Sommerekzem beim Pferd

12.06.2016

Sommerekzem beim Pferd – richtige Vorbeugung, Behandlung und Versorgung

Sommerekzem beim Pferd erfordert eine bedarfsgerechte Versorgung mit Spurenelementen und Vitaminen. Immer wieder im Frühjahr beginnt die Leidenszeit für Pferde mit Sommerekzem. Neben Rasse, Alter, Farbe oder Geschlecht sind es vor allem die Haltungs- und Fütterungsbedingungen der Ekzemer-Pferde, die einen entscheidenden Einfluss auf die klinischen Symptome der Krankheit haben.

 

Sommerekzem beim Pferd – Ursachen und Symptome

Die Ursache für Sommerekzem beim Pferd sind Stechmücken, wie zum Beispiel Gnitzen oder Kriebelmücken. Die betroffenen Tiere zeigen als Symptome allergische Reaktionen auf den Speichel der Mücken, den diese beim Blutsaugen in die Einstichstelle injizieren. Die eigentliche Funktion dieses Sekrets ist die Hemmung der Blutgerinnung, was für das Blutsaugen notwendig ist. Da die Mücken vorzugsweise dort stechen, wo Mähne und Fell beim Pferd senkrecht aus der Haut wachsen, sind in der Regel Mähnenkamm, Schweifrübe, Kruppe, Bauchnaht und Ohren besonders betroffen. Ekzemer reagieren auf diese Stechattacken deutlich heftiger als „gesunde“ Pferde und leiden unter heftigem Juckreiz, was exzessives Schubbern und Kratzen zur Folge hat. Durch dieses Kratzen leidet insbesondere die Haut bei Sommerekzem sehr stark.

Es gilt als erwiesen, dass die Veranlagung für das Sommerekzem beim Pferd vererbt wird. Allerdings ist für das Auftreten der Krankheit eine bestimmte Kombination aus verschiedenen Faktoren im Erbgut notwendig. Die Wahrscheinlichkeit einer Erkrankung an Sommerekzem ist bei Nachkommen von betroffenen Pferden höher als bei gesunden Elterntieren. Forschungen haben gezeigt, dass unter den Fohlen, von denen ein Elternteil Ekzemer ist, etwa dreimal so viele kranke Tiere vorkommen wie unter den Nachkommen gesunder Elterntiere. Gerade Pferde, bei denen eines oder beide Elternteile an Sommerekzem leiden, benötigen daher besondere Aufmerksamkeit bezüglich Haltung und Fütterung.

Sommerekzem beim Pferd – Fütterung und Behandlung

Es gibt viele Möglichkeiten, einem Pferd mit Sommerekzem das tägliche Leben zu erleichtern. Sowohl die Haltung, Fütterung, die Pflege des Ekzemers als auch die Behandlung nehmen erheblichen Einfluss auf Art und Schwere der Ausprägung. Beachtet man einige grundsätzlichen Punkte, so können die Symptome deutlich beeinflusst und so das Sommerekzem gelindert werden.

Eine bedarfsgerechte Fütterung und Versorgung lindert die Symptome des Sommerekzems

Bei Pferden mit Sommerekzem wird der Stoffwechsel stärker belastet als bei gesunden Pferden. Grund dafür sind die permanenten Entzündungsherde in der Ekzemer-Haut, mit denen der Organismus zu kämpfen hat.

Das Sommerekzem ist eine Allergie vom so genannten Sofort-Typ. Dies bedeutet, dass das Immunsystem beim Kontakt mit dem Allergen (in diesem Fall dem Speichel der Stechmücken) umgehend Entzündungsmediatoren freisetzt. Das Immunsystem des Pferdes reagiert sofort mit einer Kette von Entzündungsreaktionen, die dann wiederum Schwellungen und Juckreiz verursachen. Wird das Pferd nicht vollständig vor Angriffen von Stechmücken geschützt, kommt es immer wieder zum Kontakt mit dem Allergen und die Ekzemer-Haut hat keine Chance, zu heilen. Das Entzündungsgeschehen ist ein Prozess, der den gesamten Organismus mit einbezieht und immer mit dem Absterben von Zellen und damit Gewebeschädigungen einhergeht. Der Körper ist permanent mit Reparaturprozessen beschäftigt, was wiederum den Stoffwechsel des Pferdes stark belastet.

Daher ist bei Ekzemern besonders auf eine bedarfsgerechte und ausgewogene Fütterung und Versorgung zu achten.

Vitamine – darunter insbesondere die B-Vitamine sowie Vitamin A – spielen für einen gesunden Hautstoffwechsel eine wichtige Rolle. Eine ausreichende Versorgung mit diesen wichtigen Vitaminen sollte daher in jedem Fall sichergestellt werden.

Gleiches gilt für eine Reihe von Spurenelementen, allen voran natürlich Zink und Kupfer, die sowohl für einen gesunden Stoffwechsel der Haut als auch für ein starkes Immunsystem benötigt werden.

Ein ausgewogenes Mineralfutter ist für jedes Pferd wichtig. Gerade aber für einen Ekzemer spielt die bedarfsgerechte Versorgung mit Vitaminen und Mineralstoffen – vor allem mit den oben genannten Spurenelementen – eine entscheidende Rolle.

 

Sommerekzem beim Pferd

Ein Blutbild kann im Zweifelsfall wichtige Hinweise zum Versorgungsstatus mit Vitaminen und Mineralien des Pferdes geben. Bei den Spurenelementen taucht ein Mangel im Blut allerdings häufig erst dann auf, wenn er im gesamten Körper schon deutlich ausgeprägt ist. Sind die Werte innerhalb vom Normbereich an der unteren Grenze, kann dies schon ein Hinweis auf eine mögliche Unterversorgung sein. In diesem Fall sollten die entsprechenden Verschiebungen gezielt beseitigt, aber insbesondere auch die tägliche Versorgung überprüft und gegebenenfalls optimiert werden.

MASTERHORSE ZINK-PRO versorgt Pferde, die an Sommerekzem leiden, mit einer Extraportion Zink. Als kurweise Ergänzung über einen Zeitraum von mindestens 30 Tagen gleicht es so einen bestehenden Zinkmangel zuverlässig aus oder sorgt dafür, dass ein Mangel erst gar nicht auftritt. Oft kann es im Kampf gegen das Sommerekzem sinnvoll sein, ein „normales“ Mineralfutter gegen eines mit einem höheren Gehalt an Spurenelementen auszutauschen um eine bedarfsgerechte Versorgung mit diesen wichtigen Stoffen sicherzustellen. Ein Mineralfutter mit einem hohen Gehalt an Spurenelementen ist beispielsweise EQUIPUR-organ.

Um die gereizte und empfindliche Haut bei Pferden mit Sommerekzem elastisch und widerstandsfähig zu halten, hat sich die Zugabe von hochwertigem Leinöl zum Futter bestens bewährt. Die in diesem Öl enthaltenen essenziellen Fettsäuren (Omega-3-Fettsäuren) haben nicht nur einen positiven Effekt auf die Haut, sondern spielen auch eine wichtige Rolle im Entzündungsgeschehen. MASTERHORSE LEINÖL ist von Natur aus reich an diesen wichtigen Fettsäuren und pflegt so die Ekzemer-Haut von innen.

Die Haut ist nicht nur das größte Organ der Pferde, sondern erfüllt auch viele wichtige Aufgaben. So ist sie zusammen mit Leber und Niere zentral an der Entgiftung des Körpers beteiligt. Hautprobleme können auch ein Hinweis auf eine gestörte Entgiftungsfunktion des Pferdekörpers sein. Es ist daher wichtig, auch Leber und Niere in ihrer Funktion zu unterstützen. Hier können harntreibende oder bitterstoffhaltige Kräuter wichtige Dienste leisten, indem sie Leber und Niere in ihrer Funktion unterstützen und so die Entgiftungsleistung optimieren.

 INFO TO GO  
  • Ekzemer-Pferde benötigen stechmückenfreie Zonen, in denen sie sich Ruhe verschaffen können.
  • Für an Sommerekzem leidende Pferde ist eine ausreichende Versorgung mit Spurenelementen und Vitaminen genauso wichtig wie die Unterstützung der Entgiftungsorgane Leber und Niere.
  • Die geschädigten Hautpartien beim Ekzemer-Pferd müssen immer gut gereinigt und gepflegt werden, damit entzündete Stellen abheilen können und die Haut sich beruhigen kann.
 


Sommerekzem behandeln – die richtige Pflege

Pferdehalter von Ekzemern wissen: Die eine „richtige“ Therapie bei Sommerekzem gibt es nicht. Der Markt bietet unzählige Therapieansätze und Pflegeprodukte für Ekzemer-Pferde. Was bei einem Pferd gut funktioniert, kann beim nächsten dagegen völlig ohne Wirkung bleiben. Hier hilft leider nur ausprobieren und die für das eigene Pferd individuelle Lösung herauszufinden. Nicht selten kommt es auch vor, dass ein Pflegemittel bei einem Ekzemer in einem Jahr Wunder wirkt, im nächsten Jahr die Wirkung aber nachlässt oder im schlimmsten Fall ganz ausbleibt. Davon darf man sich nicht entmutigen lassen. Die Haltung und Pflege eines Pferdes mit Sommerekzem ist in jedem Jahr eine neue Herausforderung, die man immer wieder aufs Neue annehmen muss.

Sommerekzem – Pferde bereits frühzeitig auf den nächsten Sommer vorbereiten

Die kalte Jahreszeit ist für die meisten Ekzemer-Pferde und ihre Besitzer eine „Verschnaufpause“. Wenn die Stechmücken nicht mehr da sind, hat der Körper Zeit, sich zu erholen und die geschädigte Haut zu reparieren. Doch als Pferdehalter darf man die Ekzemer-Probleme im Winter nicht völlig außer Acht lassen, denn in dieser Zeit wird die Basis für die nächste Saison geschaffen. Je besser sich die Haut bei einem Ekzemer-Pferd regenerieren kann, umso besser ist die Ausgangssituation für die nächste Sommerzeit. Zudem ist es wichtig, die körpereigenen Speicher an Vitaminen und Mineralstoffen mittels einer bedarfsgerechten Versorgung aufzufüllen. Gerade die Spurenelemente (Zink, Kupfer, Selen, usw.), die im Winter zusätzlich für ein aktives Immunsystem verbraucht werden, sollten in ausreichenden Mengen zugeführt werden. Am sinnvollsten sind kurweise Spurenelement-Gaben zum Fellwechsel hin. Das gilt sowohl für den Wechsel von Sommer- auf Winterfell (am besten Mitte bzw. Ende September) als auch zum „großen“ Fellwechsel im Frühjahr. Hier sollte bereits Anfang Februar begonnen werden, um eine ideale Ausgangssituation für das kommende Ekzemer-Jahr zu schaffen. MASTERHORSE SPUREN-KUR versorgt alle Pferde mit hochwertigen, überwiegend organischen Spurenelementverbindungen und einer bitterstoffhaltigen Kräutermischung, die den Leberstoffwechsel unterstützt.

Um die Ausgangssituation für Ekzemer-Pferde zusätzlich zu verbessern, empfehlen wir während des Fellwechsels MASTERHORSE REPAR H zuzufüttern. Mit seiner ausgewogenen Kombination aus Vitaminen, Spurenelementen, Bentonit, Lebendhefe und einer hautstoffwechselanregenden Kräutermischung schafft es ideale Voraussetzungen dafür, dass Pferde mit Sommerekzem optimal vorbereitet sind.

Expertentipp - Fütterung bei Sommerekzem:

Optimale Haltung von Ekzemer-Pferden
Optimale Bedingungen auf allen Ebenen schaffen: Eine Haltung, die dem Pferd Schutz vor Stechmücken bietet, ist die Grundvoraussetzung für ein erträgliches Leben für Pferde mit Sommerekzem. Fliegengitter oder Streifenvorhänge an Fenstern und Türen halten den Stall oder den Unterstand von lästigen Insekten frei und bieten dem Pferd eine Ruhezone, was das Sommerekzem deutlich lindern kann. Besonders stark geplagte Ekzemer-Pferde sollten mit einer Ekzemerdecke geschützt werden, die alle empfindlichen Körperstellen vor den Stechmückenangriffen schützt. So können auch Pferde mit Sommerekzem die Weide genießen, denn eine permanente Stallhaltung ist weder pferdegerecht, noch gesund und bringt möglicherweise andere Probleme wie beispielsweise Atemwegserkrankungen mit sich. Die Beseitigung des Auslösers sollte bei allen Allergien oberste Priorität haben. Alle weiteren Faktoren wirken sich lediglich sekundär auf den Krankheitsverlauf aus.

Mineralstoffversorgung und entgiftungsunterstützende Ergänzungsfuttermittel

Durch die permanenten Entzündungen ist der Stoffwechsel bei Ekzemer-Pferden häufig stärker belastet als bei gesunden Pferden. Kräutermischungen zur Unterstützung von Leber und Niere bringen diese Organe in Schwung und helfen, Schadstoffe und Stoffwechselabbauprodukte aus dem Körper zu transportieren. Zudem ist eine bedarfsgerechte Versorgung mit Vitaminen und Spurenelementen sowie ungesättigten Fettsäuren essenziell und sollte das ganze Jahr über sichergestellt werden.

Individuelle Pflege von Ekzemer-Haut
Zusätzlich zu optimierter Haltung und Fütterung ist die Pflege der empfindlichen Ekzemer-Haut extrem wichtig. Hat ein Pferd sich wundgescheuert, sollten die betroffenen Hautpartien alle ein bis drei Tage mit einem milden, fettenden und beruhigenden Pflegemittel behandelt werden, das die Regeneration unterstützt und im Idealfall auch Insekten abwehrt. Um zu vermeiden, dass sich Krusten aus Pflegemitteln und abgestorbenen Hautzellen bilden und die Poren verstopfen, können die betroffenen Pferde regelmäßig mit einem milden, rückfettenden Shampoo gewaschen werden. Viele Ekzemer-Pferde reagieren auch psychisch heftig auf Fliegen und Mücken und scheuern schon, bevor es überhaupt juckt. Es hat sich gezeigt, dass eine Fliegenmaske für Gesicht und Ohren einen beruhigenden Effekt auf solche Pferde haben kann. Fliegensprays wie das MASTERHORSE MFS-N°2 halten Stechmücken stundenweise vom Pferd fern und reduzieren so erneute Stechangriffe.
Der Grundstein für eine erträgliche Sommersaison wird beim Pferd mit Sommerekzem im Winter gelegt. Um die Regeneration der Ekzemer-Haut bestmöglich zu unterstützen, ist gerade in dieser Zeit eine ausreichende Versorgung mit Vitaminen, Spurenelementen und hautstoffwechselanregenden Kräutern besonders wichtig.

 

Fütterungstipps

  • MASTERHORSE REPAR H

    • fördert die Hautregeneration z.B. bei Sommerekzem und im Fellwechsel
    • mit Kräutern zur Unterstützung der Leber und Niere
    • hochdosiertes Zink füllt die Zink-Depots wieder auf und sorgt so für eine intakte Hautfunktion

    ab 29,95 €* 49,92 € * / 1 kg
  • MASTERHORSE ECZEMA

    • natürliche Nährstoffe für einen gesunden Hautstoffwechsel beim Pferd
    • reine Kräuter u.a.: Brennnessel, Hagebutte. Schachtelhalmkraut, usw.

    ab 21,95 €*
  • MASTERHORSE LEINÖL

    • kaltgepresstes Leinöl
    • sorgt für ein glänzendes Fell
    • fördert die Verdauung

    ab 7,95 €*
  • EQUIPUR-organ

    • natürliche Basisversorgung mit organischen Mineralstoff- und Spurenelementverbindungen
    • mit Leinsamen, Island Moos, Birke u.v.a.
    • mit allen lebenswichtigen Vitalstoffen

    ab 59,90 €* 11,98 € * / 1 kg
  • MASTERHORSE BASIS-METABOL

    • besonders geeignet für Pferde mit einem empfindlichen Stoffwechsel
    • liefert Vitamine, Mineralstoffe, Aminosäuren und weitere Vitalstoffe
    • ohne Getreide und Melasse

    ab 39,95 €* 13,32 € * / 1 kg