Mariendistel für das Pferd

09.09.2018

Pferde nach der Wurmkur optimal unterstützen mit der Mariendistel

MariendistelIn regelmäßigen Abständen – so auch jetzt im Herbst – steht die Entwurmung unserer Pferde an. Da die Koppel als die größte Gefahr der Ansteckung mit diesen Parasiten gilt, ist die Wurmkur nach dem Sommer besonders wichtig, damit die Pferde gesund in die Wintersaison starten können. Mit einem starken Wirkstoff soll es Rund- und Bandwürmern sowie Magendasseln an den sprichwörtlichen Kragen gehen.

Gut für den Darm – aber doch möglicherweise eine Strapaze für den Stoffwechsel und die Leber, die die Giftstoffe danach wieder aus dem Körper transportieren muss. Wir empfehlen deshalb gerade nach den Wurmkuren, der Leber etwas Gutes zu tun und den Stoffwechsel wieder anzuregen: mit der Mariendistel.

Hält den Stoffwechsel in Schwung – die Mariendistel

Leberschützend, leberzellregenerierend, gallenflussfördernd, stoffwechselanregend und entgiftend – all diese positiven Eigenschaften der Mariendistel kann sich das Pferd nach einer Entwurmung zunutze machen. Silybum marianum, unter diesem lateinischen Namen ist die vielseitige Heilpflanze ebenfalls bekannt. Und nicht nur aufgrund ihrer heilenden Eigenschaften, auch wegen ihrer stattlichen Erscheinung, ihres schönen Erscheinungsbildes und ihres Vorkommens gilt sie als einmalig:

  • botanische Zuordnung: Korbblütler
  • Vorkommen: Südeuropa, Asien, Nordafrika
  • liebste Umgebung: trockene Böden
  • Größe: bis zu 150 cm Wuchshöhe
  • Erkennungsmerkmale:
    • kugelförmige, purpurrote Blüten
    • grün-glänzende, weiß gefleckte, gezackte Blätter mit spitzen Dornen
    • hartschalige, schwarz glänzende Früchte
    • glatte, längliche, braun glänzende Samen
  • Hauptwirkstoff: Silymarin aus Samen und den Früchten

Eben dieses Silymarin, ein bekannter Bitterstoff, ist auch der Pflanzenbestandteil, der die Mariendistel in Verbindung mit der Entwurmung bringt. Es stabilisiert die Wände der Leberzellen, so dass organschädigende Stoffe nur schwer vordringen können. Auf diese Weise bleiben die Zellen in ihren Funktionen weitestgehend in Takt. Darüber hinaus stimulieren die Samen der Heilpflanzen die Regenerationsfähigkeit der Leberzellen. Das wirksame Antioxidans bindet freie Radikale und unterstützt die Fettverdauung. Darüber hinaus enthalten die Samen fettreiches Öl aus Linol- und Ölsäure und reichlich Eiweiß. Eben deshalb empfiehlt sich eine Gabe der Mariendistel beispielsweise

  • bei Futterumstellungen
  • in Zeiten verminderter Futterqualität
  • bei zu dicken Pferden
  • bei Pferden mit Hautproblemen und
  • bei langfristiger Medikamentengabe oder Wurmkuren

 

INFO TO GO – unterstützende Fütterung des Pferdes mit der Mariendistel bei Wurmkuren  
  • Manche Pferde haben nach einer Wurmkur Probleme mit dem Stoffwechsel. Damit die Leber schnell wieder in Schwung kommt, empfiehlt sich die Fütterung der Mariendistel.
  • Auch während einer Futterumstellung oder wenn das Pferd über längere Zeit Medikamente zu sich nehmen muss, ergibt eine Mariendistel-Kur Sinn.
  • Zu dicke und auch ältere Pferde unterstützt die Heilpflanze aufgrund ihrer stoffwechselanregenden, entgiftenden Wirkung bereits im Alltag, aber natürlich auch in Zeiten einer Mehrbelastung.
 


Funktionierende Leber trotz Wurmkur

Wie bereits erwähnt, können die regelmäßigen Wurmkuren mit zum Teil starken antiparasitären Wirkstoffen die Leber eines jeden Pferdes stark belasten. Es empfiehlt sich daher die kurweise Gabe von Mariendistel. Schon im Vorfeld mit der Fütterung begonnen, kann die Heilpflanze das Organ perfekt auf die Mehrbelastung vorbereiten und es beim Abbau der dabei im Körper entstehenden Schadstoffe unterstützen. Ältere Tiere, Tiere mit Stoffwechselproblemen oder übergewichtige Tiere profitieren besonders von der Entgiftungsleistung der Mariendistel.

Mariendistel – Fütterungsempfehlung für Pferde

Bei der Fütterung eines Großpferdes mit Mariendistelkraut oder -samen empfiehlt sich eine tägliche Dosis von 30 bis 50 g. Ponys und Kleinpferden genügt die Hälfte dieser Dosis.

Gut zu wissen: Die erfreulich positiven Effekte der Mariendistel auf die Leber und ihre Entgiftungsleistung für den Pferdekörper sowie auf den Stoffwechsel – wie sie in Zeiten der Wurmkuren besonders benötigt wird – kann durch eine Kombination mit weiteren bitterstoffhaltigen Heilkräutern noch verbessert werden. Dazu zählen beispielsweise Artischockenblätter oder Löwenzahn. Beide verfügen ebenfalls über verdauungsfördernde, gallensekretionsfördernde und leberstoffwechselanregende Eigenschaften.

Fütterungstipps

  • MARIENDISTEL

    • reines, geschnittenes Mariendistelkraut
    • unterstützt die Leberfunktion

    ab 9,45 €* 18,90 € * / 1 kg
  • MARIENDISTEL (FRÜCHTE)

    • reine Mariendistelfrüchte
    • unterstützt die Leberfunktion
    • sinnvoll bei Futterumstellungen

    ab 7,45 €* 14,90 € * / 1 kg