Wenn Pferde husten

12.04.2015

Husten beim Pferd – die Statistik ist erschreckend

Wenn Pferde Husten - Ursachen

Atemwegserkrankungen beim Pferd sind keine Seltenheit. Zahlreiche Pferde leiden – meist in der kalten Jahreszeit – unter Husten. In vielen Fällen handelt es sich um akute Erkrankungen, die bei einer gezielten Behandlung wieder ausheilen. Tatsächlich leiden mittlerweile aber annähernd 50 % der Pferde unter einer chronischen Atemwegserkrankung wie der chronisch obstruktiven Bronchitis (COB).

Haltungsbedingung und Futterqualität - häufig Ursache für Husten beim Pferd

Wild lebende Pferde sind sehr widerstandsfähige Tiere, die auch bei den widrigsten Witterungseinflüssen gut zu Recht kommen. Sie sind auf ein Leben im Freien ausgerichtet und mit Mechanismen ausgerüstet, die sie auch vor Wind, Nässe und Kälte schützen. Zudem verbringen sie ihr Leben an der frischen Luft und sind nicht permanent mit Staub oder Schimmelpilzsporen konfrontiert. Unsere domestizierten Pferde sind allerdings unter den üblichen Haltungsbedingungen damit nicht mehr vergleichbar. In der Regel im warmen Stall gehalten, das Fell geschoren oder dick eingedeckt sind Pferde heute sehr empfindliche Tiere, die mit besonderer Sorgfalt gepflegt werden müssen.

Ein zentrales Thema für gesunde Atemwege beim Pferd ist die einwandfreie Qualität von Heu, Stroh und Kraftfutter. Weißer oder gräulicher, feiner Staub auf den Halmen, zusammengeklebte „Platten“ oder ein muffiger Geruch sind Anzeichen für Schimmelbefall. Solches Futter oder Einstreu darf unter keinen Umständen zum Einsatz kommen. Gelangen Staub oder Schimmel in die oberen Atemwege reizen sie dort die Schleimhäute und lösen einen trockenen Husten aus. Um einen Husten beim Pferd durch Stäube bzw. feine Partikel zu vermeiden, sollte man möglichst staubarmes Heu füttern und staubige Reithallen meiden. Staubiges Heu sollte gegebenenfalls gewässert (Expertentipp: Heu waschen beim Pferd) werden, um den Staub zu binden. Da beim Misten und Einstreuen die Staubbelastung in der Luft sehr hoch ist, sollten die Pferde während der Stallarbeiten aus dem Stall gebracht werden. Auch die Staubbelastung in Reithallen oder auf Reitplätzen wird stark unterschätzt. Staubige, stickige Reithallenluft ist Gift für die Atemwege und führt zu Husten beim Pferd. Die feinen Partikel aus Sand, Holz oder Textilfasern reizen ebenfalls die oberen Atemwege. Außerdem ist die Keimbelastung im Reitboden durch Kot und Harn meist sehr hoch, was sich ebenfalls negativ auf die Atemwege auswirkt.

 

 INFO TO GO  
  • Staubige Luft durch Heu, Einstreu oder aufgewirbelten Stallgassen-Staub sollte unbedingt vermieden werden. Staubiges Heu wässern, die Pferde beim Misten und Einstreuen aus dem Stall bringen und die Stallgasse vor dem Fegen nass machen.
  • Nur weil ein Pferd nicht hustet, ist es nicht zwangsläufig gesund. Achten Sie auch auf Anzeichen: wie erschwerte Atmung oder verlängerte Regenerationszeit!
  • Kräutermischungen können wunderbare Dienste leisten bei der Vorbeugung vor oder der Behandlung von Atemwegsproblemen. Zur richtigen Zeit eingesetzt, kann dem Pferd frühzeitig geholfen und so schlimmere Atemwegserkrankungen vermieden werden.
 

 

Ein weiterer großer Risikofaktor im Hinblick auf Atemwegserkrankungen beim Pferd ist Zugluft. Zugluft darf aber nicht mit Wind verwechselt werden! Um sich vor Wind zu schützen, hat das Pferd sich im Lauf der Evolution einen Schutzmechanismus zugelegt, die Thermoregulation. Diese sorgt dafür, dass die gesamte Oberflächendurchblutung reduziert wird, sobald das Pferd in kalter oder windiger Umgebung steht. So wird vermieden, dass die Körpertemperatur absinkt und der Organismus geschädigt wird. Die Gefahr bei Zugluft ist, dass nur einzelne Bereiche des Pferdes vom Luftstrom berührt werden. Hier kann die Thermoregulation nicht greifen und die betroffenen Bereiche kühlen aus. Besonders im Bereich von Kopf und Hals oder aber Rücken und Kruppe ist Zugluft gefährlich. Daher ist bei der Belüftung im Stall ganz besonders darauf zu achten, dass die Stallluft zwar ausreichend ausgetauscht wird, aber die Pferde nicht im Zug stehen.

Viren und Bakterien– Husten beim Pferd vorbeugen

Natürlich haben auch Erreger wie Viren und Bakterien beim Pferd negative Einflüsse auf die Atemwege. Ein korrekter Impfschutz sollte daher sichergestellt werden. Eine Impfprophylaxe deckt eine Vielzahl von viralen Erregern ab und sollte nach Rücksprache mit dem Tierarzt regelmäßig durchgeführt werden. Einen 100-prozentigen Schutz aber bietet auch diese nicht. Selten sind es auch Bakterien oder Parasiten beim Pferd, die einen Husten auslösen können.

Was tun, wenn das Pferd hustet

Hustet das Pferd, hat Nasenausfluss oder Fieber, sollte ein Tierarzt gerufen werden!

In größeren Ställen, wo viele Pferde stehen und ein häufiger Pferdewechsel stattfindet, steigt der Infektionsdruck auf das Pferd ebenso wie bei Transporten oder auf Turnieren. Hier können Erreger durch ein infiziertes oder erkranktes Pferd in den Stall eingeschleppt werden. Sie wandern dann von Pferd zu Pferd durch den gesamten Bestand. Ein gesundes Pferd mit einem intakten Immunsystem (Expertentipp: Immunsystem beim Pferd stärken) und einem lückenlosen Impfschutz kann mit vielen Erregern selbst fertig werden. Dennoch sollte man das Pferd bei den ersten Anzeichen einer Atemwegsinfektion intensiv beobachten. Schleimlösende und Bronchien-erweiternde Kräutermischungen unterstützen das Lösen und Abhusten des festsitzenden Schleims. Zeigt das Pferd einen gelblich verfärbten Nasenausfluss, ist matt, hustet oder hat Fieber, sollte der Tierarzt hinzugezogen werden.

Wie aus einem Husten beim Pferd eine chronisch obstruktive Bronchitis wird

Atemwegserkrankungen sind immer ernst zu nehmen und frühzeitig zu behandeln. Schleimlösende und entkrampfende Kräutermischungen helfen dem Pferd, den vermehrt gebildeten zähen Schleim zu lösen und abzuhusten. Zudem werden die Verkrampfungen in den Bronchien gelöst und dem Pferd so das Atmen erleichtert. Zeitgleich müssen aber auch die Auslöser beseitigt werden. Neben einer ausreichenden Belüftung des Stalls ist viel Bewegung an der frischen Luft auch nach dem Auskurieren unerlässlich. Wird eine akute Bronchitis nicht zeitnah behandelt und die Auslöser konsequent beseitigt, kann sie sich schnell zu einer chronischen Bronchitis (COB) oder Dämpfigkeit ausdehnen. Hierbei handelt es sich um eine Überempfindlichkeitsreaktion des Immunsystems auf Heustaub, Schimmelpilzsporen und andere allergen wirkende Partikel in der Stall- bzw. Reithallenluft. Durch die chronische Reizung der Atemwege kommt es zu einer Störung der körpereigenen Reinigungsfunktion. Der gebildete Schleim wird zäher und kann nicht mehr abgehustet werden. Außerdem werden vermehrt immunologisch aktive Zellen in die Schleimhaut eingelagert, was die Abwehrreaktion beim nächsten Allergenkontakt noch potenziert. Verbleiben die betroffenen Pferde in diesen Haltungsbedingungen und werden permanent mit Staub und Schimmel konfrontiert, verkrampfen sich mit der Zeit die Atemwege, wodurch die Bronchien stark verengt werden. Als Symptome einer COB treten erschwerte Atmung mit der typischen „Dampfrinne“ an den Flanken, übermäßige Schleimsekretion aus den Nüstern sowie Atemgeräusche auf. Dadurch ist das Pferd stark in seiner körperlichen Leistungsfähigkeit eingeschränkt. Chronische Atemwegserkrankungen können aber auch dann entstehen, wenn akute Erkrankungen nicht oder nicht ausreichend behandelt werden.

Testen Sie selbst die Funktion der Lunge Ihres Pferdes

Das tückische an der chronisch obstruktiven Bronchitis ist, dass nur wenige der betroffenen Pferde deutliche Symptome wie Husten zeigen. Da als Folge der COB ein zunehmender Verschluss der Bronchien auftritt, verliert das Pferd nach und nach die Fähigkeit, Sauerstoff aufzunehmen. Dadurch vermindert sich die Leistungsfähigkeit und die Regenerationszeit verlängert sich stark. Überprüfen kann man das, indem man den Verlauf von Herz- und Atemfrequenz nach der Belastung kontrolliert. Die Herzfrequenz bei einem Großpferd liegt etwa bei 30 bis 35 Schlägen pro Minute und steigert sich bei Belastung auf etwa 120 bis 210 Schläge. Je nach Trainingszustand dauert es 20 bis 60 Minuten bis die Ruhefrequenz wieder erreicht ist. Dabei sollte die Herzfrequenz bei einem gesunden Pferd nach fünf Minuten etwa das 1,5-fache des Ruhewerts erreicht haben. Fühlen kann man die Schläge pro Minute beim Pferd gut im Kehlwinkel. Der Ruhewert der Atemzüge pro Minute liegt im Bereich zwischen 10 und 15 und steigert sich bei Belastung auf etwa 100 bis 120. Ermitteln kann man die Atemzüge pro Minute ganz einfach durch Beobachten der Flankenbewegungen. Die Reduzierung der Atemzüge pro Minute sollte ähnlich wie bei der Herzfrequenz innerhalb von fünf Minuten nach körperlicher Belastung deutlich erkennbar sein. Dauert es deutlich länger, bis Herz- und Atemfrequenz sich wieder normalisiert haben, ist das ein Anzeichen für eine verminderte Sauerstoffaufnahme und demzufolge eine Schädigung der Atemwege.

Kräuter für Pferde – alte Hausmittel wenn Pferde husten

Schon Hildegard von Bingen wusste, dass Kräuter einen positiven Effekt auf die Gesundheit von Mensch und Tier haben. Im Bereich der Atemwege können Kräuter sowohl vorbeugend als auch therapeutisch eingesetzt werden. Schwarzkümmel, Echinacea oder Hagebutten beispielsweise haben einen positiven Einfluss auf das Immunsystem und können so insbesondere zur Stärkung der Abwehrkräfte gegeben werden.
Gegen trockenen Reizhusten helfen Kräuter, die einen hohen Schleimgehalt haben, und somit reizlindernd auf die oberen Atemwege wirken. Hierzu zählen Eibisch, Huflattich, Malve und Isländisch Moos, wie es beispielsweise in MASTERHORSE BRONCHOSOFT enthalten ist. 
Bei verschleimten Atemwegen hilft der Einsatz von Kräutern beim Pferd mit hohen Gehalten an ätherischen Ölen oder Saponinen. Diese natürlichen Schleimlöser verflüssigen den zähen Schleim und unterstützen so den Abtransport aus den Bronchien. Hier haben Kräuter wie Fenchel, Anis, Spitzwegerich, Thymian und Süßholz eine besonders positive Wirkung.

Expertentipp für Husten beim Pferd

Zur Unterstützung der Abwehrkräfte und des gesamten Bronchialsystems empfehlen wir MASTERHORSE BRONCHODURE. Bei Infekt-anfälligen Pferden oder in der kalten Jahreszeit stärkt es das Immunsystem und kräftigt den gesamten Atmungstrakt.
Bronchorapid hilft Pferden, die unteren Atemwege von hartnäckigem Schleim zu befreien. Die sekundären Pflanzenstoffe können tief sitzendes Sekret lösen und den Bronchialtrakt bei der Regeneration nachhaltig unterstützen. Um ein bestmögliches Ergebnis zu erzielen wird MASTERHORSE BRONCHORAPID kurweise über einen Zeitraum von 30 bis 40 Tagen eingesetzt. Denken Sie daran: Bewegung an der frischen Luft fördert den Schleimauswurf beim Pferd zusätzlich.
Ist ein Pferd häufig staubiger Luft ausgesetzt oder hustet permanent, wirkt MASTERHORSE BRONCHOSOFT reizlindernd auf die Atemwege. Durch die Wirkstoffe in den Kräutern wird eine schützende Schicht auf die Schleimhäute in den Atemwegen gelegt.

Fütterungstipps

  • MASTERHORSE BRONCHORAPID

    • stärkt die unteren Atemwege beim Pferd
    • unterstützt die Abwehrkräfte
    • mit Fenchel, Anis, Süßholz, Thymian und Spitzwegerich

    ab 21,95 €*
  • EQUIPUR-Bronchialkräuter

    • 14 naturbelassene Heilkräuter für Pferde
    • stärkt die Abwehr des Pferdes
    • liefert für den Bronchialtrakt natürliche Nährstoffe

    ab 19,90 €*
  • MASTERHORSE BRONCHODURE

    • versorgt die angegriffenen Atemwege bei der Regeneration mit Nährstoffen
    • reine Kräuter mit natürlichen Wirkstoffen
    • mit Vitamin C aus der Hagebutte

    ab 25,95 €*
  • MASTERHORSE REPAR A

    • Rundumversorgung bei Bronchialproblemen
    • Vitalstoffe für kräftige Atemwege
    • für eine langfriste Gabe geeignet

    ab 34,95 €* 58,25 € * / 1 kg