Hafer fürs Pferd – wertvoll in der Pferdefütterung

10.10.2016

Hafer – ein essenzieller Bestandteil des Pferdefutters

Hafer in bedarfsgerechter Rationsmenge macht das Pferd vital. In den vergangenen Jahrzehnten hat sich in der Pferdezucht, in der Haltung und auch im Pferdesport vieles verändert. Und auch die Wissenschaft hat etliche neue Erkenntnisse rund um das Pferd zu Tage gefördert. Umso beeindruckender ist die Tatsache, dass sich die wesentlichen Grundlagen der Pferdefütterung seit über 3.000 Jahren nicht grundsätzlich geändert haben: Raufutter und Getreide gelten nach wie vor als die Basis einer soliden Pferdefütterung. Eine gezielte Zuführung von Mineralstoffen und Vitaminen ist darüber hinaus meist sinnvoll und wichtig. Doch wieviel Hafer braucht ein Pferd, um möglichst viel Energie daraus zu gewinnen ohne von ihm „gestochen“ zu werden, so dass der Besitzer mit einem kaum zu bändigenden Energiebündel zu kämpfen hat? Ist Hafer auch wirklich gesund für Pferde? Welcher Hafer ist der Beste und wie viel macht überhaupt Sinn? Gehen wir der Sache auf den Grund!

 INFO TO GO - Hafer für Pferde

 
  • Seine einzigartige Zusammensetzung macht den Hafer seit mehreren 1.000 Jahren zu einem festen Bestandteil in der Pferdefütterung. Leicht verdaulich mit vielen wichtigen Inhaltsstoffen und einem für die Tiere angenehm süßlichen Geschmack gilt er als das typische Getreide für Pferde.
  • Hafer in bedarfsgerechter Ration macht Pferde nicht „verrückt“, sondern vital, lebensfroh und arbeitswillig.
  • Egal ob weiß, gelb oder schwarz – nicht die Farbe, sondern die Qualität des Hafers ist entscheidend!
 

 

Wie gesund ist Hafer für Pferde?

Der Hafer gilt als das Pferdegetreide schlechthin! Das liegt an seiner einzigartigen Zusammensetzung. Mit seinem hohen Spelzenanteil verfügt er im Vergleich zu anderen Getreidearten über einen hohen Gehalt an Rohfaser. Dadurch wird das Pferd intensiv zum Kauen und Einspeicheln der Futtermasse angeregt, was wichtig für eine funktionierende Verdauung ist. Nicht zuletzt zeichnet sich der Hafer aber durch seine hohe Verdaulichkeit aus. Selbst in unbehandeltem Zustand liegt die Verdaulichkeit des Haferkorns bei über 80 %. Besonders hoch ist die praecaecale Verdaulichkeit der Stärke mit bis zu 95 %. Die enthaltene Energie kann schnell ins Blut gelangen und steht den Tieren so innerhalb kürzester Zeit zur Verfügung. Die im Hafer enthaltenen, essentiellen Aminosäuren sind wesentlicher Bestandteil körpereigener Proteine und an wichtigen Aktivitäten des Stoffwechsels beteiligt. Darüber hinaus schützen die enthaltenen Schleimstoffe die empfindlichen Magen- und Darmschleimhäute. Und mit einem geringen Anteil von nur neun bis zehn Prozent an Eiweiß besteht mit Hafer keine Gefahr der zu eiweißreichen und somit kolikbegünstigenden Fütterung der Pferde. Außerdem beinhaltet er bei gutem Mutterboden große Mengen an Mineralstoffen wie Kalium, Magnesium, Calcium, Phosphor, Vitaminen (Vitamin E und B) sowie die Spurenelemente Zink, Selen und Eisen. Doch Achtung: Hafer enthält viel Phosphor und verhältnismäßig wenig Calcium, weshalb bei der Fütterung einer hohen Menge eine Supplementierung mit einem calciumhaltigem Mineralfutter notwendig ist.

Welcher Hafer ist der Beste fürs Pferd?

Wie wirkt sich Hafer auf die Pferde aus?

Grundsätzlich lässt sich sagen, dass der Energiebedarf eines Pferdes in erster Linie über Heu, Gras und Stroh sichergestellt werden kann. In manchen Fällen reicht das auch schon aus und die Tiere benötigen darüber hinaus gar kein Kraftfutter.

Doch bei intensiver und regelmäßiger Arbeit empfiehlt sich der Hafer als zusätzliche Energiequelle durchaus; und in adäquater Dosierung spielen die Pferde deshalb noch lange nicht „verrückt“, sondern zeigen sich vital, lebensfroh und arbeitswillig. Diese Wirkungsweise ist leicht erklärt: Hafer enthält viel Stärke, die im Dünndarm rasch zu Glucose abgebaut wird und somit schnell für die Muskeln als Energielieferant zur Verfügung steht. Darüber hinaus regt Glucose die Produktion des auch als „Glückshormon“ bezeichneten Serotonins an.

Ähnlich wie wir Menschen nach dem Konsum von Schokolade meinen, besonders glücklich zu sein, verspürt das Pferd etwa ein bis zwei Stunden nach der Fütterung einen besonderen Energieschub. Doch hier ist nicht jedes Pferd gleich: Die Reaktion kann ganz unterschiedlich sein, nicht alle reagieren bei Aufnahme einer bestimmten Menge gleichermaßen. Manche lässt er sogar ziemlich kalt.

Welcher Hafer ist der Beste für das Pferd?

Weißer, gelber oder doch lieber schwarzer Hafer? Diese Frage stellen sich dem Pferdebesitzer häufig – doch völlig umsonst. Denn abgesehen von der Farbe der Spelzen gibt es keinen weiteren Unterschied. Jede Sorte enthält die gleichen Mengen an Inhaltsstoffen. Daher sollte das Hauptaugenmerk nicht auf der Farbe sondern auf der Qualität liegen, wenn es darum geht herauszufinden, welcher Hafer denn der Beste ist.

Wie bereits erwähnt, kommt es in Bezug auf die Mengen der Inhaltsstoffe auch sehr auf die Qualität des Mutterbodens an. Zudem ist zu berücksichtigen, dass dieser, um an Pferde verfüttert werden zu können, mindestens 12 Wochen nach der Ernte getrocknet und mehrfach gereinigt werden muss. Nur dann kann davon ausgegangen werden, dass dieser möglichst wenig Keime aufweist. Doch was tun, wenn man über all das gar keine Informationen hat? Ganz einfach: Die Qualität des Hafers lässt sich zum einen mit dem bloßen Auge erkennen, zum anderen kann man sie „erwiegen“. Generell gilt: Je größer die Körner sind, desto höher der Energiegehalt bei vermindertem Protein- und Rohfasergehalt. Und ein Liter Hafer sollte möglichst über 540 g wiegen. Denn: Je schwerer der Hafer, desto keimfreier und vor allem desto gehaltvoller ist er in der Regel. Nach dem Kauf sollte die Lagerung am besten in luftdurchlässigen Papiersäcken in dunkler, kühler und trockener Umgebung erfolgen. Wird der Hafer feucht, eignet er sich hervorragend als Tummelplatz für Milben. Die Körner verlieren Kohlenhydrate, werden muffig, schimmlig und sollten nicht mehr an das Pferd verfüttert werden.

Oft stellt sich bei der Hafer-Fütterung noch die Frage: Quetschen oder nicht quetschen? Grundsätzlich gilt, dass sich die Verdaulichkeit durch Quetschen geringgradig erhöht; die Dauer des Kauens und das Einspeicheln können sich jedoch verringern. Bei Fohlen, Pferden im Zahnwechsel oder Senioren bietet es sich ebenso an wie bei zu gierigen Pferden, die ihr Futter nur wenig  gekaut herunterschlucken. Bei MASTERHORSE NATUR-HAFER handelt es sich um reinen, ungequetschten, gelben Hafer. Mit einem Energiegehalt von ca. 11 MJ DE ist das Futtermittel besonders gut zur Energieaufwertung der Grundfutterration von Pferden mit einem erhöhten Energiebedarf geeignet. Gezielte Energieaufwertung der Ration arbeitender Pferde, sehr gute Verdaulichkeit, beste Getreidequalität (Litergewicht ca. 580 g), dreifach gereinigt und entstaubt ermöglicht er eine bedarfsgerechte, individuelle und qualitativ hochwertige Fütterung der Pferde. Ob als Kraftfutter, zur Energieaufwertung der Grundfutterration bei arbeitenden Pferden oder aber als Basis für das Einmischen von Futterzusätzen, MASTERHORSE NATUR-HAFER ist schmackhaft, leichtverdaulich und besitzt eine hohe Menge an schnellverfügbarer Energie, von der gerade arbeitende Pferde profitieren. Das Produkt enthält keinerlei Konservierungsstoffe und ist frei von jeglichen Zusätzen.

Die richtige Menge an Hafer fürs Pferd ist abhängig, ob leichte oder schwere Arbeit verrichtet wird.

Wie viel Hafer soll das Pferd zu sich nehmen?

In Büchern liest man oft die Formal „Ca. 0,5 kg Hafer pro 100 kg Körpergewicht am Tag für ein Reitpferd bei mittlerer Arbeit“ – eine eher schwammige Formulierung. Jeder Pferdemensch weiß, dass die richtige Gewichtung von Heu, Hafer und Mineralfutter oft große Probleme in sich birgt: Werden die Faktoren Rasse, Klima, Größe, Gewicht, Alter, Belastung und Einsatz berücksichtigt, gerät die richtige Rations-Zusammenstellung zum Rechenwerk mit vielen Unbekannten. Möchte man darüber hinaus noch die exakte Qualität des Hafers beurteilen, wird es noch komplizierter.

Die 100 % richtige Haferration individuell zugeschnitten auf jedes einzelne Tier gibt es nicht. Es gilt der Grundsatz der bedarfsgerechten Fütterung, bei der die oben genannte Formel als gute Grundlage dient, gepaart mit der nach und nach gewonnenen Erkenntnis, wieviel Energie das jeweilige Pferd denn benötigt.

Fütterungstipps

  • MASTERHORSE NATUR-HAFER

    • reiner, ungequetschter, gelber Hafer
    • eignet sich besonders zur Energieaufwertung
    • für Pferde mit einem erhöhten Energiebedarf

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  • MASTERHORSE BASIS

    • mit Anis, Fenchel, Heublumen und Minze
    • enthält alle wichtigen Mineralstoffe und Vitamine
    • pelletiert und sehr schmackhaft

    ab 26,95 €* 7,49 € * / 1 kg
  • MASTERHORSE POWERSPORT

    • unterstützt den Energie- und Muskelstoffwechsel
    • beschleunigt die Regeneration nach Arbeit oder Wettkampf
    • mit Carnitin, Lecithin und Lysin

    ab 34,95 €* 9,71 € * / 1 kg