auswirken. Hochgradig mit schädlichen Bakterien, Hefen, Pilzen oder Milben befallenes Heu führt ebenso schnell zu Fehlgärungen im Darm wie eine extreme, nicht der Arbeit entsprechende Fütterung. Ein heikles Thema ist außerdem die Fütterung von Silage, die generell schon nicht jedes Pferd verträgt. Kommt sie als Futtermittel in Frage, sollte der Tierbesitzer im Kotwasser-Fall zum einen die Qualität der Konservierung und zum anderen den pH-Wert untersuchen lassen. 
   Fütterungspraxis   
 Für empfindliche Pferde spielt auch die Fütterungspraxis eine große Rolle: Eine Futterration verteilt auf mehrere kleine Portionen am Tag entlastet den Darm auf jeden Fall. In Gruppenhaltungen bei gemeinsamer Fütterung sollte Stress beim Fressen generell ausgeschlossen werden. Eine Verteilung des Futters an mehrere Stellen, beispielsweise in Heunetzen, empfiehlt sich, da so auch hastiges Schlingen vermieden werden kann. Zudem sollte der Zugang zu Salz- und Mineral-Lecksteinen sowie zu frischem Wasser immer gewährleistet sein. 
  Achtung : Häufig spielen auch mehrere Ursachen zusammen und führen zur Entstehung von Kotwasser! Dann heißt es:  Durchfall und  Kotwasser beim Pferd  gehörten lange zu den unangenehmen und sehr oft nahezu unlösbaren Problemen.  
   Tierärztliche Untersuchung   
 Hilft das alles nichts, ist es ratsam, den Tierarzt zu konsultieren. Mit einer eingehenden Untersuchung findet er entweder die klinische Ursache oder kann einige Faktoren schon von vorne herein ausschließen. 
 Sehr einfach ließe sich die Problematik lösen, wäre die Zahnkontrolle auffällig. Durch eine mangelhafte Kauleistung kann es zu Nachgärungen oder Blähungen im Darm kommen, die die Entstehung von Kotwasser begünstigen. Des Weiteren können beispielsweise ein Parasitenbefall, ein Magengeschwür, chronische Entzündungen oder eine Blinddarmverstopfung festgestellt oder ausgeschlossen, im besten Falle geheilt und somit als Ursache für die Entstehung von Kotwasser eliminiert werden. 
 
 INFO TO GO - Kotwasser bei Pferden 
 Neben einer Fütterung mit qualitativ hochwertigem Rau- und Kraftfutter sollte der Pferdebesitzer immer auch auf ein stressfreies Umfeld für sein Pferd achten. 
 Keine zu schnelle Umstellung der Futterrationen. Geben Sie Ihrem Pferd vier bis fünf Tage Zeit, um sich Schritt für Schritt daran zu gewöhnen. 
 Passende Ergänzungsfuttermittel können helfen, das Kotwasser-Problem zu lösen beziehungsweise der Entstehung vorzubeugen. 
 
   Kotwasser richtig behandeln   
 Wie bereits erwähnt, existiert bislang kein ultimativ wirksames Mittel gegen Kotwasser. Es mag in manchen Fällen vielleicht lange dauern, aber ohne die exakte Bestimmung der Ursache wird man Kotwasser nicht richtig behandeln können. 
 Bis sich die Ursache für Kotwasser gefunden hat, empfiehlt sich auf jeden Fall die Gabe von Flohsamenschalen. Darin befindet sich ein hoher Prozentsatz an unverdaulichen Schleimstoffen, die sich regulierend auf die Darmtätigkeit auswirken. Sie besitzen im Vergleich zu den ganzen Flohsamen das Vierfache an Quellfähigkeit und können etwa das 40-fache ihres Gewichtes an Wasser binden. Dadurch entsteht beim Quellen der Flohsamenschalen mit Wasser ein stabiles Gel, welches die Fähigkeit besitzt, die Darmbewegung beim Pferd anzuregen. Bei der Passage des Verdauungstraktes haben gequollene Flohsamenschalen durch ihre gelartige Struktur die Fähigkeit, Sand und Schmutz im Darm zu binden und mit dem Kot abzutransportieren. 
   Kotwasser vorbeugen – vor allem im Herbst   
 Kotwasser ist ein Problem, dass Pferde und ihre Besitzer das ganze Jahr über heftig plagen kann. Doch wie kann man als Pferdebesitzer Kotwasser bei seinem Pferd vorbeugen?  Generell gilt:  Eine bedarfsgerechte und qualitativ hochwertige Fütterung ist auf jeden Fall ein wichtiger Faktor, um bei einem gesunden Pferd gegen Kotwasser vorzubeugen. Diese beinhaltet eine der Arbeit angepassten Kraftfutterration. Dazu kommt eine ausreichend große Portion Heu bester Qualität. Beides klingt logisch und auf den ersten Blick einfach. Doch bei empfindlichen Pferden kann das schon die erste Hürde bedeuten: Nicht alle Pferde vertragen so viele Kohlehydrate, wie sie das Kraftfutter enthält, auf einmal. Diese können nämlich schnell zu einer Übersäuerung des Stoffwechsels und somit zu unerwünschten Gärungen im Darm führen. Hier empfiehlt es sich, die Ration auf mehrere Portionen über den Tag aufzuteilen. Und auch die Heuqualität lässt heutzutage oft zu wünschen übrig. Doch hier kann beispielsweise durch hochwertiges Haferstroh oder Heucobs nachgeholfen werden. Aber auch gerade in der bevorstehenden Herbst- und Winterzeit leider viele Pferde plötzlich unter heftigem Kotwasser. Der Grund hierfür kann einfach sein: Das Leben auf der Weide ist für die Pferde weitestgehend stressfrei. Sie können sich den ganzen Tag auf einer großen Fläche aufhalten, bewegen sich viel und können entstehenden Stress kurzer Hand mit ein paar Galoppbahnen oder hübschen „Bucklern“ abbauen. Dazu haben sie auch schlichtweg genügend Platz, sich ihren eigenen Raum zu schaffen und unliebsamen Gefährten aus dem Weg zu gehen. Im Herbst schließen meist die großen Koppeln, die Pferde leben nun wieder auf engerem Raum in Offenställen oder in Boxenhaltung. Das bedeutet für viele schon enormen Stress, es herrscht regelrechter „Kotwasser-Alarm“. Für die Pferdebesitzer wiederum heißt das, sich im Vorfeld Gedanken zu machen, wie sie dafür sorgen können, ihren Vierbeinern die Wintermonate so stressfrei wie möglich zu gestalten. Verträgliche Nachbarn in ausreichend großen, gut eingestreuten Boxen, ausreichend Bewegung durch Arbeit auch ohne Koppel und den Winterausläufen angepasste Gruppengrößen in einer konfliktfreien Zusammenstellung beugen unnötigem Stress und somit auch dem unliebsamen Kotwasser optimal vor. 
  Unterschied Kotwasser und Durchfall  
 Noch einmal kurz zur Erinnerung: Kotwasser und Durchfall sind zwei unterschiedliche Paar Stiefel. Bei dem Wort Durchfall handelt es sich um die Bezeichnungen für das eigentliche Symptom einer Erkrankung. Grundsätzlich ist bei Durchfall die Kotkonsistenz verändert. Die Pferdeäpfel sind nicht mehr geformt. Der Wassergehalt im Kot ist stark erhöht und daher der Trockensubstanzgehalt erniedrigt. Die Pferdeäpfel sind ungeformt und werden kontinuierlich abgesetzt. Im Unterschied zum Durchfall wird der Begriff Kotwasser verwendet, wenn die Pferde ganz normal geformte Pferdeäpfel absetzen und unabhängig vom Kotabsetzen zusätzlich freies Wasser im Strahl abgeben. 
   Die richtige Fütterung und Nährstoffversorgung gegen Kotwasser – MASTERHORSE-Expertentipp   
 Leidet ein Pferd unter Kotwasser, richten willkürliche Futterexperimente oft mehr Schaden an, als dass sie den gewünschten Nutzen bringen. Wie erwähnt kann die Fütterung von   Flohsamenschalen   sowohl vorbeugend als auch unterstützend wirken. Liegt die Ursache für das Kotwasser in einer Besiedelung des Darms mit unerwünschten Keimen, hilft der   LeibWächter   aus der   Stallmeister-Serie  , um diese zu verdrängen und eine physiologische Darmflora wiederherzustellen. Darüber hinaus sind zum Beispiel die Spurenelemente  Zink ,  Mangan  und  Kupfer  maßgeblich am Aufbau der Darmflora beteiligt. Eine ausgewogene Mischung aus wertvollen   Kräutern   und nährstoffreichen Komponenten wie im   MASTERHORSE DARMBALANCE   sorgt für eine geregelte Verdauung beim Pferd. 
 Bei leichten Fällen von Kotwasser kann diese Futterergänzung bereits wertvolle Dienste leisten. Eine beruhigende Kräutermischung mit z.B. präbiotischem  Topinambur , gerbstoff- und tanninreichem  Johannisbrot , pektinreichen  Karotten  sowie schleimstoffhaltigem  Leinsamen  reguliert die gesamte Verdauung und verbesset die Darmschleimhaut. Andere Kräuter wie z.B.   Salbei  ,   Eibisch   oder die   Süßholzwurzel   enthalten hochwertige Schleimstoffe, die insbesondere den angegriffenen oder entzündeten Verdauungstakt beruhigen. Besonders bei stärkerem sowie lang anhaltendem Kotwasser empfiehlt sich die Gabe von   MASTERHORSE DARM-PERFEKT  . 
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            <title type="text">Magendasseln beim Pferd</title>
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                                            November und Dezember sind die Monate für die Herbst-Winter-Wurmkur
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                    Magendasseln beim Pferd – rechtzeitig entwurmen und Schäden vorbeugen    
 November und Dezember sind die Monate für die Herbst-Winter-Wurmkur beim Pferd, in der u.a. gegen  Magendasseln  entwurmt wird. Vor allem bei Pferden, die im Spätsommer und Herbst viel auf der Weide sind, kann der Befall mit den  Larven der Dasselfliege  relativ hoch sein. Mit der passenden  Wurmkur  für Pferde zur richtigen Zeit kann das Problem jedoch schnell behoben werden. 
   So gelangen Magendasseln ins Pferd   
 Die  Magendasseln , auch  Magenbremsen  genannt, gehören zur Gattung der  Dasselfliegen . Bei Pferden und Rindern tritt überwiegend die Art Gasterophilus intestinalis auf. Die Dasselfliegen sind vor allem im Juli und August aktiv, in warmen Jahren sogar bis in den September hinein. Nach der Paarung legen die Weibchen mit einem Legerüssel kleine, gelbe Eier im Fell des Pferdes ab. Besonders beliebte Ablageorte sind die Vorderbeine, Bauch und Brust sowie der Bereich um die Maulhöhle. Die Larven der Dasselfliege schlüpfen nach etwa einer Woche und wandern in Richtung Maulhöhle. Leckt oder kratzt sich das Pferd an einer dieser Stellen, so gelangen die Larven ins Maul und anschließend in den Magen des Pferdes. Dort saugen sie sich vor allem im Bereich des Mageneingangs an der Magenschleimhaut fest. Nach einigen Monaten erreichen die Larven der Magendasseln eine Größe von etwa 2 cm, werden mit dem Kot ausgeschieden (in der Regel im Frühjahr) und verpuppen sich im Boden. Nach einer Puppenruhe über drei bis acht Wochen schlüpft die erwachsene Dasselfliege und der Zyklus beginnt von neuem. 
   Welche Schäden richten Magendasseln an?   
 Haben sich nur wenige Dassellarven im Magen des Pferdes eingenistet, so sind die Schäden in der Regel gering und auf eine  leichte Magenschleimhautreizung  beschränkt. Ein starker Befall führt jedoch zu  schweren Entzündungen der Magenschleimhaut . Das Pferd ist matt und lustlos, neigt zu Verdauungsstörungen sowie Blutarmut. In Extremfällen wurden bis zu 1000 Larven in einem Magen gefunden. Solch ein Befall führt zu gravierenden Schäden der Magenschleimhaut.  Des Weiteren gelten die Larven der Magendasseln als Mitverursacher von Magengeschwüren. 
   Symptome und Diagnose beim Befall mit Magendasseln beim Pferd   
 Die Symptome ähneln denen eines herkömmlichen Wurmbefalls oder von Magengeschwüren. Das Pferd ist lustlos und nicht mehr so leistungsfähig, es verliert an Gewicht und Muskulatur, neigt zu leichten Koliken, frisst das Kraftfutter nicht an einem Stück auf und hat ein stumpfes Fell.  Eine sichere Diagnose und die Beurteilung über das Ausmaß des Befalls mit Magendasseln sind nur über eine Gastroskopie möglich. Sieht man im Sommer viele gelbe Eier auf dem Fell des Pferdes oder gar Larven auf der Wanderung in Richtung Maul, so ist mit einem vermehrten Befall zu rechnen. 
   Wann entwurmen? – So wird man die Parasiten wieder los   
 Die einzige wirkungsvolle Therapie gegen die Larven im Magen ist eine  Wurmkur  für Pferde mit  Ivermectin oder ähnlichen Wirkstoffen . Der Nikolaustag galt viele Jahre lang als Stichtag für die Winter-Entwurmung. In den letzten Jahren tendiert man jedoch zu einem früheren Entwurmungstermin zwischen Ende Oktober und Mitte November. Bis dahin sind die letzten Larven im Magen angekommen, konnten aber noch keinen großen Schaden anrichten. Zur Sicherheit kann es sinnvoll sein, im Januar eine zweite Entwurmung beim Pferd durchzuführen, um auch die letzten Magendasseln zu entfernen. 
 Das Prinzip der  selektiven Entwurmung  wird von immer mehr Pferdehaltern angewendet und funktioniert bei Wurmarten wie etwa Strongyliden (z.B. große und kleine Palisadenwürmer, Zwergfadenwürmer) recht gut. Ob ein Pferd Magendasseln hat bzw. wie stark der Befall ist, lässt sich allerdings nicht mit Hilfe einer Kotprobe ermitteln. Hier sollten Tierhalter, die selektiv entwurmen, nicht auf die Herbst-Winter-Wurmkur verzichten! Eine 100 %ig wirksame Prophylaxe gibt es nicht. In der Literatur werden Waschungen mit Apfelessig sowie Abbürsten oder Abrasieren der Eier beschrieben. Leider führen diese Methoden nicht zu einem nennenswerten Erfolg. 
 
 INFO TO GO 
 Die Larven der Magendasseln besiedeln v.a. im Herbst den Magen des Pferdes. Sie können dort zu Magenschleimhautreizungen führen. 
 Die einzig effektive Methode, um diese Parasiten zu bekämpfen, ist eine Wurmkur. Diese Wurmkur sollte auch im Rahmen einer selektiven Entwurmung gegeben werden. 
 Nach der Wurmkur ist die Gabe von   MASTERHORSE MAGEN-PERFEKT   sinnvoll, um die Regeneration der Schleimhaut zu unterstützen. 
 
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  Expertentipp  Mit ihren Maulwerkzeugen beißen sich die Larven in der Magenschleimhaut fest und schädigen diese. Die Folge sind leichte Magenschleimhautreizungen oder auch Magengeschwüre. Daher empfehlen wir nach einer Wurmkur   MASTERHORSE MAGEN-PERFEKT   zu füttern und dadurch das Abheilen der Läsionen in der Magenschleimhaut zu unterstützen. Neben einem hohen Anteil wohltuender Schleimstoffe enthält   MAGEN-PERFEKT   größere Mengen an Pektinen sowie Antioxidanzien und Wirkstoffen, die die Regeneration der Schleimhaut unterstützen.  Wurmkuren sind zwar relativ verträglich für das Pferd; trotzdem ist es sinnvoll, die Entgiftung der Leber nach einer Wurmkur mit Heilpflanzen wie Mariendisteln und Artischocken zu unterstützen. Eine Kur mit   MASTERHORSE HEPADURE   über 40 Tage ist in der Regel ausreichend. 
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                            <updated>2015-11-29T12:00:00+01:00</updated>
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            <title type="text">Durchfall beim Pferd</title>
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                                            Der Verdauungstrakt der Pferde reagiert sehr sensibel auf Veränderungen mit Durchfall oder Blähungen ...
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                   Blähungen und Durchfall beim Pferd ernst nehmen!   
 Verdauungsstörungen bei Pferden haben häufig weitreichende Folgen für den Organismus. Durch die gestörte Nährstoffaufnahme aus dem Darminhalt können die Tiere schnell in eine Mangelsituation geraten. Zudem ist der Darm zentraler Bestandteil des Immunsystems und somit für die Krankheitsabwehr sehr wichtig. Um die Gefahr von Folgeerkrankungen so gering wie möglich zu halten, sollte bei Störungen im Verdauungstrakt sehr schnell reagiert werden. Ist die Darmflora erst einmal geschädigt, kann es viel Zeit und Mühe kosten, sie wieder ins Gleichgewicht zu bringen. 
   Dicke Luft - Blähungen beim Pferd   
 Immer wieder erreichen uns besorgte Anrufe ratsuchender Besitzer mit einem Pferd, dessen Bauch stark aufgebläht ist. Der häufigste Grund für solch einen  Blähbauch  sind vermehrt gebildete Gase im Darm. Dieses Symptom wird in der Fachsprache als Meteorismus bezeichnet. Allgemein wird er in zwei Kategorien unterteilt: 
  Primärer Meteorismus:  Dieser wird durch den Darminhalt selbst ausgelöst. Das Pferd hat Futtermittel aufgenommen, die im Dickdarm zu stark und zu schnell vergoren werden, was eine vermehrte Gasbildung zur Folge hat. 
  Sekundärer Meteorismus:  Hier treten die Blähungen als Folge anderer Störungen im Verdauungstrakt auf. Eine verminderte Darmbewegung zählt hier ebenso zu den Auslösern wie eine Schädigung der Darmflora des Pferdes&amp;nbsp;oder auch Parasitenbefall. 
 Um das Problem zu bekämpfen ist es zunächst wichtig, die Ursache für die Gasbildung herauszufinden. Kann die Aufnahme von verdorbenem oder ungeeignetem Futter als Auslöser ausgeschlossen werden, hilft eine  Kotuntersuchung , um einen Parasitenbefall oder eine Infektion auszuschließen. Hier sollte dann auf jeden Fall der Tierarzt hinzugezogen werden, der die weitere Behandlung übernimmt. Unterstützend helfen  Kräuter wie Fenchel oder Kamille  den Darm zu entlasten.      MASTERHORSE DARMBALANCE      liefert neben diesen  Kräutern  auch schleimstoffhaltigen  Leinsamen  sowie  präbiotisch wirkende Komponenten . Diese Kombination sorgt für eine geregelte Verdauung und hilft, leichtere Formen von Blähungen oder Durchfall zu bekämpfen. Ein dicker Bauch muss aber nicht zwangsläufig immer eine schlimme Verdauungsstörung als Grund haben. Die Ursache für den weithin bekannten  Heubauch  zum Beispiel ist in erster Linie die große Menge an Wasser, die das Heu im Darm bindet. Abhängig vom Gehalt an Ballaststoffen kann Heu während des Verdauungsprozesses im Dickdarm ein Vielfaches seines Gewichts an Wasser binden. Diese große Wassermenge führt zusammen mit den Gasen, die bei der Fermentation des Heus im Dickdarm gebildet werden, zu einer starken Füllung des Darms. Nach außen zeigt sich dies dann als dicker Heubauch. Auch Weidepferde haben nach einem  Weidetag  häufig einen  „dicken“ Bauch . Ursache hierfür ist ebenfalls Gas, das sich bei der Fermentation des Grases im Dickdarm bildet. Etwa zwei Stunden nachdem das Pferd angefangen hat zu grasen, erreicht das erste Gras den Darm. Nach etwa 7 bis 8 Stunden ist die Fermentation dann in vollem Gange und es werden große Mengen an Gas gebildet. Daher ist der  Grasbauch  auch am häufigsten in den Abendstunden zu beobachten. 
 
 INFO TO GO - Die Verdauung bei Pferden 
 Der Verdauungstrakt des Pferdes ist ein sehr sensibles Gebilde. Schon  kleinste Veränderungen  können zu  Verdauungsstörungen  führen. Art und Ursache der Verdauungsstörungen können sehr verschieden sein: 
  Vergorenes  oder zu schnell aufgenommenes  Futter  kann zu Blähungen führen. Sorgen Sie gerade beim Anweiden auf jungem Weidegras für zusätzlich strukturreiches Heu oder Stroh. 
 Nehmen Sie  Futterumstellungen  langsam vor, damit sich der Verdauungstrakt des Pferdes auf die neuen Bedingungen einstellen kann. 
 Achten Sie auf einwandfreie Qualität des Futters.  Schimmel , verdorbenes Futter oder  Giftpflanzen  im Heu oder auf der Weide lösen starke Verdauungsbeschwerden aus. 
 
   Durchfall beim Pferd   
 Eine weitere, ernst zu nehmende Störung des Pferde-Verdauungstraktes ist der  Durchfall . Diese Form des Stuhlgangs bedeutet einen häufigen Kotabsatz, der in Beschaffenheit und Menge vom normalen Kot des Pferdes abweicht. Auch hier sind die möglichen Ursachen breit gefächert und reichen von  Infektionen, Parasitenbefall, Aufnahme von Giftstoffen, Stress oder Medikamentengaben  bis hin zu  Fütterungsfehler n. 
   Fehler im Futtermanagement, häufig verantwortlich für Durchfall beim Pferd   
 Um die Darmflora und damit die Verdauung gesund zu erhalten sind einige Dinge bei der Fütterung zu beachten. Grundsätzlich sollte das Pferd immer genügend  rohfaserreiches Heu  von guter Qualität bekommen. Die Verdauung des Pferdes ist auf die Verwertung von faserreichem Futter spezialisiert und kann andere Komponenten wie Stärke, Fett oder Protein nur in Maßen verwerten. Zu große Mengen an Getreide oder Öl können die empfindliche Darmflora schädigen und so Durchfall auslösen. Als Faustregel gilt: mindestens  1,2 bis 1,5 kg Heu je 100 kg Körpergewicht  sollten die Basis der täglichen Futterration bilden. Ergänzt mit einem  bedarfsgerechten Mineralfutter  reicht das vielen Freizeitpferden oft schon aus. Je nach Leistungsabforderung wird der Mehrbedarf an Energie über Getreide oder Müslis abgedeckt. Bei sehr stark beanspruchten Pferden kann die große Menge an Energie oft nicht über Getreide gedeckt werden ohne den Stoffwechsel zu stark zu belasten. Hier kann nach einer schonenden Gewöhnungsphase auch Energie in Form von Pflanzenöl, am besten Leinöl, zugeführt werden. Die Kraftfutterration für ein Großpferd kann mit bis zu 200 ml Pflanzenöl je Mahlzeit ergänzt werden. Wichtig ist nur, dass die tägliche Dosis langsam auf diese Menge gesteigert wird. 
 Für die Fütterung gilt immer:  Raufutter vor Kraftfutter.  Der Abstand zwischen den beiden Fütterungen sollte 30 bis 60 Minuten betragen. Das Pferd kann mit dem Heu den ersten Hunger stillen und den Verdauungstrakt in Gang bringen. So wird vermieden, dass das hungrige Pferd das Kraftfutter zu schnell aufnimmt und der pH-Wert im Verdauungstrakt zu stark absinkt. 
 Ein weiterer Faktor, der für die Vermeidung von Verdauungsstörungen beim Pferd beachtet werden muss, sind  Futterumstellungen . Da die Darmflora nicht immer dieselbe Zusammensetzung hat, sondern sich der jeweiligen Rationsgestaltung anpasst, müssen Umstellungen des Futters langsam durchgeführt werden. Das gilt für das An- und Abweiden genauso wie für die Umstellung der Futterration. Hier ist nicht wie häufig vermutet das Kraftfutter das Hauptproblem, sondern viel mehr das Grundfutter. Das liegt nicht zuletzt an der großen Menge, die der Verdauungsapparat täglich zu verarbeiten hat. 
 Heu ist nicht gleich Heu. Große Unterschiede gibt es nicht nur zwischen den Partien von verschiedenen Wiesen sondern insbesondere zwischen Heu vom ersten und vom zweiten Schnitt. Entscheidend ist hier nicht der Schnitt an sich sondern der Schnittzeitpunkt. Dieser sollte beim Pferdeheu frühestens zum Ähren-/Rispenschieben erfolgen. Zu diesem Zeitpunkt ist der Gehalt an Rohfaser hoch genug, um den Bedürfnissen der Verdauung beim Pferd zu genügen. Beim ersten Aufwuchs ist ein Schnitt vor diesem Stadium in der Regel witterungsbedingt ohnehin nicht möglich. Daher ist Heu vom ersten Schnitt für Pferde gut geeignet. Nach dem ersten Schnitt wächst das Gras meist so gut und so schnell, dass bereits nach wenigen Wochen schon der zweite Schnitt erfolgen kann. Zwar ist die Pflanzenmasse zu diesem Zeitpunkt sehr hoch, die Pflanzen befinden sich dann allerdings noch in einem recht frühen Stadium des Wachstums. Das bedeutet, dass sie hohe Gehalte an Wasser und Proteinen haben aber niedrige Rohfasergehalte, was sie für die Pferdefütterung eher ungeeignet macht. Da der zweite Schnitt für die Verdauung des Pferdes also zu wenig strukturierte Rohfaser enthält, sollte dieser immer mit Heu aus dem ersten Schnitt oder qualitativ hochwertigem Futterstroh ergänzt werden. Wird beim Heu von einer Partie auf eine andere umgestellt, muss die Verdauung langsam daran gewöhnt werden. Neben dem Schnittzeitpunkt und dem Wachstumsstadium ist auch der Pflanzenbestand von Bedeutung. Gräserreiche Wiesen eignen sich von ihren Inhaltsstoffen in der Regel besser als Wiesen mit einem hohen Anteil an Kräutern oder Klee. Diese sollten auf einer ausgewogenen Pferdeweide nur einen geringen Anteil am Pflanzenbestand haben. Eine regelmäßige Kontrolle der Wiesen und Weiden auf Giftpflanzen verhindert, dass diese sich ausweiten und Pferde sie beim Grasen oder mit dem Heu aufnehmen. 
 Beim Anweiden im Frühjahr ist es zudem sehr wichtig, dass das Pferd zusätzlich zum jungen, rohfaserarmen Gras ausreichend strukturreiches Heu oder Stroh bekommt. Denn strukturreiche Rohfaser ist für eine funktionierende Verdauung beim Pferd absolut notwendig. 
 In den letzten Jahren hat zudem vermehrt  Heulage  Einzug in die Pferdeställe gehalten. Positiv zu bewerten ist bei der Heulage die staubarme Fütterung sowie eine gewisse Unabhängigkeit von der Witterung bei der Ernte. Allerdings hat dies&amp;nbsp;auch einige  Nachteile,  über die man sich im Klaren sein muss: im Gegensatz zur Silage wird das Grünfutter in einem späteren Wachstumsstadium geschnitten. Dadurch hat es einen höheren Rohfaseranteil, ist also „stängeliger“. Das Schnittgut lässt sich so weniger gut verdichten wodurch sich Lufteinschlüsse im Wickelballen befinden. Dies wiederum führt häufig zu einem Fehlbesatz mit Bakterien und Schimmelpilzen, was für die Verdauung des Pferdes kritisch ist. Zudem können die Milchsäurebakterien die große Menge an Strukturkohlenhydraten nicht ausreichend fermentieren, wodurch der pH-Wert nicht stark genug absinkt. Das ist aber für den Konservierungserfolg sehr wichtig. Ein zu hoher pH-Wert führt ebenfalls zu einem Fehlbesatz an Bakterien. Heulage sollte daher vor der Verfütterung einer strengen Prüfung unterzogen werden. Sind braune, schmierige Flecken, weiße Schimmelstellen oder ein muffiger Geruch zu erkennen, darf sie nicht an Pferde verfüttert werden. Die bereits erwähnte Rinder-Silage ist für Pferde aufgrund des sehr niedrigen pH-Wertes sowie der geringen Rohfasergehalte nicht geeignet. Neben der Rationsgestaltung ist auch die Auswahl des Futters wichtig für eine gesunde Verdauung beim Pferd. Verdorbenes Futter oder Giftpflanzen im Heu bringen die Darmflora durcheinander und sind so ebenfalls potenzielle Auslöser für Durchfall oder andere Verdauungsstörungen beim Pferd. 
   Behandlung von Durchfall   
 Durchfall ist eine ernst zu nehmende Erkrankung beim Pferd, die schnellstmöglich behandelt werden muss. Zunächst gilt es, die Ursache zu finden und zu beseitigen. Kommt der Durchfall von verdorbenem Futter bzw. Fehlern im Fütterungsmanagement, sollten diese Mängel sofort beseitigt werden. Anschließend müssen die Symptome bekämpft werden, damit sich die Verdauung schnell wieder normalisiert.  Soforthilfe  leisten hier     EQUIPUR-digest plus     oder das     Durchfallpulver von Dr. Schaette    . 
   Denken Sie beim Durchfall an die Versorgung des Pferdes mit Elektrolyten!   
 Durch den erhöhten Flüssigkeitsabsatz gehen wichtige Elektrolyte verloren, die dem Körper wieder zugeführt werden müssen.     MASTERHORSE ELEKTROLYT 2000 PLUS     wird mit dem Krippenfutter verabreicht und gleicht so Elektrolytdefizite zuverlässig aus. Durch die Zufuhr an Elektrolyten wird beim Pferd auch die Wasseraufnahme angeregt, was bei Durchfall sehr wichtig ist. 
   Expertentipps: So bauen Sie die Darmflora ihres Pferdes wieder auf:   
 Neben der Ursachenforschung und der Beseitigung der Auslöser von Verdauungsstörungen ist die Nachbehandlung sehr wichtig. Um die Verdauung wieder in eine physiologische Form zu bringen, muss die Darmflora gezielt unterstützt und so wiederaufgebaut werden. Pro- und Präbiotika helfen, die physiologischen Darmbakterien zu fördern und unerwünschte Bakterien zu verdrängen. Die Lebendhefekulturen im    Stallmeister LeibWächter    erfüllen genau diese Funktion. Besonders nach  Wurmkuren  oder  Antibiotikabehandlungen  hat sich eine Kur mit diesem Produkt&amp;nbsp;bestens bewährt. Bei starken Verdauungsstörungen wie Durchfall oder Kotwasser liefert     MASTERHORSE DARM-PERFEKT     neben Lebendhefekulturen wichtige Nährstoffe um die Darmflora und somit die Nährstoffaufnahme wieder ins Gleichgewicht zu bringen. Die beruhigende Komponente reduziert die Stressanfälligkeit und beseitigt so einen weiteren wichtigen Durchfallauslöser. 
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                            <updated>2015-05-29T00:00:00+02:00</updated>
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            <title type="text">Magengeschwür beim Pferd</title>
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                                            Magengeschwüre beim Pferd müssen ernst genommen werden. Erste Symptome sind ...
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                   Magengeschwüre beim Pferd - eine besorgniserregende Statistik!   
 Das Sprichwort „es schlägt mir auf den Magen“ gilt nicht nur für Menschen, sondern auch für Pferde. Stehen sie besonders unter Stress oder werden Fehler im Fütterungsmanagement gemacht, steigt das Risiko eines Magengeschwüres bei Pferden stark an. 
 Magengeschwüre treten bei Pferden öfters auf als man denkt. Am häufigsten leiden Rennpferde unter Magengeschwüren (Magenulzera), über 80 % sind davon betroffen. Auch bei Turnierpferden (etwa 60 %) und Fohlen (ca. 50 %) treten Magengeschwüre auf. Bei Reitpferden sind dafür kraftfutterreiche und raufutterarme Futterrationen, intensives Training, häufige Transporte und Wettkampfstress verantwortlich.  Selbst bei Freizeitpferden werden immer wieder Magengeschwüre diagnostiziert.  Die Anzahl der betroffenen Pferde ist zwar mit etwa 40- 50 % geringer, aber nicht weniger besorgniserregend. Neben einer falschen Fütterung ist beim Freizeitpferd Stress im Offenstall eine der Hauptursachen. Am wenigsten betroffen sind Pferde auf der Weide. Sie müssen in der Regel wenig arbeiten, haben keinen Stress und fressen viel faserreiches Futter. Das führt dazu, dass nur etwa 10 % der Weidepferde unter Magengeschwüren leiden. 
   Symptome für ein Magengeschwür - bei Pferden nicht immer gleich!   
 Die Anzeichen eines Magengeschwürs sind recht unspezifisch und von Pferd zu Pferd verschieden. Folgende Symptome werden bei Pferden mit Magenulzera beobachtet: 
 
 Kraftfutter wird zuerst gierig gefressen, größere Mengen werden jedoch nicht am Stück aufgefressen. 
 Abbau von Muskulatur 
 Flehmen 
 Leichte Koliken 
 Kotwasser 
 Leerkauen 
 Koppen oder Weben 
 Vermehrtes Speicheln 
 Maulgeruch 
 Schlechter Allgemeinzustand 
 Stumpfes Fell 
 „Trauriger“ Blick 
 Zähneknirschen 
 Mangelnde Leistungsbereitschaft 
 
 Zeigt das Pferd diese Symptome, so sollte an ein Magengeschwür gedacht werden. Eine sichere Diagnose ist nur über eine Magenspiegelung (Gastroskopie) möglich. 
   Die Anatomie des Magens   
 Der Magen des Pferdes besteht aus einem drüsenlosen und einem drüsenhaltigen Teil. Der drüsenlose Abschnitt ist von einer Schleimhaut überzogen, im drüsenhaltigen Abschnitt werden zusätzlich noch Magensäure und Verdauungsenzyme produziert. Eine spezielle Schutzschicht schützt den drüsenhaltigen Teil des Magens vor seinen eigenen Magensäften. 
 Beim Pferd ist der Magen auf eine kontinuierliche Futteraufnahme eingestellt und produziert deswegen ständig Säure. Diese wird u.a. durch den basischen Speichel abgepuffert, der vor allem bei faserreicher Fütterung in größeren Mengen produziert wird. 
   Wie entstehen Magengeschwüre beim Pferd?   
 Magengeschwüre entstehen meistens dann, wenn die Schutzmechanismen der Magenschleimhaut geschwächt sind und die vorhandenen Säuren die Schleimhaut reizen und zerstören. Warum es zu dieser Schwächung kommt, kann unterschiedliche Ursachen haben. Hier einige Beispiele: 
  Stress  
 Pferde können körperlichem oder seelischem Stress ausgesetzt sein. Dadurch sinkt die Durchblutung im Magen-Darm-Trakt und damit auch die Regenerationsfähigkeit der Magenschleimhaut. Die Produktion von „Schutzstoffen“ wie Schleim und Säurepuffern nimmt ab. Der Magen wird anfälliger für Geschwüre. 
  Training  
 Bei intensivem Training, vor allem im Galopp, entsteht ein erhöhter Druck auf den Magen. Dies führt dazu, dass der saure Mageninhalt beim Laufen in den drüsenlosen Teil „schwappt“ und dort die Schleimhaut reizt. Die Bildung von Magengeschwüren wird begünstigt. 
  Haltung  
 Eine nicht artgerechte Haltung, eine unruhige Herde bei Gruppenhaltung oder Unruhe beim Fressen erhöhen das Risiko von Magengeschwüren. 
  Medikamentengabe  
 Vor allem die Verabreichung von nichtsteroidalen Antiphlogistika (z.B. Phenylbutazon) kann die Schutzmechanismen der Magenschleimhaut zerstören und eine Magenschleimhautreizung oder Magengeschwüre begünstigen. Gerade bei längerfristiger Gabe sollte daran gedacht werden, dass solche Medikamente den Magen angreifen. 
  Fütterung  
 Hohe Kraftfuttermengen pro Mahlzeit und geringe Heugaben begünstigen Magengeschwüre beim Pferd. Die leicht löslichen Kohlenhydrate aus dem Getreide führen dazu, dass organische Säuren im Magen entstehen. Dadurch sinkt der pH-Wert im Magen weiter ab und das Risiko für eine Schleimhautreizung nimmt zu. Ein weiteres Problem beim Kraftfutter ist die schnelle Futteraufnahme. Für ein Kilo Hafer benötigt ein Großpferd ca. 10 Minuten und dabei wird etwa ein Liter Speichel produziert. Im Vergleich dazu wird ein Kilo Heu in bis zu vierzig Minuten gefressen und dabei entstehen ca. vier Liter Speichel. Große Mengen an Speichel sind wichtig, da Speichel viele Bicarbonate enthält, die eine puffernde Wirkung auf den sauren Mageninhalt haben. Ein intensives Einspeicheln und Kauen des Futters führt auch zu einem feuchten Futterbrei, der schnell vom sauren Mageninhalt „durchsaftet“ werden kann (keimabtötende Wirkung). Bei gieriger Aufnahme des Kraftfutters ist der Futterbrei relativ trocken und er wird nur langsam mit Magensaft durchtränkt, das erhöht das Risiko von Fehlgärungen durch die im Futter vorhandenen Bakterien. Diese Gärprozesse können wiederum die Magenschleimhaut reizen. 
 Ein weiterer, begünstigender Faktor für Magengeschwüre ist eine schlechte Futterqualität. Pferde haben einen sehr sensiblen Magen-Darm-Trakt; deswegen sollte nicht nur im Hinblick auf Magengeschwüre, sondern auch wegen erhöhter Kolikgefahr, kein schimmeliges oder verunreinigtes Futter an Pferde verfüttert werden. 
 Geschwüre im drüsenlosen Teil des Magens kommen vor allem durch ein falsches Fütterungsmanagement und intensive Trainingseinheiten zustande. Im drüsenhaltigen Teil entstehen Magenulzera vor allem dann, wenn die körpereigene Schutzschicht geschädigt ist. Das kann vor allem bei Stress oder Medikamentengabe der Fall sein. 
 
 INFO TO GO 
 Magengeschwüre können auch durch Stress, Medikamente und intensive Arbeit ausgelöst werden. 
 Typisch für Pferde mit Magengeschwüren ist eine zunächst gierige Kraftfutteraufnahme, die dann abrupt beendet wird. Weitere Symptome sind z.B. Muskelabbau, Flehmen, leichte Koliken und Kotwasser. 
 Wichtig ist eine Haltungs- und Futterumstellung: Ausreichend Heu, kleine Kraftfutterportionen und ein magenschonendes Zusatzfutter wie     MAGEN-PERFEKT   .  
 
   Magengeschwür beim Pferd - Sichere Diagnose durch Magenspiegelung   
 Bei einer Magenspiegelung (Gastroskopie) können mittels Endoskop der Magen sowie die Speiseröhre und der Zwölffingerdarm betrachtet werden. In den meisten Fällen erfolgt die Gastroskopie in der Klinik. Es gibt aber mittlerweile auch Tierärzte, die eine Magenspiegelung vor Ort durchführen. Das erspart den angeschlagenen Pferden den Transportstress. Die Untersuchung erfolgt am stehenden und sedierten Pferd. Vor einer Gastroskopie müssen erwachsene Pferde etwa 12- 16 Stunden hungern. Wasser darf bis zwei Stunden vor der Untersuchung gegeben werden. So kann sich der Tierarzt einen klaren Blick über den Zustand im Magen verschaffen. Magengeschwüre bzw. die Läsionen an der Magenschleimhaut können in fünf verschiedene Grade unterteilt werden: 
 
  Grad 0 : Intakte Magen-Schleimhaut, keine Rötungen. 
  Grad 1 : Die Schleimhaut ist noch intakt, aber es zeigen sich erste Rötungen. 
  Grad 2 : Es bilden sich erste kleine Ulzera (Geschwüre) aus. 
  Grad 3 : Große einzelne oder mehrere Ulzera-Herde sind entstanden, ausgedehnte oberflächliche Läsionen sind sichtbar. 
  Grad 4 : Ausgebreitete Läsionen mit sehr tiefen Geschwüren 
 
 Bestätigt die Gastroskopie den Verdacht eines Magengeschwürs, so schlägt der Tierarzt meist eine Behandlung mit dem Wirkstoff Omeprazol sowie eine Umstellung der Fütterung und Haltung vor. 
   Das richtige Fütterungsmanagement - das A und O beim Magengeschwür   
  Magengeschwüre beim Pferd können innerhalb weniger Tage entstehen.  Für den Heilungsprozess müssen je nach Schweregrad mehrere Wochen eingeplant werden. Um einen dauerhaften Heilungsprozess zu gewährleisten, müssen die  Ursachen wie Stress, nicht artgerechte Haltung oder falsche Fütterung  unbedingt abgestellt werden! 
 Das unter Magengeschwüren leidende oder anfällige Pferd benötigt ausreichend Heu (mindestens 1,2- 1,5 kg/100 kg KG). Dies sollte auf mindestens drei Portionen über den ganzen Tag verteilt werden. Die Kraftfuttermenge orientiert sich an der Arbeitsleistung. Leicht gerittene Freizeitpferde benötigen kein oder nur wenig Kraftfutter. Anders sieht es bei Sportpferden aus, sie kommen in der Regel nicht ohne Kraftfutter aus. Hier muss die Kraftfuttermenge pro Mahlzeit möglichst niedrig gehalten werden, als Höchstgrenze gelten hier in der Literatur 0,3 kg/100 kg LG. Wir empfehlen weniger zu füttern, optimal sind 0,2 kg/100 kg LG. Je nach Kraftfutterbedarf sollte die Tagesration auf drei oder mehr Mahlzeiten verteilt werden. Zur Reduzierung der Säureproduktion ist es ganz wichtig, das Heu vor dem Kraftfutter zu füttern! 
 Um den Regenerationsprozess zu unterstützen bzw. um Magengeschwüren beim Pferd vorzubeugen, sollte das Futter mit speziellen Nährstoffen angereichert werden. Die Wirkstoffe sollten folgende Problem-Bereiche abdecken: 
 
 Stressreduktion (z. B. Magnesium, Trypotphan) 
 Schleimhautschutz (z. B. Pektine, Apfeltrester, Flohsamenschalen) 
 Magenzellschutz (Antioxidantien, z. B. Vitamin E, C und Selen) 
 Entzündungshemmung (z. B. Kräuter, Omega-3-Fettsäuren aus Leinöl) 
 Abpuffern der Säure (z. B. Magnesiumoxid, Natriumbicarbonat) 
 
 Unser Ergänzungsfuttermittel      MASTERHORSE MAGEN-PERFEKT      enthält die oben genannten Nährstoffe und unterstützt so die Regenerationsfähigkeit der Magenschleimhaut. Es ist reich an schleimhautschützenden Pektinen und Schleimstoffen (Leinsamen und Flohsamen), Antioxidanzien, Omega-3-Fettsäuren und säurepuffernden Wirkstoffen. Magnesium und Tryptophan runden das Zusatzfutter mit ihrer Stress-abschirmenden Wirkung ab. Das Zusatzfutter sollten betroffene Pferde zu jeder Kraftfuttermahlzeit erhalten. Die Tagesdosis von 150 g pro Großpferd kann auf zwei oder mehrere Mahlzeiten aufgeteilt werden. Die negativen Einflüsse der Kraftfutterration können dadurch abgemildert werden. Pferde, die kein Kraftfutter bekommen, sollten das Zusatzfutter zweimal täglich erhalten. 
   Magengeschwüre beim Pferd wie füttern - Expertentipp   
 Heu schont den Magen auf natürliche Weise. Füttern Sie mindestens 30 Minuten vor jeder Kraftfuttermahlzeit etwas Heu. Mischen Sie Ihre Kraftfutterration mit    MASTERHORSE HEU-FLAKES    oder    MASTERHORSE FASER-PLUS   . Das verlängert die Fressdauer und fördert die Speichelproduktion. 
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