Kleine Drüse, große Wirkung

19.08.2018

Schilddrüsenunterfunktion (Hypothyreose) bei Hunden – Symptome und Behandlung

Hypothyreose bei Hunden Den Begriff „Schilddrüsenunterfunktion“ – kurz SDU – kennen wir aus unserem menschlichen Umfeld nur zu gut. Denn erstaunlicherweise leidet mittlerweile jeder dritte Deutsche an einer Funktionsstörung dieser kleinen Hormondrüse. Eine solche Fehlfunktion kann den Organismus ganz schön „durcheinander wirbeln“. Und das nicht nur beim Menschen, auch Hunde erkranken nicht selten an einer sogenannten Hypothyreose, wie man die Schilddrüsenunterfunktion fachlich nennt. Die Schilddrüse (lat. Glandula thyreoidea) sitzt bei Hunden an der Halsunterseite unterhalb des Kehlkopfes. Sie produziert die Hormone Trijodthyronin (T3) und Tetrajodthyronin (auch Levothyroxin) (T4). Beide werden beispielsweise für das Wachstum benötigt und beeinflussen den Kohlenhydrat-, Protein-, Fett- und Vitaminstoffwechsel maßgeblich.

Auch auf die Muskel- und Herzmuskelkontraktionen wirken sie sich aus. T3 und T4 führen zusammen beispielsweise auch zu einer erhöhten Erregbarkeit des Reizleitungssystems. Bei einer Schilddrüsenunterfunktion werden T3 und T4 nur noch in geringem Maß hergestellt, was schwerwiegende Auswirkungen auf alle Organe eines Hundes haben kann.

Welche Hunde sind von einer Schilddrüsenunterfunktion betroffen?

Am häufigsten erkranken Hunde im mittleren Lebensalter (zwischen vier und acht Jahren) an einer Hypothyreose. Da die Symptome meist nicht plötzlich sondern schleichend auftreten, werden sie von den Hundebesitzern zunächst oft als „normale“ Alterserscheinungen eingestuft. Bis ein Tierarzt um Rat gefragt wird, der letztendlich eine SDU diagnostiziert, dauert es in vielen Fällen eine ganze Weile. Betroffen sind vor allem mittelgroße und große Hunderassen wie Retriever, Dobermann oder Boxer. Eine Ausnahme dieser Regel bilden allerdings die Dackel. Obwohl von geringer Körpergröße, gelten sie ebenfalls als sehr anfällig für eine Schilddrüsenunterfunktion.

Ursachen einer Hypothyreose bei Hunden

Beim Hund sind zwei Mechanismen, die zu einer Schädigung des funktionellen Schilddrüsengewebes führen können, bekannt. Am häufigsten liegt eine chronisch-entzündliche Veränderung der Hormondrüse zugrunde. Diese verläuft solange unbemerkt, bis durch die Entzündungsreaktion ein großer Teil des Schilddrüsengewebes irreparabel zerstört ist. Die zweite, bei weitem seltenere, Ursache ist die sogenannte „autoimmune Thyreoiditis“. Hier bildet der Körper Antikörper gegen sein eigenes Schilddrüsengewebe und zerstört diese dadurch nach und nach selbst.

Symptome einer Unterfunktion der Schilddrüsen beim Hund – typische und wenige bekannte

Leider kann man bei einer Hypothyreose keine eindeutige Symptomatik festmachen, die sofort auf eben diese Erkrankung hinweist. Es gibt zahlreiche mögliche Merkmale. Da sie in allen denkbaren Kombinationen auftreten können, ist eine schnelle Diagnose ohne eingehende Untersuchung nur sehr schwer möglich.

Am häufigsten treten im Zusammenhang mit einer Hypothyreose Anomalien in den Bereichen Fell und Haut auf. Die Haare wachsen nur noch langsam, das Fell kann trocken und brüchig werden, Haarausfall ist möglich. Die Haut kann dazu an Feuchtigkeit verlieren, schuppig werden, stark jucken und sich in manchen Fällen auch entzünden. Manchmal ändert sich sogar die Fellfarbe im Rumpfbereich.

Dazu können weitere Symptome kommen wie

  • Müdigkeit,
  • Apathie,
  • Ängstlichkeit,
  • Leistungsschwäche,
  • Lustlosigkeit,
  • Konditionsverlust/Bewegungsunlust,
  • Gewichtszunahme in Folge von übernatürlichem Hunger,
  • zu niedrige Körpertemperatur, Aufsuchen von Wärmequellen sowie
  • Verstopfung.

Nur selten geht eine Schilddrüsenunterfunktion mit eitrigen Entzündungen, Durchfällen, Lähmung von Kehlkopf und/oder Schlund oder einer Vergröberung der Zunge und des Schlunds oder Schnarchen einher.
Manchmal kann das Herz u. a. Rhythmusstörungen oder eine verminderte Kontraktionsfähigkeit aufweisen. Kommt es in wenigen Fällen zu Störungen am Nervensystem, können beispielsweise ein Schleifen der Gliedmaßen, das Schiefhalten des Kopfes, Gehörverlust, allgemeine Muskelschwäche oder Epilepsie mögliche Folgen sein.

 

INFO TO GO – Schilddrüsenunterfunktion beim Hund  
  • Prädestiniert für eine Schilddrüsenunterfunktion sind vor allem mittelalte sowie mittelgroße und große Hunde.
  • Achtung: Nicht selten werden die Anzeichen einer Hypothyreose fälschlicherweise für Alterserscheinungen gehalten.
  • Mit individuell eingestellten Hormontabletten und einer darauf abgestimmten Zusatzversorgung kann ein Hund trotz Schilddrüsenunterfunktion ein schönes Leben führen.
 


Diagnose und typische Blutwerte zur Feststellung einer Schilddrüsenunterfunktion beim Hund

Die Regulation der Schilddrüsenhormone unterliegt dem Kreislauf der Hypothalamus-Hypophysen-Schilddrüsenachse. Der Hypothalamus ist bekannt als wichtige Schaltzentrale des Körpers eines Säugetiers. Unter anderem reguliert er, wann welche Menge eines Hormons gebildet wird. So gibt er auch die Informationen weiter, wann das Thyreoideastimulierende Hormon, auch TSH genannt, ausgeschüttet werden muss. TSH ist für die Kontrolle sämtlicher Funktionen der Schilddrüse verantwortlich. Die Ausschüttung von TSH erhöht die Blutversorgung und regt die Produktion der Schilddrüsenhormone T3 und T4 an.

Um eine Hypothyreose zu diagnostizieren, gibt zunächst eine allgemeine Untersuchung sowie verschiedene Blutparameter Aufschluss darauf, ob eine Blutuntersuchung in einem Speziallabor angefertigt werden muss. Besteht danach der Verdacht einer Schilddrüsendysfunktion, erfolgt über ein sogenanntes Schilddrüsenprofil die genaue Diagnose. Hierzu müssen u.a. Messungen von T4, T3 und TSH durchgeführt werden. Achtung: Der Wert eines einzelnen Hormons besitzt keine Aussagekraft, es müssen alle Parameter im Zusammenhang analysiert werden.

Schilddruesenunterfunktion beim Hund - Symptome und Behandlung


Behandlung einer Schilddrüsenunterfunktion bei Hunden

Ist eine Schilddrüsenunterfunktion diagnostiziert, lässt sie sich im Normalfall gut in Schach halten. Die nur unzureichend produzierten Hormone können dem Hund in Form von Tabletten zugeführt werden. Dazu ermittelt der Tierarzt die benötigte Dosis. Innerhalb weniger Wochen werden die Symptome dann bereits besser, der Hund fühlt sich wieder wohler. Auch Haut- und Fellveränderungen regenerieren sich in den meisten Fällen wieder.

Um sicherzugehen, dass die Dosis bestmöglich eingestellt ist, sollte circa zwei Monate nach Behandlungsbeginn eine Blutkontrolle durchgeführt werden, welche sich ab dann alle drei bis sechs Monate wiederholt. Die Behandlung einer Schilddrüsenunterfunktion dauert in der Regel ein Hundeleben lang.

MASTERDOG-Expertentipp – die unterstützende Fütterung im Fall einer Schilddrüsenunterfunktion beim Hund

Hunde, die an einer Hypothyreose leiden, profitieren neben der optimal abgestimmten Medikation auch von einzelnen Ergänzungsfuttermitteln, die beispielsweise helfen können, die Symptome zu mindern. Dazu zählen unter anderem MASTERDOG SEEALGEN. Damit erfahren die betroffenen Hunde eine ideale Unterstützung zur Anregung des Stoffwechsels und zur Verstärkung der Pigmentierung von Haut und Fell.

Das angeschlagene Immunsystem kann mit MASTERDOG CHLORELLA wieder in Schwung gebracht werden. Diese Mikroalge fördert die Aktivität der Abwehrzellen und steigert damit die körpereigene Abwehrleistung. In Zeiten erhöhter Belastung, wie es bei einer Schilddrüsenunterfunktion der Fall ist, können sekundäre Pflanzenstoffe aus Kräutern wie z.B. Echinacea oder Hagebutte das Wachstum von Bakterien und Viren effektiv hemmen. Hagebutte, Isländisches Moos, Kamillen- und Weißdornblüten werden aber nicht nur wegen ihrer Wirkstoffkombination, sondern auch wegen des hohen Gehaltes an natürlichem Vitamin C gerne verwendet.
All diese Pflanzen sind im MASTERDOG RESISTANT sinnvoll kombiniert. Die Gabe dieses Ergänzungsfuttermittels eignet sich für eine SDU-prädestinierte Hunderasse im typischen Alter auch prophylaktisch.

Fütterungstipps

  • MASTERDOG SEEALGEN

    • reich an natürlichen Vitaminen, Mineralstoffen und Spurenelementen
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    • unterstützt die körpereigene Entgiftungsfunktion

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