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    <updated>2026-03-12T15:09:40+01:00</updated>
    
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            <title type="text">Trageerschöpfung beim Pferd</title>
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                                            Die Begriffe Trageerschöpfung bzw. Trageermüdung fallen in letzter Zeit immer wieder. Wie der Name schon verrät, hat das Pferd Probleme etwas zu tragen.
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                 Die Begriffe Trageerschöpfung bzw. Trageermüdung fallen in letzter Zeit immer wieder. Wie der Name schon verrät, hat das Pferd Probleme etwas zu tragen. In diesem Expertentipp gehen wir darauf ein, wie man die Probleme rechtzeitig erkennt, was man dagegen tun kann und welche Rolle die Fütterung dabei spielt. 
 Was ist die Trageerschöpfung beim Pferd? 
 Die Begriffe Trageerschöpfung und ihre Vorstufe die Trageermüdung beschreiben einen Zustand, bei dem das Pferd nicht im Gleichgewicht ist und Probleme hat sein Gewicht zu tragen. Dabei geht es nicht nur um das Reitergewicht, auch das Tragen des eigenen Rumpfes kann zur Last werden und in gesundheitlichen Problemen enden. 
 Ursachen für die Trageerschöpfung beim Pferd - Der schwache Rumpftrageapparat 
 Die Ursache einer Trageerschöpfung bzw. ihrer Vorstufe der Trageermüdung liegt darin, dass Pferde kein Schlüsselbein besitzen. Den Vordergliedmaßen fehlt somit eine knöcherne Verbindung zum restlichen Skelett. Das hat an sich viele Vorteile, denn dadurch kann das Pferd z.B. springen und die Vorderbeine fungieren als Stoßdämpfer.  Die Vorderbeine sind mit einem Konstrukt aus Muskeln, Sehnen und Bändern v.a. am Hals und der Schulter befestigt. Der Rumpf samt Brustkorb wird im optimalen Fall von der Rumpftragemuskulatur getragen und angehoben. Verkrampfen die Muskeln oder sind sie zu schwach, dann verliert dieses Gerüst an Stabilität und der Brustkorb sinkt ab. Das Pferd versucht nun auf andere Weise den Brustkorb zu stabilisieren, dadurch schwindet allerdings die Elastizität und die Stoßdämpferfunktion, was wiederum zu gesundheitlichen Problemen führen kann. 
 Wie erkennt man eine Trageerschöpfung beim Pferd? 
 Die äußeren Anzeichen einer Trageerschöpfung resultieren daher, dass das Pferd versucht den Rumpf gegen die Schwerkraft zu halten. Dies äußert sich folgendermaßen: 
 
 die Vorderbeine stehen rückständig 
 die Hinterbeine sind unter den Bauch geschoben 
 
 Pferd steht wie eine Bergziege 
 
 das Pferd steht nicht im Gleichgewicht 
 Ellenbogen werden an den Brustkorb gepresst 
 hängender Brustkorb 
 ausgeprägter, nach unten gedrückter Unterhals 
 Axthieb 
 Rückenschmerzen, v.a. im Lendenbereich 
 durchhängender Rücken 
 das Becken ist blockiert und die Hinterbeine können somit nicht mehr richtig unterfußen 
 lautes Auftreten, flache Gänge 
 Leistung und Rittigkeit lassen nach 
 
  Ist die Trageerschöpfung eine Krankheit? 
 Nein, bei der Trageerschöpfung selbst handelt es sich nicht um eine Krankheit. Sie kann aber zu immensen gesundheitlichen Einschränkungen führen. Beispielsweise kann die mangelnde Stoßdämpferfunktion folgende Probleme auslösen: 
 
 Sehnenschäden 
 Arthrosen z.B. Schale und Spat 
 Hufgelenksentzündungen 
 Überlastung des Hufrollenapparates 
 
  Aber auch bei Atemwegsproblemen besteht die Möglichkeit, dass sie sich durch die verkrampfte Brustmuskulatur und den dadurch schlechteren Luftaustausch, verschlimmern. 
 Was tun bei Trageerschöpfung? Physiotherapie und Training des Pferdes 
 Ziel der Behandlung bzw. des Trainingskonzeptes eines trageerschöpften Pferdes muss es sein, dass es lernt seine Tragemuskulatur wieder richtig einzusetzen. So kann es sein eigenes Körpergewicht und dann auch den Reiter wieder ordnungsgemäß tragen.  Es ist besonders effektiv ein Zusammenspiel von Physiotherapie und Training am Boden bzw. unter dem Sattel anzustreben. Pferdephysiotherapeuten und -therapeutinnen können Probleme lokalisieren und die Muskulatur lockern, so kann man gezielte Übungen auswählen und mit einem effektiven Training beginnen. 
 Was muss man beim Training eines trageerschöpften Pferdes beachten? 
 
 Körperwahrnehmung und Propriozeption schulen 
 das Pferd muss lernen seine Muskulatur wieder richtig zu nutzen 
 die Kraft stärken 
 relative Aufrichtung erreichen, so dass es sich über die Hinterhand trägt 
 Pferd aus dem Hohlkreuz holen 
 Brustkorb anheben 
 Rücken anheben 
 Schultern beweglich bekommen 
 
  Wie trainiere ich ein Pferd mit Trageerschöpfung? Welche Trainingsmethoden und Übungen eignen sich? 
 
 Balance-Pads 
 Equikinetic 
 Stangenarbeit 
 Bodenarbeit/ Handarbeit 
 Seitengänge 
 Rückwärtsrichten 
 Reiten im Gelände, reiten über Hügel 
 
   Wichtig : Jedes Pferd ist in seiner Problematik individuell! Das eine Pferd profitiert von Stangenarbeit, für ein anderes Pferd hingegen wäre es kontraproduktiv. Oft stellt sich auch die Frage „Kann ich ein Pferd mit Trageerschöpfung reiten? Auch das muss individuell entschieden werden. Das eine Pferd kann gleich vom Sattel aus gearbeitet werden, während man bei einem anderen Pferd wochenlang vom Boden aus trainieren muss damit es seine Muskulatur richtig nutzen kann. Deswegen: Trainingsplan mit Therapeuten und Trainern erstellen! 
 Pferde mit Trageerschöpfung reiten – darauf muss man achten 
 Unter dem Sattel müssen Reiterin und Reiter das Pferd einrahmen und stabilisieren. Korrekte Stellung und Biegung in den Wendungen verhindert, dass das Pferd schief durch die Kurve läuft und sich der Brustkorb dabei verdreht. Ansonsten gelten die oben für die Bodenarbeit erwähnten Punkte natürlich auf für das Training unter dem Sattel. 
 Am Beispiel „Ecken durchreiten“ lässt sich gut zeigen worauf man achten muss: 
 
 saubere Biegung und Stellung des Pferdes dank korrektem Einrahmen des Reiters 
 das Pferd darf nicht auf die innere Schulter kippen 
 die Brustbein-Widerrist-Achse muss im Lot bleiben 
 die äußere Schulter öffnet sich 
 das Pferd stützt sich nicht auf die linke Schulter 
 
  Ziel der gerittenen Übungen muss es auch sein, dass das Pferd aus dem Hohlkreuz geholt wird, den Rücken aufwölbt und das Brustbein anhebt. 
  Wichtig : Rechtzeitig aufhören! Die Pferde müssen die gewünschte Übung gut und korrekt ausführen, damit der Trainingseffekt erreicht wird. Im Zweifelsfall lieber früher aufhören und bei Bedarf eine leichtere Lektion wählen. 
 Fütterung eines trageerschöpften Pferdes 
 Die Fütterung spielt nur eine kleine Rolle, wenn man sein Pferd aus der Trageerschöpfung holen möchte. Doch kann die Fütterung das Tüpfelchen auf dem „i“ im ganzen Konzept sein. 
 Ausschlaggebend ist eine angemessene Grundfütterung. Eine wichtige Rolle spielt hier das Heu. Wir empfehlen ausreichend, aber nicht zu viel Heu zu füttern. Zum einen um Übergewicht zu vermeiden und zum anderen, dass der „Heubauch“ nicht zu groß wird und das Pferd unnötigen Ballast tragen muss. Wir empfehlen nicht mehr als 1,5 - 2 kg Heu/ 100 kg Körpergewicht zu füttern. 
 Das weiteren gilt es, den Muskelstoffwechsel mit ausreichend Muskelnährstoffen zu unterstützen: 
 
 Magnesium: für lockere Muskeln und entspannte Pferde 
 Vitamin E und Selen: für den Muskelstoffwechsel 
 Aminosäuren: für eine kräftige Muskulatur 
 Glucosamin, Chondroitin oder neuseeländische Grünlippmuschel zur Stärkung der Gelenke 
 
  Eine Trageermüdung bzw. Trageerschöpfung beim Pferd kommt öfters vor als man vermutet. Damit keine gesundheitlichen Probleme entstehen, gilt es bei den ersten Anzeichen zu handeln und die entsprechenden Profis zu Rate zu ziehen. So bleibt das Pferd lange fit, gesund und leistungsfähig! 
 &amp;nbsp; 
 
 INFO TO GO -&amp;nbsp;Trageerschöpfung beim Pferd 
 Die Trageschwäche beim Pferd wird durch eine schwache oder verspannte Rumpftragemuskulatur ausgelöst. 
 Körperlichen Anzeichen sind u.a. Verspannungen der Brust- und Rückenmuskulatur und ein abgesackter Rumpf. 
 Ziel des Trainings ist es, dass das Pferd seine Tragemuskulatur wieder effektiv einsetzt und den Rumpf trägt und nicht nur hält. 
 Seitens der Fütterung helfen Magnesium, Vitamin E, Selen und Aminosäuren die Muskulatur zu lockern 
 
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                            <updated>2024-03-19T00:00:00+01:00</updated>
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            <title type="text">Herzerkrankungen beim Pferd</title>
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                                            Herzprobleme beim Pferd führen zumeist zu einem erheblichen Leistungsabfall, einer veränderten Herzfrequenz, einer flachen und schnellen Atmung sowie zu Ödemen. 
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                 Wenn das Herz des Pferdes „aus dem Takt“ gerät, ist das nichts, was wir Pferdebesitzer auf die leichte Schulter nehmen sollten. Herzerkrankungen gibt es viele – doch sowohl Verlauf als auch Ausgang unterscheiden sich von Fall zu Fall. Gering- und mittelgradig herzkranke Pferde können oft noch lange treue Freizeit-Reitpartner sein. Schwere Herzerkrankungen führen allerdings häufig dazu, dass das Pferd nicht mehr geritten werden kann. Doch woher wissen wir, ob unser Pferd ein Herzproblem hat? Wann handelt es sich dabei um ein leichtes und wann um ein bedenkliches? Und was können beziehungsweise müssen wir dann beachten? Unser Expertenteam hat hier für Sie alle wichtigen Infos rund um das Thema Herzerkrankungen beim Pferd zusammengefasst. 
   Unterschiedliche Formen von Herzerkrankungen beim Pferd   
 Das Herz ist das zentrale Organ des Pferdekreislaufs. Es ist in vier Kammern (zwei Vorhöfe und zwei Hauptkammern) unterteilt. Die linke und die rechte Herzhälfte sind durch eine vollständige Scheidewand voneinander getrennt. Vorhof und Hauptkammer jeder Seite unterteilen jeweils eine Herzklappe voneinander. Eingebettet ist das Herz in den sogenannten Herzbeutel. Das gesunde Herz eines erwachsenen Pferdes pumpt in Ruhe etwa 30l Blut pro Minute durch die Gefäße. Dafür benötigt es zwischen 28 und 44 Schläge. Im Falle einer Erkrankung können sich sowohl das Herz an sich als auch seine Leistung&amp;nbsp;deutlich verändern. 
   Wie erkennt man Herzprobleme beim Pferd?   
 Sehr zu seinem Glück kann das Pferdeherz derartige Probleme lange kompensieren. Durch eine Erhöhung des Herzschlags oder der beförderten Blutmenge pro Herzschlag, einer Senkung des Blutdrucks oder einer Verdickung der muskulösen Herzwand (um das Blut besser ausstoßen zu können) merkt man dem Pferd zunächst nahezu keine Leistungseinbußen an. 
 Erst, wenn all diese körpereigenen Maßnahmen nichts mehr nützen, zeigt das Pferd, dass es ihm nicht gut geht. Leider ist das Herz dann oft schon so angegriffen, dass eine Therapie nur noch dahingehend hilft, dass die Krankheit nicht weiter voranschreitet. Als Reiter merkt man zunächst meist einen deutlichen Leistungsabfall. Wenn der Tierarzt dann genauer „hinhört“, kann er weitere Symptome finden wie beispielsweise eine stark veränderte Herzfrequenz. Im Falle einer Erkrankung schlägt das Pferdeherz meist schneller und flacher. Daran passt sich oft auch die Atmung an. Ein krankes Herz erreicht seinen Ruhezustand nach einer Belastung nicht so schnell wieder wie ein gesundes. Auch Herztöne und der Herzrhythmus verändern sich in vielen Fällen. 
 In fortgeschrittenem Stadium können sich Ödeme (Flüssigkeitsansammlungen) im Bereich der Unterbrust oder des Unterbauchs, manchmal sogar in der Lunge bilden. Kommt es zu einem Sauerstoffmangel im Blut, färben sich die Schleimhäute des betroffenen Pferdes bläulich. Bei Herzinsuffizienzen beispielsweise können auch Zusammenbrüche auftreten, ein plötzlicher Tod ist nicht ausgeschlossen. 
   Was sind die Ursachen für Herzerkrankungen beim Pferd?   
 So unterschiedlich wie die Herzerkrankungen an sich sein können, sind auch deren Ursachen. Die häufigsten Ursachen für eine Herzinsuffizienz sind Erkrankungen der Herzklappen, des Herzmuskels und des Herzbeutels sowie Herzrhythmusstörungen. Herzklappenerkrankungen können unter anderem dadurch entstehen, dass die Klappen im Laufe der Jahre verschleißen, dadurch dicker oder dünner werden und nicht mehr richtig schließen können. Infolge eitriger Entzündungen (Nageltritt, Zahnerkrankungen etc.) besteht die Gefahr, dass Bakterien in den Blutkreislauf gelangen. Diese können zu einer akuten Entzündung der Herzklappen und damit zu deren Veränderung führen. 
 Leidet ein Pferd an einer Entzündung des Herzmuskels, kann diese eine Folge von Infektionen – sowohl durch Viren als auch Bakterien – oder eines Vitamin E-Selenmangels sein. Hat sich der Herzrhythmus krankhaft verändert, kam es im Vorfeld möglicherweise zu einer Störung im Elektrolyt-Haushalt oder zu einer Schädigung des Herzmuskels. Viren und Bakterien, die sich beispielsweise aufgrund einer Bauchfellentzündung oder einer Lungenerkrankung im Organismus befinden, können den Herzmuskel angreifen und krankhaft verändern.. 
 
 INFO TO GO - Herzerkrankungen beim Pferd 
 Ein Pferd kann Herzprobleme über lange Zeit für den Menschen unsichtbar kompensieren. Werden Krankheiten am Herzen aber erst zu spät erkannt, kann das Organ bereits&amp;nbsp;schwer geschädigt sein. Achten Sie deshalb auf plötzliche Leistungsabfälle, Ödembildungen oder Veränderungen an Puls und Atmung – all das können Anzeichen für eine Herzerkrankung sein. 
 Eine dauerhafte Überbelastung kann dem Herzen ebenso schaden wie unzureichende Auf- und Abwärmphasen, Übergewicht oder nicht auskurierte Krankheiten. 
 Mit dem richtigen Futterzusatz können Sie das Herz Ihres Pferdes sowohl während einer Erkrankung als auch prophylaktisch unterstützen. 
 
    Typische Herzprobleme bei alten Pferden   
 Alle bereits genannten Krankheiten können sowohl junge als auch alte Pferde betreffen. Hat man einen Senior im Stall stehen, sollte man aber auch in Bezug auf mögliche Herzprobleme ein spezielles Auge auf ihn haben. Denn die Funktion des Herzens lässt – wie bei uns Menschen auch – im Alter einfach nach. Am häufigsten kommt es bei den „Oldies“ in Folge von Verschleißerscheinungen zu einer sogenannten Altersklappeninsuffizienz. Diese kann sich zum Teil innerhalb weniger Tage oder Wochen entwickeln. 
 Mögliche Symptome:  Die Klappen schließen nicht mehr völlig, ein verändertes Herzgeräusch ist hörbar. Dazu kommt, dass auch die Leistungsfähigkeit des Herzens nachlässt. Die Pferde sind generell anfälliger für Krankheiten und auch für Wetterumschwünge oder extreme Hitze. Daher sollte man die Belastung der Senioren an deren Leistungsbereitschaft anpassen beziehungsweise an schwülen oder heißen Tagen so gering wie möglich halten. 
   Die Behandlung eines herzkranken Pferdes   
 Mit der sogenannten „Auskultation“, dem Abhören der Herztöne mit Hilfe eines Stethoskops, kann der Tierarzt Herzrhythmus, Herzfrequenz, mögliche Herzgeräusche und die Abgesetztheit der Herztöne feststellen. Nicht immer bedeuten Unregelmäßigkeiten gleich eine Herzerkrankung. Zu einer erhöhten Herzfrequenz kann es z.B. auch während Infektionen, gegen Ende der Trächtigkeit oder als Folge von Schock, Schmerz oder Fieber kommen. Koliken, eine erhöhte Viskosität (Zähflüssigkeit) des Blutes oder Fieber können ebenfalls Herzgeräusche hervorrufen. Im Zweifelsfall stehen deshalb zusätzliche Untersuchungen wie Herz-Ultraschall, EKG, Röntgen oder Blutuntersuchungen zur Verfügung, um eine eventuelle Herzkrankheit auszuschließen oder genauer zu diagnostizieren. 
 Je nach Ursache stehen verschiedene Therapiemöglichkeiten zur Verfügung. Zum einen kann man das Pferd einer Diurese (Entwässerungskur) unterziehen. Durch die Anregung der Harnbildung verringert sich die Belastung des Herzens und eventuell gebildete Ödeme gehen zurück. Sogenannte ACE-Hemmer können zur Senkung des Blutdrucks verabreicht werden, um das Herz zusätzlich zu entlasten. Sind Störungen im Elektrolythaushalt die Ursache eines Herzproblems, sollten diese auf jeden Fall ausgeglichen werden. Bei bakteriellen Infektionen muss eine Antibiose erfolgen. Wenn vorhanden, müssen auf jeden Fall auch die Grunderkrankungen behandelt werden. 
 Die Prognosen sind bei herzkranken Pferden, wie eingangs erwähnt, sehr unterschiedlich. Ein Einsatz im Sport kommt allerdings nur noch in den seltensten Fällen in Frage. Je nach Schwere der Symptome und eventuell bereits fortgeschrittener, krankhafter Veränderungen entscheidet sich der Einsatz als Freizeitpferd oder der Übergang zum Koppel-Rentner. Unabhängig davon sollten herzkranke Pferde aber in regelmäßigen Abständen untersucht werden. 
   MASTERHORSE Expertentipp – Vorbeugen von Herzproblemen    
 Um das Herz in seiner wichtigen Funktion gesunderhaltend zu unterstützen bzw. eine Überlastung zu vermeiden, sollten sämtliche Krankheiten oder Entzündungen immer frühzeitig und ausreichend lange behandelt werden. Auch beim Reiten können wir einiges beachten. 
 Beginnen und beenden Sie jede Trainingseinheit mit ausreichend langen Auf- und Abwärmphasen. Vermeiden Sie langfristige Überlastungen. Diese können sowohl den Herzmuskel als auch die Herzklappen angreifen. Achten Sie zusätzlich darauf, dass Ihr Pferd seine sportliche Figur behält. Jedes zusätzliche Kilo verlangt dem Herz mehr Leistung ab. Darüber hinaus empfiehlt sich gerade bei Pferden, die im Sport eingesetzt werden oder wurden, das Herz über das Futter zu unterstützen. 
 Dazu eignen sich am besten das   EQUIPUR-corfit  : Hochwirksame Herzschutzstoffe (unter anderem Vitamin E, Selen, L-Carnitin, Knoblauch, Weißdorn und Ginkgo) verbessern die Pumpleistung des Herzens deutlich und stabilisieren somit auch den Kreislauf. 
 Doch auch ein Griff ins Kräuterregal kann schon viel helfen:   MASTERHORSE WEIßDORN   besteht rein aus Blättern und Blüten der Pflanze und hat sich als kräftigendes Herz-Kreislaufmittel bewährt. 
   MASTERHORSE GINKGO   kann die Durchblutung insbesondere der kleinsten Blutgefäße anregen und somit die Pumpleistung des Herzens wieder steigern. 
 Für eine schonende Diurese eignet sich   MASTERHORSE HAEMOCLEAR  . Die Kräutermischung aus Birkenblätter, Brennnesselkraut, Löwenzahn, Walnussblätter, Wacholder und Zinnkraut unterstützt den Nierenstoffwechsel und somit die Flüssigkeitsausscheidung optimal. 
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                            <updated>2022-06-08T00:00:00+02:00</updated>
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            <title type="text">Muskel-Integritäts-Myopathie beim Pferd</title>
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                                            Der ganze Stolz von Züchtern und Reitern ist ein talentiertes Nachwuchspferd: engagiert im Training und vielleicht schon mit den ersten Turnierschleifen dekoriert. Doch manchmal kommt es anders als erwartet. Im Alter zwischen sechs und zehn Jahren kann es sein, dass die Motiva...
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                  Muskel-Integritäts-Myopathie (ehemals PSSM2) beim Pferd – Vom Leistungssportler zum Freizeitpartner?  
 Der ganze Stolz von Züchtern und Reitern ist ein talentiertes Nachwuchspferd: engagiert im Training und vielleicht schon mit den ersten Turnierschleifen dekoriert. Doch manchmal kommt es anders als erwartet. Im Alter zwischen sechs und zehn Jahren kann es sein, dass die Motivation des Pferdes plötzlich nachlässt, die Muskeln beim Pferd schwinden, es „klemmig“ oder lahm geht oder sich gar bei der Arbeit widersetzt. Symptome, die nicht zwingend eine schwere Krankheit bedeuten müssen, die aber ein Hinweis auf eine Muskelkrankheit wie PSSM oder MIM sein können. 
  PSSM1 und MIM - Der Unterschied  
 Die Abkürzung  PSSM  steht für   Polysaccharid Speicher Myopathie  . Unter der eigentlichen Polysaccharid Speicher-Krankheit versteht man PSSM1. Diese Muskelstoffwechselerkrankung ist auf einen Gendefekt zurückzuführen, der zur Folge hat, dass zu viel Glykogen in der Muskulatur des Pferdes gespeichert wird. PSSM1 lässt sich sowohl anhand einer Muskelbiospie, als auch anhand eines Gentests abklären. 
 Forschungen ergaben, dass etwa 10 Prozent der symptomatischen Tiere allerdings weder diesen Gendefekt aufwiesen noch große Zuckermengen in der Muskulatur beim Pferd zu finden waren. Ihre anders geartete Stoffwechselstörung wurde dann pauschal als PSSM2 bezeichnet, was an sich falsch war, da die Pferde an keiner Speicherkrankheit litten, sondern an einer Belastungsmyopathie. Der aktuelle Stand der Dinge ist, dass die betroffenen Pferde andere Gendefekten in sich tragen. Diese führen zu einer Störung an den strukturellen Einheiten der Muskulatur (Myofibrillen), der sogenannten  Myofibrillären Myopathie  (MFM). Auch die Recurrent Exertional Rhabdomylosis (RER), eine Art des Kreuzverschlags, gilt als eine Form dieser Muskelkrankheit. Der umgangssprachliche Begriff „PSSM2“ wird nun durch  M uskel- I ntegritäts- M yopathie, abgekürzt MIM, abgelöst. Dabei handelt es sich nun um den Oberbegriff für die oben genannten Belastungsmyopathien (MFM und RER) der Pferde und beschreibt das Krankheitsbild korrekter als PSSM2. 
 Dieser MASTERHORSE-Expertentipp liefert allgemeine Informationen zu MIM (ehemals PSSM2). Näheres zu PSSM1 findet sich unter folgendem Link:   Expertentipp PSSM   
  Muskel-Integritäts-Myopathie (PSSM2) – Die Symptome  
 Wissenschaftler gehen inzwischen davon aus, dass mindestens 50 bis 60 Prozent der Warmblüter Träger einer oder mehrerer Anlagen für eine Erkrankung an der Muskel-Integritäts-Myopathie in sich tragen. Davon zeigen etwa 50 Prozent Symptome. Allerdings sind nur bei fünf bis zehn Prozent der Pferde die Einschränkungen so stark, dass diese als unreitbar gelten und auch im Alltag immense Probleme haben. 
 Die ersten Anzeichen treten nach den „Flegeljahren“ der Pferde auf. Die Krankheit verläuft meist in Schüben, die nicht selten aufgrund einer Stresssituation (Krankheit, Verletzung, Umzug, etc.) ausgelöst werden. Im Laufe der Jahre bekommen die Pferde immer mehr Probleme mit der Muskulatur und das Krankheitsbild verschlechtert sich kontinuierlich. Man kann die Krankheit jedoch in den meisten Fällen mit einem richtigen Haltungs-, Fütterungs- und Trainingsmanagement gut in den Griff bekommen. 
 Wie bereits eben erwähnt unterscheidet man bei der Muskel-Integritäts-Myopathie den MFM- und den RER-Verlauf, die Symptome sind unterschiedlich und werden nachfolgend beschrieben: 
 Die Symptome der Muskel-Integritäts-Myopathie (Verlaufsform: Myofibrillären Myopathie) 
 Die Muskulatur betreffend 
 
 Muskelverspannungen und Muskelschmerzen 
 Muskelschwund v.a. am Schultergürtel, Rücken und der Hüfte des Pferdes 
 Dellen („Kickmarks“) in der Muskulatur 
 schwache Hinterhand 
 Pferde bauen schlecht Muskulatur auf 
 wenig Muskulatur am Pferdehals, kantige Oberlinie 
 hoher Muskeltonus und feste Muskulatur 
 Muskelzittern („Faszikulieren“) 
 
 Veränderungen am Gangbild 
 
 wiederkehrende, diffuse Lahmheiten 
 Probleme im Galopp (beim Angaloppieren, „Bunnyhop“-Galopp) 
 „Rope Walk“ im Schritt 
 Verlust der Balance in Wendungen 
 aufgrund der Muskelschmerzen generelle Unwilligkeit der Pferde sich zu bewegen 
 
 Verhaltensänderungen 
 
 ehemals freundliche Pferde werden wegen der Schmerzen mürrisch 
 viele Tiere explodieren aus dem Nichts und sind auf einmal ängstlich 
 betroffene Pferde sind oft kopfscheu und lassen sich nur ungerne anfassen 
 Probleme beim Hänger fahren oder Hufschmied 
 
 Die Symptome von MIM (Verlaufsform: Recurrent Exertional Rhabdomyolysis) 
 
 Die Symptome treten während oder direkt nach der Belastung auf 
 häufig bei Arabischen oder Englischen Vollblutpferden 
 während des Schubs: Pferde weisen verspannte Muskulatur und Muskelzittern auf sowie starkes Schwitzen 
 Bewegungsunlust des Pferdes 
 Auslöser ist häufig Stress 
 
 &amp;nbsp; 
 
 INFO TO GO – MIM (“PSSM 2”) beim Pferd 
 Unter dieser Abkürzung versteht man Gendefekte von Pferden, die zu muskulären Problemen wie der Myofibrilären Myopathie (MFM) und zur wiederkehrenden Belastungsmyopathie („Recurrent Exertional Rhabdomyolysis – RER) führen können, der Oberbegriff hierfür ist Muskel-Integritäts-Myopathie. 
 Es gibt die Varianten P2, P3, P4, P8 und K1 (MFM) sowie Px (RER) 
 Die Symptome sind vielfältig und reichen von Lahmheiten, Muskelschwund, Muskelschmerzen bis hin zu Verhaltensstörungen beim Pferd. 
  Das brauchen Pferde mit MIM („PSSM2) vermehrt:  Viele Pferde profitieren von einer getreidefreien Fütterung. Für den Muskelaufbau und –erhalt des Pferdes ist die Zufuhr von essenziellen Aminosäuren, hochwertigen Proteinquellen, Antioxidanzien sowie Mangan sehr wichtig. 
 
  Der Gen-Test - die verschiedenen Formen  
 Seit wenigen Jahren gibt es in Deutschland die Möglichkeit, sein Pferd testen zu lassen und mittels eine Gentests Klarheit im Hinblick auf eine Erkrankung mit PSSM bzw. MIM zu bekommen. Dieser ist nicht günstig und darüber hinaus von vielen Fachleuten kritisch gesehen, da die offizielle Anerkennung fehlt. Der Pferdebesitzer kann dabei ein paar Mähnen- oder Schweifhaare mit Wurzel an das Testzentrum in Tübingen schicken. Der Gentest ist in jedem Alter sowohl bei asymptomatischen Tieren als auch bei Pferden, die bereits Symptome zeigen möglich. Es dauert nur wenige Wochen, dann liegt das Ergebnis des MIM-Tests im Briefkasten. Für die Myofibrilläre Myopathie (MFM) gelten die Varianten P2, P3, P4, P8 und K1 relevant. Eine Veränderung der Variante Px kann zu der Recurrent Exertional Rhabdomyolysis (RER) führen. Zeigt das Testergebnis nun eine oder mehrere Veränderungen auf, so stellen sich viele sicherlich die Frage „Hat mein Pferd MIM?“. Die korrekte Antwort lautet: „Kommt darauf an“. Denn das Vorhandensein der Genmutation bedeutet nicht automatisch, dass das Pferd krank ist. Zeigt das Pferd Symptome, so kann man sagen, dass es unter der Muskel-Integritäts-Myopathie leidet. 
 Welches Futter für Pferde mit MIM („PSSM2“)? Die richtige Fütterung 
 So sollte man Pferde mit MIM („PSSM2“) füttern: 
  Getreidefrei  
 Pferde mit Verdacht auf RER – also eine Veränderung der Px-Variante – sind sehr Stärke-empfindlich. Die Muskulatur reagiert bei der Fütterung von stärkehaltigen Futtermitteln, wie z.B. Mais, Hafer oder auch Gerste, leicht mit Kreuzverschlag-ähnlichen Symptomen. Betroffene Pferde sollten also definitiv getreidefrei gefüttert werden. 
 Pferde mit Verdacht auf MFM und Veränderungen an den entsprechenden Varianten, haben an sich keine Probleme mit dem Zuckerstoffwechsel. Werden sie regelmäßig ausreichend gearbeitet, kommen viele Pferde mit einer getreidehaltigen Fütterung zurecht, da die aus der Stärke gewonnene Energie schnell verbraucht wird. Es gibt aber viele betroffene Pferde, die auf Stärke sensibel reagieren, deswegen ist man mit einer getreidearmen bzw. getreidefreien Fütterung auf der sicheren Seite. 
 Bei Pferden, die Getreide vertragen, empfiehlt man weniger als 20 Prozent des Energiebedarfs über stärkehaltige und energiereiche Futterquellen zu decken. Öle und fettreiche Komponenten sollten mit etwa 20 Prozent zur Energieversorgung beitragen. Strebt man eine getreidefreie Ration an, so sollte der Stärke- und Zuckergehalt in der Gesamtration unter zehn Prozent liegen. 
  Proteine und Aminosäuren  
 Eine wichtige Rolle spielt die optimale Versorgung mit Eiweiß und essenziellen Aminosäuren, u.a. um Muskelschwund bei Pferden vorzubeugen und dem Muskelaufbau zu unterstützen. Man geht davon aus, dass Pferde mit einer Muskel-Integritäts-Myopathie (ehemals „PSSM2“, heute MIM) einen 20 bis 100-prozentigen Mehrbedarf an Proteinen haben. Der Bedarf eines gesunden Großpferdes liegt bei ca. 400 Gramm pro Tag. Das bedeutet, betroffene Pferde benötigen 500 bis 800 Gramm Protein pro Tag. Qualitativ hochwertiges Heu liefert beispielsweise ausreichend Eiweiß. Dennoch muss aber immer noch eine gewisse Eiweißmenge inkl. essenzieller Aminosäuren über ein hochwertiges Ergänzungsfuttermittel zugeführt werden. Die Pferde sprechen sehr gut darauf an, wenn mindestens der Tagesbedarf an essenziellen Aminosäuren zugeführt wird. Dieser liegt bei Großpferden bei: 
 -&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp; Lysin: ca. 10 g 
 -&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp; Methionin: ca. 5 g 
 -&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp; Threonin: ca. 3 g 
 Als Eiweißlieferanten kommen z.B. Soja (Sojaextraktionsschrot, besser Sojaproteinkonzentrat) oder Esparsette in Frage. Auch Ölkuchen (z.B. Leinkuchen) sind eine hochwertige Quelle, allerdings muss man hier aufgrund des hohen Energiegehaltes vor allem bei leichtfuttrigen bzw. dicken Pferden vorsichtig sein. Als Ergänzungsfuttermittel kommen hier das ausgewogene PSSM2-Spezial-Präparat   MASTERHORSE MUSKEL-PROTECT2   in Frage. Es enthält neben hochwertigen Proteinquellen auch noch essenzielle Aminosäuren und weitere Muskel-Vitalstoffe. Ist nur ein Aminosäuren-Booster gewünscht, so kommt das   MASTERHORSE TRI-POWER PLUS   in Frage. Von der Fütterung der eiweißreichen Luzerne wird bei Pferden mit PSSM2 abgeraten. 
 Fette und Öle als Energiequelle – Leinöl der Favorit 
 Da die Fütterung von fettreichen Energielieferanten durchaus sinnvoll ist, können hier zum Beispiel Leinöl, Leinkuchen und Leinsamen eingesetzt werden. V.a. MASTERHORSE LEINÖL zeichnet sich durch einen hohen Anteil an Alpha-Linolensäure und weiteren ungesättigten Fettsäuren aus, welche auch sowohl eine antioxidative als auch entzündungshemmende Wirkung haben. Aber auch Reiskeimöl landet gerne im Futtertrog des Pferdes; es wird wegen seines Gehaltes an Gamma-Oryzanol (Muskelaufbau) geschätzt. 
 Mineralfutter, Vitamine, Mineralstoffe, Spurenelemente 
  Das Mineralfutter  
 Wir empfehlen ein hochwertiges Basis-Mineralfutter um die Grundversorgung mit Vitaminen, Mineralstoffen und Spurenelementen zu sichern. Aus unserem Sortiment kommen hier zum Beispiel das   MASTERHORSE BASIS  &amp;nbsp;oder das   MASTERHORSE SPORT  , für intensiv gearbeitete Pferde, in Frage. Auf Basis dessen kann man gezielt die Komponenten zufüttern, die das Pferd in erhöhtem Maße benötigt. Aus unserem Sortiment bietet sich eine Ergänzung mit dem ausgeklügelten Ergänzungsfuttermittel   MASTERHORSE MUSKEL-PROTECT2   an. 
  Calcium  
 Calcium spielt eine wichtige Rolle bei der Reizübertragung des Nervenimpulses auf die Muskelzelle. Hohe Calcium-Mengen in der Ration begünstigen die Störung der Nervenimpulse, so dass es sinnvoll ist vor allem die Ration von Pferden mit RER (der Px-Variante) calcium-arm zu gestalten. Heu deckt den Calciumbedarf eines Pferdes in der Regel ab. Bei der Wahl der Ergänzungsfuttermittel und des Mineralfutters sollte man daher auf einen niedrigen Calciumgehalt achten. 
  Magnesium  
 Eine Extra-Portion Magnesium kommt vielen Pferden mit muskulären Problemen zu Gute. Zum einen agiert es als Gegenspieler zu Calcium, zum anderen trägt es zu einer lockeren Muskulatur und verbesserten Nervenstärke bei. 
  Mangan  
 Mangan spielt u.a. eine wichtige Rolle im Muskelstoffwechsel der Pferde und ist Bestandteil von körpereigenen Antioxidanzien. Alle Varianten profitieren daher von einer über dem täglichen Bedarf liegenden Manganzufuhr, z.B. über  MASTERHORSE MUSKEL-PROTECT2  oder  MASTERHORSE MONO-MANGAN.  So hat Mangan nicht nur den positiven Effekt auf die Muskulatur, sondern trägt auch dazu bei, dass weniger Calcium resorbiert wird. 
  Vitamin E  
 Der Tagesbedarf eines Großpferdes an Vitamin E liegt bei etwa 600 mg Vitamin E pro Tag. Pferde mit MIM sprechen sehr gut auf ein Vielfaches dieser Menge an und scheinen somit einen stark erhöhten Bedarf zu haben, der z.B. über MASTERHORSE MONO-VITAMIN E gedeckt werden kann. 
  L-Carnitin  
 Der vitaminähnliche Mikronährstoff trägt zu einer verbesserten Sauerstoffversorgung in der Muskulatur bei und macht sie deswegen belastbarer. Zudem unterstützt es den Fettabbau und den Muskelaufbau des Pferdes. Nicht zu vergessen ist der positive Effekt auf das Herz. 
 Mit der richtigen Haltung und dem optimalen Training die Symptome lindern 
 Neben der Fütterung sind auch die Haltung und Bewegung des Pferdes die wichtigsten Säulen im Management eines Pferdes mit einer Muskelerkrankung. Pferde mit einer Muskel-Integritäts-Myopathie (ehemals PSSM2) profitieren immens davon, wenn sie sich frei bewegen können. Eine reine Boxenhaltung mit ein bis zwei Stunden Bewegung täglich ist regelrecht Gift für betroffene Pferde, denn die kontinuierliche Bewegung hält den Muskelstoffwechsel am Laufen. Eine Offenstallhaltung oder ein ähnliches Haltungskonzept bietet sich für diese Tiere an. Ebenso wichtig ist ein regelmäßiges Training. Auch an Tagen, an denen das Pferd schlechter läuft, sollte es unbedingt trotzdem moderat bewegt werden, um die Muskulatur geschmeidig zu halten. Symptomatische Pferde benötigen eine sehr lange Aufwärmphase vor der Arbeit und eine längere Cool-down-Phase danach, um die entstandenen Stoffwechselendprodukte langsam abzubauen. Man sollte sich jeweils etwa 20 Minuten Zeit dafür nehmen. Berücksichtigt man dies – und natürlich die optimale Versorgung mit Aminosäuren, Mangan, Vitamin E und Co. –, so steht einem erfolgreichen Muskelaufbau-Programm des Pferdes nichts mehr im Wege. 
 Des Weiteren wurde beobachtet, dass betroffene Pferde häufig auf Impfungen reagieren. Hier ist es empfehlenswert, nur die wichtigsten Impfungen zu geben und wenn möglich Einzelimpfstoffe zu wählen. Diese scheinen Pferde mit MIM besser zu vertragen als die Kombi-Präparate. 
 Ein weiter wichtiger Faktor zum Schutz der Muskulatur ist das Eindecken. Die sensible Muskulatur der erkrankten Pferde reagiert sehr empfindlich auf Kälte, von daher macht eine schützende bzw. wärmende Decke bei Regen und kühlen Temperaturen Sinn und bringt in den meisten Fällen eine deutliche Linderung der Symptome. 
 Pferde mit PSSM2 in der Zucht 
 Man geht davon aus, dass MIM weit verbreitet ist. Die verschiedenen Variationen können alle Rassen treffen. Eine Muskel-Integritäts-Myopathie wird oft spät erkannt und die Symptome beeinträchtigen nicht die Fruchtbarkeit. D.h. mit betroffenen Hengsten und Stuten wird schon gezüchtet bevor erste Symptome sichtbar sind. Auch gehen v.a. Stuten in die Zucht, wenn sie verletzungs- bzw. krankheitsbedingt nicht mehr im Sport gehen können. 
 Sollten nun Genträger von der Zucht ausgeschlossen werden? Das soll natürlich nicht sein, denn man möchte ja weiterhin eine genetische Vielfalt beibehalten. Welche Hengste die Gendefekte vererben, ist in vielen Fällen nicht bekannt. Erste Hengsthalter und Zuchtverbände testen ihre Pferde und veröffentlichen die Ergebnisse der Gentests. Zudem sollten nur asymptomatische Pferde in die Zucht. Es ergibt Sinn, Pferde mit (gravierenden) Problemen von der Zucht auszuschließen. 
 Fazit 
 Sowohl das Krankheitsbild der Muskel-Integritäts-Myopathie per se als auch der Gentest werden von vielen Seiten kritisiert. Fakt ist aber, dass es viele Tiere gibt, die muskuläre Probleme haben und auf eine Futterumstellung mit einem erhöhten Protein- und Antioxidanzien-Anteil sowie auf eine getreidefreie Fütterung sehr gut ansprechen. Von daher gilt es, nach Symptomen und Mangelerscheinungen zu füttern. Wir von MASTERHORSE beraten Sie gerne, was Sie Ihrem Pferd mit MIM (ehemals PSSM2) füttern können. Den Gentest kann man als Basis für eine Haltungs- und Fütterungsüberprüfung nehmen. Bzw. sollte jeder, der ein symptomatisches Pferd hat, zunächst die Fütterung und wenn möglich die Haltung umstellen und dann gegebenenfalls später den Gentest machen. In diesem Bereich ist auf jeden Fall ein immenser Forschungsbedarf vorhanden. In den nächsten Jahren wird es sicherlich neue Erkenntnisse geben, und man kann das Management der Pferde weiter verbessern und die Symptome lindern. 
    
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                            <updated>2022-01-03T00:00:00+01:00</updated>
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            <title type="text">Das Shivering-Syndrom beim Pferd</title>
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                                            Beim Shivering-Syndrom oder auch Zitterkrankheit genannt verkrampft bei Pferden die Muskulatur beim Hufeaufheben oder Rückwärtsrichten.
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                   Shivering Syndrom Pferd: Leben mit der Zitterkrankheit   
  Pferde mit dem Shivering Syndrom, hierzulande oft Zitterkrankheit genannt, wirken auf den ersten Blick völlig gesund. Nur in bestimmten Situationen wie beim Hufeauskratzen oder Rückwärtsrichten tritt ein leichtes bis starkes Muskelzittern auf. Heilbar ist die Krankheit noch nicht. Mit angepasster Fütterung, artgerechter Haltung und entsprechendem Training kann man betroffene Pferde aber häufig trotzdem normal reiten.  
 Das Phänomen  Shivering Pferd  kennt man schon seit dem 19. Jahrhundert. Damals berichtete man vor allem von Kaltblütern und Zugpferden, die unter der Zitterkrankheit litten. Bis heute sind sehr schwere und überdurchschnittlich große Pferde, also Kaltblüter und große Warmblüter, besonders häufig betroffen. Dagegen tritt die Krankheit bei Ponys nur selten auf. Wallache und Hengste erkranken eher als Stuten. Generell kann die Zitterkrankheit aber bei Pferden jeder Rasse und jedes Geschlechts ausbrechen. In der Regel beginnt das  Shivering  schon beim noch jungen Pferd im Alter von etwa vier bis sieben Jahren. 
 
 INFO TO GO – Shivering Syndrom Pferd 
 Shivering Pferde wirken meist völlig gesund, leiden aber unter unwillkürlichen Muskelbewegungen wie Zittern und krampfartigen Bewegungen. Diese treten vor allem an der Hinterhand auf, besonders beim Rückwärtsrichten und beim Aufnehmen der Hufe. 
 Wie das Shivering Syndrom entsteht, ist noch nicht genau geklärt. 
 Man kann die Krankheit nicht heilen. Mit einer entsprechenden Fütterung und Haltung können viele Pferde aber beschwerdefrei leben und oft auch recht problemlos geritten werden. 
 Pferde mit Shivering Syndrom profitieren von einer fettreichen, kohlenhydratarmen Grundfütterung sowie einer hochwertigen Vitamin- und Spurenelement-Versorgung. 
 
   Shivering Syndrom Pferd: Symptome   
 Das Shivering Syndrom beschreibt unwillkürliche Muskelbewegungen. Die fallen je nach Stadium der Erkrankung unterschiedlich heftig aus: Von leichtem Muskelzittern und plötzlichen Schweifbewegungen bis hin zu ruckartigem Strecken oder krampfhaftem Anziehen der Beine. In den meisten Fällen betrifft das nur die Muskulatur der Hinterhand und des Schweifs. 
 Seltener tritt das Zittern auch an den Vorderbeinen auf. Und in einigen wenigen Fällen zittert sogar der Pferdekopf mit. Das äußert sich dann in übermäßigem Augenzwinkern, hektischem Ohrenspiel oder einem zuckenden, verkrampften Maul. Oft bekommen die erkrankten Pferde am Anfang der Erkrankung hauptsächlich dann Probleme, wenn sie auf drei Beinen stehen sollen. Sie geben nur zögerlich die Hufe. Besondere Probleme macht der Termin beim Schmied. Auch Rückwärtsrichten ist oft schwierig, egal ob mit oder ohne Reiter. Zum Muskelzittern können dann auch noch Gleichgewichtsprobleme kommen. 
 Bei Pferden, bei denen die Krankheit schon weiter fortgeschritten ist, kann man das Muskelzittern manchmal auch in der Vorwärtsbewegung beobachten. Gleichzeitig baut die Muskulatur der Hinterhand in diesem Stadium oft ab. Da sich die Tiere im Stall nicht gerne hinlegen, können sie unter Schlafentzug leiden. 
 Das Pferd kann die Muskelbewegungen, die beim Shivering Syndrom auftreten, nicht steuern. Immerhin geht man davon aus, dass sie keine Schmerzen verursachen. 
   Verwechslungsgefahr bei der Diagnose    
 Besonders zu Beginn ist die Krankheit manchmal schwer zu erkennen. Das liegt einmal daran, dass es noch kein standardisiertes Diagnoseverfahren gibt. Zudem können bei anderen gesundheitlichen Problemen ähnliche Symptome auftreten. Dazu gehören unter anderem Knieband-Verletzungen, Kissing Spines und Hahnentritt. 
 Besonders mit dem Hahnentritt, auch Zuckfuß genannt, wird das Shivering häufig verwechselt. Hier muss der Tierarzt sehr genau hinschauen. Zieht ein Shivering Pferd ein Bein krampfartig an, verharrt es kurz in dieser Position, bevor es das Bein langsam wieder absetzt. Leidet das Pferd unter Hahnentritt, zieht es das Hinterbein oft bei jedem Schritt ruckartig hoch und setzt es anschließend genauso schnell wieder ab. 
   Shivering Syndrom Pferd: Ursachen, Vorbeugung, Behandlung   
 Bis heute ist nicht genau geklärt, wie die Krankheit entsteht. Als Ursachen diskutiert werden muskuläre, neurologische oder neuromuskuläre Probleme sowie hormonelle Störungen. Auch Traumata, zum Beispiel nach Stürzen, schwere Infekte und genetische Veranlagungen könnten eine Rolle spielen. 
 2015 kamen Wissenschaftler der Universität Minnesota in einer Studie zu dem Ergebnis, dass der Abbau von Nervenzellen im Kleinhirn für die Krankheit verantwortlich sein könnte. Weil man die Ursachen für das Shivering Syndrom noch nicht sicher kennt, kann man auch nicht vorbeugen. Und bis heute gibt es keine Behandlungsmöglichkeiten, die Heilung versprechen. 
 Die gute Nachricht: Passt man Fütterung, Haltung und Training entsprechend an, können die meisten Pferde noch jahrelang beschwerdefrei leben. Das Fortschreiten der Krankheit kann nicht immer aufgehalten, aber in vielen Fällen stark verzögert werden. 
   Shivering Syndrom Pferd: Fütterung    
 Inzwischen weiß man, dass Pferde mit der Zitterkrankheit von einer Fütterung profitieren, die fettreich, aber stärkearm ist. Diese kann die Krankheit zwar nicht heilen. In vielen Fällen reduziert sie aber die Häufigkeit der Muskelverkrampfungen. Für die Speisekarte heißt das: Hochwertiges Heu und Gras in Maßen ist erlaubt, Getreide sollte vermieden werden. Eine gute getreidefreie und strukturreiche Alternative bietet unser Müsli   MASTERHORSE FASER-PLUS  . Es enthält einen hohen Anteil an Strukturfasern, verschiedene stoffwechselunterstützende Kräuter und Vitalstoffe. 
 Fett und Energie liefern hochwertige Öle wie das   MASTERHORSE LEINÖL  . 
 Wichtig ist außerdem, dass das Shivering Pferd optimal mit Vitaminen, Mineralstoffen, Spurenelementen und Aminosäuren versorgt wird. Nach der Erfahrung vieler Tierärzte profitieren erkrankte Pferde vor allem von Magnesium, Mangan, Vitamin B und E. 
 Eine Rundumversorgung bietet das Mineralfutter   MASTERHORSE BASIS-METABOL  . Es enthält auch die für das Nervenkostüm wichtige Aminosäure Tryptophan, die alternativ auch über das Spezialfuttermittel   MASTERHORSE MAG-PRO   verabreicht werden kann. 
   Hilfe für Pferde mit Shivering Syndrom    
  Artgerechte Haltung   Shivering Pferde, die Probleme beim Rückwärtsrichten haben, brauchen viel Platz, um problemlos wenden zu können. Auch der Schlafplatz sollte großzügig bemessen sein. Dazu kommt, dass sich die Symptome verschlimmern können, wenn betroffene Pferde lange stehen. Die Haltung in einer normal großen Box ist also alles andere als ideal. Besser geeignet sind großzügige Paddockboxen oder, noch besser, Offen- und Laufställe. Hier sollte man ganz besonders darauf achten, dass es keine engen Gassen oder Futterständer gibt, aus denen das Pferd unter Umständen nur rückwärts wieder heraus kommt. 
  Shivering Pferd und der Hufschmied   Wenn schon das Hufeauskratzen schwierig ist, wird das Beschlagen beim Hufschmied zur Tortur. Wenn man Glück hat, kommt das Shivering Pferd auch barfuß oder mit Hufschuhen gut zurecht. Dann dauern die Sitzungen beim Hufschmied wenigstens nicht ganz so lange. Geht es nicht anders, muss das Pferd für den Beschlag sediert werden. 
  Training   Tierärzte raten dazu, Pferde mit Shivering Syndrom regelmäßig zu trainieren und zu gymnastizieren. Denn eine kräftige Muskulatur kann die Intensität der Symptome reduzieren. Zudem fällt es Shivering Pferden oft schwerer, einmal verlorene Muskulatur wieder aufzubauen. Wie stark man ein Shivering Pferd noch belasten kann, hängt dabei immer vom Einzelfall und dem Schweregrad der Erkrankung ab. Viele Pferde mit leichten Symptomen gehen fast oder völlig beschwerdefrei unter dem Sattel. Es gibt sogar Shivering Pferde, die erfolgreich im Turniersport auf hohem Niveau eingesetzt werden. Ist die Krankheit aber schon weiter fortgeschritten, kann es nötig sein, das Pferd in Rente zu schicken. 
  Stress  Inzwischen ist bekannt, dass sich die Shivering Symptome unter Stress verstärken. Vermeiden Sie deshalb wenn möglich unnötige Aufregung wie häufige Stallwechsel oder eine sehr fordernde Wettkampfsaison. 
  Hänger fahren   Transporte bedeuten für viele Pferde Stress. Dagegen können regelmäßiges Hängertraining und eine besonnene Fahrweise helfen. Pferde, die Probleme beim Rückwärtsgehen haben, sollten in einem Anhänger mit Frontausstieg transportiert werden. 
  Linderung für verkrampfte Muskeln    Beim Shivering Syndrom verkampft die Muskulatur. Regelmäßige Physiotherapie, Akupunktur oder Massagen versprechen zumindest vorübergehende Entspannung. 
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                            <updated>2019-08-30T00:00:00+02:00</updated>
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            <title type="text">Muskelaufbau beim Pferd</title>
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                                            Für einen möglichst effizienten Muskelaufbau beim Pferd sind ein gezieltes Training und eine ausgewogene Fütterung maßgeblich. 
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                  Muskelaufbau beim Pferd -&amp;nbsp; vom sinnvollen Training zur gezielten Fütterung   
 Wenn es im Frühling sonnig wird und die Natur aus dem Winterschlaf erwacht, dann möchten viele Reiter / Pferdebesitzer nach der Winterpause gleich ans Limit reiten oder auf Turnieren starten. Auch nach langen Krankheitspausen freuen wir Reiter uns darauf, endlich wieder trainieren zu können. Aber Vorsicht, hatte das Pferd eine längere Auszeit, müssen sowohl die Muskeln als auch die Kondition erst wieder aufgebaut werden. Für den  Muskelaufbau  möglichst effizienten zu unterstützen, sind regelmäßiges Reiten, ein gezieltes Training und eine ausgewogene Fütterung maßgeblich. Das beste Zusatzfutter für den Muskelaufbau nützt nichts, wenn das Pferd überwiegend auf einem Paddock steht. Umgekehrt gilt das Gleiche: Ein ausgeklügelter Trainingsplan führt nicht zum Muskelaufbau beim Pferd, wenn die Fütterung nicht dementsprechend angepasst wird. 
  Die Muskulatur beim Pferd - Anatomie und Stoffwechsel  
 Die Hauptaufgabe der Muskulatur ist Bewegung – essenziell fürs Reiten. In den Muskelzellen wird die chemische Energie aus dem Futter in Muskelkontraktionen umgewandelt und ermöglicht so das Fortbewegen des Körpers. In der Skelettmuskulatur findet man rote und weiße Muskelfasern, zwei verschiedene Muskelfasertypen, die unterschiedliche Leistungen erbringen. Die „Roten“ erhalten ihre Farbe durch den hohen Anteil Myoglobin. Dieser Muskelfarbstoff transportiert Sauerstoff in die Muskelzelle und unterstützt damit die Energiegewinnung aus dem Körperfett (aerober Muskelstoffwechsel). Sie kontrahieren sich langsam, dafür sind sie sehr ausdauernd und können über einen längeren Zeitraum arbeiten. Bei Ausdauersportlern wie zum Beispiel Distanzpferden ist der Anteil an roten Muskelfasern besonders hoch. Rennpferde hingegen müssen in kurzer Zeit kraftvolle Leistung erbringen. Sie haben in ihrer Muskulatur einen hohen Anteil an sich schnell kontrahierenden, weißen Muskelfasern. Diese können sich mit unglaublicher Kraft und großer Geschwindigkeit zusammenziehen - leider nur für kurze Zeit. Dabei verbrennen sie ohne Sauerstoff Energieträger wie das in den Zellen vorhandene Adenosintriphosphat (ATP) bzw. das in der Muskulatur gespeicherte Glykogen (anaerober Muskelstoffwechsel). Die „Weißen“ enthalten sehr wenig roten Muskelfarbstoff Myoglobin, deswegen erscheinen sie blass („weiß“). 
 
 INFO TO GO – Muskelaufbau bei Pferden 
 Rote und weiße Muskelfasern: Erstere sind sehr ausdauernd, arbeiten vor allem im aeroben Bereich und nutzen Körperfette, sogenannte Triglyceride sowie Kohlenhydrate als Energiequelle. Weiße Fasern sind sehr kraftvoll. Sie sind für schnelle Bewegungen wie Sprints und Sprünge wichtig. Sie sind aber nicht sehr ausdauernd. Dafür verbrennen sie Glykogen; man spricht hier vom anaeroben Stoffwechsel. 
 Eiweiß-Cocktail: Muskeln bestehen überwiegend aus Eiweiß. Für den Muskelaufbau benötigt der Körper hochwertiges Eiweiß, am Besten in Form von essenziellen Aminosäuren wie zum Beispiel Lysin, Methionin und Threonin. 
 Trainingsplan: Wichtig ist ein ausgewogener Wechsel aus Trainingseinheiten und Ruhezeiten. 
 
  Richtig füttern - für einen gesunden Aufbau der Muskulatur des Pferdes  
 Die Masse der Muskeln an einem Pferd macht etwa 45 Prozent seines Körpergewichtes aus. Muskeln an sich bestehen überwiegend aus Eiweiß (Proteinen). Deshalb ist eine ausreichende Eiweiß-Zufuhr über das Futter für den Muskelaufbau und den Erhalt der Muskulatur des Pferdes so wichtig. Es kommt aber nicht nur auf die Menge an Eiweiß an, sondern insbesondere auch auf die Qualität. 
 Eiweiße bestehen aus Aminosäuren. Man unterscheidet nichtessenzielle Aminosäuren, die vom Stoffwechsel selbst hergestellt werden können und essenzielle Aminosäuren. Die essenziellen Aminosäuren müssen über die Fütterung zugeführt werden. Hafer besitzt eine gute Eiweißzusammensetzung und ist somit ein perfekt geeignetes Kraftfutter für Sportpferde. Darüber hinaus liefern Soja oder Mikroalgen hochwertige essenzielle Aminosäuren. Mikroalgen sind zum Beispiel Algen des Typs Spirulina und Chlorella. Man findet sie häufig auch in speziellen Zusatzfuttern für den Muskelaufbau bei Pferden, wie zum Beispiel im   MASTERHORSE TRI-POWER PLUS  . Zu den wichtigsten essenziellen Aminosäuren zählen Lysin, Methionin und Threonin. Diese werden auch als limitierende Aminosäuren bezeichnet. Sie müssen über die Nahrung zugeführt werden, damit überhaupt die körpereigenen Proteine gebaut werden können. Fehlt beispielsweise Lysin im Futter, kann sich der Aufbau der Muskeln beim Pferd verzögern oder erliegt gänzlich. 
  Aminosäuren &amp;amp; Muskelaufbau,&amp;nbsp; so hängen diese beiden Komponenten zusammen   
 Der Energiestoffwechsel in der Muskelzelle lässt sich teilweise auch durch das Pferdefutter beeinflussen. Die Energiequelle Adenosintriphosphat (ATP) ist innerhalb kurzer Zeit erschöpft und der Körper muss auf andere Energiereserven wie das in der Muskulatur und in der Leber eingelagerte Glykogen, eine Speicherform von Glukose, zurückgreifen. Wie viel davon gespeichert wurde, hängt vom Trainingszustand und der Kohlenhydratzufuhr ab. Ist das Zuckerdepot nach etwa 60 Minuten aufgebraucht, nimmt sich der Körper die Fettdepots vor. Während die kurzfristigen Energiedepots (z.B. ATP) nicht über die Nahrung beeinflusst werden können, lassen sich die Glykogen- und Fettdepots über die Fütterung von Kohlenhydraten (Getreide, Heu) und Fetten steuern. 
  So werden Muskeln richtig aufgebaut  
 Beim Muskelaufbau kommt es übrigens nicht zu einer Vermehrung der Muskelzellen. Durch das Training wird ein Wachstumsreiz ausgelöst, der eine Proteineinlagerung bewirkt und zu einem größeren Umfang der Muskelfasern des Pferdes führt. Qualitativ hochwertige Zusatzfuttermittel für den Muskelaufbau des Pferdes helfen genau dabei. 
   Muskelaufbau im Frühjahr – Vorbereitung auf die Turniersaison   
 Ziel des Trainings ist es, das Herz-Kreislauf-System dem höheren Leistungsniveau anzupassen. In den Muskeln bilden sich neue Blutgefäße aus, die sie stärker mit Sauerstoff versorgen. Die Anzahl der roten Blutkörperchen steigt und die Hämoglobin-Konzentration erhöht sich. Das führt dazu, dass das Herz weniger Schläge benötigt, um die Muskelzellen mit der nötigen Menge an Sauerstoff zu versorgen. 
   Aufbautraining Pferd   
 Nach einer Winter- oder Verletzungspause hat das Pferd oft einen Großteil an Muskulatur und Kondition verloren. Wer sein Pferd während der Pause leicht reiten konnte, hat es mit dem Antrainieren etwas leichter. Denn dann ist eine gewisse Grundfitness vorhanden. In den ersten Wochen ist ein Wechsel zwischen Trainingseinheiten und Ruhephasen besonders wichtig. Jeder Trainingsreiz löst im Körper Umbauprozesse aus, die sich in Form von leichten Schmerzen in der Muskulatur äußern – hier ist ein sensibler Reiter gefragt. Denn das ist jener Effekt, der umgangssprachlich als Muskelkater bezeichnet wird. Je nach Typ zeigen Pferde diese Beschwerden sehr deutlich oder weniger auffällig. An den Ruhetagen ohne gezieltes Training sollte das Pferd nur leicht longiert oder spazieren geführt werden, um die Muskulatur bestmöglich zu unterstützen. In der Erholungsphase passt sich der Körper an das neue Leistungsniveau an. Das ist das Prinzip der Superkompensation. Nach einem Trainingsreiz folgt die Ermüdung mit anschließender Regeneration. Nach dieser Phase liegt das Leistungsniveau etwas höher als vor dem vorherigen Trainingsreiz. In der Anfangsphase das Training nicht überstürzen! So vermeiden Sie eine Überanstrengung der Muskulatur des Pferdes. Hier darf man das Training als Reiter nicht zu ehrgeizig angehen, denn sonst entsteht Laktat, das in der Muskulatur zu einer Übersäuerung führt. Diese kann zu einem Leistungseinbruch führen. Ebenso können kleinste Muskelfaserrisse entstehen, die am Ende zu Muskelschmerzen, wie wir sie vom Muskelkater kennen, führen. 
 Nicht vergessen: Sehnen und Bänder können sich den gesteigerten Trainingsbedingungen nicht so schnell anpassen! Der Reiter sollte deswegen für das Aufbautraining lieber ein paar Wochen mehr ein planen und damit Schäden am Bewegungsapparat vermeiden. 
 Um den gewünschten Erfolg im Auge zu behalten, empfiehlt es sich, zu Beginn des Trainings aussagekräftige Fotos vom Pferd und den eher muskelschwachen Körper-Partien zu machen. Nachdem der Trainingsplan zum Muskelaufbau erstellt wurde, kann dessen Sinnhaftigkeit mit regelmäßigen Kontrollbildern überprüft werden. Gerade bei Bodenarbeit, im Rahmen gezielter Übungen und beim Longieren können die Muskeln von einem selbst gut betrachtet werden – beim Reiten selbst wird das häufig schwierig. 
  Produktempfehlungen für den gesunden Muskelaufbau des Pferdes  
 Um die Muskulatur des Pferdes wieder richtig aufbauen zu können, muss der Reiter nicht nur richtig trainieren, sondern auch passend füttern. Ausreichend Heu sollte selbstverständlich sein. Damit das Pferd während des Aufbautrainings auch volle Leistung erbringen kann, sollte in jedem Fall die Basis der Futterration stimmen. Denn das Zufüttern von Energieträgern darf in keinem Fall in Vergessenheit geraten. Dies kann in Form reiner Getreide (wie zum Beispiel   MASTERHORSE NATUR-HAFER   oder   MASTERHORSE NATUR-GERSTE  ), aber auch anhand eines Müslis erfolgen. Hier empfiehlt sich das   MASTERHORSE NATURKORN-SPORT  : Es liefert dem Sportpferd leichtverdauliche Energie und dazu noch eine Extraportion an hochwertigem Eiweiß aufgrund der enthaltenen Komponenten Mais, Hafer und Dinkel. Luzerne und Sojaflocken. Es wurde speziell für intensiv gerittene Pferde konzipiert. Und selbstverständlich darf auch ein hochwertiges Mineralfutter wie das   MASTERHORSE SPORT   oder das   MASTERHORSE POWER-SPORT   nicht fehlen. Sie schaffen die idealen Voraussetzungen für eine gute körperliche Fitness und eine konstante Leistungsbereitschaft von Sportpferden. Neben dem Energiebedarf sind bei diesen Tieren auch die Anforderungen an bestimmte Nähr- und Vitalstoffe höher als bei Pferden im Erhaltungsstoffwechsel. Diese beiden Mineralfutter unterstützen Sportpferde optimal dabei, ihr volles Leistungspotenzial auszuschöpfen und dabei fit und gesund zu bleiben. 
   Zusatzfutter für junge Pferde im Muskelaufbau   
 Bei jungen Pferden oder nach einer Trainingspause reichen die Aminosäuren im Futter oft nicht aus. Jetzt ist es sinnvoll, ein Zusatzfutter mit einem hohen Anteil an essenziellen Aminosäuren zu füttern. MASTERHORSE TRI-POWER PLUS enthält einen Mix aus natürlichen Aminosäuren sowie die gezielt zugesetzten Aminosäuren Lysin, Methionin und Threonin. Die natürlichen Aminosäuren kommen aus den Algen Chlorella und Spirulina. EQUIPUR-amino gleicht ebenfalls ein Aminosäurendefizit an Lysin, Methionin und Threonin aus und fördert darüber hinaus mit Calcium und Kieselgur die Knochenfestigkeit. Bei gut bemuskelten Sportpferden ist unser Mineralfutter   MASTERHORSE SPORT   auch alleine ein passender Zusatz zu einer Heu- und Haferration, um die Muskulatur auch bei höheren Anstrengungen unter dem Reiter zu erhalten sowie zu unterstützen und einem frühzeitigen Abbau vorzubeugen. 
  Muskelaufbau Pferd nach Lahmheit und Krankheit  
  Pferde  mit einer Neigung zu   Hufrehe  ,   Equinem Cushing Syndrom   oder   Equinem Metabolischen Syndrom   erhalten häufig nur überständiges Heu. Das ist aus Sicht der Energieversorgung in Ordnung, allerdings fehlen diesen Pferden häufig essenzielle Aminosäuren. Das macht einen Muskelaufbau kaum möglich und führt nicht selten zum Gegenteil. 
 Fehlt dem Körper Eiweiß für Stoffwechsel- und Reparaturprozesse im Körper, holt er sich diese aus der Muskulatur. Das hat zur Folge, dass das Pferd an Muskulatur verliert. Sinnvoll zu einer kargen Ration Heu ist es, zusätzlich  hochwertige Aminosäuren  zu füttern, um den Muskelerhalt, den Muskelaufbau aber auch am Ende einen wirkungsvollen Stoffwechsel dieser Pferde zu unterstützen. 
   Equipur-amino   oder   MASTERHORSE TRI-POWER PLUS   leisten hier gute Dienste. Vielleicht haben Sie schon von natürlichen Aminosäuren aus Spirulina-Algen für Pferde gehört? Diese sind zum Beispiel auch im   MASTERHORSE TRI-POWER PLUS   enthalten. Es gibt weitere interessante Aminosäurequellen, die in diesen Futtermitteln sinnvoll kombiniert werden, dazu später mehr. 
   Futter für den Muskelaufbau von Senioren   
  Ältere Pferde  verwerten das Futter nicht mehr so gut wie jüngere Pferde. Neben einem  Mangel  an   Mineral- und Vitalstoffen   leidet darunter vor allem die Proteinverwertung. Hinzu kommt, dass Seniorpferde oft krankheitsbedingt nicht mehr trainiert werden können und so der wichtige Trainingsreiz fehlt. 
 Um dem  Muskelabbau bei älteren Pferden   vorzubeugen , sind auch hier essenzielle Aminosäuren in der täglichen Ration wichtig. Diese können leicht resorbiert und für Stoffwechselprozesse und den Erhalt der Muskulatur verwertet werden. Das speziell für ältere Pferde erhältliche   MASTEHORSE SENIOR   nimmt auf diese Umstände Rücksicht. 
 Der Muskelaufbau beim älteren Pferd ist meist langwieriger als beim jungen Pferd. Umso besser sollte der  Trainingsplan Muskelaufbau für das ältere Pferd  aufgestellt sein, und das meint langfristig wie kontinuierlich. 
   Warnung vor Kreuzverschlag!   
 Eine der bekanntesten, belastungsbedingten Muskelerkrankungen ist der Kreuzverschlag. Und ausfolgendem Grund darf diese im Rahmen des Muskelaufbautrainings nicht in Vergessenheit geraten: Der akute Kreuzverschlag beim Pferd tritt meistens während der körperlichen Belastung nach einer Ruhephase auf; unter anderem auch dann, wenn am Stehtag die Kraftfuttermenge und damit die Kohlenhydratzufuhr nicht reduziert wurde. Kohlenhydrate werden zu Glykogen umgewandelt und in der Muskulatur als Energiequelle angereichert. Durch die Belastung wird in kurzer Zeit viel Glykogen um- und abgebaut. Die großen Mengen können vom Stoffwechsel nicht bewältigt werden, so dass u.a. Laktat (Milchsäure) gebildet wird, welches sich in der Muskulatur ansammelt und die Muskelfasern schädigt. Um sofort reagieren zu können, sollte man die drei unterschiedlichen Formen im Hinterkopf haben: 
 
 Die milde Form (Symptome treten kurz nach der Belastung auf): Pferde sind unruhig, zeigen einen steifen Gang (vor allem Hinterhand) und einen gekrümmten Rücken. 
 Die moderate Form (Symptome treten während der Belastung auf): Pferd verlangsamt das Bewegungstempo, geht steif, die Kruppenmuskulatur hat einen höheren Tonus, der hintere Rücken ist schmerzhaft 
 Der typische Kreuzverschlag / schwere Form (Symptome treten innerhalb von 30 Minuten bei leichter Arbeit auf): Pferde sind ängstlich, haben Mühe, die Hinterhand zu bewegen, zeigen kolikartige Schmerzen und setzen braunen Harn ab. 
 
 Viele weitere Informationen rund um dieses Thema gibt es in unserem zugehörigen,   hier verlinkten   Expertentipp. 
    
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                            <updated>2019-08-20T09:00:00+02:00</updated>
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            <title type="text">PSSM beim Pferd</title>
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                                            Es gibt verschiedene Formen der Muskelerkrankungen beim Pferd. Alle haben eines gemeinsam: Die Schädigung und teilweise Zerstörung der Muskelzellen ...
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                   Muskelstoffwechselerkrankungen wie z.B. PSSM bei Pferden   
 Es gibt verschiedene Formen von Muskelstoffwechselerkrankungen (Myopathien) bei Pferden. Alle haben eins gemeinsam: Es kommt zu gravierenden Problemen in den Muskelzellen. Die wichtigen Zellen werden entweder geschädigt, zerstört oder funktionieren nicht mehr optimal. Die Verlaufsformen sowie die Ursachen der verschiedenen Myopathien sind jedoch völlig verschieden. 
 So existieren sporadisch auftretende Formen wie beispielsweise der akute Kreuzverschlag, auch Sporadic Exertional Rhabdomyolysis (SER) genannt. Dieser tritt vor allem bei spontaner Überforderung untrainierter Pferde auf. Des Weiteren gibt es auch Formen von Muskelerkrankungen, die auf genetisch bedingte Störungen zurückzuführen sind, welche sich negativ auf den Muskelstoffwechsel auswirken. Hierbei handelt es sich vor allem um die Polysaccharid Speichermyopathien – kurz PSSM. Man unterscheidet zwischen PSSM1/ PSSM Typ1 und PSSM2/ PSSM Typ 2. In diesem Artikel gehen wir überwiegend auf PSSM Typ 1 ein, der Vollständigkeit halber wird PSSM Typ 2 immer wieder kurz erwähnt. Weitergehende Informationen zu PSSM Typ 2 gibt es hier:   Expertentipp PSSM2  . 
 Für die erblich bedingten Myopathien gilt, dass diese nicht heilbar sind. Die Symptome lassen sich aber durch ein entsprechendes Haltungs-, Trainings- und Fütterungsmanagement in den meisten Fällen gut in den Griff bekommen, so dass die Lebenserwartung nicht beeinträchtigt ist. 
 Generell wird unterschieden zwischen: 
  Polysaccharid-Speicher-Myopathie Typ 1 (PSSM1) – Das „wahre“ PSSM des Pferdes  Die Polysaccharid-Speicher-Myopathie wird ausgelöst durch ein defektes Gen („GYS-1“), welches für einen reibungslosen Glykogenstoffwechsel in der Muskelzelle verantwortlich ist. Bei dieser Verlaufsform kommt es zu einer übermäßigen Speicherung von Glykogen in der Muskelzelle, welche zu dieser Stoffwechselerkrankung führen kann. 
  Polysaccharid- Speicher-Myopathie Typ2 (PSSM2) – Die Variante  Die Symptome von PSSM1 und PSSM2 sind relativ ähnlich. Im Rahmen der Forschungen zu PSSM stellten die Forscher-Teams immer wieder fest, dass es einige (ca. 10 %) der Pferde mit gleichen Symptomen gab, die aber keine Mutation des GYS-1-Gens hatte. Diese Gruppe von Pferden wurde pauschal dem Krankheitsbild PSSM2 zugewiesen. Im Rahmen der weiteren Forschungen stellten die Wissenschaftler fest, dass es sich gar nicht um übermäßige Glykogen-Speicherung handelt, sondern um eine so genannte „Myofibrilläre Myopathie“ (MFM). Auch sie basiert auf Genmutationen und zwar der Varianten „P2, P3, P4, P8 und K1“. 
  Die wiederkehrenden Belastungsmyopathie (Recurrent Exertional Rhabdomyolysis – RER) – Ein Subtyp von PSSM2  
 Für diese Sonderform von PSSM2 ist ein mutiertes Gen (Variante „Px“) verantwortlich, welches vor allem den Calcium-Gehalt in der Muskelzelle reguliert. 
 
 INFO TO GO - PSSM beim Pferd 
 PSSM ist eine Muskelerkrankung, die insbesondere bei robusten, nervenstarken und gut bemuskelten Pferden auftritt. Die betroffenen Pferde lagern große Mengen an Polysacchariden in der Muskulatur ein, wodurch diese einen deutlichen Schaden davonträgt. Diese Verlaufsform wird auch als PSSM Typ 1 bezeichnet. 
 Akute Schübe von PSSM können bereits bei normaler Arbeit des Pferdes durch den Abbau der großen Mengen an gespeichertem Glykogen in der Muskulatur entstehen. 
 Unter PSSM Typ 2 werden Trainingsintoleranzen zusammengefasst, die auch auf Gendefekte zurückzuführen sind und sich entweder in einer wiederkehrenden Belastungsmyopathie (RER) oder einer Myofibrillären Myopathie (MFM) äußern. &amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;Die beiden Formen von PSSM sind erblich und nicht heilbar. Die Anzahl der akuten Schübe kann sich lediglich durch eine optimierte Haltung und Fütterung sowie entsprechendes Training minimieren. 
 Eine kohlenhydratarme Fütterung mit einer bedarfsgerechten Ergänzung mit hochwertigem Protein, Vitaminen und Mineralstoffen sowie eine solide Grundfitness können betroffenen Pferden ein annähernd normales Leben ermöglichen. 
 Regelmäßige Bewegung reduziert die übermäßige Einlagerung von Glykogen in der Muskulatur und fördert den Abtransport von Stoffwechselprodukten aus den Muskelzellen. Die Ergänzung der Ration mit Vitamin E und Selen (Antioxidantien) verhindert die Schädigung der Muskelzellen durch die eingelagerten Zuckermoleküle. 
 
   Polysaccharid-Speicher-Myopathie (PSSM) beim Pferd - Ursachen, Symptome und Behandlung   
  PSSM beim Pferd  ist eine  Muskelerkrankung , bei der sich Polysaccharide – also langkettige Zuckermoleküle – in großen Mengen in der Muskulatur anreichern. Bei diesen Polysacchariden handelt es sich in erster Linie um Glykogen. Dieses Kohlenhydrat dient jedem Säugetier als Energiespeicher. Das Pferd bildet diese in derartigen Maßen, um die Muskulatur optimal mit Energie zu versorgen. Bei Pferden mit dieser Krankheit geschieht dies aber in einer deutlich höheren Menge als bei gesunden Pferden. 
 Glykogen besteht aus einem zentralen Protein, an das bis zu 50.000 Glukosebausteine gebunden sind. Glykogen ist also nicht gleich Glykogen. Benötigt das Pferd die in Form von Glykogen gespeicherte Energie, werden die Glykogenmoleküle enzymatisch aufgespalten und zur Energiegewinnung umgebaut.  Pferde  mit  PSSM  bilden aber auch Glykogenmoleküle. Sie lagern die, die sie nicht wieder abbauen und für die Energieversorgung der Muskelzellen nutzen können, ein. Diese verbleiben dauerhaft in der Muskulatur, reichern sich dort mehr und mehr an und schädigen die Muskelzellen. 
   Leider vererblich – PSSM beim Pferd   
 Die Krankheit ist erblich und tritt besonders bei gut bemuskelten Pferden mit ruhigerem Gemüt, wie beispielsweise Westernpferden, Kaltblütern oder auch Robustpferden auf. Entdeckt wurde die Krankheit zunächst bei American Quarter Horses. Durch den Import von Quarter Horses und die Kreuzung mit anderen Rassen gibt es aber mittlerweile auch viele Fälle bei Warmblütern sowie Pferden anderer Rassen. 
 Studien der Veterinärmedizinischen Uni in Wien haben gezeigt, dass auch bei in Österreich lebenden Haflingern und Norikern viele Fälle von PSSM vorkommen. 
   Symptome der Polysaccharid-Speichermyopathie   
 Oft entdeckt man  PSSM  beim  Pferd  erst beim Auftreten eines akuten Schubes. Die hauptsächlichen Symptome eines akuten Schubes sind schwere Muskelkrämpfe, die besonders während und unmittelbar nach körperlicher Arbeit auftreten. Die betroffenen Pferde zittern stark, zeigen verkrampfte Extremitäten, einen hochgezogenen Bauch und besonders im Rückenbereich harte, verkrampfte und geschwollene Muskulatur. Durch die Zerstörung der Muskelzellen gelangt zudem der rote Muskelfarbstoff Myoglobin in die Blutbahn und von hier aus über die Nieren in den Harn. Das hat dann wiederum den dunkelrot bis kaffeebraun verfärbten Urin zur Folge. 
 Erkrankte Pferde zeigen bei genauerer Betrachtung aber auch außerhalb der chronischen Schübe deutliche Anzeichen von PSSM: 
 
 Permanente, wenn auch zum Teil nicht sehr stark ausgeprägte Muskelsteifheit, 
 übermäßiges Schwitzen schon bei leichter Arbeit, 
 wiederkehrende und wechselnde Lahmheiten 
 sowie stetiger Muskelabbau im Bereich der Kruppe und des Rückens 
 
  sind die Folgen der permanenten Einlagerungen von nicht abbaubarem Glykogen in der Muskulatur. 
   Abgrenzung von PSSM zu RER   
 Neben der Polysaccharid-Speichermyopahtie gibt es noch eine weitere Muskelerkrankung beim Pferd, die ähnliche Symptome auslöst, jedoch andere Ursachen hat. 
 Die  Recurrent Exertional Rhabdomyolysis (RER)  bezeichnet man auch als wiederkehrenden, belastungsbedingten Kreuzverschlag. Wie bei PSSM handelt es sich bei RER um eine Stoffwechselstörung in der Muskelzelle. Anders als PSSM tritt RER jedoch deutlich häufiger bei hoch im Blut stehenden (Englische und arabische Vollblüter) und hypernervösen Pferden auf. Gerade Rennpferde sind betroffen und hier insbesondere sehr junge Tiere, bei denen das Nervenkostüm noch sehr schwach ist. 
 Solche Pferde können von Natur aus größere Mengen an Glykogen einlagern und im Bedarfsfall schlagartig verbrennen. Diese Fähigkeit verschafft Rennpferden einen entscheidenden Vorteil, denn die extreme Belastung der Muskulatur in einem sehr kurzen Zeitraum setzt eine kurzfristige Energiebereitstellung voraus. 
 Die Kombination aus Stress und Hypernervosität scheint der Hauptauslöser für diese Form des Verschlags zu sein. Besonders in den Trainingsphasen, in denen die Tiere nicht im vollen Tempo laufen dürfen, kommt es zu akuten Schüben. Schon allein durch die starke Anspannung der Pferde vollbringt die Muskulatur Höchstleistung. Vergleichbar ist das in etwa mit einem Auto, bei dem man Vollgas gibt, aber im Vorfeld keinen Gang einlegt. In dieser Situation verbrennt der Körper das eingelagerte Glykogen schlagartig. 
 Es kommt in der Folge zu einem massiven Anstieg von Laktat und CO2 in der Muskulatur. Dieser schädigt die Muskelzellen, das Pferd erleidet einen Verschlag. RER ist ebenfalls erblich und tritt, wie bereits erwähnt, insbesondere bei Vollblütern und Arabern auf. 
 Wie bereits eingangs erwähnt handelt es sich bei RER um eine Unterstufe von PSSM2 und einen Gendefekt der Variante „Px“. Dieses Protein ist für die Regulation der Calcium-Konzentration in der Muskulatur verantwortlich. Betroffene Pferde profitieren von einer reduzierten Calcium-Fütterung. 
 PSSM1 und PSSM2 – Gleicher Name, unterschiedliche Ursachen 
 Viele talentierte Reitpferde arbeiten eine Zeitlang gut im Training mit – dann setzt eine Blockade ein und das Pferd macht mehr Rückschritte als Fortschritte. Tierärzte, Sattler, Physiotherapeuten stehen oft vor einem Rätsel, da das Tier auf den ersten Blick gesund ist. Dieser Zustand wird oft Trainingsintoleranz genannt. Die Antwort auf die Probleme kann in Form einer Muskel-Biopsie oder in einem Gentest gefunden werden. Über eine Biopsie lässt sich die vermehrte Speicherung von Glykogen (PSSM1), die die gravierenden Probleme zu Folge hat, nachweisen. Diese vermehrte Glykogenspeicherung ist auf eine Mutation des Gens „GYS1“ zurückzuführen. Viele Pferde mit den gleichen Symptomen hatten allerdings ein intaktes „GYS1“ Gen und die Biopsien zeigten keine erhöhte Speicherung des Zuckermoleküls. Tiere mit muskulären Problemen, die ähnliche Symptome zeigten wie Pferde mit PSSM1 wurden damals unter dem Sammelbegriff „PSSM2“ oder „PSSM Typ2“ zusammengefasst. In den letzten Jahren wurde diesbezüglich viel geforscht und die Wissenschaftler fanden heraus, dass es sich um Defekte an den Muskelstrukturen handelt, die zu dem so genannten Myofibrillären Syndrom (MFM) führen. Ursache dafür, dass sind ebenfalls Genmutationen (Varianten P2, P3, P4, P8, K1). Es kommt zu keiner Anreicherung von Glykogen in der Muskulatur, so dass die Bezeichnung PSSM2 eigentlich falsch ist. Da sich der Begriff für dieses Krankheitsbild eingebürgert hat, wird die Bezeichnung weiterverwendet. Detaillierte Informationen zum Thema PSSM2 finden Sie hier:   Expertentipp PSSM2  . 
   Ähnliche Syptome: PSSM und akuter Kreuzverschlag (SER)    
 Ein akuter Kreuzverschlag, auch unter den Bezeichnungen Rhabdomyolyse oder Lumbago bekannt, kann man ebenfalls leicht mit PSSM beim Pferd verwechseln. Ein solcher Kreuzverschlag tritt in der Regel bei Pferden auf, die nur wenig oder auch gar nichts arbeiten und trotzdem eine dafür große Menge an Futter bekommen. Fordert der Reiter ganz plötzlich übermäßige Belastungen, schädigt das die Muskelfasern und es kommt zu einer starken Schädigung der Muskulatur gefolgt von Krämpfen.  Diese sie je nach Schweregrad des akuten Kreuzverschlags der Muskelschädigung unterschiedlich. Man unterscheidet drei Formen (aufsteigend angeordnet): 
 
 Milde Form (Tying Up) 
 Moderate Form 
 Klassischer Kreuzverschlag (Paralytische Myoglobinurie) 
 
 Jeder der drei Stufen kann unabhängig von Pferderasse und -typ auftreten. Viele weitere Infos zum Thema   Kreuzverschlag   können Sie in unserem gleichnamigen   Expertentipp   nachlesen. 
   Diagnose PSSM beim Pferd mittels Muskelbiopsie oder Gentest   
 Bei Pferden, die Anzeichen von Muskelerkrankungen zeigen, kann eine Untersuchung der Muskulatur Aufschluss geben. Bei der Biopsie entnimmt der Tierarzt aus bestimmten Muskeln (meist an der Hinterhand) Muskelbündel und untersucht diese anschließend mit dem Mikroskop. So kann er die übermäßigen Glykogen-Einlagerungen erkennen, was ein sicheres Zeichen für Muskelstoffwechselstörung ist. Die Muskelbiopsie gilt als alleinige sichere Diagnose für PSSM. 
 Es gibt auch die Möglichkeit, bereits bei jungen Pferden und vor einem Ausbruch der Krankheit, diese Diagnose zu stellen, und zwar mit Hilfe eines  Gentests . PSSM verebt sich autosomal. Das bedeutet, dass die Krankheit durch das Vorhandensein eines einzigen Gendefekts ausgelöst wird. Dementsprechend genügt die Untersuchung auf diesen Gendefekt, um die Diagnose stellen zu können. Das betreffende Gen, das bei Pferden mit Polysaccharid-Speichermyopathie verändert ist, ist verantwortlich für das Enzym Glykogen-Synthase 1, kurz GYS-1. 
 Die Untersuchung auf diesen Gendefekt ist mittlerweile weit verbreitet. Bei American Quarter Horses gehört diese Untersuchung daher bereits zum Standard. Allerdings hat man festgestellt, dass nur etwa 90 % der Pferde, die unter PSSM leiden, auch Träger des GYS-1-Gendefekts sind. Die übrigen 10 % sind zwar erkrankt, haben jedoch nicht das GYS-1 in ihren Erbanlagen. Bei diesen Fällen muss die Krankheit eine andere Ursache haben. Welche genau das ist, ist noch nicht eindeutig geklärt. 
 Da PSSM-Pferde aus den Kohlenhydraten im Futter - wie im Text erwähnt - übermäßige Mengen an Glykogen bilden und diese bei nicht ausreichender Bewegung in der Muskulatur einlagern, empfehlen wir, auf die Fütterung ein besonderes Augenmerk zu legen. Was dabei zu beachten ist, haben wir im separaten Expertentipp „  PSSM-Pferde richtig füttern  “ zusammengestellt. 
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            <title type="text">Ataxie beim Pferd</title>
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                                            Eine Ataxie beim Pferd ist in den meisten Fällen nicht heilbar, da sich das geschädigte Nervengewebe nur begrenzt regenieren kann.
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                 Jüngst hat eine Untersuchung schwedischer Tierärzte ergeben, dass 75% der von Trainern und Besitzern als lahmfrei eingestuften Pferde Taktunreinheiten zeigen. 
 Doch nicht immer kann man einen unregelmäßigen Gang mit Schmerzen gleichsetzen. Auch Schäden am Nervensystem können zu Bewegungsstörungen führen. Lesen Sie in diesem  MASTERHORSE-Expertentipp  alles zum Thema  Ataxie beim Pferd . 
   Was ist eine Ataxie beim Pferd?   
 Das Wort „ Ataxia “ stammt aus dem Altgriechischen und bedeutet  Unordnung . Ein Pferd, das unter einer Ataxie leidet, zeigt unkoordinierte oder über das Ziel hinausgehende Bewegungen. Anders als bei Lahmheiten sind für diese Bewegungsstörungen aber keine Verletzungen des Bewegungsapparats verantwortlich. 
 Es handelt sich um eine Erkrankung des Zentralnervensystems (neurologische Erkrankung) mit Schäden an Nervenfasern. Durch diese Schäden kann das betroffene Nervengewebe keine Impulse an die Muskeln oder das Gehirn mehr weiterleiten und es kommt zu Koordinationsschwierigkeiten. Je nach Lokalisation des Schadens unterscheidet man die spinale Ataxie, bei der ein Teil des Rückenmarks betroffen ist, die cerebellare Ataxie (Kleinhirnataxie) und die cerebrale Ataxie, bei der Großhirn, Zwischenhirn oder Mittelhirn betroffen sind. 
   Die Ursachen einer Ataxie beim Pferd   
 Bei den Ursachen spielen vor allem Verletzungen und Infektionen eine Rolle, die zu Schäden am Nervengewebe führen können. Bei der Kleinhirnataxie spielen auch rassenspezifische, erbliche Faktoren eine Rolle. 
 Oldenburger und Araber sind hier häufiger betroffen. Verletzungen durch Überschläge spielen beim Fohlen eine Rolle. Bei älteren Pferden kommt es zu einer spinalen Ataxie eher durch Tumore oder Bandscheibenvorfälle. Eine Ataxie durch Veränderungen in Großhirn, Mittelhirn oder Zwischenhirn ist meistens auf schwere Infektionen mit Krankheitserregern zurückzuführen. Vor allem Viren (z.B. Herpesviren) können das Gehirn schädigen. 
 Aber auch Parasiten wie Palisadenwürmer, die durch den Körper des Pferdes wandern, können Nervengewebe zerstören. Ob Pferde wie der Mensch an Borreliose erkranken können, ist derzeit wissenschaftlich noch nicht hinreichend belegt. 
   Wie erkennt man eine Ataxie? - Die Symptome eines ataktischen Pferdes   
 Pferde mit Ataxie zeigen unkoordinierte Bewegungen. Die Symptome können aber auch im Stand auftreten. Dann spricht man von einer Standataxie, bei der das Pferd nur schwankend stehen kann und zum Hinfallen neigt. 
 Bei einer Gangataxie zeigen Pferde häufig einen Passgang, heben ihre Beine höher oder weniger hoch als gesunde Pferde oder drängen vermehrt zu einer Seite. Auch das Rückwärtstreten fällt betroffenen Pferden schwer oder ist sogar unmöglich. 
 Viele Reiter kennen zum Beispiel den sogenannten Hahnentritt, bei dem das Pferd eines oder beide Hinterbeine ruckartig hochreißt und unkontrolliert zurück auf den Boden setzt. Der Hahnentritt kann durch eine Rückenmarksverletzung entstehen. Doch nicht jede Koordinationsstörung ist auf eine Ataxie zurückzuführen - deshalb sollte man immer einen Tierarzt zu Rate ziehen, wenn sich das Pferd auffällig bewegt. 
 
 INFO TO GO - Ataxie beim Pferd 
 Das Wort „Ataxia“ kommt aus dem Griechischen und bedeutet Unordnung. Ataktische Pferde zeigen unkoordinierte oder über das Ziel hinausgehende Bewegungen, da Nerven im Zentralnervensystem geschädigt sind. 
 Man unterscheidet je nach Ort der Nervenschädigung verschiedene Typen der Ataxie: spinale Ataxie, Kleinhirnataxie und cerebrale Ataxie. 
 Nervenfasern können sich nur sehr eingeschränkt regenerieren. Um das ataktische Pferd bestmöglich zu unterstützen, ist eine zusätzliche Gabe von Vitaminen aus dem B-Komplex sinnvoll. 
 
   Ataxie bei jungen Pferden   
 Bei  jungen Pferden  kann es durch Überschläge beim Spielen zum sogenannten  Wobbler-Syndrom  kommen. Die Überdehnung der Halswirbelsäule verursacht Schäden und Wachstumsstörungen der knöchernen Wirbel, was zu einer Verengung des Wirbelkanals und einer Schädigung des Halsmarks führen kann. 
 Das betroffene Fohlen wird nach solch einem Unfall zeitlebens ataktisch bleiben. Sind die Bewegungsstörungen so stark, dass das Pferd eine Gefahr für sich oder seine Umgebung darstellt, ist die Ataxie nicht immer mit dem Leben des Tieres vereinbar. Auch Schäden durch Infektionen können bereits bei sehr jungen Pferden eine Ataxie verursachen. Die Kleinhirnataxie (Purzelkrankheit) der Oldenburger und Araber zeigt sich sogar bereits kurz nach der Geburt und verschlechtert sich dann weiter. 
   Ist eine Vererbung der Ataxie möglich?   
 Das hängt von der Ursache der Ataxie ab. Entwickelt das Pferd durch Unfälle oder Infektionen Bewegungsstörungen, kann es die Ataxie nicht an potentiellen Nachwuchs weitergeben. Dennoch ist die Zucht mit ataktischen Pferden kritisch zu betrachten. Hengste können sich und andere beim Deckakt durch ihre Koordinationsschwierigkeiten verletzen und auch Stuten mit Ataxie können so beeinträchtigt sein, dass Trächtigkeit und vor allem Geburt ein Risiko darstellen. 
 Die Kleinhirnataxie der Araber und Oldenburger ist, wie bereits erwähnt, eine Erbkrankheit. Das sollten Züchter der betroffenen Rassen bei Anpaarungen immer im Hinterkopf behalten, um einer weiteren Verbreitung der Erkrankung entgegenzuwirken. 
   Therapie und Behandlung eines ataktischen Pferdes - ist eine Heilung möglich?   
 Nervengewebe kann sich nur sehr begrenzt regenerieren, weshalb eine Heilung der Ataxie in den allermeisten Fällen nicht möglich ist. Beim  Wobbler-Syndrom  gibt es die Möglichkeit, die betroffenen Halswirbel operativ zu versteifen, um das Halsmark zu entlasten. Das heilt aber keine bereits vorhandenen Schäden, sondern beugt vor allem einer weiteren Verschlechterung der Ataxie vor. 
 Zum Teil können jedoch noch intakte, benachbarte Nervenfasern die Aufgabe geschädigter Nerven übernehmen. Dadurch kann der Körper die Koordinationsstörungen im Laufe der Zeit mehr oder weniger gut kompensieren. Ein durchdachtes Bewegungsprogramm kann dem Pferd dabei helfen die Kontrolle über den eigenen Körper zu verbessern. Wunder darf man jedoch nicht erwarten. Wie gut ein ataktisches Pferd sich im Laufe der Zeit entwickelt, hängt zum einen vom Alter - je jünger desto besser - und zum anderen vom Ausmaß der Nervenschädigung ab. 
   Die richtige Fütterung neurologisch auffälliger Pferde - MASTERHORSE-Expertentipp   
 Um die geringe Generationsfähigkeit der Nerven bestmöglich zu unterstützen, sollten Pferde mit neurologischen Erkrankungen bestmöglich mit für das Nervensystem wichtigen Nährstoffen versorgt sein. Gerade die Vitamine aus dem  B-Komplex  sind hier besonders wichtig. Im Normalfall nimmt das Pferd ausreichende Mengen der  B-Vitamine  über das Futter auf. 
 Um die Deckung des Mehrbedarfs geschädigter Nerven zu sichern, ist eine Gabe von   MASTERHORSE B-KOMPLEX   an ataktische Pferde in jedem Fall sinnvoll. Es wurde speziell für die Unterstützung bei neurologischen Erkrankung entwickelt und ist so auch optimal auf die Bedürfnisse durch eine Ataxie abgestimmt. 
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                            <updated>2017-12-27T00:00:00+01:00</updated>
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            <title type="text">Kreuzverschlag beim Pferd</title>
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                   Verschlag, Kreuzverschlag oder Feiertagskrankheit   
 Der  Kreuzverschlag , auch Belastungsmyopathie genannt, ist eine Muskelerkrankung, die schon seit mehreren Jahrhunderten bekannt ist. So litten früher vor allem Arbeitstiere wie zum Beispiel Grubenponys oder Zugpferde nach einem arbeitsfreien Wochenende am nächsten Arbeitstag unter diesen Muskelproblemen. Deswegen wird der Kreuzverschlag beim Pferd auch Feiertagskrankheit genannt. Weitere gängige Namen sind Nierenverschlag, Lumbago, paralytische Myoglobinurie oder aus dem englischen Sprachraum Exertional Rhabdomyolysis, Azoturie oder Tying-Up. Ähnliche Symptome ruft die Muskelstoffwechselstörung PSSM (Polysaccharid Speicher Myopathie) beim Pferd hervor. Hierbei handelt es sich um eine erblich bedingte Störung, bei der große Mengen an Polysacchariden in der Muskulatur gespeichert werden. 
  Kreuzverschlag  zählt mit seinen verschiedenen Verlaufsformen zu den so genannten Belastungsmyopathien (Myopahtie: gr. „Muskelleiden“), d.h. die Muskelschmerzen treten während der Belastung des Pferdes auf. 
   Kreuzverschlag beim Pferd - Die verschiedenen Verlaufsformen   
 Der  Kreuzverschlag  lässt sich in eine akute ( SER – Sporadic Exertional Rhabdomyolysis ) und eine wiederkehrende, leichtere ( RER – Recurrent Extertional Rhabdomyolysis ) Verlaufsform unterteilen. Die akute Form wird des Weiteren in verschiedene Schweregrade eingeteilt, die unten näher beschrieben werden. 
 Kreuzverschlag durch die oben erwähnte Muskelstoffwechselstörung PSSM ähnelt der wiederkehrenden, leichteren Verlaufsform RER und wird in unserem Experten-Tipp &quot;  PSSM beim Pferd  &quot; beschrieben. 
   Verschiedene Symptome des Kreuzverschlags beim Pferd   
 Die Ausprägung der Symptome ist unterschiedlich und hängt vom Schweregrad des Kreuzverschlags beim Pferd und der Muskelschädigung ab: 
   SER: Milde Form – Tying-Up   
 Folgende Symptome treten bereits fünf bis zehn Minuten nach Belastungsbeginn auf: 
 
 Unruhe, 
 klammer Gang, 
 verspannter Rücken, 
 leichte kolikartige Symptome, 
 strohgelber Harn, 
 verkrampfte Haltung. 
 
   SER: Moderate Form   
 Bei dieser Verlaufsform zeigt das Pferd die ersten Symptome des Kreuzverschlags ca. 20 bis 30 Minuten nach Arbeitsbeginn: 
 
 Das Pferd wird langsamer und triebiger, 
 geht steif, 
 bleibt plötzlich stehen, 
 beginnt zu schwitzen, 
 die Kruppenmuskulatur ist schmerzhaft und weist einen höheren Muskeltonus auf. 
 
   SER: Der klassische Kreuzverschlag - Paralytische Myoglobinurie   
 Bei der schwersten Form des Kreuzverschlags beim Pferd treten die Symptome innerhalb der ersten halben Stunde bei der Arbeit auf: 
 
 Das Pferd bleibt plötzlich stehen, 
 ist „ängstlich“, 
 kann seine Hinterbeine nicht mehr koordinieren, 
 zeigt kolikartige Schmerzen, die durch Muskelkrämpfe ausgelöst werden, 
 setzt kaffeebraunen Harn ab, 
 Rücken- und Kruppenmuskulatur schmerzen sehr stark, 
 übermäßiges Schwitzen (Gefahr von Dehydration), 
 weitere Symptome sind erhöhte Temperatur, gerötete Schleimhäute, Herzrasen, schnelle Atmung und fehlende Darmgeräusche. 
 
   RER – Der wiederkehrende Verschlag   
 Während die akute Form alle Pferderassen und Typen betreffen kann, tritt der wiederkehrende Verschlag häufig bei Rennpferden, gut trainierten Tieren und vor allem bei nervösen Pferden auf. Es scheint sich hierbei um einen genetischen Defekt zu handeln, der zu einer leichten Übererregbarkeit der Muskeln führt. Ist das Pferd nervös, so kommt es zu einem Muskelzittern und einem schnellen Freisetzen der Kohlenhydrate in der Muskulatur. Dies führt zu Muskelschäden und Symptomen eines leichten Kreuzverschlags wie zum Beispiel steifen Bewegungen, Schwitzen und mangelnder Leistungsfähigkeit. Da die Anzeichen von RER meist deutlich milder sind als bei den akuten Verlaufsformen, werden sie leicht übersehen bzw. fehlinterpretiert. 
   Typische Ursachen des Kreuzverschlags   
 Der akute Kreuzverschlag beim Pferd tritt meistens während der körperlichen Belastung nach einer Ruhephase auf; vor allem dann, wenn am Stehtag die Kraftfuttermenge und damit die Kohlenhydratzufuhr nicht reduziert wurde. Kohlenhydrate werden zu Glykogen umgewandelt und in der Muskulatur als Energiequelle angereichert. Durch die Belastung wird in kurzer Zeit viel Glykogen um- und abgebaut. Die großen Mengen können vom Stoffwechsel nicht bewältigt werden, so dass u.a. Laktat (Milchsäure) gebildet wird, welches sich in der Muskulatur ansammelt und die Muskelfasern schädigt. Dabei kommt es erst zu einem intrazellulären Ödem, später zu einer Zerstörung der Muskelzellen. Dabei wird der Muskelfarbstoff Myoglobin aus den Muskelzellen freigesetzt, was zur Farbveränderung des Harns führt. Ein weiterer Auslöser eines akuten Verschlags ist körperliche Überlastung. Wird das Pferd über seine Leistungsgrenze hinweg beansprucht, so kommt es zu Muskelschäden, welche zu einem Kreuzverschlag führen können. Diese Ursache wird häufig bei Distanz- und Vielseitigkeitspferden beobachtet. 
 Bei RER spielen neben zu hohen Kraftfuttermengen, Elektrolytverlusten sowie einer nicht ausreichenden Vitamin- und Mineralstoffversorgung (z.B. Vitamin E und Selen) vor allem Stress und Nervosität eine wichtige Rolle. 
 
 INFO TO GO 
 Kreuzverschlag, auch Feiertagskrankheit genannt: Der „Muskelkater“ des Pferdes tritt vor allem nach Ruhetagen mit voller Kraftfutterration auf. 
 Die Symptome des Kreuzverschlags sind: Muskelschmerzen, Muskelverspannungen, steife Bewegungen, Schwitzen, verfärbter Harn. Je nach Verlaufsform fallen die Symptome schwächer oder stärker aus. 
 Die richtige Prophylaxe: Kraftfutter an Ruhetagen reduzieren, ausreichend aufwärmen, schonend trainieren, Elektrolytverluste ausgleichen, Vitamin- und Mineralstoffimbalancen (v.a. Vit. E und Selen) vermeiden. 
 
   Kreuzverschlag behandeln – Was kann ich tun?   
   Therapie bei Kreuzverschlag - schnelles Handeln ist angesagt   
 Zeigt ein Pferd die oben genannten Symptome, so muss der Ritt bzw. die Trainingseinheit umgehend abgebrochen und das Pferd zurück in den Stall gebracht werden. Nun muss entsprechend behandelt werden. Um weitere Muskelschäden zu vermeiden, darf das Pferd keine weiten Strecken mehr zurücklegen. Tritt der Kreuzverschlag während eines Ausritts auf, so sollte ein Zugfahrzeug mit Hänger organisiert und das Pferd in den Stall oder die Klinik gefahren werden. Bis der Tierarzt kommt kann man das Pferd eindecken, um die schmerzende Muskulatur zu entspannen (nicht bei überhitzten Pferden!). Elektrolyte und Flüssigkeit helfen, die schädlichen Stoffe aus dem Körper zu transportieren. Der Tierarzt wird in der Regel Infusionen setzen, um die Flüssigkeits- und Elektrolytverluste durch das Schwitzen wieder auszugleichen. Des Weiteren helfen dem Pferd schmerzlindernde, entzündungshemmende und durchblutungsfördernde Medikamente, die kritische Situation zu überstehen. 
   Diagnose mittels Blutbild - Wie schlimm ist der Kreuzverschlag?   
 Mittels einer Blutprobe kann die Aktivität der Muskelenzyme Creatin-Kinase (CK) und Aspartataminotransferase (AST) gemessen und der Schweregrad des Kreuzverschlags beim Pferd bestimmt werden. Der Referenzwert für CK liegt bei &amp;lt; 130 U/l und für AST bei &amp;lt; 600 U/l. Je höher die gemessenen Werte liegen, desto schlimmer ist der Kreuzverschlag des Pferdes. Die Übergänge zwischen den Verlaufsformen sind fließend, deswegen empfehlen wir, das Blutbild mit dem behandelnden Tierarzt und dem Labor zu interpretieren. 
   Dauer – In schweren Fällen vergehen Wochen   
 In leichten Fällen ist das Pferd innerhalb weniger Stunden wieder weitestgehend fit. Leidet das Pferd unter einem schweren Kreuzverschlag, so kann sich die Genesung über mehrere Wochen hinziehen. 
 In der Zeit nach einem Kreuzverschlag sollte man die Muskelenzymwerte im Auge behalten; bis die Normalwerte wieder erreicht werden, können bis zu zwei Monate vergehen. 
   Kreuzverschlag beim Pferd vorbeugen - richtig bewegen und füttern    
  Schonendes, dem Leistungszustand des Pferdes angepasstes Training und eine bedarfsgerechte Fütterung sind die Basis der Kreuzverschlags-Prophylaxe.  
    Richtig bewegen und reiten     
 Ein ausreichend langes Aufwärmen von etwa 15 Minuten vor der Belastung sollte selbstverständlich sein, genauso wie die langsame Steigerung der Trainingsintensität. Seitens der Fütterung muss der Kraftfutterbedarf überprüft werden. Viele freizeitmäßig gerittene Pferde kommen mit Heu und Mineralfutter aus; sie benötigen nur wenig oder kein Kraftfutter. Steht bei Reitpferden doch ein Ruhetag an, so muss die Kraftfutterration deutlich gekürzt werden. Mit diesen einfachen Maßnahmen kann man den Muskelschmerzen beim Pferd vorbeugen. 
 Bei Pferden mit Neigung zu einem wiederkehrenden Verschlag (RER) spielt Ruhe eine wichtige Rolle. Gerade zu Beginn der Arbeit sollte das Pferd nicht unter Stress stehen; so kann das Glykogen in der Muskulatur langsam abgebaut werden und es kommt nicht zu der plötzlichen und schädlichen Freisetzung von Zucker. Damit sich keine größeren Glykogen-Mengen in der Muskulatur ansammeln, sollte bei Sportpferden ein Teil der Kraftfutterration auf ölhaltige Komponenten umgestellt werden. Des Weiteren hilft regelmäßige Bewegung die Glykogenspeicher zu leeren. Wenn möglich sollten Pferde mit RER zweimal täglich bewegt werden. 
   Fütterung bei Kreuzverschlag und vorbeugende Fütterungsmaßnahmen   
   Richtig füttern im akuten Fall   
 Leidet das Pferd unter einem akuten Verschlag, so ist das Kraftfutter umgehend zu streichen. Heu kann weiterhin problemlos gegeben werden, es liefert langsam verfügbare Energie, hält die Verdauung am Laufen und schafft die Basis für ein Elektrolytreservoir. Werden Elektrolyte nicht über eine Infusion verabreicht, so sollten dem Pferd Elektrolyte, wie zum Beispiel   MASTERHORSE ELEKTROLYT-2000-PLUS  , mit dem Futter angeboten werden. 
 Die Nieren des Pferdes müssen während eines Kreuzverschlags Höchstarbeit leisten. Das freie Myoglobin und andere Abbauprodukte können die Nieren regelrecht verstopfen und zu einem Nierenversagen führen. Hier ist eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr wichtig. Im Notfall geschieht dies mittels Infusionen, anschließend sollte ausreichend Wasser zur Verfügung stehen. Neben einer Selbsttränke bietet es sich an, dem Pferd einen Eimer mit Wasser zur freien Flüssigkeitsaufnahme in die Box zu hängen. Die Nierentätigkeit kann durch entwässernde Kräutermischungen mit Birkenblättern und Brennnesseln unterstützt werden. Vitamin E und Selen spielen eine wichtige Rolle im Muskelstoffwechsel des Pferdes. Im Rahmen der Therapie nach einem Kreuzverschlag ist eine Supplementierung von   MASTERHORSE TRAINING   über einen Zeitraum von mindestens vier Wochen sinnvoll. Zur Regeneration der Nieren und Unterstützung der Nierentätigkeit eignet sich   EQUIPUR- renal  . 
   Richtig füttern - Kreuzverschlag beim Pferd vorbeugen   
 Kreuzverschlag beim Pferd kann durch eine falsche Fütterung begünstigt werden: 
 
 Zu hohe Kraftfutter-Portionen, 
 keine Reduktion des Kraftfutters an Ruhetagen, 
 nicht ausreichende Vitamin E- und Selenversorgung, 
 mangelnder Elektrolyt-Ausgleich, 
 generelle Mineralstoff-Imbalancen. 
 
 Für eine „muskelschonende“ und damit vorbeugende Fütterung bedeutet dies nun: 
 
 Ausreichend Heu (ca. 1,5 kg Heu/100 kg LG) füttern. 
 Kraftfutter der Leistung anpassen, stärkereiches Getreide kann teilweise durch fetthaltige Futtermittel ersetzt werden. 
 Vitamin E- und Selen-Supplementierung. 
 Nach größeren Schweißverlusten, Elektrolyte dem Körper wieder zuführen. 
 Ausgewogenes Mineralfutter zur optimalen Versorgung des Pferdes geben. 
 
 Bei Pferden mit RER sollte Kraftfutter weitestgehend reduziert werden. Benötigt das Pferd mehr Energie als es über Heu bekommen kann, so sind Öle kohlenhydratfreie Energiequellen. Zur Stärkung der Nerven und des Muskelstoffwechsels sind Zusatzfuttermittel mit Tryptophan und Magnesium (  MASTERHORSE MAG-PRO  ) sowie Vitamin E und Selen (  MASTERHORSE TRAINING  ) sinnvoll. 
 Durch eine bedarfsgerechte Fütterung des Pferdes, tägliche Bewegung und ein schonendes Training kann schmerzhaften Muskelerkrankungen (Kreuzverschlag) vorgebeugt werden. Wenden Sie sich im Zweifelsfall an Ihren Tierarzt oder an das   Beratungsteam von MASTERHORSE  . 
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            <title type="text">PSSM Typ 1 - Pferde richtig füttern</title>
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                                            Pferde mit einer Muskelstoffwechselerkrankung, wie PSSM oder RER müssen kohlenhydratarm ernährt werden. Tipps von den Futterexperten
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                 Da  Pferde mit PSSM Typ 1 &amp;nbsp;aus den Kohlenhydraten im Futter übermäßige Mengen an Glykogen bilden und diese bei nicht ausreichender Bewegung in der Muskulatur einlagern, muss der Fütterung sowie der Bewegung dieser Pferde besondere Beachtung geschenkt werden. Bei  Pferden mit PSSM  ist es noch viel wichtiger als bei gesunden Pferden, dass die zugeführte Menge an Energie mit dem Energiebedarf des Pferdes übereinstimmt, um eine Überversorgung des Pferdes zu vermeiden. Es sollte immer gelten: so wenig wie möglich, so viel wie unbedingt nötig. 
   Das richtige Futter- und Bewegungsmanagement – bei PSSM1 das A und O   
  PSSM-Pferde  sollten mit  möglichst geringem Kraftfuttereinsatz  ernährt werden, um die Glykogensynthese einzudämmen. Hierbei ist die benötigte Energie nach Möglichkeit durch qualitativ sehr hochwertiges Heu bereitzustellen. Geht der Energiebedarf über die Menge hinaus, die das Pferd über Heu aufnehmen kann, können statt Getreide besser fetthaltige Futtermittel wie beispielsweise  Pflanzenöle  zum Einsatz kommen. Hier eignet sich das     MASTERHORSE LEINÖL     ideal. Erfahrungen zeigen, dass bis zu 25 % der täglich zugeführten Energie über Leinöl abgedeckt werden kann. Aber Vorsicht: nicht nur Getreide enthält Kohlenhydrate, sondern auch Heu – und das in nicht geringen Mengen! Die Kohlenhydrate liegen hier nur in anderen, langsamer wirkenden Formen vor als im Getreide, haben aber auf den Organismus und den Stoffwechsel im Endeffekt dieselbe Wirkung. 
   Fütterung von PSSM-Pferden   
 Wichtig bei der Fütterung von PSSM-Pferden sind die Anzahl der Portionen und die jeweilige Portionsgröße. Die Fütterung sollte nach Möglichkeit in vielen kleinen Portionen erfolgen, um einen zu starken Anstieg des Glucosespiegels im Blut zu vermeiden und somit die Insulinreaktion möglichst gering zu halten. Ein zu hoher Insulinspiegel stimuliert die Glykogen-Bildung und kann die Krankheitssymptome so deutlich verschlimmern. 
 Ein weiterer wichtiger Punkt bei der Fütterung von PSSM-Pferden ist der Fütterungszeitpunkt. Je nach Art der Futtermittel dauert es von der Aufnahme bis zum Anstieg des Glucosespiegels im Blut etwa 30 bis 120 Minuten. Während dieser Zeit ist der Organismus mit der Verdauung beschäftigt und das Pferd sollte nicht gearbeitet werden. Allerdings ist es sinnvoll das Pferd dann zu bewegen, wenn die Energie aus dem Futter bereitgestellt wird, also etwa ab 2 Stunden nach der Fütterung. So kann die Energie gleich umgesetzt werden und der Körper baut weniger Glykogen auf. Hingegen ist die Fütterung von Kraftfutter am Abend nicht so sinnvoll, da das Pferd in der Nacht meist ruht und der Körper so einen geringeren Anteil der aufgenommenen Energie verbraucht und dementsprechend mehr Glykogen bilden kann. 
 Generell gilt für alle Futterumstellungen: Plötzliche Veränderungen in der Ration sollten unbedingt vermieden werden. Dies gilt insbesondere für die Umstellung von Getreide auf fettreiche Komponenten als Energieträger. Die Verdauung des Pferdes muss sich auf die Verwertung dieser Energiequelle einstellen, wofür in der Regel einige Tage Zeit benötigt wird. 
 Neben der Anpassung der Energiemenge und der Grundnährstoffe hat sich gezeigt, dass auch die Zufütterung von Vitamin E und Selen mit   MASTERHORSE TRAINING   zum Schutz der Muskelzellen sinnvoll ist. Durch die antioxidative Wirkung können Vitamin E und Selen die Zerstörung der Zellen, insbesondere in den Ruhezeiten, eindämmen und so den chronischen Verlauf der Krankheit abmildern. Für nervöse Pferde empfiehlt sich das   MASTERHORSE MAG-E  . Dies enthält neben den Antioxidanzien auch Magnesium und Vitamin B12. Diese beiden Mikronährstoffe tragen zu einem stabilen Nervenkostüm bei. 
 PSSM-Pferde benötigen eine gewisse Alltagsroutine mit regelmäßiger, ruhiger Bewegung. Sie profitieren von einer langen Aufwärmphase (mind. 15 Minuten) und einer ebenso langen Schrittphase nach der Trainingseinheit. Zudem ist die körperliche Fitness ein sehr wichtiger Punkt. Pferde mit PSSM müssen sehr vorsichtig trainiert und die Intensität darf nur sehr langsam gesteigert werden. Unter keinen Umständen darf eine körperliche Überforderung eintreten. Pferde mit einer gewissen Grundkondition können das gespeicherte Glykogen besser verbrennen. Dies kann das übermäßige Speichern dieses Kohlenhydrats eindämmen, und beugt so einem akuten Schub sowie auch der chronischen Schädigung der Muskelzellen vor. Um zu vermeiden, dass das Pferd in längeren Ruhephasen zu viel Glykogen speichert ist es sinnvoll, PSSM-Pferde zweimal täglich zu arbeiten. 
 Expertentipp - Fütterung bei Pferden mit PSSM Typ 1 
 Bei Pferden, die typische Symptome von Muskelerkrankungen zeigen, kann eine Biopsie durchgeführt werden, um eine eindeutige Diagnose zu erhalten. Ergibt diese Untersuchung, dass das Pferd an einer der oben aufgeführten Erkrankungen leidet, sollten Haltung, Umgang, Training und Fütterung entsprechend umgestellt werden. Die betroffenen Pferde sollten viel Auslauf und damit die Möglichkeit haben, sich permanent aber ruhig zu bewegen. Da akute Schübe insbesondere durch den Abbau von großen Mengen an eingelagertem Glykogen ausgelöst werden ist es wichtig, den übermäßigen Aufbau von Glykogen zu verhindern. Durch die Fütterung mehrerer kleiner Portionen in Kombination mit mehreren Trainingseinheiten pro Tag kann so die zugeführte Energie möglichst zeitnah verbraucht und somit wenig Energie in Form von Glykogen gespeichert werden. Dabei sollte die Fütterung eher kohlenhydratarm, also möglichst getreidefrei, zusammengestellt sein. Für die Energieversorgung gilt die Devise: so wenig wie möglich, so viel wie unbedingt nötig. Die Grundversorgung erfolgt über hochwertiges Heu. Als Kraftfutter kommen getreidefreie Sorten wie zum Beispiel das   MASTERHORSE FASER-PLUS   in Frage. Zusätzliche Energie liefern hochwertige Pflanzenöle wie   MASTERHORSE LEINÖL  . Nach langsamer Eingewöhnung kann ein Großpferd bis zu 250 ml Leinöl pro Tag bekommen. Wir empfehlen solch große Mengen auf mehrere Mahlzeiten über den Tag zu verteilen. Eine bedarfsgerechte Versorgung mit Vitaminen und Mineralstoffen, wie z.B. unser   MASTERHORSE BASIS  , muss immer unabhängig von der Energieversorgung sichergestellt werden. Ein reines Mineralfutter ist einem vitaminisierten und mineralisierten Mischfutter vorzuziehen. Vitamin E und Selen (  MASTERHORSE TRAINING  ) schützen die Zellen und können so insbesondere die chronische Schädigung der Muskelzellen abmildern. 
    Lesen Sie hier weitere Informationen zum Thema: PSSM beim Pferd ...    
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