Lebererkrankungen beim Hund

04.11.2017

Leber beim HundDie Leber ist das größte innere Organ des Hundes und kann bei großen Rassen ein Gewicht von 1,4 kg erreichen. Sie ist an vielen lebenswichtigen Vorgängen im Organismus beteiligt. Daher können die Symptome bei einer Lebererkrankung sehr unterschiedlich ausfallen. Durch die hohe Kompensationsfähigkeit der Leber werden Leberprobleme als solche häufig erst spät erkannt. Bestimmte Hunderassen, wie z.B. Deutscher Schäferhund, Cocker Spaniel oder verschiedene Terrier-Arten sind anfälliger für eine Lebererkrankung als andere. Hier findet man häufiger Tiere mit der sogenannten Kupferspeicherkrankheit, einer Leberzirrhose oder mit chronischen Leberentzündungen.

Die Leber - das Stoffwechselzentrum beim Hund

Als zentrales Organ des Stoffwechsels ist die Leber an über 1000 Vorgängen des Organismus beteiligt. Sie reguliert u.a. den Fett-, Eiweiß-, Kohlenhydrat-, Vitamin,- und Hormonstoffwechsel. Sie speichert Vitamine, Fette, Zucker und Spurenelemente. Des Weiteren spielt sie eine große Rolle bei der Verdauung sowie bei der körpereigenen Entgiftung. Über den sogenannten Pfortaderkreislauf wird das Blut gefiltert und gereinigt.

In der Pfortader sammelt sich das Blut aus Dünndarm, Dickdarm, Milz und Bauchspeicheldrüse. Dieses Blut enthält neben den für den Hund wichtigen Nährstoffen auch Stoffwechselabbauprodukte oder toxische Stoffe, wie z.B. Rückstände aus Medikamenten. Mit Hilfe der Leberzellen (Hepatozyten) werden solche schädlichen Stoffe unschädlich gemacht und über die Nieren oder über die Galle aus dem Organismus ausgeschieden.

Die Ursachen einer Leberfunktionsstörung beim Hund

Eine Entzündung an der Leber (Hepatitis) kann durch Viren, Bakterien, Pilze, Medikamente oder bestimmte Chemikalien entstehen. Auch angeborene Erkrankungen können für eine Lebererkrankung verantwortlich sein. Durch eine Fehlbildung der Blutgefäße, den sogenannten portosystemischen Shunt, führen diese an der Leber vorbei, so dass die Entgiftung des Organismus nicht mehr gewährleistet ist. Auch Lebertumore können die Ursache für eine verminderte Leistung der Leberfunktion sein.

Bestimmte Terrier-Arten haben die genetische Veranlagung, zu viel Kupfer in der Leber zu speichern (die sogenannte Kupferspeicherkrankheit), was zur Schädigung der Leberzellen und damit zur Beeinträchtigung ihrer Stoffwechselleistung führt. Lange anhaltendes Übergewicht kann durch Fettablagerungen in der Leber das Lebergewebe schädigen und ebenfalls Ursache für eine Leberfunktionsstörung sein.

 INFO TO GO - Lebererkrankungen beim Hund
 
  • Die Leber ist das wichtigste Organ für den Fett-, Eiweiß- und Kohlenhydratstoffwechsel des Hundes.
  • Leberprobleme werden oft nicht gleich als solche erkannt, da die ersten Anzeichen denen einer Allgemeinerkrankung ähneln. Zunächst treten Symptome wie Abgeschlagenheit, Appetitlosigkeit, Durchfall oder Erbrechen sowie vermehrter Bauchumfang auf.
  • Da die Leber sehr regenerationsfähig ist, führen die entsprechende Behandlung bei einer angepassten Fütterung häufig zur Besserung.
  • Die richtige Fütterung während und nach einer Lebererkrankung beim Hund ist wichtig, damit sie ihre volle Leistung wieder erbringen kann.
  • Zur Entgiftung und Regeneration haben sich Kräuter wie Mariendistel und Artischocke bewährt.
 

Die Symptome einer Lebererkrankung beim Hund

Zu Beginn einer Lebererkrankung sind die Symptome nicht eindeutig zuzuordnen, da sie Begleiterscheinungen vieler Erkrankungen sein können. Ein betroffener Hund zeigt zunächst allgemeine Krankheitssymptome wie z.B.

  • Müdigkeit und Leistungsschwäche
  • Appetitlosigkeit
  • Durchfall
  • Fieber
  • Erbrechen
  • Gewichtsverlust

Bei fortgeschrittener Lebererkrankung können Symptome wie Gelbsucht, ein vermehrter Bauchumfang sowie eine erhöhte Erregbarkeit des Tieres auftreten.

Für eine genaue Diagnose ist der Besuch beim Tierarzt unumgänglich. Dieser wird bei Verdacht auf eine Lebererkrankung die entsprechende Labor- und ggf. Röntgendiagnostik oder einen Ultraschall einleiten, welche dann Aufschluss über die Art und die Schwere der Erkrankung geben.

Wie kann ein Hund mit Leberproblemen behandelt werden?

Eine Therapie des Tierarztes richtet sich nach der Art und der Schwere der Lebererkrankung und muss für eine erfolgreiche Behandlung meist über einen längeren Zeitraum erfolgen. Da die Leber ein hohes Regenerationspotential besitzt, ist eine Genesung des Hundes – vor allem bei akuten Leberproblemen - in vielen Fällen möglich. Die wichtigste Behandlung liegt in der Wiederherstellung der Stoffwechselfunktion der Leber, damit Sie ihre wichtige Aufgabe als Entgiftungsorgan wieder erfüllen kann.

Vorbeugung einer Störung der Leberfunktion beim Hund

Vorbeugung einer Störung der Leberfunktion beim Hund

Als zentrales Stoffwechselorgan sorgt die Leber beim gesunden Hund dafür, dass der Organismus mit allen wichtigen Nährstoffen versorgt wird und schädliche Stoffe unschädlich gemacht werden. Jede Belastung des Stoffwechsels durch Erkrankung, starkes Übergewicht, falsche Fütterung, längere Medikamentengabe oder die Aufnahme toxischer Stoffe, belastet die Leber enorm und schränkt deren Funktion stark ein. Um ihre Leistungsfähigkeit zu erhalten, sind daher neben einer dem Hund angepassten Fütterung, die richtige Haltung sowie ausreichend Bewegung zum Erhalt ihrer Funktion wichtig.

Expertentipp – Die richtige Fütterung des Hundes während und nach einer Lebererkrankung

Eine wichtige Aufgabe der Leber ist die Entgiftung von Ammoniak, welcher durch den Eiweißstoffwechsel sowie durch bestimmte Bakterien im Verdauungstrakt entsteht. Daher sollte zur Entlastung der Leber ein Futter mit leicht verdaulichem Eiweiß gewählt werden. Da auch Keime im Futter zur Belastung der Leber führen können, ist - vor allem bei Rohfütterung - darauf zu achten, dass nur frisches Futter verwendet wird. Des Weiteren sollte ein Diätfutter hochwertige Fettsäuren enthalten und natriumarm sein. Die enthaltenen Kohlenhydrate sind am besten in leicht verdaulicher Form zu geben.

Bei stark übergewichtigen Hunden muss die Gewichtsreduktion langsam erfolgen, da eine zu rasche Abnahme zu leberschädigenden Stoffwechselstörungen führen kann. Zudem hat sich die Fütterung von leberschützenden und stoffwechselunterstützenden Nährstoffen bewährt. Hierfür eignen sich bestimmte, bitterstoffhaltige Kräuter wie z.B. Mariendistel, Artischocke und Löwenzahn (MASTERDOG HEPADURE).

Andere Wirkstoffe wie Lecithin und Cholin unterstützen als Zellbausteine der Leber deren Regeneration. Vitamine mit antioxidativer Wirkung sowie weitere unterstützende Wirkstoffe, welche z B. in CANIPUR-hepafit enthalten sind, schützen die Leber und unterstützen sie in ihrer wichtigen Funktion als Stoffwechselorgan.

Fütterungstipps

  • MASTERDOG HEPADURE

    • Mischung naturreiner Kräuter
    • unterstützt den Leberstoffwechsel
    • wirkt positiv auf die Verdauung

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  • CANIPUR-hepafit

    • unterstützt die Leberfuktion
    • bei chronischer Leberinsuffizienz

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