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            <title type="text">Equines Cushing Syndrom beim Pferd</title>
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                                            Equines Cushing Syndrom - Erkennung, Diagnose und Behandlung dieser am häufigst auftretenden Hormonstörung beim Pferd. 
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                   Equines Cushing Syndrom (ECS) bei Pferden   
 „Eine häufige Alterserkrankung bei Pferden und Ponys ist das Equine Cushing Syndrom.“ So liest man es oft, wenn man sich eingehender über diese Krankheitsform informiert. Daran ist grundsätzlich nichts falsch, lässt aber die Schlussfolgerung zu, dass man als Besitzer eines jüngeren Pferdes sicher vor dieser Erkrankung sein kann. Doch Achtung: Die Erkrankung „Cushing“ tritt zwar vorwiegend ab einem Pferdealter von 15 Jahren ein. Intensive Forschungen in den letzten Jahren berichten allerdings von Fällen bereits ab dem zehnten Lebensjahr. Das Equine Cushing Syndrom, kurz ECS, ist nicht heilbar; doch diese Erkrankung muss keinesfalls zwingend das Ende für das Tier bedeuten. Mit dem richtigen Haltungs- und Futtermanagement sowie einer gezielten Therapie kann die chronisch fortschreitende Krankheit zwar nicht geheilt, aber dennoch wirksam behandelt werden. Und auch die Wahrscheinlichkeit von Folgeerkrankungen des Pferdes lässt sich so deutlich verringern. 
   Equines Cushing Syndrom bei Pferden – was ist das?   
 Das Equine Cushing Syndrom gilt als die häufigste Hormonstörung bei Pferden. Der Ursprung der Krankheit liegt in der im Gehirn gelegenen, winzigen Hirnanhangsdrüse, auch Hypophyse genannt, die eine Vielzahl an Hormonen produziert. Über den Blutkreislauf des Pferdes gelangen diese in den Organismus, wo sie eine wichtige Rolle bei der Steuerung der Körperfunktionen spielen. Die Hirnanhangsdrüse ist Bestandteil eines komplexen Systems. Bei Pferden mit Equinem Cushing-Syndrom&amp;nbsp;befindet sich eben an dieser Drüse ein gutartiger Tumor, ein Adenom. Dieses bewirkt eine Störung in der Hormonproduktion und hat somit weitreichende Auswirkungen auf den gesamten Stoffwechsel des Pferdes. Die Schaltzentrale dieses Hormon-Systems ist der Hypothalamus. Er sendet Signalhormone an die Hypophyse und diese setzt daraufhin Hormone wie das ACTH (Adrenocorticotropes&amp;nbsp;Hormon) frei. Dieses Hormon ACTH wiederrum regt in der Nebennierenrinde die Bildung des Stresshormons Cortisol an. Beim Equinen Cushing Syndrom kommt es durch die tumoröse Veränderung der Zellen in der Hypophyse zu einer vermehrten ACTH-Produktion und damit gleichzeitig zu einer erhöhten Ausscheidung von Cortisol in der Nebenniere, auch&amp;nbsp;Hypercortisolismus&amp;nbsp;genannt. Dieser kann zu einer vermehrten Stressreaktion des Pferdes sowie zu zahlreichen sichtbaren Veränderungen im Verhalten und am Erscheinungsbild, aber auch zu Infektionskrankheiten und&amp;nbsp;  Hufrehe  &amp;nbsp;führen. Zur Unterstützung des besonderen Ernährungsbedarfs und damit der Stabilisierung der Hormonstoffwechselprozesse bei Cushing-Pferden eignet sich besonders&amp;nbsp;eignet sich besonders das spezielle Mineralfutter   MASTERHORSE BASIS-CORTOCARE  . 
 
 INFO TO GO -&amp;nbsp;Equines Cushing Syndrom beim Pferd 
 Ungewöhnlich langes Fell, Veränderungen am Körperbau, abnormal hohes Trinkverhalten und damit auch erhöhter Urinabsatz, Ansatz von Körperfett an untypischen Stellen, Hufrehe – all das können Anzeichen des Equinen Cushing Syndroms sein, die der Pferdebesitzer keinesfalls außer Acht lassen sollte! 
 Das Equine Cushing Syndrom kann zwar nicht vorständig geheilt, aber mit den richtigen Maßnahmen und einer angepassten Fütterung wirksam behandelt werden. Auch der Schweregrad der Folgeerkrankungen lässt sich minimieren. 
 Generell empfiehlt es sich, am Equinen Cushing Syndrom erkrankte Pferde in enger Zusammenarbeit mit dem Tierarzt zu behandeln und sich mit ihm zusammen auf die für das Tier optimale Fütterung, Haltung und Therapie festzulegen. 
 
   Der Unterschied zwischen dem Cushing Syndrom und dem Metabolischen Syndrom   
 Trotz des ähnlichen Namens haben das Equine Cushing Syndrom und das   Equine&amp;nbsp;Metabolische Syndrom   nichts miteinander zu tun. Denkt man beim ersten sofort an Pferde mit zu langem, welligem Fell und eigenartigem Körperbau, bringt man mit dem zweiten den oft auch beim Pferd alltäglichen Kampf gegen das Übergewicht in Verbindung. Vom Equinen Metabolischen Syndrom, kurz EMS, betroffen sind zwar vermehrt Ponys, Kleinpferde oder schwere Kaltblüter. Generell ist allerdings keine Pferderasse davor gefeit. EMS ist eine Störung des Zuckerstoffwechsels, die eine Insulinresistenz zur Folge hat. Insulin ist dafür verantwortlich, dass Glukose aus dem Blut in die Muskulatur oder die Leber geschafft und dort gespeichert wird. Hohe Insulinwerte sorgen dafür, dass der Körper Vorräte anlegt; der Abbau von Körperfett hingegen ist erschwert. Durch zu große Getreiderationen oder viel Weidegang erhöht sich der Blutzuckerspiegel. Eine Überzuckerung des Blutes (Hyperglykämie) über einen längeren Zeitraum hinweg kann dazu führen, dass das Insulin seine Wirksamkeit verliert. In diesem Zustand ist die Fähigkeit des Insulins, Muskulatur und Leber zur Aufnahme von Blutzucker zu veranlassen, eingeschränkt. Hierbei spricht man von der wohl bekannten Insulinresistenz. Die Bauchspeicheldrüse schüttet zur Kompensation noch mehr Insulin aus, wodurch sich die Insulinresistenz noch weiter verstärkt. Die Insulinresistenz, auch als Diabetes bekannt, zählt zu den möglichen Ursachen für die Entstehung von Hufrehe (Expertentipp &quot; Hufrehe beim Pferd &quot;). Der Zucker im Blut und andere vom Fettgewebe gebildeten Stoffe stören die Kapillarfunktion in der Huflederhaut und begünstigen dadurch eine Rehe. Im Gegensatz zum Equinen Cushing Syndrom existiert bislang noch kein Medikament gegen das EMS. So müssen die Hormonentgleisungen durch sinnvoll zusammengestellte Diäten kombiniert mit adäquater Bewegung (zum Beispiel lange Spaziergänge) in den Griff bekommen werden. 
   Das Equine Cushing Syndrom bei Pferden erkennen   
 Cushing bei Pferden zeichnet sich durch ein individuell unterschiedlich ausgeprägtes Krankheitsbild aus. Das bekannteste Anzeichen der Erkrankung ist die prägnante Fellwechselstörung, auch&amp;nbsp;Hirsutismus&amp;nbsp;genannt. Es fallen zunächst längere Haare am Kinn und der Rückseite der Beine des Pferdes&amp;nbsp;auf. Im weiteren Krankheitsverlauf kann das gesamte Deckhaar länger und auch lockiger werden und sich farblich verändern, in vielen Fällen setzt der Fellwechsel komplett aus. ECS-Pferde bauen zudem Muskeln ab und es kann zu einer Umverteilung des Körperfettes an Kruppe, Mähnenkamm sowie über den Augen kommen. Nicht selten leiden betroffene Pferde und Ponys unter extremem Senkrücken und Hängebauch, auch Pendelabdomen genannt. Cushing-Pferde trinken in Folge von Nierenproblemen häufig übermäßig viel, was auch vermehrten Harnabsatz mit sich bringt. Oft magern sie im Verlauf der Krankheit ab, erscheinen müde, teilnahmslos und wenig leistungsbereit. Darüber hinaus kann es zu einer erhöhten Anfälligkeit für Infektionen kommen, möglicherweise treten Zahnprobleme und Fruchtbarkeitsstörungen auf. Besonders bei alten Pferden vermindert sich die Stresstoleranz. 
   Diagnose des Equinen Cushing Syndroms   
 In manchen Fällen genügen bereits eine eingehende Untersuchung und die Vorgeschichte eines für das Equine Cushing Syndrom auffälligen Pferdes für eine eindeutige Diagnose durch den Tierarzt. Auch ein ausgeprägter Hirsutismus ist oft schon Hinweis genug. Doch um ganz sicher zu gehen und um im Zweifelsfall die oben genannten, teils schwerwiegenden Folgen des Equinen Cushing Syndroms zu vermeiden, sollte der Tierarzt bei Verdacht eine Blutuntersuchung mit Fokus auf die ACTH-, Leber-, Insulin- und Glukosewerte durchführen, um schnellstmöglich Klarheit zu schaffen und eine eventuell notwendige Therapie einzuleiten. Die Blutergebnisse liegen nach wenigen Tagen vor. Achtung: Auch bei gesunden Pferden kann es zu Hormonschwankungen kommen, die das Ergebnis der Blutuntersuchung verfälschen können! Es hat sich gezeigt, dass sich die Zeit zwischen August und Oktober am besten dazu eignet, um aussagekräftige Werte für eine eindeutige Diagnose des Equinen Cushing Syndroms (ECS) zu bekommen. 
   Die Behandlung des Equine Cushing Syndroms beim Pferd   
 Das ECS ist eine nicht heilbare Krankheit. Lediglich die Symptome können behandelt oder besser, gelindert werden. Im Normalfall rät der Tierarzt zum Einsatz von starken, oft auch mit nicht unerheblichen Nebenwirkungen behafteten Medikamenten, die die Ausschüttung von Dopamin (fehlt Dopamin, geht die Kontrolle über die Freisetzung von ACTH und Cortisol verloren) regulieren und so die Cortisol-Produktion steuern, ab. Besonders zu Beginn der Therapie kann es zu Appetitlosigkeit und Nahrungsverweigerung kommen. Auch von Benommenheit wurde berichtet. Bei laktierenden Stuten kann die Milchproduktion behindert werden. Das Präparat ist für lebensmittelliefernde Tieren nicht zugelassen; zudem gilt es als doping-relevant. 
   Mönchspfeffer zur Linderung der ECS-Symptome   
 Diverse Studien haben gezeigt, dass auch ein Mittel aus der Natur für Cushing-Pferde sinnvoll sein kann – der Mönchspfeffer (Vitex agnus castus). Man sagt auch ihm eine Dopamin-regulierende Wirkung nach. Pferde, die über einen längeren Zeitraum Mönchspfeffer bekommen haben, zeigten weniger Probleme mit dem Fell und nahmen weniger an Gewicht ab. Sie wurden wieder lebendiger, leistungsbereiter und die Verteilung des Körperfetts normalisierte sich. Studien zufolge können manche Pferde allein mit Mönchspfeffer-Präparaten ihre Lebensqualität wiedererlangen. In anderen Fällen hat sich der Mönchspfeffer als sinnvolle Ergänzung zu einer Medikamenten-Gabe erwiesen. Eine Therapie sollte allerdings immer in Absprache mit dem behandelnden Tierarzt erfolgen; auch unsere Experten beraten Sie gerne. Denn mittlerweile gibt es eine Vielzahl an Futterzusätzen, die Mönchspfeffer enthalten; aber nicht alle sind geeignet, die Cushing-Symptome positiv zu beeinflussen. 48 Stunden vor einem Turnierstart muss der Mönchpfeffer allerdings abgesetzt werden, auch er gilt nicht als ADMR-konform. 
   Die richtige Fütterung von Pferden mit Equinem Cushing Syndrom   
 „Diagnose Cushing“ – was tun? Soviel ist sicher: Auf keinen Fall sofort die sprichwörtlich bekannte Flinte ins Korn werfen. Neben der richtigen Therapie sind eine optimierte Fütterung und Haltung sowie konsequente Gesundheitskontrollen wichtige Bestandteile in der Betreuung der am Equinen Cushing Syndrom erkrankten Pferde und Ponys. Bei erhöhten Insulin- und Glukosewerten, wie sie häufig bei übergewichtigen Pferden vorkommen, empfiehlt es sich, das Heu in vielen kleinen Portionen über den Tag verteilt anzubieten, um den Insulinspiegel möglichst wenig zu beeinflussen. Reicht dem Pferd die Energie, die es über das Raufutter aufnimmt, nicht aus, kann zusätzlich ein getreidefreies Kraftfutter gegeben werden. Hierfür eignen sich besonders unsere&amp;nbsp;  MASTERHORSE HEU-FLAKES  &amp;nbsp;oder aber das&amp;nbsp;  MASTERHORSE FASER-PLUS  . 
 Durch die hohe Stoffwechselbelastung beim  Equinen Cushing Syndrom  kommt der bedarfsgerechten  Versorgung mit Vitaminen sowie Mineral- und Vitalstoffen  ein besonders hoher Stellwert für die Gesunderhaltung dieser Pferde zu. Wir empfehlen hier unser   MASTERHORSE BASIS-CORTOCARE   – eine Rundumversorgung speziell für Pferde mit Equinem Cushing Syndrom. Sie zeichnet sich aus durch eine bedarfsgerechte Zusammensetzung von Vitaminen (v.a. Antioxidanzien), Mineralstoffen, Spurenelementen (besonders Zink) und Aminosäuren. Eine weitere Besonderheit dieses Mineralfutters ist die enthaltene Kräutermischung mit Mönchspfeffer und Leberkräutern, die Hormonimbalancen harmonisieren. 
 Möchte man ein Pferd mit hormoneller Fehlfunktion neben seinem bestehenden Mineralfutter auch mit Kräutern unterstützen, so eignet sich   MASTERHORSE CORTOCARE  . Diese reine Kräutermischung enthält Mönchspfeffer, Ginkgo, Löwenzahn, Artischocke, Zimt und Hagebutten. Mit ihrer hohen Kräuterdichte liefert sie viele natürliche sekundäre Pflanzenstoffe. 
 Alternativ eignet sich als Ergänzung zu einer balancierten Ration das   EQUIPUR-opticort  . Dieses Diät-Ergänzungsfuttermittel, liefert die Nährstoffe,&amp;nbsp; die Pferde mit Cushing vermehrt benötigen. Dies wären u.a. Mönchspfeffer,&amp;nbsp; Leberkräuter, Antioxidanzien, Aminosäuren, Magnesium und Omega-3-Fettsäuren. 
 Beachtet man diese Punkte in Sachen Haltung und Fütterung ist also für Cushing-Pferde durchaus ein nahezu normales Pferdeleben möglich. Natürlich sollte das Pferd immer gut beobachtet und auch die Blutparameter von Zeit zu Zeit überprüft werden, um im Bedarfsfall entsprechend reagieren zu können. 
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                            <updated>2023-01-12T00:00:00+01:00</updated>
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            <title type="text">Hufrehe beim Pferd</title>
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                                            Hufrehe beim Pferd ist eine der ältesten uns bekannten Krankheiten.
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                  Hufrehe beim Pferd – Wie füttere ich ein Hufrehepferd richtig?  
  Kein Gras! Wenig Kohlehydrate! Das sind die gängigen Empfehlungen für Hufrehepatienten. Was darf ein Rehepferd denn überhaupt fressen? Die Fütterung bei Hufrehe ist ganz schön schwierig für den Pferdebesitzer. Die Kunst der Fütterung eines Rehepferdes liegt darin, das Pferd mit Nähr- und Vitalstoffen zu versorgen, ohne den Organismus weiter zu belasten. Das gilt für Pferde in einer akuten Rehe und ebenso für Pferde, die eine Rehe überstanden haben. Sie sind weiterhin gefährdet, erneut an Hufrehe zu erkranken. Man spricht dann von einem weiteren Reheschub.  
  Welche Nährstoffe für Hufrehepatienten wichtig sind und wie Sie eine erneute Rehe vermeiden, verrät dieser Masterhorse Expertentipp.  
 Die Kunst der Fütterung eines Rehepferdes liegt darin, das Pferd mit Nähr- und Vitalstoffen zu versorgen, ohne den Organismus weiter zu belasten. Das gilt für Pferde in einer akuten Rehe und ebenso für Pferde, die eine Rehe überstanden haben. Sie sind weiterhin gefährdet, erneut an Hufrehe zu erkranken. Man spricht dann von einem weiteren Reheschub. 
  Was ist Hufrehe beim Pferd  
 Hufrehe beim Pferd ist eine der ältesten uns bekannten Krankheiten. Schon Aristoteles berichtete zu seiner Zeit von einer schmerzhaften Erkrankung der Gliedmaßen, die durch die Fütterung ausgelöst wurde. Hufrehe äußert sich durch starke Schmerzen im Bereich der Hufe und damit verbundener Lahmheit bzw. völliger Bewegungslosigkeit. Die betroffenen Pferde versuchen durch die charakteristische Körperhaltung den Druck von den Vorderbeinen zu nehmen und so dem Schmerz auszuweichen. Dabei verlagern sie ihr Gewicht vermehrt auf die Hinterhand und stellen die Vorderbeine weit nach vorne, um sie zu entlasten. 
 Grund für Schmerzen und Lahmheit bei Hufrehe ist die Zerstörung der Huflederhaut, die das Hufbein wie ein Klettverschluss mit der Hornkapsel verbindet. Beim gesunden Pferd ist diese Verbindung sehr stabil und hält extremen Belastungen stand. Neben dem Eigengewicht des Pferdes, welches eine Druckbelastung in Richtung Boden ausübt, wirkt durch die tiefe Beugesehne zusätzlich eine Zugkraft nach hinten/oben auf das Hufbein. Wird die Verbindungsschicht nun geschädigt, kann sie diesen Kräften nicht mehr standhalten. Als Folge kann es zu einer Drehung des Hufbeins (Hufbeinrotation) bzw. zu dessen Absenkung in der Hornkapsel kommen. Im schlimmsten Fall wird die Verbindung vollständig zerstört was zum Durchbruch des Hufbeins (Hufbeindurchbruch) durch die Hufsohle oder gar zum Verlust der Hornkapsel – dem sogenannten „Ausschuhen“ führen kann. 
 Wie kommt es zur Hufrehe beim Pferd? 
 Hufrehe kann ganz verschiedene Ursachen haben. Grob einteilen kann man diese in folgende Bereiche: 
 
 „Vergiftungs“-Rehe (hierzu zählt auch die fütterungsbedingte Rehe). 
 Rehe als Folge von Stoffwechselstörungen (ECS, EMS); hier spricht man von chronischer Hufrehe. 
 Belastungsrehe durch eine mechanische Überbelastung. 
 
 Da jede einzelne dieser Formen ein sehr komplexes Thema ist, beschränkt sich dieser Artikel auf die Vergiftungsrehe und hier speziell auf die fütterungsbedingte Rehe. 
 Hufrehe durch Fütterung – was passiert im Pferdekörper? 
  1.&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;   Ein Zuviel an Stärke im Futter  
 Die fütterungsbedingte Hufrehe kann durch zwei Faktoren ausgelöst werden. Zum einen kann sie die Folge der Aufnahme großer Mengen an dünndarmverdaulichen Kohlenhydraten wie zum Beispiel Stärke sein. Stärke ist ein Kohlenhydrat, das je nach Struktur und Zubereitung im Dünndarm enzymatisch aufgespalten wird. Die Kapazität des Dünndarms hierfür ist mengenmäßig begrenzt. Nimmt das Pferd mehr dünndarmverdauliche Stärke auf, als hier verarbeitet werden kann, wird sie unverdaut in den Dickdarm weitertransportiert, wo sie bakteriell fermentiert wird. Dies kann etwa dann vorkommen, wenn sich das Pferd Zugang zum Futtervorrat verschafft und in kurzer Zeit eine große Menge an stärkereichem Kraftfutter frisst. 
  2.&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;   Die Futterration enthält zu viele Kohlenhydrate  
 Der zweite mögliche Auslöser der fütterungsbedingten Hufrehe ist die Aufnahme größerer Mengen an Kohlenhydraten, die aufgrund ihrer Struktur im Dünndarm nicht enzymatisch aufgespalten werden können, wie zum Beispiel Fruktan. Diese landen ebenfalls unverdaut im Dickdarm und werden bakteriell fermentiert. Fruktan nimmt das Pferd über das Weidegras bzw. das Heu auf. Als Speicherkohlenhydrat dient es vielen Pflanzen als Energiespeicher und ist somit unter anderem in Gräsern von Natur aus enthalten. Besonders hoch sind die Fruktangehalte in den Pflanzen dann, wenn die Energiegewinnung auf der einen Seite und der Energieverbrauch auf der anderen Seite nicht im richtigen Verhältnis stehen. Gerade im Frühjahr und im Herbst wenn tagsüber die Sonne scheint, die Temperaturen nachts aber stark absinken, kann die Pflanze die durch Photosynthese gewonnene Energie nicht direkt für das Wachstum „verbrauchen“ und speichert sie in Form von Fruktan ein. Fruktan ist nicht generell schlecht für Pferde – wie so oft kommt es auch hier auf die Dosis an. In Maßen ist die bakterielle Fermentation für den Dickdarm und den Stoffwechsel kein Problem. Gelangen aber große Mengen an Stärke oder Fruktan auf einmal in den Dickdarm, kommt es durch die Fermentation und die dabei entstehenden Spaltprodukte zu Veränderungen des Darmmilieus. Der pH-Wert sinkt stark ab, der Darminhalt wird also sauer. Unter diesen veränderten Bedingungen stirbt eine Vielzahl der Darmbakterien ab. Die dabei gebildeten Toxine gelangen durch die Darmwand in den Blutkreislauf und somit auch in die feinen Blutgefäße der Huflederhaut. Als Folge kommt es zu Entzündungen und Durchblutungsstörungen im Bereich der Huflederhaut und somit zur Schädigung dieses sensiblen Gebildes. Warum gerade in diesem Bereich die Folgen so gravierend sind, ist bis heute nicht endgültig geklärt. 
 Hufrehe Behandlung – Welche Möglichkeiten gibt es hier? 
 Die Behandlung bei Hufrehe beschränkt sich in der Regel auf folgende Punkte: 
  Linderung der Entzündung  
 Durch die Entzündung entsteht eine Schwellung in der Huflederhaut, die die Hornkapsel und die knöchernen Strukturen auseinanderdrückt. Um die Schäden möglichst gering zu halten ist es daher sehr wichtig, die Entzündung möglichst schnell und effektiv zu bekämpfen. 
  Durchblutungsförderung  
 Damit die Zellen der Huflederhaut möglichst gut versorgt werden, ist eine gute Durchblutung von großer Bedeutung. Blutverdünnende und durchblutungsfördernde Medikamente oder auch Kräuter sorgen dafür, dass auch die kleinsten Blutgefäße – die Kapillaren – ausreichend durchblutet werden. 
  Reduzierung des Zuges der tiefen Beugesehne auf das Hufbein  
 Um die mechanische Belastung, also den Zug am Hufbein, zu reduzieren ist es wichtig, dass die Stellung des Hufes angepasst wird. Durch das Hochstellen der Trachten, also des hinteren Teils des Hufes, mit Hilfe eines Spezialbeschlags wird die Sehne entlastet und der Zug auf das Hufbein reduziert. 
  Unterstützung der Leber  
 Da die Leber des Pferdes bei einer Hufrehe durch die hohe Konzentration an Giftstoffen im Blut besonders viel leisten muss ist es wichtig, dieses Organ zu unterstützen und zu stärken. 
  Förderung einer gesunden Darmflora  
 Die ursprüngliche Darmflora muss möglichst schnell wieder hergestellt werden, um eine physiologische Verdauung aller Futterbestandteile zu gewährleisten. 
 Hufrehe beim Pferd - Kann mein Pferd trotzdem auf die Weide? 
 Insbesondere bei Pferden, die bereits einen Reheschub hatten, muss man beim Weidegang vorsichtig sein. Gerade im Frühjahr und im Herbst, wenn die Fruktangehalte im Gras besonders hoch sind, sollte der Weidegang nur sehr dosiert erfolgen. Studien haben gezeigt, dass an kühlen, sonnigen Vormittagen der Fruktangehalt besonders hoch ist und erst ab der Mittagszeit abnimmt. Daher ist der Weidegang in den frühen Morgenstunden zumindest im Frühjahr und im Herbst für Rehepferde tabu. Während der wärmeren Monate können rehegefährdete Pferde in Maßen Weidegang bekommen. Man sollte aber auf jeden Fall darauf achten, dass sie nicht zu viel Gras aufnehmen. Hier können Fressbremsen gute Dienste leisten. Die Pferde können sich an der frischen Luft bewegen ohne allzu große Mengen an Gras aufzunehmen. 
 Hufrehe – Erste Hilfe 
 Bei einem Reheschub erleidet das Pferd enorme Schmerzen. Nicht zuletzt deswegen sollte immer sofort der Tierarzt gerufen werden, der Schmerzmittel verabreichen und somit das Leiden lindern kann. Außerdem kann er umgehend weitere Therapiemaßnahmen einleiten. 
 Als Soforthilfe ist eine Kühlung der Hufe wichtig, um die Entzündung zu lindern. Dies kann entweder durch kaltes Wasser oder aber mit Hilfe einer Kühlkompresse erfolgen. Da die Huflederhaut parallel zur Hufwand verläuft, wird die Kompresse vorn am Huf aufgelegt und gegebenenfalls mit Hilfe einer Bandage fixiert. Man sollte aber darauf achten, dass es nicht zu Erfrierungen im Bereich des Kronsaums kommt. Besonders kalte Kompressen oder auch Kühlakkus aus dem Gefrierschrank sollten in ein Geschirrtuch oder ähnliches gewickelt werden, bevor man sie am Pferd anwendet. 
 Hufrehe beim Pony 
 Hufrehe kommt statistisch gesehen bei Ponys häufiger vor als bei Großpferden. Dabei sind diese Tiere prinzipiell nicht anfälliger für Hufrehe als Großpferde. Allerdings sind Ponys in der Regel deutlich genügsamer was die Fütterung anbelangt, was die Gefahr einer Überfütterung erhöht. Zudem gelten Ponys als „verfressen“. Sie nehmen relativ große Mengen in kurzer Zeit auf, wodurch die Gefahr einer Futterrehe ebenfalls höher ist als bei Großpferden. Gerade bei Ponys sollte daher im Frühjahr beim Anweiden besonders darauf geachtet werden, dass nicht zu viel junges, fruktanreiches Gras aufgenommen wird. 
 Fütterung bei Hufrehe 
  Fütterung nach dem ersten Reheschub:  
 Pferde, die bereits einen fütterungsbedingten Reheschub hinter sich haben, gelten auch weiterhin als rehegefährdet. Bei der Fütterung solcher Pferde müssen einige Punkte besonders beachtet werden: Eine bedarfsgerechte Versorgung mit Vitaminen, Mineralstoffen und weiteren Vitalstoffen bildet die Grundvoraussetzung für einen gesunden und widerstandsfähigen Pferdekörper. Besonders wichtig ist die Versorgung mit Antioxidanzien wie Vitamin C und E, Selen sowie Omega-3-Fettsäuren. Diese haben eine schützende Wirkung auf die Gefäße und leisten damit einen wichtigen Beitrag zur Reheprophylaxe.&amp;nbsp; 
  Übergewicht vermeiden:  
 Übergewicht sollte generell vermieden werden. Die Energiezufuhr muss demnach streng auf den Energiebedarf abgestimmt werden. Als Energielieferant sollte in erster Linie gutes Heu dienen. Lediglich bei Pferden, die mit dieser Energiequelle nicht ausreichend versorgt sind, kann Kraftfutter zugegeben werden. Idealerweise wird dieses auf möglichst viele kleine Portionen verteilt und nicht in einer einzigen Fütterung verabreicht. So wird vermieden, dass die enthaltene Stärke unverdaut den Dickdarm erreicht und hier bakteriell fermentiert wird. 
  Die Verdauung unterstützen:  
 Da die Leber im akuten Rehefall besonders viel leisten muss, um die Giftstoffe aus dem Körper zu schaffen, benötigt dieses wichtige Organ von Zeit zu Zeit Unterstützung. Insbesondere bei Futterumstellungen ist eine kurweise Fütterung von leberstärkenden Zusätzen sinnvoll. Die Mariendistel besitzt einen hohen natürlichen Gehalt an leberzellschützendem Silymarin, wodurch sich  MASTERHORSE   MARI-KUR  sehr gut zur Unterstützung der Lebertätigkeit sowie der Leberregeneration eignet. 
 Lebendhefekulturen leisten wertvolle Dienste wenn es darum geht, die geschädigte Darmflora wieder ins Gleichgewicht zu bringen. Sie sind in der Lage, unerwünschte Darmkeime zu verdrängen und schaffen so ideale Bedingungen für eine „gesunde“ Besiedelung des Darms.  Der Stallmeister   LeibWächter  versorgt das Pferd mit diesen wertvollen Hefekulturen und ist so eine hervorragende Unterstützung für eine physiologische Darmflora. 
 Achtet man stets auf eine bedarfsgerechte Versorgung mit allen wichtigen Nähr- und Vitalstoffen sowie eine gute körperliche Verfassung und sorgt dafür, dass die Zufuhr an leicht verdaulichen Kohlenhydraten in moderaten Mengen erfolgt, kann man das Risiko eines weiteren fütterungsbedingten Reheschubes erheblich minimieren. 
  &amp;nbsp;  
 
 INFO TO GO - Hufrehe beim Pferd 
 Große Mengen an leicht verdaulichen (Stärke) oder nicht dünndarmverdaulichen (Fruktan) Kohlenhydraten können eine fütterungsbedingte Hufrehe auslösen. 
 Das Anweiden im Frühjahr muss immer vorsichtig erfolgen, um die Aufnahme von Fruktan zu begrenzen und so zu vermeiden, dass die Darmflora im Dickdarm „umkippt“. Auch die Aufnahme von stärkereichem Kraftfutter muss immer dosiert erfolgen. Große Kraftfuttermengen sollten daher auf möglichst viele kleinere Einzelportionen verteilt werden. 
 Die Basis der Fütterung bildet gutes, spät geschnittenes Heu. Der erhöhte Bedarf an wertvollen Vitaminen, Mineralstoffen und weiteren Vitalstoffen sollte durch ein Mineralfutter gedeckt werden. 
 
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  &amp;nbsp;  
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                            <updated>2022-09-23T02:00:00+02:00</updated>
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            <title type="text">Hufrehe beim Pferd - Fruktane im Herbst</title>
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                                            Kalte Nächte und sonnige Tage lassen den Fruktan- gehalt im Weidegras ...
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                   Risiko Hufrehe - Fruktane im Weidegras   
 Fruktane werden im Rahmen der Photosynthese in einer Pflanze gebildet und dienen ihr als Energielieferant. Produziert die Pflanze mehr Energie als sie für das Wachstum benötigt, wird die überschüssige Energie in Form von Fruktanen gespeichert. 
 Biochemisch betrachtet sind Fruktane langkettige Zuckermoleküle. Zuckerarten wie Saccharose, Dextrose oder Fruktose kann das Pferd mit Hilfe von Enzymen problemlos im Dünndarm verwerten. Dies gilt jedoch nicht für Fruktane, denn den Pferden fehlt ein Enzym für die Aufspaltung. 
 Nimmt das Pferd auf der Weide größere Mengen an Fruktanen über das Weidegras auf, so gelangen diese leicht fermentierbaren Kohlenhydrate unverdaut in den Dickdarm des Pferdes. Hier werden die auch als Polyfructosen bezeichneten Saccharide mittels Bakterien schnell aufgespalten. Durch die Fermentation kommt es häufig zu einer Übersäuerung im Dickdarm und einem Absterben der physiologischen Darmflora. Dabei entstehen Giftstoffe, die in das Blut gelangen. Das ist häufig der Startschuss für die kaskadenartigen Vorgänge, die schließlich zu einer Hufrehe führen können. 
   Der Fruktangehalt in einer Pflanze hängt von verschiedenen Faktoren ab:   
 
 Pflanzenart: Grassorten, wie Weidelgräser, bilden höhere Mengen an Fruktane als beispielsweise Wiesenfuchsschwanz oder Knaulgras. 
 Pflanzenbestandteil: Im Stängel ist der Fruktangehalt in der Regel höher als in den Blättern. 
 Temperatur: Höhere Temperaturen führen zu niedrigeren und niedrige Temperaturen zu höheren Fruktangehalten auf der Pferdeweide. 
 Licht: Viel Sonnenlicht steigert die Photosyntheserate und fördert dadurch die Fruktanbildung. 
 Feuchtigkeit: Ist die Pferdeweide zu trocken, steht das Weidegras unter &quot;Stress&quot; und reichert damit vermehrt Fruktane an. 
 Jahreszeit: Die höchsten Gehalte an Fruktan&amp;nbsp;werden im Mai, Oktober und November gemessen. 
 
   Hufrehe durch Weidegras – was macht Fruktane im Herbst so gefährlich?   
 Die Witterungsbedingungen im Herbst sind ähnlich wie im Frühjahr: Viele Tage sind sonnig und die Nächte kalt. Dennoch leiden tendenziell mehr Pferde im Herbst an einer Hufrehe als im Frühjahr. Wie kann dies sein? 
 Ein Grund dafür ist, dass Pferdehalter im Frühjahr viel vorsichtiger sind. Die Pferde werden langsam angeweidet, um Hufrehe oder Koliken zu vermeiden, die durch die Futterumstellung entstehen könnten. Im Herbst sind die Pferde das Weidegras gewöhnt und die Koppeln abgefressen. Fälschlicherweise gehen viele Pferdebesitzer davon aus, dass hier keine Gefahr mehr besteht. Doch gerade jetzt ist Vorsicht geboten! Kurz abgefressenes Gras steht extrem unter &quot;Stress&quot; und dadurch kommt es zu einer vermehrten Fruktananreicherung in der Pflanze. Hinzu kommen Temperaturschwankungen. Dies führt dazu, dass die Grasstummel zu regelrechten Fruktanbomben werden. 
 
 INFO TO GO - Fruktane im Weidegras 
 Häufiger Auslöser einer Hufrehe sind Fruktane, sie lösen im Dickdarm ein Umkippen der Darmflora aus. Dies endet in vielen Fällen in einer Hufrehe. 
 Höchstes Reherisiko herrscht an sonnigen Tagen nach kalten Nächten. 
 Besonders gefährdet sind übergewichtige Pferde und Ponys (Insulinresistenz). 
 
   Symptome bei Hufrehe und Maßnahmen   
  Zeigt das Pferd erste Hufrehe-Symptome wie ...   
 
 es läuft steif oder nur sehr unwillig, 
 sägebockartige Stellung, 
 Trachtenfußung, 
 warme Hufe, 
 stark pulsierende Mittelfußarterie, 
 erhöhter Puls, schwitzen oder zittern, 
 
  ... dann sollte umgehend der Tierarzt gerufen werden.  
 Bis dieser eintrifft, helfen folgende Maßnahmen: 
 
 Das Pferd sollte so wenig wie möglich bewegt werden. 
 Hufe und Beine mit kaltem Wasser (wenn möglich Eiswasser) kühlen. 
 Die Box großzügig und weich einstreuen. 
 Das Pferd liegen lassen. 
 
  Hufrehe ist ein Notfall  und eine intensive Behandlung in den ersten Stunden kann den Verlauf der Rehe positiv beeinflussen. 
   Expertentipp - Fütterung bei Hufrehe:   
 Das Deutsche Weidelgras ist auf vielen Pferdeweiden zu finden. Es bildet eine dichte Grasnarbe und wächst schnell nach. Leider bildet es große Fruktanmengen und ist deswegen vor allem für rehegefährdete Pferde nicht geeignet. Sinnvoll ist eine Neuansaat mit einer fruktanarmen Saatgutmischung. Regelmäßige Ruhepausen für die Weide (etwa einen Monat), Düngung und Weidewechsel sorgen dafür, dass das Gras „stressfrei“ nachwachsen kann und sich dadurch weniger Fruktane im Weidegras anreichern. 
 Neben einem sinnvollen Weidemanagement hilft auch eine richtige Fütterung und Haltung einer Hufrehe vorzubeugen. Etwas Heu vor dem Weideaustrieb stillt den morgendlichen Hunger und sorgt dafür, dass die Pferde nicht gierig fressen. Bei leichtfuttrigen&amp;nbsp;Tieren tendiert man gerne dazu die Weidezeit zu reduzieren. Das bringt nicht immer den gewünschten Erfolg. Gefräßige Pferde verstehen schnell, dass die Zeit auf der Koppel begrenzt ist und fressen in wenigen Stunden größere Grasmengen als normal. Sinnvoller erscheint bei solchen Pferdetypen eine Fressbremse. Diese sollte gut sitzen und das Trinken dennoch ermöglichen. 
 Höhere Fruktanmengen belasten die Dickdarmflora und führen zu Toxinbildungen. Diese Giftstoffe müssen in der Leber unschädlich gemacht werden und belasten dadurch den Stoffwechsel. Futterzusätze wie  Probiotika  (z.B.   Stallmeister LeibWächter  ) oder  leberstärkende Kräuter  (z.B.   MASTERHORSE HEPADURE  ) helfen die Darmflora wieder aufzubauen und  stärken die Leber des Pferdes  bei ihrer Entgiftungsleistung. Kombi-Präparate wie zum Beispiel das  MASTERHORSE RE-AKTIV  enthalten neben Probiotika und Leberkräutern auch noch kreislaufstärkende und durchblutungsfördernde  Kräuter  sowie wichtige Nährstoffe  für die Gesundheit der Pferdehufe .  MASTERHORSE RE-AKTIV  ist sowohl in der Rehe-Prophylaxe als auch im akuten Fall ein wertvoller Vitalstofflieferant. 
 Schlanke und gut trainierte Pferde erkranken seltener an einer Hufrehe. Mit täglicher Bewegung und einer bedarfsgerechten Fütterung können Sie das Risiko der Hufrehe deutlich senken. 
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            <title type="text">KPU beim Pferd – was steckt dahinter?</title>
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                                            Handelt es sich bei KPU um eine Erbkrankheit oder um einen Nährstoffmangel? 
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                 Mit Krankheiten ist es wie mit der Mode: Mal ist etwas in, mal out! Das macht auch vor Pferdekrankheiten nicht halt. Ein gutes Beispiel ist die KPU. Kaum eine Krankheit ist in der Pferdewelt so umstritten wie die  Kryptopyrrolurie beim Pferd . Dabei muss die Frage zuallererst lauten: Was ist KPU beim Pferd? Und: Ist die KPU überhaupt eine Krankheit? Die wichtigsten Fakten rund um die KPU. 
   Die Theorie   
 Das Thema &quot; Kryptopyrrolurie beim Pferd “ tauchte erstmals 2009 auf, mittlerweile wird es in Reiter-Foren diskutiert und beschäftigt so manchen Pferdehalter. 
 Die Hypothese der Kryptopyrrole wurde zunächst im Bereich der Humanmedizin aufgestellt. Bei der KPU beim Pferd soll es sich um eine Erbkrankheit handeln, die eine Stoffwechselstörung auslöst. Bausteine des Blutfarbstoffs Hämoglobin, die so genannten Pyrrole, binden sich dabei vermehrt an Vitamin B6 und Zink. Der  „Kryptopyrrol-Komplex“  verlässt den Körper mit dem Urin. Folglich fehlen dem Körper diese Vitalstoffe für seine Stoffwechselprozesse. Die Folge einer  KPU beim Pferd  soll eine Vielzahl von Stoffwechselentgleisungen sein. 
 
 INFO TO GO 
 Die Existenz der Krankheit KPU ist bei heute nicht wissenschaftlich nachgewiesen worden. 
 Bei KPU beim Pferd soll es sich um eine Erbkrankheit handeln, die eine Stoffwechselstörung auslöst. 
 Pferde, die dem KPU zugeordnete Symptome zeigen, sollten einem Tierarzt zur genauen Diagnostik vorgestellt werden. 
 
   Die Symptome   
 Folgende Symptome werden mit KPU beim Pferd in Verbindung gebracht: 
 
 Vitamin B6- und Zinkmangel, häufig sind auch Mangan und andere 
 Spurenelemente im  Mangel . 
 Schwaches Immunsystem. 
 Müdigkeit, mangelnde Leistungsbereitschaft. 
 Verdauungsstörungen wie Koliken, Kotwasser, Durchfall oder Blähungen. 
 Hautprobleme wie Sommerekzem, Mauke oder Raspe. 
 Leber- und Nierenprobleme. 
 Psychische Verhaltensauffälligkeiten. 
 
  Des Weiteren sehen Anhänger der KPU-Theorie einen Zusammenhang zwischen  KPU beim Pferd  und Problemen wie   Equinem Metabolischen Syndrom   (EMS),   Hufrehe  ,   Sommerekzem  ,   Headshaking  &amp;nbsp;bis hin zu chronischen Lungenerkrankungen. Durch Licht, Infektionen, Stress, Schimmelpilzgifte oder auch Chemikalien, zum Beispiel aus Insektenabwehrmitteln, Holzschutzmitteln, Lacken, Farben oder Pestiziden sollen sich die Symptome verstärken. 
 Für die  Diagnose  einer angeblichen  KPU  wird meistens ein  Test  des Urins herangezogen, der nur in speziellen  Labor en durchgeführt wird. Hier wird der Harn auf den Gehalt des  Kryptopyrrols  und den Indikanwert untersucht. In der Folge werden meist aufwendige und nicht zuletzt teure  Therapien  für das  KPU-Pferd  angeboten. 
   Der wissenschaftliche Blick   
 Das Krankheitsbild der  KPU  wird sowohl im Humanbereich als auch in der Tiermedizin nicht anerkannt. Wissenschaftlich fundierte Studien, die das Vorhandensein von Kryptopyrrolurie beim Menschen oder beim Pferd beweisen, gibt es nicht. Veterinäre, Mediziner und das renommierte Robert-Koch-Institut bezweifeln Theorien zu der Krankheit. 
 Insbesondere der genetische Faktor erscheint zweifelhaft. Selbst die Herkunft und chemische Identität der Pyrrole ist nicht ausreichend untersucht. Eine erhöhte Ausscheidung muss also nicht auf eine Erkrankung hindeuten. Hinter der Pseudokrankheit KPU steckt wohl nicht mehr als ein Mangel an Nährstoffen in Kombination mit einer Entgleisung des Entgiftungssystems des Pferdes. 
  KPU beim Pferd  ist folglich keine Erbkrankheit, sondern ein Zeichen dafür, dass ein überlasteter Körper versucht Abbauprodukte so effektiv wie möglich auszuscheiden. Dass es bei diesem Entgiftungsweg zu einer Komplexbildung mit aktiviertem Vitamin B6, Zink oder anderen Nährstoffen kommt, ist durchaus normal und nicht unbedingt an einen Gendefekt gekoppelt. 
 Aktuell existieren zum Thema Kryptopyrrol weder Dissertationen noch andere wissenschaftlich fundierten Arbeiten. Doch Experten, die an der Existenz dieser Krankheit zweifeln, gibt es dagegen so einige. Laut einer Veröffentlichung des Robert Koch Instituts von 2007 wurden jedoch weder für die chemische Identität dieses  Komplexes (Kryptopyrrol)  noch für eine Assoziation mit spezifischen Symptomen wissenschaftlich fundierte Belege präsentiert. Laut dem arznei-telegramm 2012 vom 12.Oktober 2012 (a-t 2012; 43: 87) &quot;entbehrt eine auf die erhöhte Ausscheidung von Pyrrolen im Urin aufbauende Diagnose oder gar Therapie jeder wissenschaftlichen Grundlage.&quot; Vorsicht also, wenn Ernährungsberater oder sonstige Therapeuten eine KPU beim Pferd diagnostizieren wollen. Vor allem dann, wenn im gleichen Zuge kostspielige Therapien oder ungewöhnliche Empfehlungen zur Fütterung des KPU-Pferds angeboten werden. 
   Die eigentlichen Ursachen   
 Was aber, wenn das eigene  Pferd  eine Reihe der angeblich für  KPU  typischen  Symptome  zeigt? Dann muss die Überlegung lauten, worauf diese zurückzuführen sind. Viele der der KPU zugeordneten Symptome sind Zeichen eines   Zinkmangels   oder eines erhöhten Zinkverbrauchs im Körper, aber können auch auf grundlegende Verdauungsstörungen hindeuten. 
   Anzeichen eines Zinkmangels beim Pferd   
 Schaut man sich die Mangelerscheinungen der betroffenen  Pferde  an, so deutet vieles auf eine Zinkunterversorgung hin. Hautprobleme, ein schwaches Immunsystem oder Leberproblemen sind klassische Symptome eines Zinkmangels. Diese können sowohl durch eine ungenügende Zink-Zufuhr als auch durch einen stark erhöhten Zinkverbrauch entstehen. 
 Zink ist an sehr vielen Vorgängen beim Stoffwechsel beteiligt. So wird unter anderem die Kohlenhydrat- und Eiweißverdauung durch Zink gesteuert. Je höher der Eiweißgehalt in der Nahrung, umso mehr Zink wird benötigt. Das Spurenelement ist zudem für ein stabiles Immunsystem notwendig. Auch die Enzyme des Haut- und Leberstoffwechsels können nur mit ausreichend Zink optimal arbeiten. 
 Die Blutwerte des Pferdes können Hinweise geben auf so eine Mangelerscheinung. Wichtig zu wissen: Auch ein Bluttest kann einen Zinkmangel nicht hundertprozentig nachweisen. Der Grund: Zink wird vor allem in den Organen benötigt. Das Blutbild gibt also nur einen ungefähren Hinweis auf mögliche Probleme. Wurde tags vor der Blutabnahme mit Zink versetztes Futter gegeben, werden die Blutwerte ebenfalls verfälscht. 
   Verdauungsprobleme durch unzureichende B-Vitamine-Versorgung   
 Ein gesundes  Pferd  kann einen großen Teil der benötigten B-Vitamine im Darm selbst herstellen. Die Mikroorganismen im Dickdarm gewinnen aus cellulosereichen Futtermitteln wie Gras und Heu nicht nur Energie, sondern produzieren auch Aminosäuren, Vitamin K und die B-Vitamine. Eine falsche Fütterung sowie Stress führen aber oft zu Verdauungsproblemen. Sie gehen nicht selten mit einer Zerstörung der gesunden Darmflora einher. 
 Die Folgen können Koliken, Kotwasser oder Durchfall sein. Im Organismus werden dabei vermehrt Giftstoffe gebildet, die den  Stoffwechsel  belasten. Zusätzlich ist die körpereigene B-Vitaminsynthese reduziert. Dies kann sich schnell in Haut-, Fell-, Leber- sowie Leistungsproblemen äußern. Bei länger anhaltenden Verdauungsproblemen wird auch die schützende Schleimhautschicht im Darm angegriffen. So gelangen Giftstoffe noch leichter in den Organismus. 
   Umweltgifte – Belastung für die Leber   
 Auch Umweltgifte können ein Grund für die Symptome beim  Pferd  sein. Pferde sind heutzutage einer Vielzahl von schädlichen Substanzen ausgesetzt. So belasten Rückstände von Medikamenten, schimmeliges Futter, Konservierungsstoffe in Futtermitteln, Pflanzenschutzmittel oder auch eine Überfütterung die Entgiftungsorgane des Körpers. 
 Um diese Toxine wieder aus dem Körper des Pferdes zu transportieren benötigt die Leber vor allem die   Spurenelemente Zink und Mangan   sowie   Vitamin B6  . Ziel sollte es daher sein, das Pferd so wenig wie möglich mit schädlichen Substanzen zu belasten und den Körper beim Entgiften zu unterstützen. 
   Pferde mit KPU – Die richtigen Fütterungs- und Haltungsbedingungen   
 Teure Verfahren zur  Diagnose  und dubiose  Therapien  kann man sich bei einem Verdacht auf  KPU  also in der Regel sparen. Treten Symptome wie Haut- und Verdauungsprobleme auf, reicht es meist aus, die Fütterung in Hinblick auf die enthaltenen Nährstoffe zu prüfen und zu verbessern. Eine artgerechte Haltung mit ausreichend Bewegung sollte selbstverständlich sein und trägt zu einem großen Teil zur Gesundheit des Pferdes bei. 
 Die bestmögliche Nährstoffversorgung liefert dem Organismus die Vitalstoffe, die er für eine reibungslose Entgiftung und für optimal funktionierende Stoffwechselvorgänge benötigt. Eine gute Belüftung im Stall reduziert die Schadstoffbelastung für das Pferd. Vor allem aber hält ausreichend Bewegung den Kreislauf sowie die Durchblutung des Gewebes und der Organe in Schwung. Dauerstress für das Pferd sollte möglichst vermeiden werden. 
 Bei länger andauernden oder schwerwiegenden Problemen ist die Untersuchung durch einen seriösen Tierarzt unumgänglich. Er kann die entsprechenden Symptome einordnen und leitet - wenn nötig - eine entsprechende weiterführende Diagnostik ein. 
   Die optimale Zink- und Spurenelementversorgung   
 In Deutschland und Mitteleuropa sind Gras, Heu oder auch Heulage oft arm an Spurenelementen wie Zink und Mangan. Bei Leberproblemen, Verdauungsstörungen, Hautproblemen oder auch chronischem Husten steigt besonders der Zink-Bedarf an. Auch andere Spurenelemente benötigt der Organismus dann vermehrt. Deswegen ist es sinnvoll, in solchen Situationen diese Spurenelemente in einer erhöhten Menge über ein hochwertiges Zusatzfutter zu geben. 
 Besteht ein Mangel kann es zu deutlichen Stoffwechselproblemen kommen. Die wichtigsten Spurenelemente sind neben Zink Selen, Mangan, Kupfer, Eisen und Jod. Diese sind unter anderem Bestandteil von Enzymen und übernehmen wichtige Funktionen im Kohlenhydrat-, Energie- und Fettstoffwechsel. 
   Gesunder Darm – ausreichend B-Vitamine   
 Der Darm gilt als das Zentrum der Gesundheit. Hier wird die Nahrung aufgespalten und Nährstoffe aufgenommen und hier befindet sich zudem ein Großteil des Immunsystems. Die im Dickdarm ablaufende B-Vitamin-Synthese ist bei Verdauungsproblemen stark vermindert. Das schlägt sich auch bei den Entgiftungsprozessen in der Leber nieder. 
 Um gravierende Probleme durch einen B-Vitaminmangel zu vermeiden, muss die Verdauung wieder stabilisiert werden. In solchen Fällen haben sich Ergänzungsfuttermittel mit darmpflegenden Kräutern, Schleimstoffen und probiotischen Lebendhefen bewährt. 
   Kraftfutter – auf die Menge kommt es an   
 Müslis und getreidereiches Kraftfutter sollten  Pferde  nur in angemessener Menge bekommen. Viele Besitzer übertreiben es damit aber leider. Daher sind viele Pferde zu dick, vor allem wenn sie gleichzeitig zu wenig arbeiten. Die Halter sollten sich über den Energiebedarf ihrer Tiere klar werden. 
 Oft reichen qualitativ hochwertiges Heu und bei Bedarf eine kleine Portion Kraftfutter aus. Zuviel Kraftfutter pro Futterration kann zu pH-Verschiebungen im Dickdarm führen. Die Folge sind dann Verdauungs- und Leberprobleme. 
   Expertentipp – die richtige Mineralstoff- und Vitaminversorgung    
 Die Bezeichnung  „KPU beim Pferd“  beschreibt nach heutigem, wissenschaftlichem Kenntnisstand keinen Gendefekt und auch keine unheilbare Krankheit. Die Symptome einer KPU ähneln denen eines Zink- oder eines generellen Nährstoffmangels. Er kann mit einer Leber- und Stoffwechselüberlastung einhergehen. Diese Krankheitsbilder lassen sich in der Regel jedoch leicht über eine entsprechende Ernährung ausgleichen. 
 Deswegen sollte als erster Schritt die  Fütterung  überprüft werden. Oft bekommen betroffene Pferde zu viel Kraftfutter und Heu und gleichzeitig zu wenige  Mikronährstoffe . In solchen Fällen heißt es, die Futtermenge der Arbeitsleistung und dem Futterzustand des Pferdes anpassen. Wichtig ist vor allem eine angemessene Vitamin- und Mineralstoffversorgung. 
 Neben einem hochwertigen Mineralfutter ist auch eine Ergänzung mit Spurenelementen empfehlenswert. Hierfür eignet sich beispielsweise das   MASTERHORSE MONO ZINK   bei einer überwiegenden Zinkunterversorgung. Dieses Produkt wurde speziell dafür entwickelt, dem Körper gezielt einzelne Nährstoffe zur Verfügung zu stellen. Dies kann bei einem festgestellten Mangel, einer besonderen Belastungssituation oder aber einem bestimmten Krankheitsbild notwendig sein. Es besticht durch seine hohe Verfügbarkeit der Nährstoffe, was eine gute Aufnahme gewährleistet. Auch die   MASTERHORSE SPUREN-KUR   empfiehlt sich. Sie wurde speziell dafür entwickelt, dem Körper gezielt einzelne Nährstoffe zur Verfügung zu stellen. Dies kann bei einem festgestellten Mangel, einer besonderen Belastungssituation oder aber einem bestimmten Krankheitsbild notwendig sein. 
 Die B-Vitaminversorgung kann vor allem bei Durchfall und Kotwasser durch das Zusatzfutter   MASTERHORSE B-KOMPLEX   sichergestellt werden. Das Produkt versorgt das Pferd effektiv mit B-Vitaminen. Diese sind unentbehrlich für eine optimale Funktion der Nervenzellen, des Hautstoffwechsels und des Dickdarms. Für einen bestmöglichen Erfolg kombiniert das Ergänzungsfutter die natürlichen B-Vitamine aus der Bierhefe mit gezielt zugesetzten B-Vitaminen. 
 Bei Verdauungsproblemen ist das probiotisch wirkende   MASTERHORSE DARM-PERFEKT   empfehlenswert. Es enthält einen speziellen Nährstoff-Komplex, der eine regulierende Funktion auf die Verdauung des Pferdes hat. Die Kombination aus speziellen Wiesenkräuter-Fasern und wertvollen Schleim- und Ballaststoffen sowie harmonisierenden Kräutern sorgt für eine stabile Darmflora. Der Stoffwechsel der Leber sollte durch ausgewählte Stoffwechsel-Kräuter, wie zum Beispiel   MASTERHORSE HEPADURE  , unterstützt werden. Es beinhaltet vier naturreine Kräuter (Mariendistelfrüchte, Artischockenblätter, Fenchelfrüchte und Petersilienkraut), die den Leberstoffwechsel des Pferdes wirkungsvoll unterstützen und den Gallenfluss anregen. Auf diese Weise werden vermehrt Giftstoffe aus dem Körper transportiert und dadurch der gesamte Stoffwechsel des Pferdes entlastet. 
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            <title type="text">EMS beim Pferd</title>
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                                            Häufiger Auslöser für Hufrehe beim Pferd ist das Equine Metabolische Syndrom (EMS). EMS vorbeugen und behandeln ...
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                   EMS beim Pferd – gesund werden durch Diätrationen und Bewegung   
  EMS ,  ECS ,  Cushing ,  Stoffwechselerkrankungen  – schwirrt Ihnen der Kopf bei diesen Begriffen? Keine Sorge: In diesem Artikel erfahren Sie alles, was sie als betroffener Pferdebesitzer als Erstinformation brauchen. 
 Das Wohlstandsproblem unserer Pferde sind Stoffwechselerkrankungen. Dazu zählt zum Beispiel das  Equine Metabolische Syndrom , kurz  EMS  genannt.  Übergewicht  und  zu wenig Bewegung  sind die häufigsten Ursachen für diese Erkrankung. Häufig sind leichtfuttrige Rassen betroffen. In ihrer ursprünglichen Heimat mussten sie mit kargem Futter auskommen, hierzulande erwarten sie saftige Weiden und Getreiderationen. 
 Hinzu kommt, dass viele Pferde zu wenig trainiert und bewegt werden. Diese Kombination aus zu nahrhaftem Futter und zu wenig Bewegung kann zu Übergewicht und zum metabolischen Syndrom beim Pferd führen. 
 Die wichtigste Vorbeugungsregel für die besonders gefährdeten Robustrassen lautet:  Regelmäßige Bewegung und eine angepasste Fütterung ! 
   Equines metabolisches Syndrom (EMS) beim Pferd - Ursachen und Diagnose   
 Der Pferdekörper ist darauf ausgerichtet, in Zeiten mit hohem Futterangebot Fettdepots für den Winter anzulegen. Besonders ausgeprägt ist diese Fähigkeit bei nordischen Robustrassen. Sie mussten in ihrer Heimat harte Winter mit einem kleinen Futterangebot überstehen. Am Ende des Winters waren die Reserven nahezu aufgebraucht und das Pferd stand dünn vor dem Frühling und dem neuen Futterangebot. 
 Heutzutage finden unsere Pferde auch im Winter ein Schlaraffenland vor. Die Fettdepots werden nicht aufgebraucht. Das überschüssige Fettgewebe bildet entzündungsfördernde Faktoren und Hormone. Diese Stoffe beeinflussen das Hungergefühl, den Glukose- und Fettstoffwechsel, den Blutdruck und die Immunfunktion. Wohlstandskrankheiten entstehen. 
   Was ist der Unterschied zwischen EMS und ECS?   
  ECS  meint  Equines Cushing Syndrom ,  EMS  ist das Kürzel für das  Equine Metabolische Syndrom . EMS gibt es in verschiedenen Stadien und Ausprägungen: vom zu fetten Pferd über das Pferd mit Insulinresistenz bis hin zum Hufrehepferd als Folgeerkrankung der EMS. Symptome für Cushing sind schlechter Fellwechsel, im Extremfall langes lockiges Haar. Cushing-Pferde haben häufig vermehrten Durst und lassen daher auch häufiger Urin ab. 
 Die Muskeln bilden sich zurück, das Pferd erscheint zu dünn. Bei Cushing ist im späten Stadium eine lebenslange Medikamentengabe notwendig. Im Anfangsstadium kann mit Ergänzungsfuttermitteln gut gegengesteuert werden. Eine rein natürliche Behandlung von Cushing ist in den seltensten Fällen langfristig erfolgreich. Bei EMS sind Leistungsabfall und spezielle Fettdepots erste Stoffwechselsymptome. Diese Krankheit ist durch ein gutes Fütterungs- und Bewegungsmanagement auch ohne Medikamente gut in den Griff zu bekommen. 
 Auf die leichte Schulter sollte man weder die eine noch die andere Krankheit nehmen. Mal ganz davon abgesehen, dass es dem Pferd mit einer solchen Erkrankung nicht gut geht, können beide Krankheiten zur extrem schmerzhaften Hufrehe führen! Vorsorge ist also extrem wichtig. Da ein schlechter Allgemeinzustand und ein Leistungsabfall bei beiden Krankheiten auftreten, werden sie in der Frühphase gern verwechselt. Welcher Fall vorliegt, das klärt die Diagnose nach einer Blutuntersuchung. 
 Die Untersuchung wird EMS/ECS-Profil genannt, getestet werden zum Beispiel folgende Werte: ACTH, Insulin, Glukose, Frutosaminie. Wichtig sind optimale Bedingungen bei der Blutentnahme: Das Blut sollte morgens, nachdem das Pferd noch kein Kraftfutter oder fettes Weidegras gefressen hat, genommen werden. 
 Das gewonnene Blut soll für optimale Laborbedingungen später innerhalb von 30 Minuten zentrifugiert werden. Es macht Sinn, sich beim Tierarzt seines Vertrauens nach dessen Vorgehensweise zu erkundigen. 
   Was bei Insulinresistenz im Körper passiert   
 Insulin sorgt dafür, dass Glukose aus dem Blut in die Muskulatur oder die Leber geschafft und dort als Glykogen gespeichert wird. Bei hohen Insulinwerten legt der Körper Vorräte an. Der Abbau von Körperfett hingegen ist erschwert. Durch zu große Getreiderationen oder viel Weidegang erhöht sich der Blutzuckerspiegel. 
 Eine Überzuckerung des Blutes (Hyperglykämie) über einen längeren Zeitraum hinweg kann dazu führen, dass das Insulin seine Wirksamkeit verliert. In diesem Zustand ist die Fähigkeit des Insulins, Muskulatur und Leber zur Aufnahme von Blutzucker zu veranlassen, eingeschränkt. Man spricht dann von einer Insulinresistenz, also dem, was beim Menschen Diabetes heißt. 
 Die Bauchspeicheldrüse schüttet zur Kompensation noch mehr Insulin aus, wodurch sich die Insulinresistenz noch weiter verstärkt. Die Insulinresistenz zählt zu den möglichen Ursachen für die Entstehung von Hufrehe. Der Zucker im Blut und andere vom Fettgewebe gebildete Stoffe stören die Kapillarfunktion im Huf und begünstigen dadurch eine Rehe. 
 
 INFO TO GO – EMS beim Pferd 
 Übergewicht: Zuviel Futter führt zu Verfettung und einer Entgleisung des Stoffwechsels. 
 Insulin: Pferde mit Equinem Metabolischem Syndrom, EMS, neigen durch die Insulinresistenz zu Hufrehe. Daher unbedingt reagieren und das Pferd anders füttern und bewegen! 
 Diät: Ein EMS Pferd muss energiearm gefüttert werden. Das Heu soll einen niedrigen Zuckergehalt aufweisen. 
 Bewegung: Tägliche Bewegung im aeroben Bereich ist essenziell wichtig zur Gesundung und Gesunderhaltung. Dazu gehören lange Ritte im Schritt und Trab, die in der Intensität gesteigert werden. Bewegung nur im Offenstall reicht definitiv nicht! 
 
  Viele  Pferde mit EMS  erkennt man an Fettpolstern an ungewöhnlichen Stellen. Die Pferde müssen nicht zwangsläufig überall am Körper zu dick aussehen, sondern haben Fettdepots an typischen Stellen wie am Hals, hier spricht man auch vom Kammfett, oder auf der Kruppe und am Schweifansatz. Wallache lagern auch gern rund um den Schlauch solches Fett an. 
 Achtung: Das Kammfett am Hals wird gern mit Muskulatur verwechselt. Die Pferde verlieren auch häufig an Muskulatur; sie können für den Laien wegen der vorhandenen Fettschicht allerdings noch scheinbar gut aussehen. 
 Weitere Stoffwechselsymptome, die auf eine Insulinresistenz hinweisen, sind: Heißhunger weniger Ausdauer, Abgeschlagenheit vermehrtes Saufen und urinieren Neigung zu Infekten und Hufrehe Fruchtbarkeitsstörungen 
  Haltung für EMS Pferde  Jetzt wird es bitter: Möglichst kein Weidegras geben! Stattdessen Paddockhaltung und zuckerarmes Heu. 
   EMS beim Pferd - Fütterung   
 Ist der EMS-Kandidat zu dick, muss er abspecken! Allerdings darf das Pferd nicht auf eine radikale Diät gesetzt werden, sonst besteht die Gefahr einer Hyperlipämie, einer Blutverfettung. Die Fütterung sollte man im Verlauf von zwei bis vier Wochen umstellen. Auf energiereiche Futtermittel in größeren Mengen und Weidegras sollte verzichtet werden. Wichtig sind voluminöse und energiearme Rationen, so dass das Pferd ausreichend lange mit der Futteraufnahme beschäftigt ist. Als Basis eignet sich energiearmes Heu. 
  Heurationen berechnen   Die Empfehlung liegt hier bei 1,2 bis 1,5 kg Heu pro 100 kg Lebendmasse Pferd. Wichtig: Das wird nach dem Zielkörpergewicht berechnet! Habe ich ein Kleinpferd mit 600 Kilogramm Gewicht, das nur 500 Kilogramm wiegen soll, dann würde es demnach 6 bis 7,5 Kilo Heu pro Tag erhalten. 
 Den Zuckergehalt des Heus kann der Besitzer senken, indem er es wäscht. Eine Stunde im Wasser liegen lassen und dann abtropfen lassen reicht aus, um den Gehalt an Zucker deutlich zu senken. 
  Wie energiereich ist das Heu?   Unterschätzt wird häufig der Energiewert vom Heu. Wer sicher gehen will, schickt eine Heuprobe ins Labor. Die Landwirtschaftskammern bieten solche Heuproben an. Rohfaserreiches Heu, also Heu mit härterem Griff, ist energieärmer, als rohfaserarmes Heu. Rohfaserreiches Heu entsteht durch einen späten Schnitt-Zeitpunkt. 
 Wer Heu kauft, sollte darauf achten, dass dieses vom ersten Schnitt stammt. Wer den Bewuchs seiner Heuwiesen kennt, hat einen großen Vorteil. Gut für EMS-Pferde sind Grassorten wie Knäuelgras, Wiesenlieschgras, Wiesenfuchsschwanz. Heuweiden mit sehr hohem Anteil an Weidelgras sind nicht ganz so gut geeignet. 
 Wenn es von der Jahreszeit her möglich ist, also zum Beispiel nicht friert, ist das Waschen von Heu empfehlenswert, um den Zuckergehalt zu senken. Eine weitere Methode: Heu mit Stroh strecken, das senkt auch den Energiegehalt. 
   Wie gut ist Heulage für EMS-Pferde?   
 Heulage ist grundsätzlich umstritten in der Pferdefütterung, da das Darmsystem des Pferdes nicht auf gegorenes Futtermaterial ausgelegt ist. Einige Praktiker machen dennoch gute Erfahrungen mit Heulage. Für EMS-Pferde hat siliertes Futter, und das ist Heulage, einen Vorteil: Durch den Silierungsprozess wird ein Teil des Zuckergehaltes des Grases verbraucht. Dadurch ist Heulage zuckerärmer als Heu. Ganz wichtig vor allem für Pferde, die abspecken sollen: Ihr Vitamin-, Spurenelement- und Mineralfutterbedarf muss gedeckt sein! 
 Ein ausgewogenes Mineralfutter auf getreide- und melassefreier Basis ist wichtig, damit das Pferd bei Diät trotz ausreichend Vitamine, Mineralstoffe, Spurenelemente und Aminosäuren erhält. Das   MASTERHORSE BASIS-METABOL   ist genau dafür zugeschnitten. 
   Die Leber unterstützen   
 Sinnvoll ist es für EMS-Pferde, die Leber zu unterstützen und die Stoffwechselprozesse sinnvoll zu begleiten. Ein speziell auf Pferde mit einer Stoffwechselentgleisung wie EMS ausgerichtetes Ergänzungsfutter ist das  MASTERHORSE RE-AKTIV , das genau hier ansetzt: Die Kräutermischung mit Mariendistel und Artischocke können die Leberfunktionen unterstützen. Johannisbrotmehl und Süßholzwurzel können der Darmflora helfen. 
 Das Futter enthält Pre- und Probiotika für einen gesunden Darm. Antioxidanzien und Spurenelemente helfen bei dem höheren Bedarf an solchen. Es ist das Mittel der Wahl, wenn man den Zusatzbedarf eines EMS-Pferdes decken möchte. Die Leber ist bei Pferden mit metabolischem Syndrom besonders belastet. Sie muss die überhöhten Glukosemengen verarbeiten, eventuelle Giftstoffe während einer Hufrehe neutralisieren oder während der Diät die freigesetzten Fette verstoffwechseln. 
 Die Kräutermischung   MASTERHORSE-HEPADURE   unterstützt die Leber während dieser Schwerstarbeit. Das Zusatzfutter ist empfehlenswert, wenn man gezielt die Leber unterstützen möchte.Dazu muss ein weiteres Mineralfutter, wie etwa das   MASTERHORSE BASIS-METABOL   gefüttert werden. 
 Als Trägerfuttermittel, um die Zusatzfuttermittel zu verabreichen, eignen sich Heucobs oder auch unmelassierte Rübenschnitzel. Nicht von diesem Namen abschrecken lassen – auch wenn das Futter aus Zuckerrüben gewonnen wird, ist ihm der Zucker ja, wie der Zusatz ‚unmelassiert’ schon sagt, entzogen worden. Daher eignen sich unmelassierte Rübenschnitzel, oder auch Rübenschnitzel ohne Melasse genannt, sehr gut für Pferde mit Insulinresistenz oder gar EMS. 
 Gut verträglich für Pferde mit dem Equinen Metambolischen Syndrom sind auch hochwertige Öle. Frisch geschroteter Leinsamen oder direktes Leinöl zum Beispiel sind aufgrund des Fettsäurenmusters gut geeignet. 
   Auf Zucker in Leckerli verzichten   
 Umgewöhnen muss sich jeder Besitzer von einem EMS-Pferd oder einem Pferd mit Insulinresistenz in Bezug auf jegliches Futterlob. Zuckerreiche Leckerli oder auch Obst mit viel Fruchtzucker sind nicht ratsam. Ein Stückchen Apfel wird jedoch höchstwahrscheinlich keine Folgen haben. Größere Mengen von Banane, Apfel oder gar trockenes Brot sind hingegen tabu. Getreide, Müslis mit Getreide und Pellets mit Getreide sind ebenso schädlich für EMS-Pferde. Gut verträglich sind Heucobs, die auch als Leckerli-Ersatz genutzt werden können. 
   Was bedeutet die Diagose EMS    
 Eine magere Fütterung gestaltet sich in Offenställen mit gemischten Gruppen oft schwierig. Warmblüter benötigen mehr Futter als beispielsweise ein leichtfuttriger Tinker. Zu Diätzwecken hat es sich bewährt, das Pferd so aufzustallen, dass es viel Auslauf zur Verfügung hat ohne dabei übermäßig Futter aufnehmen zu können. Ideal sind Offenställe, welche die Haltung dicker Pferde in sogenannten Diät-Gruppen anbieten. 
 Liegen keine organischen Schäden vor, kann der Gesundheitszustand des Pferdes deutlich verbessert werden. Richtig füttern und ausreichend bewegen, das sind die zwei Schlüsselfaktoren. Neben der Diät-Kost sollte das Trainingspensum erhöht werden. Hat oder hatte das Pferd eine Hufrehe, sollte das Bewegungsprogramm mit dem Tierarzt abgesprochen werden. 
  Expertentipp:   Vorbeugen ist besser als heilen: Füttern Sie Ihr Pferd nicht zu energiereich! Bei Boxenpferden kann die richtige Futtermenge leicht rationiert und kontrolliert werden. Bei Offenstallpferden mit gemeinsamer Futterraufe und Koppelgang wird es schwieriger. Häufig hilft nur eine Fressbremse oder eine spezielle Diätgruppe. Neben weniger Futter ist Bewegung das A und O während einer Diät. Eine zusätzliche Reitbeteiligung oder eine Führanlage helfen, den Energieverbrauch des Pferdes zu erhöhen. 
    
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            <title type="text">Pferde richtig anweiden!</title>
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                                            Achtung Hufrehegefahr - Im Frühjahr, zum Zeitpunkt des Anweidens, steigt die Gefahr von Hufrehe beim Pferd stark an ...
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                   Pferde richtig anweiden - Wann ist der richtige Anweide-Zeitpunkt?   
 Die Tage werden länger, die Temperaturen steigen und auf den Wiesen und Feldern sprießen die ersten grünen Halme. Nicht nur die Pferde, sondern auch Ihre Besitzer und die Stallbetreiber warten sehnsüchtig auf das Anweiden im Frühjahr und den ersten Koppelgang. Der Übergang von der reinen Stallhaltung und Heufütterung zur Weidesaison mit saftigem Gras ist aus ernährungsphysiologischer Sicht eine kritische Zeit. Sie stellt eine Umstellung für den gesamten Organismus dar. Im Rahmen eines richtigen Anweide-Managements gewöhnt sich der Körper des Pferdes langsam an das neue Futter, Durchfall oder gar eine Hufrehe können hierdurch vermieden werden. 
 Als Faustzahl für den  richtigen Anweide-Zeitpunkt  bei Pferden gilt: „Bierflaschenhöhe“. Das heißt, wenn das Gras etwa 20 cm hoch gewachsen ist, sollte man die Pferde anweiden. Die Koppelsaison kann in der Regel Mitte April bis Anfang Mai eröffnet werden. Dieser Zeitpunkt kann sich – je nach Standort und Wetterlage – um einige Tage bis Wochen vor- oder zurückschieben. 
   Pferde richtig anweiden – So sieht der optimale Zeitplan aus!   
 Damit die Darmflora genügend Zeit hat sich an das neue Futterangebot anzupassen, muss die Umstellung langsam erfolgen. Häufig wird gefragt, wie lange man ein Pferd im Frühjahr anweiden muss; hier sind unsere Tipps für einen sinnvollen Start in die Weidesaison:   15 bis 20 Minuten anweiden genügen am ersten Tag , auch wenn die Pferde nicht begeistert sein werden nach so kurzer Zeit wieder zurück in den Stall zu müssen. Außerdem ist es sinnvoll, die ersten Weidebesuche auf den Nachmittag zu verlegen. Zu diesem Zeitpunkt ist der Fruktangehalt in den Gräsern geringer als in den Morgenstunden. In den ersten beiden Wochen des Anweidens im Frühjahr, kann man die Weidezeit jeden Tag um 15 bis 20 Minuten verlängern. 
 Nach dieser Anpassung sind dann auch zusätzliche kurze Phasen am Vormittag möglich. Anschließend kann in den nächsten ein bis zwei Wochen die Weidezeit am Nachmittag täglich um eine halbe Stunde ausgedehnt werden. Der Organismus braucht etwa vier Wochen für die Umstellung, danach können die Pferde problemlos über mehrere Stunden auf die Koppel.   
   Fütterung beim Anweiden des Pferdes   
 Um Darmproblemen wie Durchfall oder Koliken während des Anweidens zu vermeiden ist es empfehlenswert, die Pferde vor dem Weidegang ausreichend Heu fressen zu lassen. Das stillt den ersten Hunger und vermeidet, dass die Tiere zu gierig fressen. Des Weiteren ist bei der Fütterung während des Anweidens unbedingt darauf zu achten, dass das Kraftfutter nicht unmittelbar vor dem Weideaustrieb gefüttert wird. 
 Nach dem Koppelgang sollte erst Heu und anschließend Kraftfutter angeboten werden. Das junge Gras ist sehr faserarm, Pferde nehmen gerne zwischendurch etwas strukturiertes Futter auf. Eine Raufe mit Heu oder Stroh auf der Weide ist deswegen durchaus eine sinnvolle Investition. Nicht zu vergessen ist Wasser auf der Koppel. Gerade bei sehr warmen Temperaturen im Frühjahr, wenn die Tiere über mehrere Stunden auf der Weide sind, muss man auf eine ausreichende Wasserversorgung achten. 
   Pferde im Frühjahr anweiden – beugen Sie Durchfall vor!   
 Viele Pferde leiden während der Anweide-Phase unter Durchfall oder anderen Darmproblemen. Die Darmflora passt sich dem aktuellen Futterangebot an. Da die Fütterung in der kalten Jahreszeit hauptsächlich aus strukturiertem Heu bzw. Heulage und Stroh besteht, haben sich über die Wintermonate besonders Bakterien etabliert, die auf die Verdauung dieser faserreichen und proteinarmen Futtermittel spezialisiert sind. Nimmt das Pferd nun im Frühjahr vermehrt wasser- und proteinreiches junges Gras auf, muss sich die Darmflora dementsprechend adaptieren. 
 Diese  Anpassung braucht ihre Zeit und kann bis zu 14 Tage dauern . Richtig Anweiden bedeutet deswegen das Pferd langsam an das junge Gras zu gewöhnen. Erfolgt das Anweiden der Pferde zu rasch, sind die im Dickdarm der Pferde vorhandenen Bakterien nicht in der Lage die Nahrung richtig aufzuschließen. Als Folge können beim Pferd  wässriger Durchfall, starke Blähungen und schwere Koliken  während des Anweidens auftreten. 
 Um die Darmflora in dieser Umstellungsphase zu unterstützen, ist eine 30-tägige Kur während der Anweide-Periode mit   Der Stallmeister LeibWächter   sinnvoll. Die darin enthaltenen Lebendhefekulturen unterstützen die Darmbakterien und reduzieren so die Gefahr von Verdauungsstörungen. Um Blähungen und Gaskoliken vorzubeugen, kann besonders in der Zeit des Anweidens   MASTERHORSE DARM-PERFEKT   zugefüttert werden. Diese Kombination aus Kräutern, einer probiotisch wirkenden Komponente sowie weiteren Wirkstoffen unterstützt den Verdauungsapparat während der Anweidezeit optimal. Bei manchen Pferden kann es sinnvoll sein,  MASTEHORSE DARM-PERFEKT  über die gesamte Weidezeit zu füttern. 
   Pferde im Frühjahr anweiden – Gefahr einer Hufrehe durch Fruktane?   
 Pflanzen speichern die Energie, die sie bei der Photosynthese gewinnen, in Form von  Fruktanen . Das sind langkettige Zuckermoleküle, die den Dünndarm des Pferdes unverdaut passieren und dann im Dickdarm fermentiert werden. Durch diese Fermentation sinkt der pH-Wert im Darm drastisch ab. Dies führt zu einem Absterben der Darmbakterien. Hierbei werden  Toxine  (Gifte) gebildet, die über die Darmwand in die Blutbahn gelangen und die Gefäße schädigen. 
 Insbesondere in den Körperregionen, in denen sich die feinsten Blutgefäße befinden, ist der Schaden groß. Hierzu zählt auch die empfindliche Huflederhaut. Diese sensible Verbindung zwischen Hufbein und Hufkapsel wird angegriffen und es kommt zur gefürchteten Hufrehe. Viele Jahre galten hohe Eiweißgehalte im Futter als Hauptauslöser für die  Hufrehe . Heute weiß man, dass es insbesondere Fruktane sind, die diese schlimme Krankheit verursachen. Besonders groß ist die Hufrehe-Gefahr für Pferde während der Anweide-Phase, denn im Frühjahr ist das Gras sehr fruktanreich. Bei anfälligen Pferden haben sich spezielle Futtermittel wie z.B. das  MASTERHORSE RE-AKTIV  oder leberstärkende Kräutermischungen wie z.B.   MASTERHORSE HEPADURE   während des Anweidens bewährt. 
 
 INFO TO GO 
 Weiden Sie mit  kurzen Intervallen  (15 bis 20 Minuten) an und steigern Sie diese über vier Wochen täglich um 15 bis 30 Minuten. 
  Vor dem Weidegang  ausreichend Heu füttern. Kein Kraftfutter direkt vor oder nach dem Weidegang. 
 Spezielle  Futtermittel mit Probiotika und Kräuter , wie z.B. das  MASTERHORSE DARM-PERFEKT  unterstützen die Verdauung des Pferdes während des Anweidens. 
  Hohe Fruktangehalte : Nach sonnigen Tagen und kühlen Nächten sollten die Pferde erst gegen Mittag auf die Weide gebracht werden. 
  Hufrehegefährdete Pferde  sollten noch langsamer und ggf. erst nachmittags angeweidet werden. 
 Sorgen Sie für eine bedarfsgerechte Versorgung mit  Vitaminen und Mineralstoffen . 
 
    Anweiden von dicken und stoffwechselkranken Pferden   
 Vorsicht ist bei  Pferden mit Stoffwechselstörungen  und bei  dicken Tieren  geboten. Besonders bei leichtfuttrigen Robustpferden oder hufrehegefährdeten Pferden ist es sehr wichtig, dass nicht vormittags angeweidet wird. Gegebenenfalls sollte bei diesen Pferden ganz auf die Vormittagsweide verzichtet werden. Der Zuckergehalt im Gras kann in Extremfällen bis zu 40 % der Trockenmasse betragen. Die Aufnahme solcher Zuckermengen kann zu einer Erhöhung der Insulinaktivität im Blut führen, was bei hufrehegefährdeten Pferden fatale Folgen haben kann. Je nach Ausprägung der Stoffwechselstörung des Pferdes oder der Anfälligkeit für eine Hufrehe ist es sinnvoller den Weidegang deutlich zu reduzieren oder gar komplett darauf zu verzichten. Fragen Sie im Zweifelsfall Ihren Tierarzt. 
 Viele Ponys neigen dazu ohne Pause zu fressen. Hier kann es nötig sein, die täglichen Intervalle langsamer zu steigern. In Einzelfällen ist auch der Einsatz einer Fressbremse sinnvoll, um die Aufnahme von Gras zu regulieren. Das Gleiche gilt für dicke Pferde. Das energie- und eiweißreiche Gras muss in der Rationsberechnung und im Bewegungsprogramm berücksichtigt werden. Sonst frisst sich das Pferd noch mehr Speck an. 
   Expertentipp - Fütterung beim Anweiden   
 Die wenigsten Pferde decken ihren kompletten Energie- und Eiweißbedarf über das Weidegras. In der Regel wird Heu, gutes Futterstroh oder auch Kraftfutter zugefüttert. Wieviel Gras ein Pferd pro Tag frisst kann man nur schwer abschätzen; die aufgenommene Menge ist von verschiedenen Faktoren abhängig und variiert sehr stark. Deswegen gilt während der Weidesaison besonders „das Auge des Herrn füttert mit“. In vielen Fällen kann man die Kraftfutter- und auch die Heuration kürzen. Wir empfehlen zuerst die Kraftfutterration zu reduzieren und zu beobachten, wieviel Heu das Pferd frisst. Bleibt viel Heu übrig, so kann auch die Heuration verkleinert werden. 
 Leidet das Pferd während des Anweidens unter Durchfall oder hat es eine sensible Verdauung, so helfen spezielle Ergänzungsfuttermittel wie z.B.   MASTERHORSE DARM-PERFEKT   die Verdauungsvorgänge zu stabilisieren. Pferde mit Stoffwechselerkrankungen oder Neigung zu Hufrehe müssen sehr vorsichtig angeweidet werden. Zusatzfuttermittel wie z.B. das  MASTERHORSE RE-AKTIV  helfen die Stoffwechselvorgänge stabil zu halten, der Organismus wird bei der Futterumstellung wirkungsvoll unterstützt. 
 Während der Weidesaison braucht das Pferd ausreichend Vitamine und Mineralstoffe. Frisches Grünfutter enthält hohe Mengen an den fettlöslichen Vitaminen A, D und E. Pferde, die im Sommer viel auf der Weide sind, sollten ein Mineralfutter erhalten, das die Nährstofflücken einer überwiegenden Grasfütterung schließt. 
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            <title type="text">Fruktane im Herbst - Weidegang</title>
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                                            Das Risiko einer Hufrehe im Herbst steigt stark an. Der Zeitpunkt des Weidegangs kann die Gefahr einer Hufrehe reduzieren.
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                    Pferde im Herbst auf der Weide – Hufrehe vorbeugen    
 An einem sonnigen Morgen, nach einer frostigen Nacht, sollten vor allem rehegefährdete Pferde nicht auf die Weide kommen. Unter diesen Bedingungen ist mit höchsten Fruktankonzentrationen zu rechnen. Zur Schonung der Pferde ist es sinnvoller, wärmere Nächte oder bewölkte Tage abzuwarten. 
  Bei welchen Witterungsbedingungen ist das Reherisiko erhöht?  
 &amp;nbsp;  
    Hufrehe – sind nur die Fruktane schuld?    
 Nicht jedes Pferd erkrankt grundsätzlich an einer Hufrehe, wenn es größere Mengen an Fruktanen aufgenommen hat. Gut trainierte und schlanke Pferde vertragen einen Fruktanüberschuss besser als übergewichtige Ponys. Übergewicht geht häufig mit einer Insulinresistenz einher. Durch den permanent erhöhten Insulin- und Glukosespiegel sind die Zellen bereits vorgeschädigt. Sie reagieren dadurch viel sensibler auf erhöhte Toxingehalte im Blut, die beim fruktanbedingten Bakteriensterben im Dickdarm gebildet werden. Pferde mit Equinem Metabolischen Syndrom oder Equinem Cushing Syndrom haben zwar nicht zwingend eine Insulinresistenz, aber auch bei diesen Stoffwechselstörungen reagiert der Körper des Pferdes sehr empfindlich auf größere Fruktanmengen. 
 Ein weiterer Faktor ist die Leber. Eine gesunde Leber ist durchaus in der Lage, größere Toxinmengen, die durch das Bakteriensterben im Dickdarm entstehen, zu verarbeiten. Ist die Leber z.B. durch Medikamente, schimmeliges Futter oder zu große Eiweißmengen (z.B. junges Weidegras) am Limit ihrer Leistungskapazität, so können die Toxine nicht schnell genug aus dem Körper abtransportiert werden. Die Folge kann eine Hufrehe sein. Im Rahmen einer Hufrehe-Prophylaxe ist deswegen die Stärkung der Leberfunktion und ihrer Entgiftungsleistung immens wichtig. 
  Weitere Faktoren, die eine Hufrehe auslösen können sind z.B.:  
 
 Giftpflanzen (lesen Sie unseren Expertentipp) 
 Überbelastung 
 Nachgeburtsverhaltung 
 Stärkeüberschuss 
 
 &amp;nbsp; 
 &amp;nbsp; 
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