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    <updated>2026-07-21T18:18:30+02:00</updated>
    
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            <title type="text">Herpes beim Pferd!</title>
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                                            In den Wintermonaten steigt die Gefahr eines Herpes Virus beim Pferd.
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                  Immer wieder tödliche Fälle von Herpes beim Pferd  
 Fast jedes Jahr werden im Spätherbst und Winter Herpesfälle beim Pferd gemeldet. Bricht das Virus aus, ist es hoch ansteckend, führt zu Fehlgeburten, Husten, Nervenschäden und nicht selten zum Tod. Was man dagegen tun kann? Impfen und das Immunsystem stärken! 
  Das Equine Herpes Virus - Die verschiedenen Verlaufsformen und Symptome  
 Es gibt verschiedene Typen des  Equinen Herpes Virus  (EHV), die sich in unterschiedlichen Folgeerkrankungen äußern: 
 Equines Herpesvirus Typ 1: Es kommt zu Erkrankungen des Bronchialsystems, Aborten und Lähmungserscheinungen. 
 Equines Herpesvirus Typ 2: Der Herpes-Virus manifestiert sich im Auge in Form einer Augenentzündung (Keratokonjunktivitis). 
 Equines Herpesvirus Typ 3: Bläschenbildung an den Genitalien („Deckseuche“). 
 Equines Herpesvirus Typ 4: Atemwegserkrankungen, Lähmungserscheinungen. 
 Warum ist Herpes bei Pferden so gefährlich? 
 Beim Pferd treten überwiegend das EHV 1 und 4 auf. Diese kommen bei Pferden auf der ganzen Welt vor – ganz unabhängig von Rasse oder Alter. Eine Infektion erfolgt meist im ersten Lebensjahr; die Ansteckung passiert in den meisten Fällen über klinisch erkrankte Pferde oder Tiere, die das Virus latent (ohne Symptome zu zeigen) in sich tragen. Dazu kommt, dass Personen oder Gegenstände, die mit bereits infizierten Pferden in Kontakt waren, ebenfalls Viren übertragen können. Denn diese bleiben in für sie passender Umgebung bis zu sieben Wochen infektiös. Die Eintrittspforte für den Erreger sind die oberen Atemwege. Nach einer Inkubationszeit von zwei bis zehn Tagen kommt es zu ersten, meist noch milden Symptomen an den Atemwegen, die nach ein bis zwei Wochen auch wieder abklingen. Ab diesem Zeitraum werden Antikörper im Pferd sichtbar und können getestet werden. In diesem Moment gilt das Pferd für etwa drei bis vier Monate als immun und zeigt keinerlei Krankheitsanzeichen mehr – dennoch kann es das Virus nach wie vor in sich tragen. Man spricht hier von einer sogenannten latenten Infektion. Achtung: Eine solche kann sich jederzeit wieder zu einer klinisch manifesten Infektion umwandeln; in einem solchen Fall leidet das Pferd wieder an den gefährlichen Herpes-Symptomen. Diese Tatsache begründet, warum es sogar in geschlossenen Beständen immer wieder zu Erkrankungen kommen kann. 
 EHV 1 und 4 können in drei verschiedenen Verlaufsformen mit unterschiedlichen Symptomen auftreten: 
 1. Virusabort: Zuchtstuten bringen tote oder lebensschwache Fohlen zur Welt (nur EHV 1). 
 2. Rhinopneumonitis: Betroffene Pferde erkranken an den oberen Atemwegen, haben Nasenausfluss, hohes Fieber (40°C) und angelaufene Beine. Bei vielen Tieren geht der Atemwegsinfekt in eine Lungenentzündung über. 
 3. Paralytische Form: Es kommt zu Lähmungserscheinungen (v.a. an der Hinterhand) durch eine Entzündung des Rückenmarks, die betroffenen Pferde liegen oft fest, können häufig nicht mehr aufstehen und müssen in der Regel erlöst werden. 
  EHV 2- Infektionen Die Herpesviren der Typen 2 und 5 sind an der Entstehung von Augenentzündungen beteiligt. Zudem können sie virale und bakterielle Infektionen der Atemwege begünstigen. 
  EHV 3  Der EHV3 wird meistens beim Deckakt von einem infizierten Hengst auf die Stute übertragen. Etwa ein bis zehn Tage später treten am Scheidenvorhof, an den benachbarten Hautstellen und am Euter kreisrunde Bläschen und Pusteln auf. Bei erkrankten Hengsten sind Penis und Vorhaut betroffen. Neben den Bläschen können Schwellungen auftreten. 
 Das EHV-Virus wird in allen Fällen über Tröpfcheninfektion übertragen und kann sich rasant ausbreiten. Ist ein Pferd im Bestand erkrankt, so muss man es umgehend von anderen Pferden isolieren. Sind mehrere Tiere betroffen ist es ratsam, den kompletten Stalltrakt zu sperren. Um eine Ausbreitung zu vermeiden, dürfen Pferde eines betroffenen Betriebes den Hof nicht verlassen. Besondere Reinigungs- und Desinfektionsmaßnahmen helfen zudem, die Ausbreitung einzudämmen. Herpes zählt nicht zu den melde- oder anzeigepflichtigen Tierseuchen, dennoch ist es sinnvoll, das zuständige Veterinäramt bzw. den Tiergesundheitsdienst zu informieren. 
 
 INFO TO GO – Herpesinfektion Pferd 
 Sehr viele Pferde sind Virusträger. Die Krankheit bricht jedoch relativ selten aus. 
 Es gibt keine Therapie gegen Herpesviren. Die wichtigsten Bekämpfungsmaßnahmen sind die Impfung des gesamten Bestandes, die Vermeidung von Stress und die Stärkung des Immunsystems. 
 Bei erkrankten Pferden kann man nur die Symptome behandeln und das Immunsystem unterstützen, zum Beispiel über hoch konzentrierte Vitaminpräparate. 
 Wegen der hohen Ansteckungsgefahr müssen erkrankte Pferde von gesunden Tieren isoliert werden. 
 Die Prognose für ein erkranktes Pferd steht abhängig von den Symptomen sehr gut bis fraglich. In schweren Fällen kann eine Herpes-Infektion zum Tod führen. 
 
   Was kann vorbeugend gegen Herpes beim Pferd getan werden?  
 Wie beim Menschen auch, tragen etwa 90 % der Pferde den Herpesvirus latent in sich. Die meisten Pferde infizieren sich schon im ersten Lebensjahr mit dem Herpesvirus. So lange sich die Viren in einer Art Schlafzustand befinden, treten aber keine klinischen Symptome auf. In der Fachsprache wird dieser Zustand Viruslatenz genannt. Bei einem geschwächten Immunsystem und unter Stress kann es zu einer sogenannten Reaktivierung der Viren kommen. Sie vermehren sich. Dann erkrankt das betroffene Pferd manchmal selbst. In jedem Fall aber scheidet es Herpesviren über den Nasenschleim aus und wird so zur Ansteckungsquelle für andere Pferde. Folgende Maßnahmen können unternommen werden, um das Risiko einer Erkrankung bzw. Ausbruchs zu reduzieren: 
 
 optimale Haltungs- und Fütterungsbedingungen 
 Stärkung des Immunsystems 
 Vermeidung von Stress 
 Impfung des gesamten (!) Bestandes 
 regelmäßige Reinigung und Desinfektion der Stallungen 
 Vorsicht bei Neuzugängen im Stall (Quarantäne) 
 
 Eine besonders wichtige Rolle spielt ein starkes Immunsystem, dadurch werden das Eindringen und die Vermehrungsrate der Viren so gering wie möglich gehalten. Seitens der Fütterung kann man die Abwehr über Zellschutzvitamine wie Vitamin E, C und Beta-Carotin sowie das Spurenelement Selen unterstützen. Auch Omega-3-Fettsäuren (Leinöl oder Lachsöl) und Zink werden für ein leistungsfähiges Immunsystem benötigt. 
  Wie oft muss ein Pferd gegen Herpes geimpft werden?  
 Pferde gegen Herpes zu impfen, mindert in jedem Fall den Infektionsdruck im Bestand und die Menge an dort zirkulierenden Viren in der gesamten Population kann gemindert werden. Dazu wird die Ausscheidung der Viren durch latent infizierte Pferde reduziert. Die Impfung gegen Herpes beim Pferd bietet keinen vollständigen Schutz, aber im Falle einer Erkrankung läuft diese deutlich milder ab und die Pferde scheiden weniger Virusmaterial aus. Im Moment gibt es zwei verschiedene Impfstoffe auf dem Markt. Zum einen Lebendimpfstoff (EHV1) und zum anderen eine inaktivierte Variante (EHV1 und EHV4), die sehr häufig verwendet wird. Die Grundimmunisierung gegen Herpes mit einem inaktivierten Impfstoff sieht zwei Impfungen innerhalb von etwa sechs Wochen vor. Der Impfschutz gegen Herpes beim Pferd hält leider nur kurze Zeit an und muss alle sechs Monate wiederholt werden. 
  Die Bedeutung von Lysin im Zusammenhang mit Herpes beim Pferd  
 Lysin zählt zu den essenziellen Aminosäuren, also den Proteinbausteinen, die dem Körper über das Futter zugeführt werden müssen. Die Aminosäure Lysin kennt der Pferdehalter vor allem aus Ergänzungsfuttermitteln für den Muskelaufbau, sie spielt aber auch beim Thema Herpes eine wichtige Rolle. Tierärzte empfehlen sowohl vorbeugend als auch in akuten Fällen die Fütterung von hohen Lysin-Mengen. Lysin ist der Gegenspieler der Aminosäure Arginin. Diese wird vor allem für die Vermehrung des Herpes-Virus benötigt. Liegt im Körper viel Lysin vor, so wird in der Vermehrungsphase fälschlicherweise das Lysin in das Virus eingebaut und somit wird es inaktiv. Die Ausbreitung des Virus wird somit eingedämmt. 
  Expertentipp - Herpes bei Pferden  
 Sowohl bei einer akuten Erkrankung als auch zur Vorbeugung können das vitamin- und zinkreiche Zusatzfutter   EQUIPUR-vitafit   und das lysinreiche   EQUIPUR-amino   bedenkenlos miteinander kombiniert werden. Auch das   MASTERHORSE MONO-LYSIN   hat sich bewährt. Die Aminosäure hilft sowohl vorbeugend, als auch in akuten Fällen. Der Baustein Lysin ist der Gegenspieler von Arginin. Arginin ist wichtig für die Vermehrung des Virus im Körper. Liegt viel Lysin im Körper vor, so baut das Virus dieses fälschlicherweise ein und die Vermehrung wird erschwert. 
 Der unten aufgeführte   Vitamin B-Komplex von MASTERHORSE   wird zusätzlich bei Symptomen wie Koordinationsstörungen (Ataxien), insbesondere in den ersten Tagen der Virusinfektion, unterstützend verabreicht. Ansonsten schafft eine bedarfsgerechte Energie- und Eiweißversorgung sowie ein ausgewogene Vitamin-, Mineralstoff- und Spurenelementzufuhr die Basis für ein abwehrstarkes Immunsystem und ein gesundes Pferd. B-Vitamine in hohen Konzentrationen fördern den Energiestoffwechsel in der Nervenzelle und unterstützen so die Regeneration der Zelle.&amp;nbsp; 
 Damit das Immunsystem seinen Job machen kann, braucht es unter anderem ausreichend Zellschutzvitamine wie Vitamin E, C, Beta-Carotin und Selen. Wichtig sind auch Omega-3-Fettsäuren und Zink. Achtung: Nicht nur ein Mangel, auch ein massiver Überschuss kann bei einigen Vitaminen und Mineralstoffen zu gesundheitlichen Problemen führen. 
 Unsere Fütterungsexperten von MASTERHORSE können sie bei der Zusammenstellung eines ausgewogenen, auf das individuelle Pferd abgestimmten Futterplans unterstützen. So wird der Gesundheit der Pferde geholfen. 
  Ausbruch von Pferdeherpes – was tun?   
 Zu allererst geht es darum, eine großflächige Ausbreitung zu verhindern. Die Ansteckungsgefahr ist bei Herpes extrem groß. Die Krankheit wird oft durch die Tröpfcheninfektion von einem Pferd zum anderen übertragen. Aber auch die indirekte Ansteckung, zum Beispiel über das Putzzeug, ein Halfter, den Futtereimer, die Schubkarre, gemeinsam genutzte Wasserstellen oder Menschen, ist möglich. An Herpes erkrankte Pferde sollten sofort von den gesunden Tieren des Stalles räumlich getrennt werden. Auch über Futterwagen, Putzzeug und andere Gegenstände dürfen sie keinen Kontakt haben. Die Krankenstation sollte für Besucher gesperrt werden. Während der Betreuung der Herpespatienten Schutzkleidung tragen! Anschließend umziehen, Hände und Schuhe desinfizieren. Tierärzte empfehlen, den gesamten Stall mindestens drei Wochen lang unter Quarantäne zu stellen. Kein Pferd darf die Anlage verlassen, kein neues Pferd wird aufgenommen. 
  Wie können erkrankte Pferde behandelt werden?  
 Die Herpesviren selbst kann man nicht mit Medikamenten bekämpfen. Abhängig vom Einzelfall können aber Medikamente gegen Symptome wie Entzündungen und Kreislaufprobleme helfen. Zusätzlich sollte das Immunsystem unterstützt werden. 
  Wie steht die Prognose für ein an Herpes erkranktes Pferd?  
 Die Krankheit kann akut bis perakut (sehr schnell auftretend und oft mit tödlichem Ausgang) verlaufen. Die Symptome können sich dabei in den ersten Tagen in jede eingangs erwähnte Richtung entwickeln – bis hin zum Festliegen des Pferdes. Im weiteren Verlauf verschlimmern sich diese nur selten. Pferde mit geringgradigen Symptomen erholen sich in der Regel rasch vollständig von der Erkrankung. Pferde, die nicht festliegen, aber unter mittelgradigen Symptomen leiden, können neurologische Ausfallerscheinungen zurückbehalten. Erst nach einigen Monaten kann hier abgeschätzt werden, ob sich das Pferd davon vollständig erholt. Liegt das Pferd fest, steht die Prognose eher schlecht, insbesondere dann, wenn erste Versuche aufzustehen misslingen oder die Pferde länger als 24 Stunden liegenbleiben. 
  Was sollte nach einer Infektion im Stall passieren?  
 Ist der Herpesausbruch vorbei, ist eine Grunddesinfektion des Stalles Pflicht. Denn das Herpesvirus kann in den betroffenen Ställen noch etliche Wochen überleben. Vergessen Sie bei der Reinigungsaktion nicht Sattelzeug, Decken, Putzzeug und Gerätschaften wie Mistgabeln. 
 Hinweis: Der Equine Herpes Virus ist eine für das Pferd lebensbedrohliche Infektion und muss unbedingt fachmännisch von einem Tierarzt betreut werden! Auch wenn das Pferd das Virus in sich trägt, die Herpes-Erkrankung aber noch nicht akut ausgebrochen ist, ist eine ständige Aufmerksamkeit sowie regelmäßige Untersuchung des Tieres unerlässlich. 
 Jeder der einmal Herpes im Stall hatte, wird die Bilder, vor allem der zentralnervösen Form, nie wieder vergessen. Deswegen ist es wichtig die Fütterung (v.a. Versorgung mit Mikronährstoffen) und die Haltung (artgerecht, regelmäßige Reinigung und Desinfektion, neue Pferde in Quarantäne) zu optimieren sowie den gesamten Pferdebestand regelmäßig zu impfen. 
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                            <updated>2022-09-28T05:00:00+02:00</updated>
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            <title type="text">Immunsystem beim Pferd stärken!</title>
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                                            Für Pferde mit Anzeichen oder Neigungen zu einer Immunschwäche kann die Zufuhr dieser aktiven Bausteine eine sinnvolle Unterstützung bieten ...
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                 Ein  starkes Immunsystem – das wünscht sich jeder Reiter für sein Pferd . Immun bedeutet so viel wie „rein gegen etwas unempfindlich sein“, System bedeutet „aus verschiedenen Komponenten bestehend“. Es ist folglich ein Zusammenspiel von mehreren Schutzmechanismen, welches für die Abwehr von Viren, Bakterien, Pilzen, aber auch Einzellern oder Parasiten zuständig ist. So abstrakt sich dies anhört, eines davon kann man sogar anfassen – die Haut. 
 Ein  starkes, funktionierendes Immunsystem ist für jedes Pferd  von Bedeutung.  Pferde mit geschwächtem Immunsystem haben zum Beispiel wiederkehrende Infekte, leiden an Pilz , wirken schlapp und können keine Leistung erbringen. Viele Faktoren haben Einfluss auf ein Funktionieren dieses Systems. Haltung und Fütterung lassen sich zu Gunsten einer starken Abwehr optimieren. 
   Die allgemeine Immunabwehr des Pferdes   
 Um die ständigen Angriffe durch zahlreiche Krankheitserreger, vor allem Bakterien und Viren, abzuwehren, verfügt das Pferd über ein komplexes Immunsystem. Vereinfacht gesprochen besteht das Immunsystem beim Pferd aus drei miteinander vernetzten Schutzeinrichtungen. 
 Als erste, unspezifische Barriere fungieren die Haut und die Schleimhaut. Deren allgemeine Abwehr geschieht zum Beispiel durch Magensäure, Enzyme im Schleimhautsekret und das spezifische Hautmilieu. Nüsternsekret, Tränenflüssigkeit und Speichel verhindern ein Eindringen von Keimen über Körperöffnungen. Schweiß und Talg auf der Haut hemmen unerwünschte Mikroorganismen im Wachstum. Die aggressive Magensäure lässt mit dem Futter aufgenommenen Keimen wenig Chance. 
 Der Darm mit seiner Schleimhaut ist ebenfalls Teil dieses Systems. Über 70 Prozent der Immunzellen befinden sich hier. Er ist in der Lage zwischen benötigten Nährstoffen und guten Mikroorganismen einerseits sowie und pathogenen Erregern andererseits zu unterscheiden. Ein gesunder Darm und eine intakte Haut haben somit großen Einfluss auf die Gesundheit und ein  starkes Immunsystem des Pferdes . 
 Gelangen Erreger jedoch durch diese erste Barriere des Immunsystems, kommt der zweite Schutzmechanismus zum Einsatz. Bestimmte weiße Blutkörperchen, die Leukozyten, wehren Krankheitserreger ab oder fressen sie auf. Einige können sich über das Blut aktiv dort hinbewegen, wo der Körper sie braucht. Andere finden sich z.B. in Lymphe, Leber, Lunge und Nieren. Diese Abwehr ist unspezifisch, sie funktioniert, ohne dass der Körper des Pferdes je Kontakt zu diesen Erregern hatte. 
 Das Immunsystem des Pferdes ist dadurch in der Lage die Selbstheilung zu aktivieren. Zu Beginn einer Infektion sinkt der Wert der Leukozyten im Blut zunächst, um dann schnell anzusteigen. Die vielen Leukozyten bildet das Pferd, um die Krankheitserreger schnell und effektiv zu bekämpfen. Ein Blutbild kann aufzeigen, in welchem Stadium sich die Infektion befindet. Ist der Keim besiegt, sinkt die Zahl der Leukozyten wieder. 
   Das spezifische Immunsystem des Pferdes   
 Eine spezifische Abwehr erfolgt über die Antikörper. Das Pferd bildet diese Antikörper passend zum jeweiligen Krankheitserreger, wenn es Kontakt mit diesem Erreger hat. Ein Teil der Leukozyten sind sogenannte Lymphozyten. Diese Lymphozyten erzeugen die Antikörper. 
 Antikörper können nur den Erreger, das Antigen, für das sie gebildet wurden, bekämpfen. Bei zukünftigem Kontakt mit dem gleichen Erreger bleiben die Pferde immun. Dies bedeutet, dass sie nicht nochmal oder deutlich weniger schwer an dieser Infektion erkranken. Das ist ein Grund, warum Fohlen oder Jungpferde oft heftiger und öfter krank werden als ältere Pferde. Ihr Immunsystem ist noch nicht „trainiert“. 
 Ein erhöhter Wert der Lymphozyten im Blutbild kann auf Infektionen hindeuten. Fieber ist übrigens eine Reaktion des Immunsystems, um Erreger zu bekämpfen. Durch die hohe Körpertemperatur gehen Krankheitserreger zu Grunde, Immunzellen hingegen mögen es warm. 
   Allergien – eine Funktionsstörung des Immunsystems   
 Auch Allergien haben etwas mit dem Immunsystem zu tun. Sommerekzem, Heustauballergie oder eine Reaktion auf Pollen: Allergien sind bei Pferden nicht selten. Pferde, die an Allergien leiden, haben eine Funktionsstörung des Immunsystems. Im Körper des Pferdes findet eine Immunreaktion auf ein an sich harmloses Antigen statt. 
 Normalerweise unterbinden so genannte T-Unterdrückerzellen diese Reaktionen. Bei Allergiker-Pferden ist dies nicht der Fall und es entstehen Symptome wie Husten oder Juckreiz. Ein Immunsystem, welches ständig an der falschen Front kämpft, belastet den ganzen Stoffwechsel und frisst nötige Nährstoffe. 
 Das  Immunsystem bei einem Pferd mit Allergie sollte man stärken , um Folgeerkrankungen zu vermeiden. Eine ausgewogene, nährstoffreiche Fütterung und möglichst wenig Kontakt mit dem Allergieauslöser ist hilfreich, um das Immunsystem zu stabilisieren. 
   Ursachen eines schwachen Immunsystems   
 Ein  schwaches Immunsystem beim Pferd  kann viele Ursachen haben. Chronische Krankheiten wie das   Equine Metabolische Syndrom   (EMS) oder Cushing haben ein schlechtes Immunsystem zur Folge.   Pferde mit Leberproblemen  , Allergien oder alte Pferde sind ebenfalls in der Abwehr geschwächt, vor allem wenn weitere Faktoren wie Fellwechsel hinzukommen. 
 Auch Parasiten können Einfluss auf das Immunsystem nehmen und dies schwächen. Eine schlechte Fütterung mit zu langen Fresspausen, unausgewogenen Nährstoffen und zu wenigen Spurenelementen (Zink, Selen) und Vitaminen haben ebenfalls negativen Einfluss auf das Immunsystem des Pferdes. Sind Pferde im Herbst und Winter ständig kalten und nassen Witterungseinflüssen ausgesetzt, schwäch dies das körperliche Abwehrsystem zusätzlich. 
 Ein unterschätzter Punkt sind auch stressige Situationen wie lange oder ungewohnte Transporte, anstrengendes Training oder konfliktreiche Sozialkontakte. Ställe, in denen die Pferde häufig wechseln, haben öfter mit Krankheiten zu tun. Die Abwehr der Pferde ist durch den ständigen Kontakt mit neuen Erregern sehr gefordert. Sogar Medikamente können das Immunsystem schwächen, man denke hier zum Beispiel an Antibiotika. 
   Das Immunsystem des Pferdes stärken   
 Bei all diesen Faktoren gerät das Pferd leicht in einen Teufelskreis aus schwachem Immunsystem und Krankheiten, die es weiter schwächt. Leidet das Pferd beispielsweise an Pilz, Mauke oder Sarkoid, ist dies ein Zeichen, dass das Immunsystem gestärkt werden sollte. 
 Auch eine artgerechte Pferdehaltung wirkt sich positiv auf das Immunsystem aus und in diesem Zusammenhang machen sich bereits kleine Veränderungen schnell bemerkbar. Wer die nachfolgenden Punkte beachtet bzw. im Falle eines  geschwächten Immunsystems  optimiert, kann das Abwehrsystem seines Pferdes unterstützen. 
 Was wir Menschen vom Arzt empfohlen bekommen, können wir eins zu eins auf unsere Pferde übertragen. Denn wir Stubenhocker sind ebenso empfindlich wie Pferde, die ständig in der Box stehen müssen.&amp;nbsp; Dazu kommt, dass die im Stall stehende, oft stickige Luft die Atemwege des Pferdes belastet. So ist in jedem Fall eine staubfreie Umgebung durch hochwertige Einstreu essentiell. Dazu spielt die Bewegung eine wichtige Rolle – fehlt diese, werden diverse Stoffwechselprozesse im Pferdekörper nicht angekurbelt und das Immunsystem kann nicht richtig arbeiten. Pferde sind Fluchttiere und von Haus aus sehr sensibel. Gemäß des Fluchtinstinkts spüren sie  Unruhe oder Anspannung  in ihrer Umgebung schnell – und das kann sich, kommt es immer wieder zu derartigen Situationen – auch auf deren Gesundheit auswirken. Als erstes spielt dann meist der Darm nicht mehr mit, es kommt zu Kotwasser oder auch Koliken. Aus diesem Grund sollte Stress im Pferdealltag stets minimiert werden. Auf den ersten Blick nicht wirklich stressig erscheinen lange Transporte oder eine neue Stallumgebung beziehungsweise die Eingliederung in eine neue Herde. Doch auch derartige Situationen können sich negativ auf das Immunsystem auswirken. Eine stabile Herdensituation hingegen gibt dem Pferd Sicherheit und minimiert seinen Stress. Hat ein Pferd beim Training geschwitzt, sollte es ausreichend lang im Anschluss in ruhigem Schritt bewegt bzw. mit einer Abschwitzdecke eingedeckt werden, wenn es dann noch immer nicht trocken ist.&amp;nbsp; Vor allem bei extremen Wetterbedingungen darf das Pferd nicht abrupt auskühlen oder sich erkälten. Bei empfindlichen Pferden kann in Erwägung gezogen werden, diese bei langanhaltender Kälte oder Regen auch dauerhaft einzudecken. 
 Sonderfall: Neu geborene Fohlen – kaum auf der Welt, verfügen diese über ein äußerst schwaches Immunsystem. Denn sie nehmen ihre ersten Antikörper erst über das Colostrum der Mutterstute über die Muttermilch auf. Daher darf gerade bei den Kleinen nicht in Vergessenheit geraten, ihr Immunsystem zu schützen, sprich sie vor extremen Wetterbedingungen zu schützen und Krankheiten zu vermeiden. Dasselbe gilt für die Senioren. Denn auch die  älteren Pferde haben ein schwächeres Immunsystem . Der Stoffwechsel wird im Alter zunehmend träger und damit verbunden lassen die Abwehrkräfte nach. Damit gelten sie nicht nur anfälliger für Krankheiten, sondern haben mit dem Krankheitsverlauf dann auch länger zu kämpfen als jüngere Tiere. 
 Wer merkt, dass sein Pferd oft krank ist und die Immunabwehr nicht wirklich wieder in Gang kommt, der sollte auf jeden Fall einen Tierarzt zu Rate ziehen. Denn nicht selten nehmen im Grunde leichte Erkrankungen einen chronischen Verlauf. 
 Impfungen unterstützen die Abwehr des Pferdes bei der Bekämpfung von Krankheiten. 
 
 INFO TO GO – Stabilisierung des Immunsystems der Pferde 
 Das Immunsystem besteht aus drei Barrieren. Haut und Schleimhaut, Abwehrzellen und Antikörper wehren Krankheitserreger ab oder bekämpfen sie. 
 Artgerechte Haltung, angepasstes Training, Bewegung und optimale Fütterung mit allen Nährstoffen halten das Immunsystem stabil und somit das Pferd gesund. 
 Mit spezifisch auf die Unterstützung der Abwehr der Pferde ausgerichteten Kräutern, Vitaminen und Spurenelementen lässt sich das Immunsystem stärken. 
 
   Das Immunsystem des Pferdes durch Fütterung stärken   
 Damit die Immunabwehr reibungslos laufen kann, ist eine ausreichende Versorgung mit Nährstoffen nötig.   Zink   sowie die Vitamine C, E und die B-Vitamine sind bewährte Mittel, um das  Immunsystem des Pferdes zu stärken . Pferde können in ihrem Darm selbst Vitamin C herstellen. Jedoch ist der Bedarf im Krankheitsfall größer als die eigene Synthese. Eine Supplementierung ist zur Stärkung bei schwachen Abwehrkräften ratsam. 
 Zink stärkt die Abwehr des Pferdes, ist für eine intakte Haut und Schleimhaut unerlässlich und für die Bildung neuer weißer Blutkörperchen nötig. Um das Immunsystem des Pferdes natürlich zu unterstützen, sind Kräuter oder Kräuterkuren mit ihren sekundären Pflanzenstoffen eine erprobte Möglichkeit.   MASTERHORSE RESISTANT   ist eine Mischung bewährter Abwehrkräuter zur Unterstützung des Immunsystems. 
 Echinacea, oder auch Sonnenhut genannt, wirkt stimulierend auf das Immunsystem des Pferdes. Die Kamille verfügt über bakterienhemmende Eigenschaften. Die Hagebutte liefert viel Vitamin C und ist bei Atemwegserkrankungen erprobt. Das enthaltene Isländisch Moos unterstützt die Schleimhaut von Darm und Atemwegen und hat eine antibakterielle Wirkung. Der Weißdorn ist für das Herz.   RESISTANT   ist pelletiert oder als geschnittene Kräuter erhältlich. 
 Schonend kaltgepresstes   MASTERHORSE SCHWARZKÜMMELÖL   unterstützt als Multitalent mit wertvollen, mehrfach ungesättigten Fettsäuren die Haut, die Atemwege sowie die Abwehrkräfte. Optimal auch im Fellwechsel.   MASTERHORSE ZINK-PRO   enthält reichlich organisch gebundenes Zink, Vitamin C und Hagebutten und stärkt so das Immunsystem. 
  Der Stallmeister-Tipp: In Zeiten erhöhter Belastung kann Der Stallmeister   SchutzPatron forte   einen wichtigen Beitrag zum Erhalt und zur Stärkung der körpereigenen Abwehrkräfte des Pferdes leisten. Darin sind die Vitamine A, C und E sowie das Spurenelement Selen ebenso enthalten wie effektive Antioxidanzien, die die Zellen vor aggressiven Stoffen schützen und das Immunsystem des Tieres nachhaltig stärken. Das enthaltene Eisen sorgt für eine ausreichende Blutbildung und einen optimalen Sauerstofftransport im Körper. Lysin rundet die Rezeptur ab; es&amp;nbsp; ist eine für das Pferd essenzielle Aminosäure, die die Zellteilung gezielt anregt. Darüber hinaus wird der Aminosäure eine antivirale Wirkung zugesprochen.  
    
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            <title type="text">Phlegmone beim Pferd </title>
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                                            Die Phlegmone beim Pferd ist eine durch bakterielle Infektion hervorgerufene Entzündung des Unterhautgewebes. 
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                   Einschuss (Phlegmone) beim Pferd   
 Am Morgen noch munter und mit klaren Beinen in der Box kommt das Pferd abends mit einem dicken „Elefantenbein“ wieder von der Koppel. Im Reiterjargon diagnostiziert man in diesem Fall den „ Einschuss “, der Tierarzt spricht von einer  Phlegmone .  Lesen Sie in diesem MASTERHORSE-Expertentipp alles über  Phlegmone beim Pferd . 
   Einschuss beim Pferd - was ist das?   
 Unter einem  Einschuss  versteht man eine  Entzündung des Unterhautgewebes , verursacht durch eine bakterielle Infektion. Neben den Beinen können auch andere Körperteile des Pferdes wie Kopf, Widerrist, Unterbauch, Schlauchtasche oder Euter betroffen sein. Die Infektion beginnt in der Unterhaut und kann sich über die Lymphbahnen auch in tiefere Schichten des Gewebes ausbreiten. Für uns Pferdemenschen bedeutet dies: wachsam sein. Denn in vielen Fällen sind die Eintrittsstellen für die Bakterien so klein, dass wir sie beim oberflächlichen Putzen und Abtasten gar nicht entdecken. Und hier verbirgt sich die Gefahr. Haben sich diese kleinen Wunden erst einmal wieder geschlossen – und das geschieht tatsächlich sehr schnell – haben die darüber eingedrungenen Bakterien leichtes Spiel. Denn vom Sauerstoff abgeschlossen, wachsen und vermehren sie sich noch besser. Die Folge sind dann nicht selten eine großflächige und oft eitrige Entzündung des Bindegewebes und der Lymphgefäße um die Eintrittsstelle herum. Dieses Ergebnis ist der umgangssprachliche „Einschuss“ oder im tierärztlichen Sprachgebrauch auch „Phlegmone“ genannt. Doch dazu nun mehr im Detail: 
   Ursachen der Phlegmone beim Pferd - Entzündung des Unterhautgewebes   
 Die Phlegmone entsteht in der Regel innerhalb weniger Stunden. Meistens sind beim Pferd  Streptokokken (Streptococcus equi)  die Übeltäter, seltener Staphylokokken. Bei diesen Bakterien handelt es sich um normale Bewohner der Haut, und bei einer intakten Hautoberfläche stellen sie kein Problem dar. Ist die Haut aber verletzt, so gelangen sie in Unterhaut und verbreiten sich dort. Die Infektion der Unterhaut führt auch zu einer Entzündung der Lymphgefäße und der Lymphknoten, sie kann sich ebenfalls auf die Blutgefäße ausdehnen. Das Immunsystem des Pferdes schlägt Alarm und löst eine Entzündung aus. Hautverletzungen, die zu einem Einschuss führen, können durch Tritte, einen versehentlichen Stich mit der Mistgabel oder dem Hängenbleiben an spitzen Gegenständen entstehen. 
 Besonders gefährlich sind kleine Stich- und Schürfwunden, also Wunden die kaum bluten und schnell verheilen. Auch extreme Strahlfäule oder Mauke öffnen die Tore für die Erreger. Steckt Letztere dahinter, handelt es sich dabei meist um Pferde, deren Schutzmechanismen der Haut nicht richtig funktionieren. Lässt man von diesen ein Blutbild erstellen, zeigt sich häufig, dass Zink sich im Mangel befindet. Mit dem   MASTERHORSE ZINK PRO   kann man einem Zinkmangel zum einen prophylaktisch vorbeugen, zum anderen aber im akuten Fall entgegenwirken. Ist die Mauke bereits ausgebrochen, empfiehlt sich in vielen Fällen eine längerfristige Gabe. Prophylaktisch genügt oft eine Kur. Im Falle einer hartnäckigen Strahlfäule muss man die betroffene Stelle gründlich reinigen und trocken legen. Lesen Sie dazu unsere weiterführenden   Expertentipps .     
 
 
 
  Welche Symptome verursacht der Einschuss beim Pferd?  
 
 
 
 Bei einer  Phlegmone  fällt meist zuerst die  mittel- bis hochgradige Schwellung des Pferdebeines  auf. Während am Morgen oder Vortag noch alles in bester Ordnung war, sind die feinen Strukturen des Beines nur wenige Stunden später nicht mehr zu erkennen und es hat stark an Umfang zugenommen. 
 Beim Abtasten fühlt sich das betroffene Bein wärmer an, manchmal findet sich auch eine kleine Verletzung der Haut. Das Pferd reagiert auf die Berührungen empfindlich, da das Gewebe unter starker Spannung steht. Diese Beschwerden bei einer  Phlegmone  führen dazu, dass das Pferd sichtbar lahmt und im Stand das Bein nicht belasten möchte. 
 Da Pferde sehr empfindlich auf Infektionen mit Streptokokken reagieren, haben sie bei einer  Phlegmone  häufig Fieber. Sie sind appetitlos und wirken matt, da ihr Körper viel Energie darauf verwendet, die eingedrungenen Bakterien zu bekämpfen. 
   Diagnose und Behandlung der Phlegmone   
  Die Diagnose    Bei einem Einschuss ist eine zügige und richtige Behandlung wichtig. Das Erkennen einer Phlegmone gestaltet sich relativ einfach und beschränkt sich häufig auf eine Sicht- und Tastdiagnose. Durch die typischen Anzeichen wissen Pferdebesitzer und Tierarzt häufig schon auf den ersten Blick, dass das Pferd an einem Einschuss leidet, den der Therapeut schnell behandeln muss. Ist man sich unsicher, ob es ein Einschuss oder eine Prellung handelt, so hilft es das Bein abzutasten und den Daumen in das Gewebe zu drücken. Fühlt sich das betroffene Gewebe teigig an und bleibt ein Abdruck vom Finger zurück, der nur langsam zurückgeht, so handelt es sich um eine Phlegmone. Bei einer Prellung wäre das Gewebe fest. 
  Die Behandlung   Da Bakterien die Entzündung auslösen, erhält das Pferd ein Antibiotikum, damit sich die Erreger der Phlegmone nicht weiter im Pferdekörper ausbreiten. Antibiotika und Entzündungshemmer sollten so lange wie nötig, allerdings aber auch so kurz wie möglich gegeben werden, da sie die Nieren belasten. 
 Um dem Pferd die Schmerzen zu nehmen und sein Fieber zu senken, werden bei der  Behandlung einer Phlegmone  Entzündungshemmer eingesetzt. Häufig bekommt das Pferd Medikamente mit den Wirkstoffen Phenylbutazon oder Meloxicam. Ein zusätzlichen  Angussverband am Bein  schafft eine gute Umgebung für die  Heilung des Einschusses . 
 Während in vielen Fällen Kälte hilft, fördert Wärme bei einem Einschuss den Heilungsprozess. Den Angussverband muss man alle paar Stunden mit warmem Wasser (40-45°C) durchtränken. Das wirkt schmerzlindernd und fördert den Abtransport von Entzündungsprodukten. Es ist empfehlenswert in das Wasser Antiseptika wie z.B. Rivanol zu mischen. Eine Acetatmischung kann sowohl als Angussverband als auch als Paste verwendet werden. 
 Leichte Bewegung im Schritt regt bei  Phlegmone  die Blutzirkulation an. Traben und galoppieren sind tabu, das würde das das Verteilen der Bakterien im Organismus fördern. Eine Lymphdrainage ist vor allem im Anfangsstadium kontraproduktiv, da sich die Keime auch im Lymphsystem befinden. Einige Erreger verbleiben auch nach Abklingen der Phlegmone in den Lymphbahnen und den Lymphknoten des Pferdes. Deswegen neigen einige Pferde nach einem überstandenen Einschuss vermehrt zu  Phlegmonen . 
 Ein Tierarztbesuch ist natürlich immer mit Kosten verbunden. Hat das Pferd nur einen einfachen Einschuss, dann fallen die Tierarzt-Kosten zum Glück moderat aus. Kommen Komplikationen hinzu, dann fällt die Rechnung dementsprechend höher aus. 
 Des Weiteren stellt sich viele Pferdebesitzer auch immer wieder die Frage, ob das Pferd bei einer  Phlegmone  auch mittels Homöopathie behandelt werden kann. Unterstützend zur konventionellen Therapie kommen sicherlich homöopathische Mittel in Frage. Der behandelnde Tierarzt oder Tierheilpraktiker hat sicherlich das passende Mittel parat. 
 
 INFO TO GO - Phlegmone beim Pferd 
 Ein Einschuss entsteht, wenn bakterielle Erreger wie Streptokokken über kleine Hautwunden in das Unterhautgewebe des Pferdes eindringen und dort eine Entzündung auslösen. 
 Diese Entzündung ist für das Pferd sehr schmerzhaft und zeigt sich dem Pferdebesitzer in Form von Schwellung, Erwärmung der betroffenen Stelle, Lahmheit und Fieber. 
 Eine schnelle Behandlung des Einschusses mit einem geeigneten Antibiotikum, einem Entzündungshemmer und Angussverbänden ist bei einem Einschuss immer unerlässlich, um ein weiteres Ausbreiten der Bakterien zu verhindern. Futtermittel, die Haut und Immunsystem unterstützen, können vorbeugend dabei helfen, das Risiko einer Phlegmone zu reduzieren. 
 
   Wie ist einer Phlegmone beim Pferd vorzubeugen?   
 Da Streptokokken und Staphylokokken Bewohner einer gesunden Hautflora des Pferdes sind, kann man Infektionen nach Verletzungen nicht immer verhindern. Um einem Einschuss vorzubeugen, sollte man also Hautverletzungen so gut es geht vermeiden. 
 Stallungen und Koppeln sind so zu bauen, dass es kaum Verletzungsrisiken gibt. Regelmäßig ausgeschnittene Hufe, saubere Boxen und eine frühzeitige Behandlung beugen Strahlfäule und so einer Eintrittspforte für Erreger vor. Auch die schnelle Behandlung von Mauke und Raspe ist immer notwendig. 
 Bei beschlagenen Pferden können Hufglocken und Gamaschen während der Arbeit und beim Weidegang die Beine vor Verletzungen durch Anschlagen des Pferdes an die eigenen Beine schützen. Auch das tägliche Abtasten der Pferdebeine und die Desinfektion vorhandener Wunden mit jodhaltigen Mitteln beugt Infektionen vor. 
   Einschuss - eine lebensbedrohliche Lage für’s Pferd?   
 Da sich die Infektion von der Unterhaut aus über Lymphgefäße in tiefere Schichten des Bindegewebes ausbreiten oder sogar in den Blutkreislauf des Pferdes gelangen kann, darf man einen Einschuss nie auf die leichte Schulter nehmen. 
 Eine möglichst zeitnahe Vorstellung beim Tierarzt und das gewissenhafte Einhalten der Behandlungsempfehlung sollten daher selbstverständlich sein. Andernfalls kann das Pferd eine  Blutvergiftung  (Sepsis) erleiden, die durchaus einen lebensbedrohlichen Zustand darstellt. Die Symptome einer  Blutvergiftung beim Pferd  wären u.a.: Fieber, beschleunigte Atmung, hohe Herzfrequenz und ein schlechter Allgemeinzustand. 
 Bei einer frühzeitigen Therapie ist die  Prognose einer Phlegmone  aber in der Regel gut. Wie lange es dauert, bis alle Symptome abgeklungen sind, hängt vom Therapiebeginn des Einschusses sowie von dem Schweregrad der Beschwerden ab, die das Pferd hat. In leichten Fällen tritt innerhalb weniger Tage eine deutliche Besserung ein. 
 Durch die Medikamentengaben sollte das Fieber beim Pferd jedoch bereits innerhalb weniger Stunden sinken. Bis die Schwellung vollständig zurückgeht, kann es länger dauern, da der Körper die Flüssigkeit aus dem Gewebe resorbieren muss. 
   Die chronische Phlegmone beim Pferd   
 Geht das Elefantenbein beim Pferd nicht innerhalb von etwa 14 Tagen zurück, so spricht man von einer  chronischen Phlegmone  oder auch „ chronische Elephantasias “. Die betroffenen Tiere haben in der Regel keine Schmerzen, lahmen nicht, sind fit gut und die Temperatur des Beines ist normal. 
 Die Behandlung einer chronischen Phlegmone beim Pferd ist vor allem eine manuelle Lymphdrainage um die Lymphgefäße wieder zu aktivieren. Kompressionsstrümpfe, Bandagen oder ähnliches sind nicht sinnvoll, da sich dadurch Schadstoffe im Gewebe sammeln. Ziel der Behandlung sollte der Abtransport Entzündungsprodukte, Eiweiße etc. sein und nicht primär das dünne Bein. 
   Haut und Immunsystem des Pferdes unterstützen - MASTERHORSE-Expertentipp   
 Verletzungen der Pferdehaut lassen sich nicht immer vermeiden. So wie wir uns einmal kleine Kratzer zuziehen, passieren auch dem Pferd im Alltag kleine Unfälle, denen die Haut nicht immer standhält. Damit das Immunsystem des Pferdes für das Eindringen von Keimen gewappnet ist eine bedarfsdeckende Fütterung mit allen essentiellen Nährstoffen wichtig. 
 Als gute Grundversorgung kommt das hochwertiges Mineralfutter wie das   MASTERHORSE BASIS-PLUS   in Frage. 
 Im akuten Fall oder für Pferde mit einem empfindlichen Stoffwechsel und einem erhöhten Zinkbedarf sorgt das   MASTERHORSE BASIS-METABOL   für die bedarfsgerechte Versorgung mit Vitaminen, Mineralstoffen und Spurenelementen. 
 Ansonsten hilft eine regelmäßige Auffrischung der Zinkdepots zum Beispiel mit   MASTERHORSE MONO-ZINK   zur Stärkung des Immunsystems und Unterstützung der Wundheilung. 
 Den Abtransport von Gewebsflüssigkeit fördern entwässernde Kräuter wie   Brennnessel   und   Birke  , wie sie zum Beispiel in der Kräutermischung   MASTERHORSE HAEMOCLEAR   zu finden sind. 
 Zur Behandlung einer Phlegmone gehören auch warme Wickel bzw. ein Angussverband am Bein. Diese können auch mit der   Acetatmischung vom Dr. Schaette   gemacht werden. Hierbei handelt es sich um eine Mischung aus essigsaurer Tonerde, Alaun, Arnika und Campher. Die Acetatmischung eignet sich auch zur Anwendung als Brei. 
    
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            <title type="text">Druse beim Pferd</title>
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                                            An Druse erkrankte Pferde können trotz dem Ende der klinischen Symptome bis zu drei Wochen danach noch Bakterien mit dem Nasensekret ausscheiden. Entsprechende Vorsichtsmaßnahmen sind deshalb zu beachten. 
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                   Eine alte Bekannte: Druse beim Pferd   
  Druse  kennen wir Reiter – zum Glück – oft nur vom Lernen des theoretischen Wissens für diverse Reitabzeichen. Man verbindet damit in erster Linie eine Krankheit, die früher sehr oft in Pferdeställen grassierte. Eine Krankheit, von der wir denken, dass sie eigentlich nahezu ausgestorben ist. 
 Doch leider taucht sie immer wieder auf. In den veterinärmedizinischen Uni-Kliniken werden regelmäßig an Druse erkrankte Patienten behandelt. Was auf den ersten Blick wirkt wie eine harmlose Erkältung – etwas Husten, leichter Nasenausfluss, erhöhte Temperatur – kann leider unter falschem Management mit schwerwiegenden Folgen enden. 
   Druse – was steckt dahinter?   
 Bei der  Druse  handelt es sich um eine hoch ansteckende, fieberhafte Infektionskrankheit. Bei deren Erreger spricht man vom sogenannten Streptococcus equi subsp. equi. Hat sich die  Druse  in einem  Pferd  im  Stall  „eingenistet“, geht die Verbreitung im Bestand oft rasend schnell – entweder direkt von Nase zu Nase / Nase zu Maul oder indirekt über das Pflegepersonal, gemeinsam genutzte Tröge oder Wassereimer, Gebisse, die von mehreren Pferden zusammen genutzt werden, Nüsternschwämmchen etc. In der Regel bleibt ein Pferd vier bis 14 Tage ansteckend, manche Tiere scheiden das Bakterium nach sechs Wochen immer noch aus. 
 Die  Ansteckungsgefahr  geht sowohl von erkrankten  Pferden  als auch von Pferden, die sich schon in der Heilungsphase befinden, aus. Dazu kommt, dass bei bis zu 10% der betroffenen Tiere das körpereigene Immunsystem das Druse-Bakterium nicht gänzlich aus dem Organismus eliminiert. Das kann bedeuten, dass die einmal erkrankten Pferde auch zu Dauerausscheidern werden. 
 Die Ansteckungsgefahr bleibt demnach bestehen, denn bei diesen Pferden ziehen sich die Bakterien bis in die Luftsäcke, ab und an auch in die Nasennebenhöhlen zurück. Von dort scheidet das Pferd diese gelegentlich in kleinen Mengen aus. Damit kann sich die Druse über einen sehr langen Zeitraum im Bestand manifestieren. Als besonders anfällig für eine Infektion mit der Druse gelten junge Pferde im Alter bis zu zwei Jahren, Senioren, Pferde, die erst vor kurzem geimpft wurden oder an anderen Krankheiten litten. 
   Wie erkennt man eine Druse-Erkrankung?   
 In den meisten Fällen dringt der Druse-Erreger über die oberen Atemwege in den Organismus der Pferde ein und kämpft sich – nach einer Inkubationszeit von drei bis acht Tagen – von dort aus an seine Zielstelle, die nahe gelegenen Lymphknoten, vor. Als erste Anzeichen machen sich dort kleine Entzündungsherde an der Schleimhaut bemerkbar. Des Weiteren sondern betroffene Pferde grün-gelblichen Schleim über die Nüstern ab, die Tiere wirken matt und erschöpft, sie leiden an Fieber (40,0-41,5°C), haben keinen Appetit mehr, der Rachen ist entzündet und die Lymphknoten am Unterkiefer sowie an den Ganaschen schwellen deutlich an, da sich hier eitrige Abszesse bilden. 
 Im weiteren Krankheitsverlauf brechen diese zwischen den sogenannten Unterkieferästen durch die Haut und entleeren sich. An anderen, von außen nicht sichtbaren Stellen können sich diese Abszesse auch in den Luftsack entleeren, was dazu führt, dass die (eitrigen) Nasensekrete oder austretender Eiter stark mit Erregern kontaminiert sind. Bei solchen Tieren können sich andere Pferde sehr schnell direkt anstecken. 
 Die Entzündung kann von den Lymphknoten am Kopf und am Atmungstrakt auch auf weitere Lymphknoten streuen; eitrige Veränderungen in vielen Körperregionen und Organen sind mögliche Folgen. Neben starken Fieberschüben zeigen die betroffenen Pferde oft auch Kolikanzeichen. Bei tragenden Stuten kann es zu einem Verfohlen in Folge einer Druse-Erkrankung kommen. 
  Gut zu wissen : Die Pferde, die Bakterien im Luftsack tragen und diese wie erwähnt immer wieder ausscheiden, müssen nicht immer drusetypische Symptome zeigen. In ihrem Zusammenhang fällt oft der Begriff „kalte Druse“, da die Pferde nur selten an Fieber leiden und nur ab und an Nasenausfluss zeigen. Generell gilt, dass bei allen mit Druse infizierten Pferden die Symptomatik nur über einen kurzen Zeitraum sichtbar bleibt. 
   Mit Druse infiziert – was tun?   
 Eine verlässliche Diagnose kann nur mit Hilfe eines Tierarztes / in ein Labor eingeschickter Proben (in Form von Nasentupfern oder gesammeltem Eiter) gestellt werden. Doch Achtung: Ein negativ ausfallender Test verrät nicht eindeutig, ob das Pferd die Infektion schon durchlaufen hat oder es noch für die Infektion empfänglich ist. Daher sollten die verdächtigen Tiere in jedem Fall zunächst abgesondert, ruhiggestellt und geschont werden. 
 Ob eine Antibiotikagabe wirklich nötig ist, entscheidet der Tierarzt abhängig vom Schweregrad der Erkrankung und / oder der Abszessbildung. Schwellen die Eitersäckchen so stark an, dass die Atemwege drastisch verengen, sollte man in jedem Fall rasch tätig werden. Das erkennt man schnell, da die Pferde in diesem Fall Kopf und Hals oft stark strecken, um die Atemwege zu entlasten. Sie können kaum fressen und saufen. 
 In den meisten Fällen heilt die Druse ohne weitere Folgeschäden fürs Pferd ab. Es können jedoch auch Komplikationen auftreten: Herzmuskelentzündungen, Phlegmonen (Flüssigkeitseinlagerungen im Gewebe), Kehlkopfpfeifen, Atemgeräusche, Blutarmut oder eitergefüllte Luftsäcke. 
   Mit Hausmitteln helfen   
 Durch warme Kompressen / Packungen kann die Reifung der Eiterabszesse in den Lymphknoten beschleunigt werden. So kann man auch dazu beitragen, dass die Lymphknoten sich nach außen öffnen und der Eiter abfließen kann. 
 Außerdem lindern die warmen Umschläge den Schmerz. Bewährt haben sich dazu beispielsweise 
 
 warmer Kartoffelbrei, den man in eine Jutetasche füllt und mit einer Wolldecke am Pferdehals befestigt 
 Heizdecken 
 wärmende Salben (z.B. mit Kampfer) 
 
  Aus früheren Zeiten kennt man auch noch die „Drusenlappen“. Dabei handelte es sich um mit Leinsamenmehl, Eibischpulver, Kleie und Hafergrütze gefüllte Leinensäckchen. 
 
 INFO TO GO – Druse beim Pferd: 
 Bei der Druse handelt es sich zwar um eine nicht anzeigenpflichtige, aber trotzdem um eine sich rasch ausbreitende, hoch infektiöse Krankheit, die tödlich enden kann. 
 Im Verdachtsfall sollte sofort der Tierarzt eingeschaltet werden. Im ungünstigen Fall eines Druse-Ausbruchs kann er schnell die sinnvollsten Quarantäne-Maßnahmen empfehlen und über eine mögliche Behandlung entscheiden. 
 Bis zu drei Wochen über das Ende der klinischen Symptome hinaus werden Bakterien mit dem Nasensekret ausgeschieden. Im Einzelfall kann die Ausscheidung aber auch bis zu 36 Monate oder länger nach Ende der Erkrankung erfolgen. Eine Bekämpfung der Druse im Betrieb kann sich demnach über Monate hinziehen. 
 
    Wie lässt sich die Ausbreitung von Druse in einem Stall eindämmen?   
 Nach einer Infektion bilden Tiere in allermeisten Fällen Immunität aus. Trotzdem ist Vorsicht geboten, denn etwa 25 % der Tiere bleiben in den ersten Monaten nach Infektion weiter anfällig. Daher ist bei einem Ausbruch von Druse ein gutes „Krisenmanagement“ nötig. Druse ist aktuell weder anzeige- noch meldepflichtig, das heißt, bei Ausbruch der Krankheit müssen keine amtlichen Maßnahmen zur Bekämpfung erfüllt werden. 
 Da es sich bei der Druse jedoch um eine hoch ansteckende Erkrankung handelt, ist eine optimale Koordination im Betrieb nötig. Nur so kann die Druse schnellstmöglich wieder eingedämmt und der Betrieb wieder erreger-frei werden. Die Veterinärmedizinische Universität München empfiehlt, dass das gesamte Gelände eines betroffenen Stalls in  drei Zonen  eingeteilt werden sollte: 
 
  der rote Bereich  (Stallbereich, in dem sich aktive Ausscheider befinden) 
  der gelbe Bereich  (Pferde, die Kontakt zu den Ausscheidern aus dem roten Bereich hatten) 
  der grüne Bereich  (keine Ausscheider) 
 
 Diese drei Bereiche muss der Stallbetreiber unter  strikter Einhaltung von Hygiene-Protokollen beobachten ; auch wenn das bei Eintritt unvorhergesehener Fälle auf den ersten Blick etwas kompliziert erscheinen kann: Erkrankte Pferde und Ausscheider müssen, sollte man sie in ihrer Gruppe erst später entdecken, sofort isoliert werden: Steht beispielsweise ein Ausscheider in einem ‚grünen Bereich‘, muss dieser umgehend in den roten Bereich umziehen. 
 Der vormalig grüne Bereich wird jetzt aber zu einem gelben Bereich deklariert. War ein Pferd als Ausscheider in den roten Bereich eingruppiert und gilt dieser nach drei negativen Sekretproben als gesund, geht er trotzdem zunächst in den gelben und nicht direkt zurück in einen grünen Bereich zurück. 
 Der Grund dafür ist bereits erwähnte Tatsache, dass die Ausscheidung der Erreger nicht unbedingt mit überstandener Erkrankung (Symptomfreiheit) endet. Erst nach mehreren Untersuchungsdurchläufen kann der behandelnde Tierarzt Pferde für gesund erklären. Um einen erneuten Ausbruch der Druse zu verhindern, darf man auch die Stallhygiene auf Hof und Koppeln nicht unterschätzen. 
 Eigentlich lassen sich die Druse-Bakterien von den üblichen Desinfektionsmitteln sehr gut abtöten und werden in der Umgebung rasch von Bodenbakterien inaktiviert. Allerdings bleibt die Gefahr, dass sie unter ungünstigen Umständen (z. B. auf glatten Oberflächen oder an nassen, feuchten Stellen) einige Zeit überleben (unter experimentellen Bedingungen bis zu 48 Tage). Wichtig ist darüber hinaus, kontaminierte Koppeln für mindestens einen Monat nicht zu nutzen. 
   Die richtige Druse-Prophylaxe – MASTERHORSE Expertentipp   
 In Hinblick auf die Prophylaxe sollte bekannt sein, dass die Druse vermehrt bei hohem Besetzungsgrad im Stall, in kühlerer Jahreszeit, in Ställen mit viel Pferdewechsel, nach Zusammenkünften von Pferden aus verschiedenen Ställen (Turniere, Verkaufsställe, Aufzuchtställe) oder bei einer gemeinsamen Nutzung von Trensen, Trögen oder Tränkebecken ausbricht. 
 Ein intaktes Immunsystem kann ein Pferd im besten Fall vor einer Ansteckung bewahren, generell macht die Druse Pferden mit einer guten eigenen Körperabwehr weniger zu schaffen. Hier kann man die Pferde über die Fütterung sehr gut unterstützen – zum Beispiel mit speziellen Kräutermischungen, die die Abwehrkräfte stärken. Im   MASTERHORSE-Sortiment   findet sich hierzu das   RESISTANT  . Entweder in pelletierter Form oder als geschnittene Kräuter stärken Hagebutte, Kamille, Echinacea, Isländisch Moos und Weißdorn die Widerstandskraft der Pferde.Gerade in Zeiten erhöhter Infektionsgefahr profitieren die Pferde von dieser Mischung: Wissenschaftliche Untersuchungen haben bestätigt, dass beispielsweise sekundäre Pflanzenstoffe aus Echinacea und Hagebutte das Wachstum von Bakterien effektiv hemmen können. 
 Auch eine Zufütterung von   MASTERHORSE ZINK-PRO   oder  MASTERHORSE ZINK-TABS  erweist sich im Fall von Druse sinnvoll. Es unterstützt nicht nur die Abwehr, sondern auch die Regeneration der Haut, wovon Pferde mit gereizten oder entzündeten Schleimhäuten profitieren. 
 Um das Immunsystem nach der Erkrankung wieder auf Vordermann zu bringen, bietet sich die Fütterung von   MASTERHORSE CHLORELLA   an. Sie ist reich an natürlichen Vitalstoffen, die die Pferde für ein aktives Immunsystem benötigen. Durch die einzigartige Aminosäurezusammensetzung dieser Mikroalge wird auch der Muskelaufbau der Pferde gezielt gefördert, was sich nach einer längeren Ruhepause in vielen Fällen anbietet. 
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            <title type="text">Equine infektiöse Anämie</title>
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                                            Eine Tierseuche, die die Pferdebesitzer immer wieder beunruhigt, ist die Equine infektiöse Anämie. Eine prophylaktische Schutzimpfung gibt es nicht, Therapien sind nicht erlaubt.
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                 Eine Tierseuche, die die Pferdebesitzer immer wieder beunruhigt, ist die  Equine infektiöse Anämie . Auch unter den Namen ansteckende Blutarmut der Einhufer, Sumpffieber, Swamp Fever oder einfach nur EIA ist sie bekannt. Bei der  Equinen infektiösen Anämie  handelt es um eine anzeigenpflichtige Seuche, an der sowohl Pferde als auch Maultiere, Maulesel und Zebras erkranken können. Leider ist es bisher noch nicht gelungen, diese auszumerzen. Zu Ausbrüchen kommt es zum Glück nicht häufig. Wenn sich Pferde aber infizieren, bedeutet dass das Ende ihres Lebens. So geschehen auch im Juni/Juli 2017: 15 Pferde aus mehreren Ställen hatten sich angesteckt. Da die infizierten Equiden ihr Leben lang Virusträger und -ausscheider bleiben, durften auch diese nicht weiterleben. Leider gibt es bis heute keine prophylaktische Schutzimpfung und auch keine erlaubte Therapie. 
   Ursachen einer infektiösen Anämie beim Pferd   
 Bei dieser Tierseuche handelt es sich um eine Viruserkrankung. Das Virus sitzt meist in der Milz, kann aber auch andere Organe wie die Leber, die Nieren, das Knochenmark, die Lymphknoten und sogar das Gehirn befallen. Die Hauptübertragungsquelle ist Blut. 
 Deshalb wird das Virus in den meisten Fällen auch von blutsaugenden Insekten verbreitet. 30 bis 120 Minuten können die Erreger an den Stechwerkzeugen von Bremsen, Stechfliegen und Mücken überleben. Wird das Insekt beim Stechakt am infizierten Pferd unterbrochen (durch Schweifwedeln, Wälzen etc.) und saugt bei einem anderen Tier weiter, ist das Virus schnell weitergetragen. Eine andere Ansteckungsmöglichkeit wäre direkt von Pferd zu Pferd, was aber nur bei sehr engem Kontakt gegeben ist. 
 Die Erreger befinden sich nicht nur im Blut sondern auch in den Körperflüssigkeiten wie beispielsweise Speichel, Eiter oder Stutenmilch. So können sich beispielsweise Fohlen sehr schnell bei einer infizierten Mutterstute anstecken. Aber auch nicht gründlich gereinigte bzw. desinfizierte Instrumente (Nasen-Schlund-Sonden, Thermometer, Maulgatter etc.) stellen eine Erregerfalle dar. 
   Symptome und Verlauf der infektiösen Anämie   
 Die ansteckende Blutarmut der Einhufer kann sehr unterschiedlich verlaufen. Die Inkubationszeit, also der Zeitraum zwischen der Ansteckung und dem Ausbruch der Krankheit, beträgt bei der Equinen infektiösen Anämie zwischen einigen Tagen und 6 Wochen; in Ausnahmefällen auch länger.In manchen Fällen bricht die EIA aus und das Pferd zeigt keinerlei Krankheitsanzeigen. Hierbei spricht man von einem inapparenten Krankheitsbild. 
 Symptome werden erst im akuten oder chronischen Verlauf sichtbar. Im akuten Fall leidet das infizierte Pferd beim Ausbruch der Erkrankung an Fieber. Bei einem mittelschweren Verlauf hält dieses bis zu ca. 24 Stunden an, im schweren Verlauf kann die erhöhte Temperatur aber auch über Tage anhalten. Das Pferd erscheint schlapp, seine Leistungsbereitschaft und auch die Kondition schwinden, es wirkt eher depressiv. Weitere Folgen können Kreislaufstörungen, blutiger Durchfall, Koliken und auch Herzrhythmusstörungen sein. 
 Typisch für die Equine infektiöse Anämie sind auch Punktblutungen an den Schleimhäuten. Im chronischen Verlauf kommt es ebenfalls zu Fieberschüben gefolgt von Fressunlust, Gewichtsabnahme, Punktblutungen oder Flüssigkeitsansammlungen. Die Symptome bleiben über drei bis fünf Tage, pausieren dann ca. vier bis sechs Wochen bevor die Pferde wieder zu leiden beginnen. 
 
 INFO TO GO - Equine infektiöse Anämie 
 Bei der Equinen infektiösen Anämie handelt es sich um eine anzeigenpflichtige Tierseuche, mit der sich neben Pferden auch Maultiere, Maulesel und Zebras anstecken können. Sie wird in den meisten Fällen durch blutsaugende Insekten übertragen. 
 Für die Equine infektiöse Anämie gibt es keine Schutzimpfung. Eine Therapie ist nicht zugelassen. Infizierte Tiere müssen umgehend getötet werden. 
 Wenn es im Stall zu einem Ausbruch kommt, müssen strenge Quarantäne- und Sperrmaßnahmen unbedingt eingehalten werden. Die einzige mögliche Prophylaxe ist ein bestmöglicher Schutz gegen stechende Insekten. Zudem sollte stets auf eine adäquate Hygiene in den Stallungen sowie den zugehörigen Räumlichkeiten geachtet werden. 
 
    Wie kann die infektiöse Anämie beim Pferd behandelt werden?    
 Unabhängig vom Verlauf des Krankheitsausbruchs: Die Equine infektiöse Anämie kann und darf nicht therapiert werden. Um eine Ausbreitung der Seuche zu vermeiden, müssen die betroffenen Pferde sofort getötet werden. Nachgewiesen wird eine Erkrankung serologisch mittels ELISA-Test oder durch einen sogenannten Coggins-Test. Mit Hilfe dieses Bluttestes können Antikörper im Blutserum festgestellt werden. Erhärtet sich der Verdacht und das Pferd ist wirklich von der Tierseuche befallen, werden vom Veterinäramt sofort Sperr- und Quarantänemaßnahmen ergriffen. 
 Der betroffene Bestand und alle Equiden im Umkreis von einem Kilometer sowie sämtliche Pferde, die mit dem Infizierten in Kontakt waren, müssen nun ebenfalls einem Coggins-Test unterzogen werden. Drei Monate lang dürfen diese Pferde ihre Ställe nicht verlassen. Dann steht nochmals ein Coggins-Test für alle an und wenn dieser negativ ausfällt, wird über die Aufhebung der Sperrmaßnahmen und der Quarantäne entschieden. 
   Der ansteckenden Blutarmut vorbeugen    
 Die einzige Möglichkeit, etwas gegen die ansteckende Blutarmut der Einhufer tun zu können, ist eine durchdachte Prophylaxe. Dazu gehört auf jeden Fall ein gutes Abwehrmanagement bezüglich der stechenden Insekten. Sogenannte Repellentien, also Fliegenabwehrmittel, wären ein erster Schritt. In der Insektenhochzeit sollte auch darauf geachtet werden, die Pferde - ebenso wie in der Dämmerung oder bei schwül-warmem, feuchtem Wetter - im geschützten Stall zu lassen. 
 Dazu sollte in Stall und Sattelkammer auch stets auf bestmögliche Sauberkeit geachtet werden. Falls Sattelzeug, Putzzeug oder Trensen für mehrere Pferde verwendet werden, sollte eine anschließende Reinigung bzw. Desinfektion selbstverständlich sein. Tücher zur Reinigung von Nüstern oder Maul sollten ausschließlich an einem Pferd verwendet werden. 
 Wie bereits erwähnt sollten auch Instrumente und Utensilien, die für mehrere Pferde verwendet werden, immer gut desinfiziert werden. Handelsübliche Desinfektionsmittel töten auch das Virus der Equinen Infektiösen Anämie ab. Besteht auch nur der Verdacht auf eine Infektion mit der Equinen infektiösen Anämie, muss dieser sofort beim Veterinäramt angezeigt werden. Die Mitarbeiter leiten dann umgehend die erforderlichen weiteren Maßnahmen ein. 
   MASTERHORSE Expertentipp    
 Auch über die Fütterung können den Pferden die lästigen, stechenden Insekten vom Leib gehalten werden. Aufgrund seines starken Eigengeruchs steht Knoblauch dazu bei vielen Pferdebesitzern ganz vorne auf der Liste. Die darin enthaltenen natürlichen Vitamine und pflanzlichen Nährstoffe unterstützen über die Insektenabwehr hinaus das Immunsystem und aktivieren den Stoffwechsel. 
 Bei   MASTERHORSE KNOPUR   handelt es sich um ein eben solches reines Knoblauchpräparat. Mit der Fütterung kann die körpereigene Abwehr des Pferdes gegen Fliegen und andere Insekten unterstützt werden. Kombiniert mit Bärlauch und B-Vitaminen - wie in den   MASTERHOSE KNOPELLS   - entwickelt das Pferd einen veränderten Eigengeruch, den viele Insekten nicht mögen. So verfügen die Pferde auch damit über eine Abwehr gegen Fliegen, Mücken und Bremsen. Das Kombinationspräparat eignet sich so besonders gut für Pferde, die reinen Knoblauch nicht mögen. 
 Fliegensprays wie das   MASTERHORSE MFS N°2   halten Stechmücken zusätzlich vom Pferd fern und reduzieren so das Stich- und Infektionsrisiko. 
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                            <updated>2017-08-10T00:00:00+02:00</updated>
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            <title type="text">Impfungen für Pferde</title>
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                                            Das Immunsystem gilt als die natürliche Abwehr des Körpers vor Krankheitserregern. Dennoch sind regelmäßige Impfungen des Pferdes für dessen Schutz vor Infektionskrankheiten und damit für die Gesunderhaltung von großer Bedeutung. 
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                 Zur Gesunderhaltung des Pferdes gehört zusätzlich zur richtigen Haltung und Fütterung auch die regelmäßige Impfung. Neben der turnusgemäßen Wurmkur und einer in festen Intervallen stattfindenden Zahnbehandlung ist sie die einzige prophylaktische medizinische Behandlung, die wir unseren Pferden zukommen lassen können. Damit kann der Ausbruch diverser Infektionskrankheiten und deren Verbreitung effektiv verhindert werden. Wie beim Entwurmen und der Zahnkontrolle ist auch beim Impfen ein gutes Management gefragt, um einen optimalen Schutz sowohl für das einzelne Pferd als auch für den gesamten Bestand gewährleisten zu können. 
   Was versteht man unter einer Impfung des Pferdes?   
 Das Immunsystem gilt als die natürliche Abwehr des Körpers vor Krankheitserregern. Es bildet zum einen Antikörper und Abwehrzellen. Zum anderen kann es sogenannte Gedächtniszellen herstellen, die gleiche Erreger immer wiedererkennen und diese somit erfolgreich bekämpfen. Beim Impfen werden dem Pferd abgeschwächte oder abgetötete Krankheitserreger bzw. deren Bestandteile gespritzt, das Immunsystem wird damit gewissermaßen „trainiert“. Es ist somit für den Ernstfall – der Ansteckung mit einer Infektionskrankheit – optimal vorbereitet. Die regelmäßigen Impfungen erhalten somit sowohl die Gesundheit als auch die Leistungsfähigkeit der Pferde. 
 Allerdings gibt es unter den Pferdehaltern auch Impfgegner. Sie argumentieren beispielsweise mit Nebenwirkungen und Geldmacherei. Unbestritten ist zwar, dass es Impfnebenwirkungen gibt. Doch diese sind selten und in den meisten Fällen so geringfügig (lokale Schwellung, Erschöpfung, kurzfristiger Temperaturanstieg oder Fieber), dass sie in keinem Verhältnis stehen zu den Vorteilen einer Impfung. Und wenn auch nicht jede Impfung mit absoluter Sicherheit eine Erkrankung verhindern kann, so verläuft diese in aller Regel zumindest deutlich milder. 
   Welche Impfungen des Pferdes sind ein Muss und was ist dabei zu beachten – das Impfschema   
 Für einen wirksamen Impfschutz müssen die Pferde zunächst grundimmunisiert und anschließend in den vorgegebenen Intervallen gegen die diversen Krankheiten geimpft werden. Dabei dürfen keine immunsystemschwächende Krankheiten oder ein starker Parasitenbefall vorliegen – das würde den Erfolg der Impfung deutlich mindern. Deshalb sollten die Pferde vor jeder Impfung vom Tierarzt auf die Impftauglichkeit untersucht werden. Üblicherweise erfolgt die Grundimmunisierung im Fohlenalter (s.u.). Werden Impfungen nicht in den vorgegebenen Intervallen durchgeführt, kann es aber sein, dass das Pferd erneut grundimmunisiert werden muss, um optimal geschützt zu sein. Es gibt zwei Impfungen, welche als Muss für Pferde gelten: zum einen gegen Tetanus und zum anderen gegen Influenza. Zusätzlich wird eine Impfung gegen Herpesviren empfohlen. In welchen Einzelfällen weitere Impfungen notwendig sind, weiß am besten der behandelnde Tierarzt. In bestimmten Regionen Deutschlands kann beispielsweise eine Tollwut-Impfung sinnvoll sein. 
   Die Impfung gegen Tetanus   
 Bei Tetanus, auch bekannt als Wundstarrkrampf, handelt es sich um eine weltweit verbreitete Infektionskrankheit. Verursacht wird sie von Bakterien (Clostridium tetani), die sich nahezu überall in der Umwelt – vor allem im Boden – tummeln. Gelangen eben diese über offene Wunden in den Körper, können sie dort starke Entzündungen hervorrufen. Dazu setzen diese Bakterien ein Nervengift frei, das die muskelsteuernden Nervenzellen stark schädigen und somit zu Krämpfen der Muskulatur führen kann. Pferde sind gegenüber diesen Bakterien viel anfälliger als beispielsweise Hunde oder Katzen, weshalb die Krankheit für sie häufig tödlich verläuft. Abhängig vom verwendeten Impfstoff ist die Tetanusimpfung nach der Grundimmunisierung alle zwei bis drei Jahre zur Auffrischung Pflicht. Ein Unterlassen der Tetanusimpfung gilt als unverantwortlich, da die Impfung der einzig wirksame Schutz gegen die Erkrankung an Tetanus ist. 
   Die Impfung gegen Influenza   
 Das Equine Influenzavirus (kurz: EIV) kann eine Erkrankung des gesamten Atmungsapparates des Pferdes hervorrufen. Die Symptome sind starker Husten, hohes Fieber, Nasenausfluss und geschwollene Lymphknoten. Im Extremfall führt die Influenza zu chronischem Husten und bleibenden Schäden an den Atemwegen. Das EIV gilt als hochansteckend: Einmal im Stall ausgebrochen, wird es ganz simpel entweder über direkten Kontakt oder über die Luft – beispielsweise nach Husten oder Niesen durch die dabei freigesetzten Sekrete – übertragen. Somit gilt das EIV als akute Gefährdung für den gesamten Bestand. Achtung: Influenza-Viren besitzen die Fähigkeit, sich zu verändern und können daher gegen gewisse Impfstoffe eine Immunität ausbilden. Die Pferde können sich also trotz regelmäßiger Impfung mit Influenza infizieren. Durch regelmäßige Untersuchungen der Viren bereits erkrankter Pferde können die Impfstoffe allerdings an die aktuell kursierenden Viren angepasst werden. Die Impfung gegen die Equine Influenza sollte bei Pferden, die den Hof nicht zu Turnieren oder ähnlichen Veranstaltungen verlassen und damit einem geringeren Infektionsdruck ausgesetzt sind, mindestens alle zwölf Monate erfolgen. Für Turnierpferde gilt ein Impfintervall nach der Grundimmunisierung von sechs Monaten. 
   Die Impfung gegen Herpes   
 Beim Equinen Herpesvirus (EHV) unterscheidet man diverse Typen mit unterschiedlichen Krankheitsbildern. Am häufigsten kommen die sogenannten Herpesviren EHV-1 (u.a. Auslöser von Fehlgeburten) und EHV-4 (Erreger schwerer Atemwegsentzündungen) vor. Alle Infektionen mit dem Herpesvirus verlaufen latent; das bedeutet, auch wenn das einmal infizierte Pferd nicht erkrankt, bleibt es über lange Zeiträume Virusträger und -ausscheider. Somit gilt es ein Leben lang als Infektionsquelle, da unter ungünstigen Umständen, wie z.B. Stress, eine erneute massive Ausscheidung des Erregers die Folge sein kann. Leider kommt es auch in Deutschland immer wieder zu Herpesausbrüchen, die ganze Bestände in Gefahr bringen. Sämtliche Pferde eines Stalles sollten daher alle sechs Monate gegen Herpes geimpft werden. Wenn es trotz Impfung zu einer Erkrankung kommt, verläuft diese beim geimpften Pferd weitaus glimpflicher ab als bei Pferden ohne Impfschutz. Doch Achtung: In Deutschland existieren aktuell zwei Herpes-Impfstoffe, die allerdings aufgrund von Lieferengpässen oft nur begrenzt verfügbar sind. Eine frühzeitige Planung erweist sich deshalb durchaus als sinnvoll. 
   Die Impfung gegen Tollwut   
 Bei Tollwut handelt es sich wohl um die seit Jahrhunderten gefürchtetste Infektionskrankheit. Das Virus wird über einen Biss (z.B. von Füchsen, Mardern oder Waschbären) übertragen und führt nahezu ausnahmslos zum Tod. Deutschland ist eines der Länder in Europa, in denen die Tollwut nicht mehr existiert. Doch in unseren Nachbarländern kommt es leider noch immer von Zeit zu Zeit zu Todesfällen durch dieses Virus. In den Grenzgebieten berät der behandelnde Tierarzt gerne über die Notwendigkeit einer Impfung. In diesen Fällen beträgt das Impfintervall drei Jahre. 
 
 INFO TO GO 
 Regelmäßige Impfungen können den Ausbruch diverser Infektionskrankheiten und deren Verbreitung effektiv verhindern. 
 Die Impfungen gegen Tetanus und Influenza sind ein Muss. Dazu empfohlen wird die Herpes-Schutzimpfung. 
 Je nach Lebensraum empfiehlt es sich, das Impfschema gegebenenfalls zu erweitern (z.B. um die Tollwut-Impfung). Dabei steht Ihnen Ihr Tierarzt sicher gerne mit Rat und auch Tat zur Seite. 
 Für einen wirksamen Impfschutz müssen die Pferde zunächst grundimmunisiert und anschließend in den vorgegebenen Intervallen gegen die diversen Krankheiten geimpft werden. 
 
    Die Impfung von Fohlen und älteren Pferden   
 In den ersten sechs Lebensmonaten profitieren die Fohlen durch die Antikörper, die sie mit der Muttermilch zu sich nehmen. Danach erfolgt die sogenannte „Grundimmunisierung“ in Form der ersten Impfungen gegen Tetanus, Herpes und Influenza. Vier bis sechs Wochen danach sollte die zweite Impfung, ebenfalls gegen alle diese Krankheiten erfolgen. Ein halbes Jahr später müssen Herpes und Influenza ein drittes Mal geimpft werden, Tetanus folgt wiederum ein halbes Jahr später. Damit ist die Grundimmunisierung abgeschlossen und es gelten die für die jeweilige Krankheit üblichen Impfintervalle. Erfahrungsgemäß ist der Impferfolg umso höher, wenn dabei nicht zeitgleich gegen mehrere Krankheiten geimpft wird. 
 Wurde die Mutterstute nicht regelmäßig geimpft oder fehlte der Zugang zur Muttermilch, sollte schon früher mit der Grundimmunisierung des Fohlens begonnen werden. 
 Für die älteren Pferde gilt dasselbe wie für die älteren Menschen: Das Immunsystem lässt nach, sie werden anfälliger für die angesprochenen Infektionskrankheiten. Doch nicht nur die Gefahr einer schnelleren Erkrankung besteht – die Senioren werden dementsprechend auch häufiger zum Bakterien- und Virenausscheider und sind demnach eine potentielle Infektionsgefahr für ihre Artgenossen. Daher darf eine verantwortungsvolle Impfung bis ins hohe Alter nicht auf die leichte Schulter genommen werden, sprich, die Impfintervalle sollten eingehalten werden. 
   Die Impfung von Turnierpferden – was ist zu beachten?   
 Pferde, die nicht gegen Influenza geimpft wurden, sind generell zu keinem Turnier zugelassen. Auch die Impfung gegen Tetanus wird von der Deutschen Reiterlichen Vereinigung (FN) als selbstverständlich erachtet. Zusätzlich empfiehlt sich die Herpes-Impfung, um den Turnierpferden einen optimalen Schutz vor den wichtigsten Infektionskrankheiten zu gewährleisten. Darüber hinaus ist zu beachten: Pferde, die an einem Turnier teilnehmen sollen, müssen entweder 
 1. über die beiden ersten Impfungen der Grundimmunisierung verfügen (diese müssen mindestens zwei Wochen zurückliegen), oder 
 2. die dritte Impfung der Grundimmunisierung bzw. die nötigen Wiederholungsimpfungen nachweisen können (diese müssen sieben Tage zuvor erfolgt sein), oder 
 3. bei fehlenden Informationen über die Grundimmunisierung mindestens über drei Jahre hinweg in den vorgegebenen Intervallen geimpft worden sein. 
   MASTERHORSE Expertentipp zur Stärkung des Immunsystems   
 Über 70 Prozent der Immunzellen sitzen im Verdauungstrakt des Pferdes. Demnach können sich Verdauungsprobleme negativ auf das Immunsystem auswirken. Umso wichtiger ist die richtige Fütterung der Pferde. Hochwertige Vitamine, Spurenelemente und Mineralstoffe können das Immunsystem positiv beeinflussen. 
 Vitalstoffe und sekundäre Pflanzenstoffe z.B. aus Kräutern stärken das Immunsystem und schützen vor Krankheiten.   MASTERHORSE   hat die passenden Ernährungskonzepte zur Stärkung der körpereigenen Immunabwehr des Pferdes. Selbstverständlich ersetzt kein Futtermittel die nötigen Impfungen; richtig dosiert bildet es aber eine sinnvolle Ergänzung: 
 Bei Verdauungsproblemen hat sich der   LeibWächter   aus der   Stallmeister-Serie   bewährt. Er zeichnet sich durch einen hohen Anteil an probiotischer Lebendhefe aus. Diese wirkt stabilisierend auf die Darmflora und somit positiv auf das Immunsystem aus. 
   MASTERHORSE RESISTANT   stärkt die Widerstandskraft des gesamten Organismus. In Zeiten erhöhter Belastung und Infektionsgefahr unterstützen Hagebutte, Kamille, Echinacea und Isländisch Moos das Abwehrsystem der Pferde. Wissenschaftliche Untersuchungen bestätigen, dass die sekundären Pflanzenstoffe aus Kräutern wie z.B. Echinacea oder Hagebutte das Wachstum von Bakterien und Viren effektiv hemmen können. 
   MASTERHORSE RESISTANT   ist als lose Kräuter oder Pellets erhältlich. Die einzellige Mikroalge in   MASTERHORSE CHLORELLA   ist reich an Chlorophyll und weiteren hochwirksamen Vitalstoffen, die für ein aktives Immunsystem benötigt werden. Sie fördern die Aktivität der Abwehrzellen und steigern so die körpereigene Abwehrleistung. Im Gegensatz zu Makro-Algen und dem Algen-Zwitter Spirulina schmeckt   MASTERHORSE CHLORELLA   nicht fischig und wird deshalb von den Pferden problemlos gefressen. 
   Der Stallmeister SchutzPatron forte   versorgt das Pferd gezielt mit den für das Immunsystem wichtigen Vitaminen A, C und E. Das Ergänzungsfuttermittel enthält dazu die Spurenelemente Zink, Selen und Eisen sowie die Aminosäure Lysin. In Stresssituationen wie bei einem Stallwechsel oder während der Turniersaison, aber auch im Fellwechsel oder in der Rekonvaleszenz sowie bei erhöhtem Infektionsdruck empfiehlt sich die Ergänzung mit diesen wichtigen Vitalstoffen. 
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