Hautpilz beim Pferd erfolgreich behandeln

11.03.2017

Hautpilzerkrankung bei Pferden – die richtige Behandlung

Hautpilz beim PferdWährend der Fellwechselzeit sowie im Herbst und Winter haben Hautpilzerkrankungen Hochkonjunktur. Sieht das Pferd wie „von Motten zerfressen“ aus und hat kreisrunde kahle Stellen im Fell, so sollte sofort an einen Hautpilz gedacht werden. Besonders empfänglich für einen Befall sind junge und alte Pferde sowie Tiere mit einem schwachen Immunsystem. Der Hautpilz des Pferdes heilt in der Regel auch von alleine ab, ist allerdings sehr leicht von Pferd zu Pferd und auch auf den Menschen übertragbar. Eine schnelle Behandlung ist notwendig.

Die Ursachen und Symptome von Hautpilz beim Pferd

Der Hautpilz gehört zu den häufigsten Hauterkrankungen beim Pferd – man geht davon aus, dass etwa jedes 15. Pferd davon betroffen ist. Am häufigsten tritt beim Pferd die Gattung „Trichophyton equinum“ auf, aber auch „Microsporum canis“ nistet sich auf der Haut des Pferdes ein. Der Krankheitsverlauf ist je nach Pilzart unterschiedlich. Trichophyton equinum führt schon im Frühstadium zu den typischen, kreisrunden Veränderungen und Juckreiz. Microsporum canis hingegen sorgt für kleinere Läsionen in Haut und Fell.

Pilze mögen es warm, feucht und muffig. Diese Bedingungen findet man oft in schlecht gelüfteten Ställen, aber auch unter Pferdedecken vor. Bei vielen Pferden nistet sich der Hautpilz in Haut und Fell ein, führt aber nicht zu Problemen. Bestimmte Faktoren aktivieren jedoch die Vermehrung des Pilzes und es kommt zu der unangenehmen Dermatomykose, so der Fachbegriff für diese Pilzinfektion.

Was kann einen Hautpilz beim Pferd auslösen?

  • Stress (z.B. durch falsche Haltung, Unruhe in der Herde)
  • ein schwaches Immunsystem
  • Unterversorgung mit Vitaminen und Spurenelementen
  • zu häufiges Waschen mit tensidhaltigen Shampoos
  • starker Wurmbefall

Eines der ersten Symptome des Pilzbefalls ist Haarbruch. Es bilden sich linsen- bis erbsengroße Pusteln mit gesträubten Haaren. Diese fallen leicht ab oder lassen sich büschelweise abziehen. Es bleiben die für den Hautpilz typischen, runden und kahlen Stellen zurück. Oft jucken und nässen die betroffenen Bereiche. Dort können auch Schorf und Krusten entstehen. Juckt sich das Pferd, so kann sich die Haut zusätzlich entzünden.
Besonders häufig breitet sich ein Hautpilz in der Sattel- und Gurtlage des Pferdes aus, dort bildet sich schnell ein pilzfreundliches feucht-warmes Klima. Ansonsten sind oft Kopf, Hals und Schultern betroffen. Später kann er auf die Flanken, Kruppe und Rücken übergreifen.

 INFO TO GO - Hautpilz bei Pferden  
  • Der Hautpilz beim Pferd ist eine relativ ungefährliche aber sehr leicht übertragbare Erkrankung.
  • Konsequente Behandlung des Pferdes sowie Desinfektion aller Gegenstände, mit denen das Pferd in Kontakt kommt, drängt den Hautpilz zurück.
  • Seitens der Fütterung gilt es, das Immunsystem zu stärken und auf eine ausgewogene Vitamin- und Mineralstoffversorgung zu achten. Eine besondere Rolle spielt hier das Spurenelement Zink.
 


Ansteckungsgefahr bei Hautpilz?

Eine Hautpilzinfektion ist lästig, aber nicht gefährlich und klingt meist von alleine ab. Die Selbstheilung dauert allerdings bis zu sechs Monaten. Des Weiteren übertragen sich die Pilzsporen leicht von Pferd zu Pferd und auch auf den Menschen. Deshalb sollte die Erkrankung gleich zu Beginn behandelt werden.

Wie kann sich der Hautpilz verbreiten?

  • direkte Übertragung von Pferd zu Pferd
  • direkte Übertragung über den Menschen (z.B. Stallpersonal)
  • Nutzung von gleichem Putzzeug oder Pferdedecken für mehrere Pferde
  • Wälz- und Scheuerstellen

Unbehandelt können Hautpilze zu chronischen Hautveränderungen mit Narbengewebe führen. Gerade in der Sattel- und Gurtlage kann dies zu Einschränkungen als Reitpferd führen.

Die innere und äußere Behandlung von Hautpilz bei Pferden

Am effektivsten ist eine Kombination von mehreren Maßnahmen um dem Hautpilz Herr zu werden. Ein bisschen Geduld ist während einer Hautpilzinfektion angesagt, die Maßnahmen fruchten nicht sofort. Man muss mindestens 14 Tage für eine Behandlung einrechnen.

Äußerliche Behandlung des Hautpilzes beim Pferd:

  • Pilztötende Waschlotionen: Hierzu sollte das Pferd alle drei bis vier Tage mit einem beim Tierarzt oder in der Apotheke erhältlichen, antimykotischen Mittel komplett gewaschen werden. Problematisch wird es im Winter, v.a. wenn kein Solarium zur Verfügung steht. In so einem Fall werden nur die betroffenen Stellen gewaschen.
  • Spezielle Impfungen gegen Hautpilz sind sowohl vorbeugend als auch im akuten Fall möglich. Sie bieten allerdings keinen 100 % Schutz bzw. keine Heilungsgarantie.
  • Sonne pur oder auch ein Solarium helfen den Hautpilz zu verdrängen.
  • In leichten Fällen bzw. zu Beginn der Hautpilzerkrankung können auch Waschungen aus Obstessig (2/3 Wasser und 1/3 Apfelessig) wirksam sein.

Innerliche Behandlung des Hautpilzes beim Pferd:

  • Eine nährstoffbilanzierte Fütterung mit einer optimalen Vitamin- und Mineralstoffversorgung (v.a. Zink!) hilft, das Immunsystem und die Haut zu stärken.

Weitere Maßnahmen:

  • Desinfektion der Box.
  • Desinfektion des Putz- und Sattelzeugs.
  • Waschen von Satteldecken, Abschwitz- und Winterdecken wenn möglich bei 60 °C oder Verwendung eines antimykotisch wirkenden Waschmittels.
  • Verwendung von Einmalhandschuhen bei der Pflege von betroffenen Pferden.
  • Auch Sporen, Reithosen und Reitstiefel bei der antimykotischen Behandlung nicht vergessen!

Das alles ist aufwändig und zeitintensiv, ist aber die beste Möglichkeit um den Hautpilz effektiv zu bekämpfen.

Hautpilz beim Pferd - eine leicht übertragbare Hauterkrankung

Vorbeugung eines Hautpilzbefalls

Die beste Vorbeugung gegen Hautpilz ist ein starkes Immunsystem. Dies geschieht sowohl über eine ausgewogene Fütterung als auch über eine artgerechte Haltung.

Tipps zur Vorbeugung gegen Hautpilz beim Pferd:

  • Optimale Versorgung mit Vitaminen und Mineralstoffen, vor allem auf die Zinkversorgung sollte geachtet werden.
  • Jedes Pferd hat sein eigenes Putzzeug, Satteldecke und Abschwitzdecke.
  • Regelmäßiges Waschen des Zubehörs, vor allem der Winterdecke.
  • Auch im Winter gilt: Fenster und Türen auf – so kommt frische, „pilzfeindliche“ Luft in den Stall.
  • Regelmäßiger Auslauf auch bei Minusgraden stärkt das Immunsystem, zudem mögen Pilze kein Sonnenlicht.
  • Bei empfindlichen Pferden empfiehlt sich eine Impfung.

Die optimale Fütterung bei Hautpilz MASTERHORSE-Expertentipp

Mit der Fütterung kann man einen entscheidenden Einfluss auf den Verlauf der Hautpilzerkrankung nehmen. Folgende Faktoren sollte man bei einem akuten Hautpilzbefall berücksichtigen:

  • Ein hochwertiges Mineralfutter wie zum Beispiel das MASTERHORSE BASIS-PLUS versorgt das Pferd optimal mit Vitaminen und Mineralstoffen. Zusätzlich enthält es eine probiotische Lebendhefe, die den Darm als Sitz des Immunsystems stärkt.
  • Zusätzliche Zink-Gaben, zum Beispiel über MASTERHORSE ZINK-PRO, unterstützen das Immunsystem und die Wundheilung.
  • Besonders wichtig ist eine ausreichende Versorgung mit Vitamin A, B-Vitaminen (z.B. aus MASTERHORSE BIERHEFE-PUR), Schwefel (z.B. Methionin, MASTERHORSE MSM) und essenziellen Fettsäuren (z.B. aus MASTERHORSE LEINSAMKUCHEN oder MASTERHORSE LEINÖL).
  • Anregung des Hautstoffwechsels mit ausgewählten Kräutern wie z.B. Brennnesselblättern, Schachtelhalmkraut oder Klettenwurzeln (z.B. MASTERHORSE ECZEMA).
  • Stärkung des Immunsystems mit Echinacea und Hagebutten.

Mit einer ausgewogenen Fütterung und einer konsequenten Bekämpfung des Hautpilzes ist das Pferd schnell die Hauterkrankung wieder los.

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