Die Leber beim Pferd

20.05.2015

Leber beim Pferd – Kraftwerk des Stoffwechsels

Die Leber beim PferdErhöhte Leberwerte im Blutbild des Pferdes sind leider keine Seltenheit mehr. Leberprobleme werden häufig sehr spät erkannt, da das Organ viel kompensieren kann und Störungen häufig schmerzlos und ohne eindeutige Symptome verlaufen. Eine Therapie zielt darauf ab, die Leistungsfähigkeit der Leber des Pferdes wieder zu erhöhen und die Regeneration des Lebergewebes zu unterstützen.

 

Die Leber des Pferdes - das Entgiftungsorgan

Die wichtigste Aufgabe der Leber ist das Entgiften, sowohl körpereigener Abbauprodukte als auch körperfremder Stoffe. Sie filtert und reinigt das Blut über den Pfortaderkreislauf. Die Pfortader ist eine Vene, in der sich das Blut aus Dünndarm, Dickdarm, Magen, Bauspeicheldrüse und Milz sammelt. Dieses Blut ist reich an Nährstoffen; es kann aber auch Rückstände aus Medikamenten, Giftpflanzen oder Stoffwechselabbauprodukten enthalten. In der Leber wird nun sortiert: Giftstoffe werden unschädlich gemacht und ausgeschieden; Nährstoffe werden weiterverarbeitet und dem Körper zur Verfügung gestellt.

Leberprobleme beim Pferd rechtzeitig erkennen

Die Leber hat eine sehr hohe Kapazität und ein enormes Regenerationspotential. Daher zeigen sich Probleme erst im fortgeschrittenen Stadium wenn 60-70 % der Funktionskapazität zerstört sind. Zeigt ein Pferd eines oder mehrere der folgenden unspezifischen Symptome, so sollte an ein Leberproblem gedacht werden:

• deutlicher Leistungsabfall nach ca. 15-20 Minuten Arbeit
• Gewichtsverlust
• Lethargie
• mangelnder Appetit
• angespannter, hochgezogener Bauch
• leichte, wiederkehrende Koliken.

Eine Gelbfärbung der Schleimhäute (Ikterus) und zentralnervöse Störungen treten erst auf, wenn die letzten Reserven der Leber beinahe erschöpft sind.

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Leber beim Pferd - Diagnose über das Blutbild

Erhöhte Leberwerte im Blutbild zeigen sich häufig erst im fortgeschrittenen Stadium, daher sollten auch leicht erhöhte Leberwerte im Blut ernst genommen werden.

Falsches Futter belastet die Leber beim Pferd

Die Verdauung des Pferdes ist auf die kontinuierliche Aufnahme kleiner, faserhaltiger, energie- und eiweißarmer Futtermengen eingestellt. Bekommt ein Pferd zu viel energie- und eiweißreiches Futter, muss es in kurzer Zeit zu hohe Mengen an Nährstoffen verarbeiten, damit gelangt die Leber häufig an die Grenze ihrer Leistungsfähigkeit. Zudem verlangen die Belastungen durch Umweltgifte, Medikamente und auch das vermehrte Aufkommen von Giftpflanzen (z.B. Jakobskreuzkraut) eine höhere Entgiftungsleistung. Sinkende Futterqualitäten wie schimmeliges Heu oder verpilztes Getreide belasten die Pferdeleber ebenfalls.

Leber beim Pferd - Entgiftungsleistung durch Kräuter und andere Zusätze verbessern

Die Leber besitzt zum Glück eine sehr große Regenerationsfähigkeit. Eine wichtige Rolle spielt hierbei eine ausreichende Versorgung mit Zink. Das Spurenelement fördert nicht nur die Regeneration der Leberzellen, sondern es wird auch für die Ammoniakentgiftung benötigt. Nicht fehlen sollten in jeder Lebertherapie Kräuter wie Mariendistel und Artischocke. Die Artischocke ist reich an Cynarin, dieser Wirkstoff regt die Leberentgiftung und den Gallefluss an. Die Mariendistel enthält hohe Gehalte an Sylimarin. Dieser Wirkstoff ist antioxidativ, fördert die Regeneration von Leberzellen und regt auch die Produktion von Galle an. Vitaminähnliche Substanzen wie Cholin und Lecithin sind Bausteine der Leberzellen und unterstützen ihre Regeneration. Darüber hinaus sind die Aminosäuren Arginin und Methionin sinnvoll, um die Entgiftungsarbeit der Leber zu unterstützen. Eine Kombination aus Mariendistel, Artischocke und anderen leberschützenden Kräutern, wie dem Cholin und Lecithin sowie antioxidativen Vitaminen und Aminosäuren sind in dem Ergänzungsfutter EQUIPUR-metabol enthalten.

Expertentipp - Fütterung bei Leberproblemen

Die Leber des Pferdes muss in ihrer Regenerationsphase durch eine schonende Fütterung unterstützt werden. Die Basis dieser Fütterung sollte qualitativ hochwertiges Heu bilden, das mit kleinen Mengen an Kraftfutter pro Mahlzeit ergänzt wird. Hochwertige Biokatalysatoren, Aminosäuren, Kräuter, Vitamine, Spurenelemente und Antioxidantien schützen die Leber und fördern die schnelle Ausscheidung von Stoffwechselendprodukten. Kleinere Mengen an hochwertigen Ölen, wie zum Beispiel Leinöl (50 – 60 ml bei 600 kg Lebendmasse) sind sinnvoll, da sie reich an ungesättigten Fettsäuren sind, die eine entzündungshemmende Wirkung haben. Viele Leberenzyme benötigen Zink. Durch einen ausreichenden Zink-Gehalt im Futter wird ihre Aktivität garantiert (MASTERHORSE ZINK-PRO). Neben einer Futterumstellung auf eine eiweiß- und fettarme Ration sind Kräuter wie Mariendistel und Artischocke ein wertvoller Bestandteil in der Futterration. So kann MASTERHORSE MARI-KUR über einen Zeitraum von fünf bis sieben Wochen gegeben werden. Im Anschluss ist eine längerfristige Gabe von (8 bis 12 Wochen) MASTERHORSE-HEPADURE sinnvoll. Beide Futtermittel können auch zur Leberstärkung nach Medikamentengaben oder Wurmkuren zugefüttert werden.

 

 

Fütterungstipps

  • MASTERHORSE HEPADURE

    • mit natürlichen Bitterstoffen
    • zur Unterstützung der Verdauung und Anregung des Gallenflusses

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  • MASTERHORSE MARI-KUR

    • Mariendistel hat sich zur Stärkung des Leberstoffwechsels bewährt
    • sinnvoll nach längerer Medikamentengabe

    ab 24,95 €* 20,79 € * / 1 kg
  • EQUIPUR-metabol

    • unterstützt die Leber bei chronischer Leberinsuffizienz
    • fördert die schnelle Ausscheidung von Stoffwechselprodukten

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