Die Gefahr lauert auf den Bäumen!

28.07.2015

Der Eichenprozessionsspinner- eine Raupe wird auch für Pferde zur Plage

EichenprozessionspinnerDer Eichenprozessionsspinner gehört zu den Nachtfaltern. Im Raupenstadium ist der asch-braune Körper mit Brennhaaren gespickt, die für Tiere und Menschen gefährlich sind. Die Insekten fühlen sich in Eichen besonders wohl und bevorzugen Bäume in Waldrandlagen. Die Raupen des Eichenprozessionsspinners leben in Gruppen und gehen in einer Art „Prozessionsmarsch“ auf Nahrungssuche, wo auch der Name herrührt.

Die Gefahr lauert in der Luft und unter den Bäumen

Die giftigen Brennhaare brechen leicht und können mit dem Wind über weite Strecken getragen werden. Besonders viele Brennhaare fliegen im Mai und Juni. Kommen die mit Widerhaken und Nesselgift versetzten Brennhaare mit der Haut in Kontakt, so lösen diese eine allergische Reaktion aus. Bei Pferden kommt es oft zu Schwellungen an den Nüstern und unter Umständen am gesamten Kopf. Weitere Symptome bei Pferden aber auch beim Menschen können sein:

  • „Raupendermatitis“: Eine Hautentzündung mit Juckreiz, Hautrötung und Quaddelbildung.
  • Nesselfieber.
  • Atemwegsreizungen, Atemnot.
  • Bindehaut- und Augenentzündungen.
  • Entzündungen der Mund- bzw. Maulschleimhaut.
  • Erhöhte Abortrate bei Pferden.

Wenn das „Flugstadium“ (Mai bis August) der Raupenhaare vorbei ist, hat der Eichenprozessionsspinner leider noch nicht seine Gefährlichkeit verloren. Die alten Larvenhäute sammeln sich nach der Häutung in zuckerwatteähnlichen Gespinstnestern. Diese bleiben entweder im Baum haften oder fallen zu Boden. Dort reichern sie die Umgebung des Baumes, besonders das Unterholz und den Bodenbewuchs, mit den mit Nesselgift enthaltenen Härchen an.

 INFO TO GO  
  • Die Brennhaare der Raupe können schwere Hautirritationen und Atembeschwerden bei Tieren als auch bei Menschen auslösen.
  • Gefahr im Heu besteht, wenn die von den betroffenen Bäumen fallende, kaum sichtbare Gespinstnester, während der Heuernte mit verarbeitet wurden.
  • Im akuten Fall unbedingt den Tierarzt rufen und das verseuchte Heu mit Schutzkleidung entfernen.
 

Das unsichtbare Gift des Eichenprozessionsspinners im Pferde-Heu

Die Brennhaare oder die kompletten Gespinstnester des Eichenprozessionsspinners auf Wiesen oder Weiden können während der Ernte leicht ins Heu gelangen. So werden sie für Pferde nicht nur im dritten Larvenstadium zwischen Mai und Juni zu einer unsichtbaren Gefahr. Zwar sind häufig nur wenige Ballen einer Ernte betroffen, aber es ist für den Futtermeister schier unmöglich, diese herauszufiltern. Ob ein Ballen verseucht war oder nicht erkennt man erst, wenn Tiere oder Menschen die ersten Symptome zeigen.

Gift des Eichenprozessionsspinners im Pferde-Heu

Das verseuchte Heu muss umgehend entfernt werden (Mundschutz, Schutzkleidung)! Cortison, Antihistaminika und bei Bedarf Bronchospasmolytika, die vom Tierarzt verordnet werden, schaffen Linderung und bewirken, dass die allergische Reaktion schnell abklingt. Menschen sollten nach Kontakt mit den gefährlichen Brennhaaren ausgiebig duschen und sich die Haare waschen. Auch bei Pferden ist ein Abduschen, aber wenigstens ein Abschwammen des Gesichtes hilfreich. Kleidungsstücke, Satteldecken oder andere Textilien, die mit Brennhaaren in Kontakt gekommen sein könnten, müssen gründlich und so heiß wie möglich gewaschen werden.

Expertentipp

Gebiete in denen der Eichenprozessionsspinner auftritt sollten zur Sicherheit des Pferdes und zur eigenen Sicherheit gemieden werden. Das gilt sowohl für Ausritte, als auch für die Heu-Gewinnung oder den Koppelgang auf verseuchten Wiesen. In der Regel sind gefährdete Regionen durch Warnschilder gekennzeichnet. Entdeckt man befallene Bäume oder Gespinstnester, so sollte man dies an seine Gemeindeverwaltung oder dem nächsten Gesundheitsamt, Gartenbauamt oder Förster melden. So können diese geeignete Gegenmaßnahmen ergreifen.

Im akuten Fall kann man mit eingeweichten MASTERHORSE HEU-FLAKES und MASTERHORSE LEINÖL das durch die Reizung und Schwellung der Schleimhäute erschwerte Kauen und Schlucken erleichtern. Dieser Heu-Brei kann mit einem geschwollenen Maul besser gefressen werden als grobstängeliges Heu. Zusätzlich ist MASTERHORSE HEPADURE zur Stärkung der Leberfunktion und der Entgiftungsleistung sinnvoll.

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